West Highland Way

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Wegmarke des West Highland Way
Karte von West Highland Way

Der West Highland Way (kurz: WHW) ist ein Fernwanderweg im Westen Schottlands. Der 152 km lange Wanderweg folgt alten Handels- und Militärpfaden und führt von den lowlands im Glasgower Speckgürtel am Loch Lomond, dem größten schottischen See entlang, übers schottische Hochland bis nach Fort William am Fuss des Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der West Highland Way ist 1980 eingerichtet worden und hat sich seither zum beliebtesten Wanderweg in Schottland entwickelt. Der Weg ist gut ausgebaut, gut beschildert und hat keine allzugrossen topographischen Herausforderungen. Er ermöglicht gleichwohl einen Eindruck der Einsamkeit und Wildheit des schottischen Hochlands. Gleichzeitig bleibt er nahe genug der "Zivilisation", so dass der Wanderer die Wahl hat, den Weg autonom mit wildem Zelten und Selbstverpflegung, mit Übernachtungen auf Campingplätzen, in einem Hotel oder gar mit begleitendem Gepäckservice zu begehen. Die parallel verlaufende Landstrasse A82 bzw. Bahnlinie ermöglichen den Zu- bzw. Abgang zum Wanderweg auch zwischen Anfangs- und Endpunkt.

Im Allgemeinen wird der Weg von Süden nach Norden begangen, dies folgt der Logik eines Spannungsbogens. Aber es ist unerheblich, in welche Richtung man wandert.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Der Weg ist gut ausgeschildert und kaum zu verfehlen. Dennoch ist eine Karte, Kompass und/oder GPS zu anzuraten, um auch bei Nebel, plötzlichen Wetterumschwüngen die Orientierung zu behalten. Ein Wanderführer kann Hinweise auf sonst unbeachtete, sehenswerte Plätze dicht neben der Strecke geben. Auch alternative Übernachtungsmöglichkeiten für Camper sind dadurch erheblich einfacher zu finden, ebenso zwei Bothys am Ufer von Loch Lomond.

Allgemein stellt der West Highland Way keine allzu großen Anforderungen an den Wanderer. Es ist, mindestens, ein breiter, oft befestigter Pfad vorhanden. Gelegentlich nutzt er auch Feldwege alte Militärsstrassen/Reitwege oder asphaltierte Strassen. Dennoch sollte auf einigen Etappen, insbesondere am Devil’s Staircase und entlang des Loch Lomond zwischen Rowardennan und Ardleish, auch ein Mindestmaß an Trittsicherheit (festes Schuhwerk) vorhanden sein, da bei feuchter Witterung teilweise Rutschgefahr bestehen kann. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen sind vor allem die Abschnitte über Rannoch Moor und Devil’s Staircase sowie von Kinlochleven bis Fort William aufgrund nicht vorhandener Wetterschutzmöglichkeiten eine Herausforderung. Bachquerungen sind mit Stegen oder Brücken ausgebaut, das sonst gelegentlich erforderliche Furten ist hier nicht erforderlich.

Gepäck-Transferservices bieten den Transport größerer Gepäckstücke an, sodass der Weg auch ohne oder nur mit leichtem Gepäck absolviert werden kann. Angeboten werden ebenso Komplettangebote mit vorgebuchten Unterkünften.

Über weite Strecken verläuft der West Highland Way in nur wenigen Kilometern Entfernung von der A 82 und der West Highland Line. Viele als Etappenziele etablierte Punkte sind dadurch problemlos mit Bussen oder per Zug zu erreichen und der Weg in Teiletappen wanderbar.

Die Anreise wird praktischerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Beide Endpunkte sind gut mit Zug und/oder Bus erreichbar. Für die Anreise mit dem Pkw ist zu berücksichtigen, dass es keine dezidierten (oder gar bewachten) Langzeitparkplätze gibt. Das Abstellen eines Fahrzeugs am Strassenrand bleibt gleichwohl im Rahmen der Verkehrsregeln möglich.

Fahrradfahrer werden auf dem West Highland Way nicht glücklich, der Weg ist mit Tourenrädern gar nicht und auch mit Mountainbikes nur eingeschränkt befahrbar. Insbesondere entlang des Loch Lomond sowie zwischen Kingshouse und Kinlochleven gibt es steile Passagen, auf denen man schieben und gelegentlich das Rad sogar über Stufen tragen muss.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Reiseplanung[Bearbeiten]

Die Wegstrecke von 154 km lässt sich abhängig von Kondition und Motivation in unterschiedlich lange Etappen einteilen. Der Rekord für die gesamte Strecke liegt bei 13:41 Stunden (2017). Wer etwas mehr vom Wandererlebnis haben möchte, verteilt die Strecke auf (sportliche) 5 bis (lässige) 10 Tagesetappen, letzteres erlaubt auch den einen oder anderen Abstecher oder Ruhetag. Viele Wegbeschreibungen gehen von 8 Etappen aus.

