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Beringen SH

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Beringen SH
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Beringen (SH) ist ein Dorf im Schaffhauser Klettgau, die Gemeinde bezeichnet sich als "Tor zum Klettgau", je nach Lesung beginnt der Klettgau erst in Löhningen oder bereits an der Engstelle der Enge an der Grenze zwischen Beringen und Neuhausen am Rheinfall. Im Jahre 2013 fusionierte Beringen mit dem Nachbardorf Guntmadingen, welches vor allem für die zahlreichen Reitställe bekannt ist.

Hintergrund[Bearbeiten]

Beringen ist die gemessen an der Einwohnerzahl grösste und wirtschaftlich bedeutendste Gemeinde des Oberklettgau, sie erlebte in den vergangenen Jahrzehnten eine ausgesprochen rege Bautätigkeit (und schrieb daraufhin Nachrichtenschlagzeilen), eine Zunahme der Einwohner- und auch Schülerzahlen. Die Lage in der Agglomeration der Stadt Schaffhausen und die gute Erreichbarkeit der Agglomeration Zürich macht Beringen als Wohnort attraktiv.

Das Gemeindegebiet von Beringen erstreckt sich von der Enge (an der Grenze zu Neuhausen entstand ein Wohnquartier) entlang des Südhangs des Randen bis zu den Rebbauflächen von Löhningen und hat sich nach der Fusion mit Guntmadingen bis auf den Südranden erweitert, so dass die Geminde mit der Grenze zwischen Guntmadingen und Jestetten an deutsches Staatsgebiet grenzt (und sogar eine EU-Aussengrenze hat...).
Aussergwöhnlich im Oberklettgau ist der Umstand, dass kein Bach das Tal entwässert, wenn auch hier vor Urzeiten einmal der Rhein sein Bachbett hatte. Der Dorfbach aus dem Lieblosental verläuft ab den Oberdorf eingedeckt und tritt unterhalb des Dorfs wieder zu Tage, um in der "Versickerungsanlage" in der Rossfähi in einem unter Naturschutz stehenden Weiher zu versickern.

Siedlungsspuren haben sich aus der Bronzezeit, mit Resten eines römischen Gutshofs im Lieblosental aus der Römerzeit und mit den Alemannengräbern mit Grabbeigaben aus dem 7. Jhdt. aus dem Frühmittelalter gefunden. Nachdem sich herausstellte, dass eine Schenkungsurkunde aus dem Jahre 965, die Kaiser Otto I zugeschrieben worden war, eine Fälschung aus dem 12. Jhdt. war, hatte die Gemeinde bereits das 1000 jährige Jubiläum gefeiert. Nach der Korrektur des Ersterwähnungsdatums auf das Jahr 1090 dank einer Schenkungsurkunde der Grafen von Nellenburg an das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen, konnte im Jahre 2005 das 925 jährige Jubiläum gefeiert werden.

Auf jeden Fall ist für das Hochmittelalter die adlige Familie der "Hünen von Beringen" bekannt, die im "Schloss" im alten Ortskern lebte. Im Jahre 1530, nachdem die Stadt Schaffhausen mit den umgebenden Untertanengemeinden bereits 29 Jahre zur Eidgenossenschaft gehörte, wurden 43 Haushaltungen gezählt. Das Bauerndorf zu Beginn des 20. Jhdt. entwickelte sich dank der Nähe der Industrie in Neuhausen und Schaffhausen rasant und wurde in den Sechzigerjahren selber zum Industriestandort.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Zürich ist über Neuhausen - Eglisau - Bülach in gut 45 Minuten erreichbar, der Flughafen Basel-Mulhouse kann in gut eineinhalb Stunden erreicht werden und wird von mehreren Billigfluggesellschaften angeflogen.

Der Fluplatz Schmerlat bei Neunkirch wird vorwiegend für Segelflugverkehr genutzt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Beringen liegt an der DB-Strecke Schaffhausen - Beringen - Neunkirch - Erzingen - Waldshut - Basel, die auf Schweizer Gebiet liegende Strecke der Hochrheinbahn wurde seit 2012 elektrifiziert und die Strecke durch den Klettgau in die S-Bahn Schaffhausen einbezogen, die 2012/15 umgesetzt wurde. Es verkehren abwechslungsweise Züge der Deutschen Bahn und des Schweizer Thurbo.

Im November 2013 wurde die Haltestelle Beringen - Beringerfeld eröffnet, die mehr Pendlerverkehr auf die Schiene bringen soll.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Beringen liegt an der Buslinie 21 des Regionalen Busverkehrs Schaffhausen, entlang der Linie der ehemaligen Strassenbahn Schaffhausen - Schleitheim werden nach Beringen die Dörfer Löhningen - Siblingen - Schleitheim alle 20 - 30 Min. bedient.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Hauptstrasse 13/14 teilt sich von Neuhausen herkommend (Wegweiserbezeichnung "Basel") am Kreise im Beringer Quartier Enge, der über den Bahngleisen kontruiert wurde, auf, südlich führt die Hauptstrasse 13 über Neunkirch in den Oberklettgau, zur Landesgrenze bei Trasadingen und führt als B34 durch die deutsche Gemeinde Klettgau weiter nach Waldshut.
Die Hauptstrasse 14 führt durch das Ortszentrum von Beringen und über Löhningen - Siblingen - Schleitheim zur Landesgrenze und auf der B314 und die B315 durch den Schwarzwald nach Freiburg im Breisgau.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Eine Fahrradroute auf separaten Radwegen führt von Neuhausen herkommend durch Beringen weiter nach Neunkirch und auch über die Siblinger Höhe nach Schleitheim und ins Wutachtal.

