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Bad Grönenbach

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Bad Grönenbach
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Bad Grönenbach ist eine Kleinstadt im Unterallgäu. Der Kneippkurort liegt an der Schwäbischen Bäderstraße

Hintergrund[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Grönenbach stammt aus dem Jahr 1099. Ursprünglich hatte Grönenbach einen eigenen Ortsadel, der jedoch im 12. Jahrhundert ausstarb und vom Adelsgeschlecht Rothenstein abgelöst wurde. Die Herren von Rothenstein regiert über Grönenbach bis 1482, danach ging die Herrschaft an die Pappenheimer über. Die Reformation nach Calvin fand in Grönenbach 1559 durch Philipp von Pappenheim († 1619) statt. Dadurch existiert in Grönenbach eine der ältesten reformierten Gemeinden Deutschlands. In der Zeit von 1612 bis 1695 regierten die Fugger in Grönenbach. Diese gelangten durch die Heirat an den Besitz der Ortschaft. Ab 1695 bis zur Säkularisation 1803 war Grönenbach zum Fürststift Kempten zugehörig. Seit 1803 ist Grönenbach bayerisch. Die Marktgemeinde Grönenbach wurde 1954 als Kneippkurort anerkannt, seit 1996 gilt sie als Heilbad.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene 1 Flughafen Memmingen Website dieser Einrichtung Flughafen Memmingen in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Memmingen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Memmingen (Q651281) in der Datenbank Wikidata befindet sich im 25 km, in nördlicher Richtung, entfernten Ort Memmingerberg. Die weiteren Flughäfen um Bad Grönenbach befinden sich in Friedrichshafen (103 km entfernt), in Stuttgart (148 km entfernt) und in München (160 km entfernt).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bad Grönenbach liegt an der Bahnstrecke der Illertalbahn zwischen Ulm und Kempten, der 2 Bahnhof befindet sich im 3 km östlich liegenden Ortsteil Thal.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die A7 Ausfahrt Symbol: AS 131 Bad Grönenbach liegt zwischen Bad Grönenbach und Thal.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Bad Grönenbach

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hohes Schloss in Bad Grönenbach
  • 1 Hohes Schloss Hohes Schloss in der Enzyklopädie Wikipedia Hohes Schloss im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHohes Schloss (Q1472555) in der Datenbank Wikidata Das Wahrzeichen Bad Grönenbachs ist das im 12. Jahrhundert erbaute Hohe Schloss. Es bildet zusammen mit dem Schlossberg eine Einheit. Seit 1384 war das Hohe Schloss der Sitz der Herren von Rothenstein, ab 1482 der Sitz der Herren von Pappenheim. Später, 1613, ging das Hohe Schloss in den Besitz der Fugger. Ab 1695 bis zur Säkularisation gehörte das Hohe Schloss der Fürstabtei Kempten. Nach der Säkularisation war ab 1803 ein königlich-bayerisches Amtsgericht im Hohen Schloss untergebracht. Später wurde das Hohe Schloss von Dominikus Ringeisen erworben und von den Ursberger Schwestern bewohnt. Das Hohe Schloss wurde 1996 vom Markt Bad Grönenbach erworben und wird seitdem u.a. für Ausstellungen und standesamtliche Trauungen genutzt. Im Rahmen von Führungen kann das Schloss besichtigt werden. Ein historisches Fest ist der Mittelaltermarkt Anno 1525 im Hohen Schloss zu Bad Grönenbach, der von dem Verein Die Schwarze Schaar e. V. veranstaltet wird. Der historische Hintergrund ist die Proklamation der zwölf Artikel in Memmingen während der Bauernkriege, die erste schriftliche Einforderung von Menschenrechten auf europäischem Boden. Im Hohen Schloss finden von April bis November einmal monatlich Führungen statt.
Unteres Schloss in Bad Grönenbach
  • 2 Unteres Schloss Unteres Schloss in der Enzyklopädie Wikipedia Unteres Schloss im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsUnteres Schloss (Q2497491) in der Datenbank Wikidata Es wurde 1563 als Witwensitz von vier Brüdern derer von Pappenheim erbaut. Später waren pappenheimische Beamte, sowie Beamte des Fürststifts Kempten hier untergebracht. Während der Säkularisation wurde das Untere Schloss 1803 durch den Bayerischen Staat eingezogen und gelangte später in Privatbesitz. Das Untere Schloss befindet sich seitdem in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
  • 3 Burg Rothenstein Burg Rothenstein in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Rothenstein im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Rothenstein (Q1013742) in der Datenbank Wikidata Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war der Stammsitz derer von Rothenstein. Später ging .die Burg in pappenheimischen Besitz über. Im Dreißigjährigen Krieg war die Burg Hauptquartier des schwedischen Feldmarschalls Carl Gustav Wrangel. Am 9. März 1873 stürzte die Burg, vermutlich aufgrund einer Erdsenkung, ein. Von der Burg, an der Grenze zwischen dem Allgäu und Oberschwaben, besteht nur noch eine Ruine.
St. Philipp und Jakob in Bad Grönenbach
  • 4 Stiftskirche St. Philipp und Jakob Stiftskirche St. Philipp und Jakob in der Enzyklopädie Wikipedia Stiftskirche St. Philipp und Jakob im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStiftskirche St. Philipp und Jakob (Q2322887) in der Datenbank Wikidata Die römisch-katholische Kirche wurde erstmals am 27. Mai 1136 geweiht. Danach folgte ein gotischer Neubau, der am 15. Oktober 1445 geweiht wurde. Von der Vorgängerkirche ist die romanische Krypta erhalten. Am Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Stiftskirche als Simultankirche genutzt. Im Jahr 1663 wurde die Stiftskirche barockisiert. Innerhalb der Stiftskirche sind eine Reihe kunstvoller Epitaphien des ehemaligen Ortsadels angebracht. Die Oberschwäbische Barockstraße führt mit ihrer Ostroute durch den Kurort, auch die Schwäbische Bäderstraße und der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg führen durch den Ort.
  • 5 Spitalkirche Hl. Geist Spitalkirche Hl. Geist in der Enzyklopädie Wikipedia Spitalkirche Hl. Geist im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSpitalkirche Hl. Geist (Q2311287) in der Datenbank Wikidata