Übernachtung[Bearbeiten]

Sowohl in Glasgow als auch in Fort William gibt es einige preiswerte Backpackerhostels sowie Bed and Breakfast, im Sommer ist aber eine Reservierung an Freitagen und Samstagen ratsam. Im Abstand von Tagesetappen gibt es Unterkünfte in Hotels, Hostels oder Gasthäusern. Im Sommer ist Vorbuchung aufgrund der begrenzten Übernachtungsmöglichkeiten vor allem für die Abschnitte des Weges zwischen Tyndrum und Kinlochleven zu empfehlen.

"Cabins" bei Beinglas Farm Campsite in Inverarnan

Ferner gibt es Zeltplätze, oft in der Nachbarschaft von Hotels, die dann auch Sanitäranlagen, Trockenräume usw. anbieten. Die Kosten für eine Übernachtung mit einem Zelt liegen bei den verschiedenen Zeltplätzen pro Person zwischen 6 Pfund und 9 Pfund (Stand: August 2015). Einige Zeltplätze sind kostenfrei.

Wild zelten ist grundsätzlich (d.h. mit Einschränkungen) möglich. Das Ostufer des Loch Lomond ist Naturschutzgebiet, hier darf man zwischen 1. März und 30. September nur auf ausgewiesenen Plätzen zelten. Im Übrigen gelten die Regeln des schottischen Outdoor Codes. Demnach darf u.a. nicht in der Nähe von bewohnten Häusern gezeltet werden, auch nicht auf bewirtschafteten Agrarflächen.

Reisezeit[Bearbeiten]

Aufgrund des Golfstromes kommen extreme Temperaturen nicht vor, allerdings dürfte der Sommer die Hauptreisezeit sein, dann ist es auf dem West Highland Way entsprechend voll. Allerdings sind zu der Zeit auch die Schottland-typischen kleinen Mücken ("Midges") bei Windstille eine echte Plage.

Verpflegung[Bearbeiten]

Lebensmittel und Campingzubehör (Gasbehälter) gibt es an den Startpunkten in breiter Auswahl. Entlang des Weges werden Einkaufsmöglichkeiten seltener (ggf. Sonntage beachten!). Allerdings finden sich ausreichend Geschäfte, dass man auch bei Selbstverpflegung maximal drei Tage bevorraten muss. Längster Abschnitt ohne Einkaufsmöglichkeit ist zwischen Tyndrum und Kinlochleven. Wer auf Einkehr setzt, findet entlang des Weges ausreichend Möglichkeiten für mindestens Frühstück und Abendessen, bei einigen Etappen auch zusätzliche Einkehr für Pausen unterwegs.

Los geht's[Bearbeiten]

Obelisk am Start des Weges
  • Milngavie. Milngavie, das noch im Glasgower Speckgürtel liegt, ist der südliche Start- bzw. Endpunkt des Weges. Wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt markiert ein 1 Obelisk den Beginn, DER Ort für das Wandererselfie. In Milngavie gibt es ein breites Angebot an Lebensmitteln, Bäcker, Campingzubehör und darüber hinaus. Der Weg verlässt den Ort Richtung Norden, teilweise dem Bach Allander Water folgend und führt durch flachwellige Landschaft. Felder, kleine Seen, ein paar Ansiedlungen mit Übernachtungsmöglichkeiten (wer das nach 5 km schon braucht). Zur Motivation wartet noch eine Destille am Wegesrand.
  • 2 Glengoyne Distillery, Dumgoyne, Killearn, Glasgow G63 9LB. Tel.: +441360550254. Lowland-Destillerie mit Shop und Besichtigungstouren.

Zum Pegelhalten liegt kurz drauf am Weg:

An dem Gehöft Gartness knickt der Weg nach Westen, Richtung Drymen. Kurz vor Drymen gibt es einen Zeltplatz

  • 1 Drymen Camping, Gartness Rd, Drymen, Glasgow G63 0DN. Tel.: +447494144064. Preis: 8 GBP pro Person.

