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Cassano allo Ionio

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Cassano allo Ionio, Cassano all'Ionio
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Cassano allo Ionio ist eine Kleinstadt in Kalabrien. Die Stadt liegt auf einer Bergflanke am Fusse des Pollino-Gebirges über der Ebene von Sibari, der antiken Küstenstadt am ionischen Meer, welche ebenfalls zum Gemeindegebiet gehört. Oberhalb der Kathedrale und dem Uhrturm liegt der Felsen Pietra del Castello mit Ruinen einer Festung aus der Normannenzeit, gegenüber der Stadt am Abhang oberhalb der Grotten erkennt man auf dem Felsen Pietra di San Marco Ruinen des zerstörten Klosters von San Marco mit einem beleuchteten Kreuz.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wesentlich älter als Cassano selbst, die als griechische Kolonie von Achäern gegründete antike Stadt Sybaris, welche nach Zerstörung durch das Heer des südlich gelegenen Kroton als Thurium in hellenistischer Zeit wieder aufgebaut wurde. Infolge Versumpfung ging die Besiedelung des Küstenstrichs an der Crati-Mündung im 6./7. Jhdt. massiv zurück.

Das auf der Bergflanke errichtete Cassanum wurde römisches Municipium, 576 wurde das Städtchen von den Langobarden erobert und wurde später Teil des Herzogtums Benevent. Im 9. Jhdt. wurde die Stadt wiederholt von den Sarazenen angegriffen und war 1031/32 Schauplatz einer Schlacht zwischen dem oströmischen Herrscher und den Sarazenen und wurde 1037 unterworfen. 1054 wurde Cassano von den Normannen eingenommen und in der Folge von den Stauffern und Angiovinern regiert. Wie das übrige Kalabrien wurde es als Teil des "Königreichs beider Sizilien" von Neapel aus regiert und gelangte erst 1861 zum Königreich Italien.

Trotz etwas Bädertourismus ist die Wirtschaftsentwicklung und die Einwohnerzahl des Bergstädtchens rückläufig, im Gegensatz zu dem in Küstennähe gelegenen Gemeindeteil von 1 Sibari und dem eingemeindeten auf einem Hügelzug südlich gelegenen "Vorort" 2 Lauropoli .

Karte von Cassano allo Ionio

Eine Pressemeldung wert war es, als Papst Franziskus bei seinem Besuch in der Cattedrale von Cassano in Juni 2014 offiziell die Exkommunikation der Mitglieder der 'Ndrangheta bekanntgegeben hat, da diese "die Strasse des Guten verlassen haben".

Anreise[Bearbeiten]

Blick über das Dach der Kathedrale zum Uhrturm

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste internationale Flughafen ist derjenige von Lamezia-Terme, die näher gelegenen Flugfelder in der Region werden von der Privatfliegerei genutzt.

Mit der Bahn / Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der 1 Sibari F.S. Bahnhof von Sibari liegt an der Position, wo sich die kalabresischen Eisenbahnlinien Tarent - Sibari - Cosenza und die Küstenlinie über Crotone nach Catanzaro-Lido kreuzen.
Cassano und Sibari werden von mehreren Fernbusunternehmen aus Rom und Neapel angefahren.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Nach dem Ende der mautpflichtigen Autobahn A1 bei Salerno nimmt man die A3 durch Kampanien, die nach einem Anstieg durch die Bergregion der Basilicata mit dem Parco Nazionale del Pollino (in den Wintermonaten Nov.-März Mitführend der Winterausrüstung Pflicht) in die Ebene zwischen dem ionischen und dem Tyrrhenischen Meer hinabwindet.

Von Norden her kommend nimmt man die Symbol: AS Frascineto - Castrovillari, und dann die kurvenreiche SS105, gefolgt von der SP164 (ca. 9 km), von Süden aus Reggio di Calabria / Cosenza kommend wird die Symbol: AS Sibari und dann die SS534 / SP163 empfohlen.

Von der SS106, die in Küstennähe von Tarent entlang der ganzen Küste des ionischen Meers über Sibari nach Crotone und weiter die ganze "Stiefelspitze" hinabzieht, herkommend, nimmt man vom Bahnhof Sibari F.S. aus die SP169.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Das zum Gemeindegebiet gehörige Sibari Laghi mit dem ganzen System von künstlichen Lagunen und Hotels verfügt zwar über eine große Marina, es gibt aber keine Fährverbindungen. Der ebenfalls von der SS106 aus ausgeschilderte Hafen Porto di Corigliano ist ein Handelshafen ohne Fährverkehr.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Die Distanz zwischen dem Bahnhof Sibari F.S. und dem Bergstädtchen Cassano ist für einen Fußmarsch, wenn man es denn nicht als Wandertour ansieht, zu lang.