Die Kirche wurde 1479 gestiftet. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche 1633 zerstört. Ab dem Jahr 1649 wurde die Spitalkirche den reformierten Gläubigen, nach längeren Auseinandersetzungen, zum Gottesdienst überlassen. Ab dieser Zeit wurde die Spitalkirche wieder aufgebaut und ab 1723 wieder Gottesdienste abgehalten. Der Kirchturm wurde 1880 erbaut. Die Spitalkirche wird von der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bad Grönenbach genutzt.


Neben der Stiftskirche St. Philipp und Jakob befindet sich das 6 Kollegiatstift Kollegiatstift in der Enzyklopädie Wikipedia Kollegiatstift im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKollegiatstift (Q1486028) in der Datenbank Wikidata. Es wurde 1479 von Ludwig von Rothenstein und seiner Gemahlin Jutta von Hürnheim gestiftet. Das Wappen des Stifterehepaares ist in der westlichen Aussenfassade angebracht. Das während der Säkularisation aufgelöste Kollegiatstift ist heute Pfarrhof der römisch-katholischen Gemeinde in Bad Grönenbach. Eine Besichtigung des Kollegiatstiftes ist nicht möglich.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Bad Grönenbacher Nordic Fitness Park
  • Schloss Aktiv Park

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 5 "Alla Fontana" Osteria – Pizzeria, Marktplatz 5, Tel. +49(0)8334 - 25 93 636
  • 6 Alpenblick, Herbisried 16, Tel. +49(0)8334 - 313
  • 7 Zum Kohlenschieber Café - Bistro, Markplatz 4b, Tel. +49(0)8334 - 78 39
  • 8 Restaurant-Kurcafé Neumair, In der Vogelweide 4, Tel. +49(0)8334 - 495
  • 9 Schnitzelalm im Forsthaus, Niederholz 2, Tel. +49(0)8334 - 987 2118
  • 10 Pizzeria La Pineta, Unterthal 11 A, Tel. +49(0)8334 - 98 84 11
  • 11 "Batos", Allgäuer Straße 27, Tel. +49(0)8334 - 98 97 570

Gehoben[Bearbeiten]

  • 12 Hotel allgäu resort, Sebastian-Kneipp-Allee 7, Tel. +49(0)8334 - 5346 500
  • 13 Charlys Topf-Gucker, Marktplatz 8, Tel. +49(0)8334 - 25 97 25

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

In Bad Grönenbach befinden sich Unterkünfte vom einfachen Gästezimmer bis zum 4 Sterne-Superior Hotel.