Der West Highland Way erreicht nach 19 km Drymen.

Blick vom Conic Hill auf Loch Lomond
  • 1 Drymen: In Drymen gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten. Hinter Drymen beginnt das Naturschutzgebiet mit seinen Einschränkungen beim Wildzelten. Der West Highland Way umgeht den Ort östlich, das Gelände steigt etwas an und der Weg durchläuft einen munteren Mix aus Feldern, Wäldern und Heidelandschaft. Nach einigen Kilometern kommt ein kurzer knackiger Anstieg auf einem Trampelpfad auf den 1184 Fuss (klingt besser als 361 m) hohen 3 Conic Hill. Der Conic Hill liegt auf einer geologischen Bruchzone, Highland Boundary Fault genannt, die die Highlands im Nordwesten von den Lowlands im Südosten trennt. Der Verlauf ist durch einige Inseln im Loch Lomond bzw. in die Gegenrichtung durch eine markante Geländekante gut sichtbar. Auf der Südwestflanke des Conic Hill geht es nun bergab zum Weiler Balmaha am Ufer des Loch Lomond. Der Weg erfordert bei Regen festes Schuwerk, es kann nass und rutschig werden.
  • 2 Balmaha (30 km) ist die nördlichste "grössere" Ansiedlung am Ostufer des Loch Lomond mit einigen Hotels, einem Geldautomaten und einem Dorfladen, der auch Wandererbedarf anbietet. Der Wanderweg verläuft weiter auf oder parallel zur Fahrstrasse weitgehend eben entlang des Seeufers, teils durch Laubwälder. Im Abstand von wenigen Kilometern gibt es Campingplätze und eine Herberge:
  • 2 Millarrochy, Milarrochy Bay Balmaha Nr Drymen, Glasgow G63 0AL. Tel.: +441360870236. Preis: ab 7,55 GBP.
  • 3 Cashel Campsite, Cashel Campsite, Rowardennan, Glasgow G63 0AW. Tel.: +441360870234.
  • 4 Sheperd's House, 2 Forest Cottages, Rowardennan, Glasgow G63 0AW. Tel.: +441360870105.
  • 5 Sallochy, Sallochy Bay, Rowardennan, Glasgow G63 0AW. Tel.: +441360870142. Geöffnet: geöffnet März - Oktober. Preis: ab 7 GBP.

Der weiterhin gut ausgebaute Weg erreicht nach 44 km die Ansiedlung

WHW als schwieriges Geläuf am Loch Lomond nördl. von Inversnaid
  • 3 Rowardennan, einige Häuser am Ufer des Loch Lomond. Es gibt eine Jugendherberge, Ferienhäuser, Campingmöglichkeiten und eine Fähre ans Westufer. Die öffentliche Strasse endet hier an einem grossen Parkplatz. Hier ist auch der Startpunkt für die Besteigung des 4 Ben Lomond, mit 974 m Höhe der südlichste Munro Schottlands mit schönem Rundumblick. Der WHW verläuft weiter am Seeufer Richtung Norden, zunächst als Waldweg, der sich aber bald auflöst. Es folgt eine der am Schwierigsten zu laufenden Teile des gesamten Weges, der jetzt als Pfad über Stock und Stein führt. Es ist ein ständiges Auf und ab, obwohl der Weg nahe am (felsigen) Seeufer bleibt und keine grossen Anstiege hat. Abwechslungsreiche Blicke auf den schmaler werdenden See, das gegenüberliegende Ufer und den Wald, entschädigen. Alternativ führt etwas höher am Hang ein aufgelassener Waldweg, der etwas leichter zu laufen ist, aber im Wald weniger Ausblicke hat. Bis Inversnaik kommt nur eine, etwas im Wald versteckte Schutzhütte als Übernactungsmöglichkeit:
  • 6 Rowchoish. Schutzhütte, etwas versteckt im Wald querab vom Weg gelegen. Für Übernachtungen in einer Bothy gelten ungeschriebene Regeln, mit denen sich der Nutzer vertraut machen sollte, siehe The Bothy Code (engl.) Preis: Spende möglich.

Der Wanderer wird froh sein nach eigen Kilometern

  • 7 Inversnaid nach gesamt 54 km erreicht zu haben. Inversnaid ist ein einsam gelegenes, aber mit Pkw erreichbares Hotel (die Zufahrtstrasse kommt von Osten aus Aberfoyle) mit Einkehr und etwas abseits einem preisgünstigen Bunkhouse und, fürs Auge, einem Wasserfall. Fähre zum jenseitigen Ufer.