Mobilität[Bearbeiten]

Lokal bewegt man sich im Ort zu Fuß, aufgrund der großen Distanzen zwischen Bahnhof Sibari und dem Städtchen Cassano am einfachsten mit dem eigenen Fahrzeug oder Taxi.

Die SP164 windet sich durch den Ort in die neueren oberhalb gelegenen Quartiere, von Süden her kommend kann man entweder auf dem Parkplatz vor der Kathedrale parkieren oder - von Süden her kommend - die Tangenziale benutzen, um zum großen Parkplatz hinter der Kathedrale zu gelangen. Die schmale Einbahnstraße, welche von der zentralen Via Vittorio Emanuele kommend den Komplex der Kathedrale rechterhand umrundet, ist mit breiteren Fahrzeugen nicht zu empfehlen (Farbspuren an den Hausecken sind Zeugen vergangener Lackschäden... - mit dem Wohnmobil hier nicht einfahren!), vom Parkplatz unten hinauf zum Kathedralenplatz und zum Corso besteht ebenfalls eine Einbahnregelung um malerisch schmale Hausecken, hier darf man nicht hinabfahren...

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Cattedrale
Chiesa Madonna della Catena
in der Krippe in der Chiesa Madonna della Catena findet sich der charakteristische Uhrturm
  • 1 Cattedrale S. Maria del Lauro Cattedrale della Natività della Beata Vergine Maria del Lauro: Nach der Legende soll das Gotteshaus auf den Fundamenten eines antiken Tempels erbaut worden sein, zumindest ersetzte sie um 1100 eine ältere Kirche der Madonna del Lauro. Der Bau wurde im 15. Jhdt. und vor allem nach einem verheerenden Erdbeben im Jahre 1706 im Barockstil erneuert und 2014 von Papst Franziskus zur Basilica minor erhoben. Das Gotteshaus ist die Hauptkirche der Diözese von Cassano welche sich bis Castrovillari, Altomonte und Rocca Imperiale erstreckt. Vor dem gleich danebenliegenden Gebäude mit dem Diözesanmuseum und der Bibliothek steht ein Brunnen mit Löwenfiguren aus dem 15. Jhdt.: Fontana dei Leoni.
  • der 2 Torre dell'Orologio Uhrturm wurde 1776 an einer weithin sichtbaren Stelle am Fusse des Felsens Pietra castello erbaut.
  • 3 Chiesa di Sant'Agostino
  • 4 Grotte di Sant'Angelo : in den Karstgrotten fanden sich Spuren von Besiedelung im Neolithikum und der Bronzezeit.
Grotte di Sant'Angelo, S.P.164. Tel.: +39 (0)981 780280, +39(0)981 780250. Geöffnet: gem. Website Juni-Sept. 09.00-13.00 (DI-SO)/ Okt.-Mai 09.00-14.00h (MO-FR) oder nur nach tel. Voranmeldung, de facto infolge Umbauarbeiten im Sommer 2016 wenn überhaupt, dann nur im Juli und August geöffnet, die Website offline.
  • in einem Seitental des Flüsschens Eiano etwas nördlich liegt die im 17. Jhdt. im Renaissancestil erbaute Wallfahrtskirche 5 Santa Maria della Catena , die im Besitz einer der ältesten in Italien erhaltenen griechischen Ikonen aus dem 9. Jhdt. ist. Die Kirche wurde im Bereich eines älteren Klosters errichtet, welches Basilianermönche zur Zeiten von Verfolgung beherbergt hatte. Von der Kirche führt ein Kreuzweg mit einer Darstellung des Leidenswegs Christi auf die nahe Anhöhe und endet bei einem Kreuz, von hier aus ergibt sich eine schöne Rundsicht hinüber ins Städtchen Cassano.
Die Bezeichnung hat nichts mit einer Kette (deutsche Bedeutung des italienischen Worts Catena zu tun, sondern kommt vom griechischen Kathinai (Aorist von Kathitemi, führen und leiten) her, und weist der Madonna die Bedeutung als Leiterin zu (ähnlich wie der griechische Ausdruck Odigitria).

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besichtigung des Städtchens mit der Kathedrale
  • in Cassano gibt es verschiedene Thermalbäder, in der Stadt liegen die 1 Terme Sibarite
  • Besuch der Karstgrotten Grotte di Sant' Angelo nördlich ausserhalb der Stadt
  • die Ausgrabungen des antiken Sybaris liegen im Gemeindegebiet.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • im Bereich der Altstadt gibt es verschiedene Lebensmittelläden, Bäcker, Metzger und andere Kleingewerbe.
  • die großen Einkaufszentren liegen in Küstennähe entlang der SS106

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Das 3 Poste Italiane Postamt liegt am Parkplatz nordöstlich der Kathedrale

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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