Hotel[Bearbeiten]

Gästehäuser Pensionen[Bearbeiten]

  • 3 Haus Rosi, Beethovenstraße 1. Tel.: +49(0)8334 9 82 00. Preis: Einzelzimmer ca. 40 bis 45 Euro, Doppelzimmer ca. 65 bis 75 Euro.
  • 4 Restaurant-Kurcafé Neumair, In der Vogelweide 4. Tel.: +49(0)8334 495. Preis: Einzelzimmer ab ca. 40 Euro, Doppelzimmer ab ca. 68 Euro.
  • 5 Gästehaus Bochtler, Steinbacher Weg 16. Tel.: +49(0)8334 71 37. Preis: Einzelzimmer ab ca. 23 Euro, Doppelzimmer ab ca. 48 Euro.
  • 6 Pension "Zur Tanne", Mozartstraße 2. Tel.: +49(0)8334 832. Preis: Einzelzimmer ab ca. 35 Euro, Doppelzimmer ab ca. 60 Euro.
  • 7 Haus Heider, Raupolzer Weg 1a. Tel.: +49(0)8334 511. jeweils WLAN Preis: Einzelzimmer ab 35 Euro, Doppelzimmer ab 60 Euro.

Ferienwohnungen[Bearbeiten]

  • 8 Ferienhaus Spazzacamino, Memminger Straße 6. Tel.: +49(0)8334 9 83 79. Preis: 80 m² Wohnfläche für 2-6 Personen ab ca. 60 Euro.
  • 9 Ferienwohnung SineFinibus, Memminger Straße 6. Tel.: +49(0)8334 9 83 79. Preis: 100 m² Wohnfläche für 2-6 Personen ab ca. 70 Euro.
  • 10 Allgäuhaus Martha, Ziegelstadel 1. Tel.: +49(0)8334 98 78 63. Preis: 1 Ferienhaus für 2-6 Personen ab ca. 60 Euro.
  • 11 Haus Edeltraud, Säulingstr. 2. Tel.: +49(0)8334 73 08. Preis: 1 Ferienwohnung 60 m² für 2-4 Personen ab ca. 48 Euro.
  • 12 Ferienwohnung Olga Glöckle, Kemptener Straße 18. Tel.: +49(0)8334 201. Preis: 3 Ferienwohnungen für 1-2 Personen ab ca. 18 Euro.
  • 13 Karin Einsiedler, Rothensteiner Straße 12. Tel.: +49(0)8334 98 96 70. alternativ Tel. +49(0)8334 66 65
  • 14 Ferienwohnung Ruhe & Lesen, Bergstr. 8. Tel.: +49(0)8334 61 17. alternativ Tel. +49(0)171 36 48 718
  • 15 Rothmooser Rechbergalp, Rothmoos 17. Tel.: +49(0)8334 61 14. Preis: Ferienhaus pro Tag und pro Person 15 Euro.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Radrunde Allgäu: Bad Grönenbach ist eine Station auf demRadfernweg dessen südlichste Station Oberstdorf ist.
  • Geführte Radtouren um Bad Grönenbach: Die Kur- und Gästeinformation bietet einmal wöchentlich Radtouren rund um Bad Grönenbach an. Die Dauer beträgt circa 3 Stunden.
  • Kneipp Radweg: Dieser verbindet die Kneippkurorte Bad Wörishofen, Ottobeuren und Bad Grönenbach. Er hat eine Länge von 50 km und verläuft größtenteils auf asphaltierter Strecke.
  • Ottobeuren (12 km): Basilika St. Alexander und Theodor mit Klosteranlage.
  • Buxheim (Schwaben) (21 km): Kloster Buxheim, ehemals Kartäuserkloster; Naherholungsgebiet Buxheimer Weiher (vier an der Zahl). Im Winter: Schlittschuhlaufen auf den Weihern, Campingplatz
  • Illerbeuren (12 km): Schwäbisches Bauernhof- und Schützenmuseum

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Sedelmayer ; Historischer Verein zur gesamten Förderung der Heimatkunde des Allgäus (Hg.): Geschichte des Marktfleckens Grönenbach. Kempten, 1910.
  • Kurverwaltung Bad Grönenbach (Hrsg.): Hohes Schloss. Broschüre
  • Karl Schnieringer: Grönenbach – Seine Entwicklung von der Landnahme an der Ach zum Markt und Kneippkurort. Grönenbach : Kurverwaltung Grönenbach, 1975.

Weblinks[Bearbeiten]

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