Von Inversnaid geht es weiter auf einem rudimentär ausgebauten Pfad über teilweise ausgesetzte Felsen, auch diese Kilometer an dem ansonsten unbesiedelten Ostufer gehören zu den schwierigsten Abschnitten des gesamten Weges. Einen Kilometer nördlich von Inversnaid liegt unweit unterhalb des Weges die 5 Rob Roys Cave , einst Versteck des legendären Outlaws. Ebenfalls sehr abseits befindet sich weiter nördlich erneut eine Schutzhütte,

Unterführung des WHW unter der A82
  • 8 Doune Byre

Das Loch Lomond verengt sich an seiner Nordseite zunehmend, wenige Kilometer vor dem Ende des Sees gibt es gegenüber vom Ardlui Hotel eine kleine, auf Bedarf verkehrende Fähre. Nach dem Ende des Sees geht es durch Farmland über einen Feldweg im Tal Glen Falloch am gleichnamigen Bach nach

WHW vor Crainlarich
  • 4 Inverarnan. Dort gibt es bei der Beinglas Farm einen Campingplatz sowohl für Wanderer mit Zelt als auch sog. "Cabins" für Wanderer ohne Zelt. Es ist außerdem ein gemütlicher Pub, der Drovers Inn sowie ein kleiner, aber gut ausgestatteter Laden vorhanden. Man kann mit Kreditkarte zahlen.

Weiter geht es im engen Tal des River Falloch auf Feldwegen, begleitet von der Geräuschkulisse der vielbefahrenen A 82, der wichtigsten Verkehrsachse zwischen Glasgow und dem Norden. Es geht kontinuierlich bergan, wenn auch nie steil. Erst als der Weg wenige Kilometer vor Crianlarich den Falloch, Bahnlinie und die Strasse kreuzt und etwas höher am Gegenhang verläuft, gewinnt man etwas Distanz zur Strasse. Gleichzeitig öffnet sich das Panorama auf die Bergketten, die das obere Glen Fallon und dann ab Crianlarich das Glen Fillan begleiten. Der WHW lässt Crianlarich östlich liegen, wer dort nächtigen möchte, hat einen kurzen Abstieg in den Ort.

  • 5 Crianlarich, 75 km seit dem Start, hat Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten wie auch einen Village Shop für Lebensmittel wie auch Wandererbedarf von Gaskartuschen bis Wundpflaster.
Kirkton, Alter Friedhof

Der, nach Regen gut matschige, Weg geht jetzt ein Stück steil bergan an der Ostflanke des Black Craig, bevor es durch Aufforstungen langsam zur Talsohle des River Fillan geht, den der Weg nahe des Ewich House überbrückt. Ewich House ist ein Quartier wenige hundert Meter vom Weg entfernt:

Am anderen Flussufer erreicht der Weg neben der Kirkton Farm, die auch Zimmer anbieten, die Ruine der

  • 6 St. Fillans Priory. Ruinen eines Klosters aus dem 13. Jh., das Robert the Bruce im Dank an ein gewonnenes Scharmützel gegen die Engländer stiftete. Daneben ein kleiner Friedhof.

und führt weiter an der Auchteryre Farm vorbei, auf der man campen kann oder kleine Hütten mieten:

Der WHW kreuzt wieder die A 82 und folgt dem Bach, dann geht es durch den Gemeindewald von Tyndrum bis zu einem kleinen Teich 7 The Lochan of the Lost Sword, in dem sich Robert the Bruce und seine Mitkämpfer, der Legende nach, auf der Flucht vor den Engländern nach einem weniger erfolgreichen Scharmützel ihrer lästigen Rüstung entledigten. Kurz vor Tyndrum passiert der Weg eine devarstierte unbewachsene Fläche - Aufbereitung einer uralten Bleimine in den Hängen oberhalb des Ortes. Dann erreicht der WHW nach 85 km

  • 6 Tyndrum. Die Bahnlinie hat sich schon Richtung Fort William bzw. Oban verzweigt (was Tyndrum mit seinen paar hundert Einwohnern zwei Bahnhöfe beschert), die Strassen Richtung Oban (A85) bzw. Fort William (A82) trennen sich hier. Es gibt Hotels, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten (der letzte Laden für gut 40 km, erst in Kinlochleven kann man wieder Vorräte auffüllen) in diesem Ort des Transits. Doch das Panorama hat etwas - das Hochtal des Glen Fillan ist von zahlreichen Dreitausendern (in Fuss, also Munros) gerahmt.
Herbstliche Wanderung - die Gipfel Creagh an Fhinch und Meall a Bhuiridh im Blick