Mobilität[Bearbeiten]

Lokal bewegt man sich zu Fuss. Die Kleinbuslinie 27 verkehrt zwischen dem Oberdorf mit der Schulanlage, Beringen Bad Bf und Guntmadingen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick vom Beringer Randenturm
Beringer Randenturm
  • 1 Beringer Randenturm: der frühere Holz-Aussichtsturm wurde 1998 durch eine 28 m hohe Stahlkonstruktion ersetzt, von hier aus ergibt sich eine tolle Sicht in den Klettgau und auch in die Alpen. Der Randenturm ist wegen dem Gasthaus und dem Kinderspielplatz ein beliebtes Ausflugsziel für Familien.
  • das 2 „Schloss“ / Ortsmuseum Beringen, ein mittelalterlicher Wohnturm der Adelsfamilie der "Hünen von Beringen", wurde mit dem Nachbargebäude, der Zehntscheune, ins Ortsmuseum Beringen einbezogen und ist von aussen nicht einfach als mittelalterliches Gebäude zu identifizieren. Das mittelalterliche Gebäude wurde 1940 vermessen, danach dem Verfall preisgegeben, durch die Stiftung Schloss 1984 erworben und auf private Initiative restauriert. 1989 wurde der Museumsbetrieb aufgenommen.
Ortsmuseum Beringen, Steig 3, 8222 Beringen. Geöffnet: üblicherweise am letzten So des Monats 14.00-17.00h. Preis: freier Eintritt.
  • 3 Pfarrkirche Beringen: urkundlich wurde 1231 erstmals ein Pfarrherr in Beringen erwähnt, 1419 ging die Kirchgemeinde St. Georg ans Schaffhauser Kloster Allerheiligen und 1529 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt Schaffhausen die Reformation eingeführt. Aus der Kirche wurden der Innenschmuck entfernt und um 1580 /1642 Renovationen vorgenommen und das Kirchenschiff nach Osten und Westen erweitert, der Turm wurde 1645 in die Mitte des Firsts gesetzt und 1836 wurde die Kirche nach Norden erweitert, so dass die die aussergewöhnliche Form eines Kreuzes mit einem fehlenden Arm bekam, von der ursprünglichen mittelalterlichen Kapelle ist nur noch eine Fensternische an der Südseite erhalten.
Die 4 katholische Friedens-Kirche und das Gebäude der freikirchlichen 5 Chrischona-Gemeinde sind jüngeren Datums.
  • die ältesten Gebäude gruppieren sich um den 6 "Brandplatz" im Oberdorf.

Aktivitäten[Bearbeiten]

5 maal Beringen sign
  • Wandern auf dem Randenturm und im ganzen Randengebiet, durch die Rebberge nach Löhningen
  • Fahrradtouren auf den Radwegen in den Klettgau
  • Baden im 1 Schwimmbad Beringen Freibad im Oberdorf, das Bad wurde 2014 auf biologische Wasseraufbereitung umgerüstet.
  • Beringen organisiert regelmässigen Austausch und gemeinsame Festlichkeiten mit fünf weiteren namensgleichen Gemeinden in Europa unter dem Motte "5 mal Beringen".

Einkaufen[Bearbeiten]

  • ein 1 Coop-Supermarkt befindet sich an der Dorfstrasse, ansonsten gibt es im Dorf noch eine Brotablage einer Bäckerei.
  • ein Geldautomat und eine Bank befindet sich im Gebäude der Gemeindeverwaltung.

Küche[Bearbeiten]

Restaurant Beringer Randenturm

Nachtleben[Bearbeiten]

Um ins Nachtleben abzutauchen, begibt man sich am besten nach Schaffhausen.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Hotel Garni zur Sonne, Unterdorf 6, Beringen 8222. Tel.: +41(0)52 682 16 51. älteres Gasthaus mit Zimmern auch in einer Dépendance, kein Restaurationsbetrieb mehr.

Gesundheit[Bearbeiten]

In Beringen gibt es eine Hausarztpraxis, eine Drogerie und mehrere Physiotherapeuten, in Notfällen Auskunft unter +41 (0)52 634 34 00.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Das Postamt ist in die Filiale des Lebensmittelgrossverteilers Coop integriert.

Ausflüge[Bearbeiten]

Schulhaus Guntmadingen
  • ins Nachbardorf Guntmadingen, welches 2013 mit Beringen fusionierte: man behauptet in dem für seine Reitställe bekannten Ort leben mehr Pferde als Menschen - zumindest ist es es ein Anziehungspunkt für Pferdeliebhaber und aufgrund verschiedener Traktoren-Ausstellung für Freunde alter Landmaschinen.
  • auf den Schaffhauser Randen
  • in die weiteren Dörfer des Klettgau, nach Schleitheim und weiter in den Südschwarzwald
  • zum Rheinfall
  • nach Schaffhausen und den Städtchen am Hochrhein.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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