Der Weg verlässt Tyndrum nach Norden und führt über gut ausgebaute Schotterwege bzw. eine mit Naturstein gepflasterte Old military road etwa einhundert Höhenmeter bergan und dann in das Hochtal des Allt Kinglass mit der Kulisse des Beinn Odhar, später für längere Zeit des Beinn Dorain zur Rechten. Eine letzte Farm (Auch Estate), dann erinnern nur die parallel verlaufende A 82 und die Bahnlinie noch daran, dass es so etwas wie Zivilisation gibt. Ansonsten öffnet sich eine immer grossartigere Wildnis, je weiter der Weg nach Norden führt und sich dem Rannoch Moor nähert.

  • 7 Bridge of Orchy, 95 km seit Milngavie, ist neben der namensgebenden Brücke über den Orchy River ein Hotel, ein paar Ferienhütte und eine Bahnstation. Der Wanderweg kreuzt Bahn, Strasse und Fluss und entfernt sich, kräftig ansteigend von ihnen, um den Nordostkamm des Ben Inverveigh zu kreuzen. Der einsam gelegene Gasthof Inveroran liegt 4 km hinter Bridge of Orchy.
Bouchaille Etive Mor
WHW am Fuss der Devils Staircase

Der Weg lässt das 8 Loch Tulla öslich liegen und verläuft am Rand der baum- und strauchlosen, hügeligen Wildnis des Rannoch Moor. Um den Weg muss man sich nicht kümmern, er ist gut ausgebaut und hat Brücken über querende Bäche, auch die Orientierung ist unproblematisch, so dass es ein Genuss ist diese Wildnis bei schönem Wetter mit dem Farbspiel der Fauna, unterbrochen von Tümpeln und einiger mächtiger Berge am Horizont zu durchwandern. Aber: Dieser Teil Schottlands ist nicht für gutes Wetter bekannt. Bei Regen, Sturm ist man schutzlos, kein Baum, kein Strauch, keine Mauer, den Elementen ausgeliefert, so dass dieser Abschnitt zu den anspruchsvollsten Abschnitten des gesamten Wanderwegs zählt. Gegen Ende der Etappe kommt links nach und nach der grandiose Kegel des Bouchaille Etive Mor in den Blick, einer der markantesten Dreitausender Schottlands. An einem westlich den Hang hinauf gelegenen Skigebiet erreicht man nach 16 km man den in der Einsamkeit gelegenen jahrhundertealten Gasthof

  • 12 Kings House Hotel. Tel.: +441855851259. Hotel mit Restaurant und abseits gelegenem Bunkhouse, nach umfassender Modernisierung 2018 recht teuer. Wildzelten jenseits des Baches möglich.
    115 km
Bergkulisse um Kinlochleven von der Devils staircase aus

Nach dem Kingshouse Hotel folgt der WHW auf Feldwegen bzw. der mit Natursteinen befestigten alten Militärstrasse aus dem 18. Jahrhundert, auf denen die Engländer schnell Truppen zwischen ihren Festungen (wie Fort William, Fort Augustus) verschieben konnten gegen die Highlanderaufstände. Es geht zunächst parallel bzw. in Hörweite zur A 82 bis zum Gehöft 8 Altnafeidh. Dann geht es, weg von der Strasse, nach Norden und in einem kernigen Anstieg, die 9 Devils Staircase zum höchsten Punkt des gesamten Wanderwegs, 550 m Seehöhe, 300 m Anstieg seit Kingshouse. Bei schönem Wetter eröffnet sich ein grandioses Panorama auf die Bergkette des Glen Coe nach Westen und, nach der Passhöhe, über die Bergkette der Mamores jenseits des Tal des River Leven, und dem Ben Nevis, der über Allem thront, weiter östlich das Reservoir des Blackwater-Stausees. Danach geht es in einem lagen Abstieg zunächst über befestigte Pfade, später über Waldwege kontinuierlich bergab bis zum Ort Kinlochleven, der auf Seehöhe liegt.

  • 9 Kinlochleven 130 km. In Kinlochleven gibt es, erstmals seit Tyndrum, das volle Angebot von Hotels, Einkehr, Camping, Geschäften und Geldautomaten. Der Ort selbst, jahrzehntelang durch eine Aluhütte dominiert, hat wenig von dem Charme eines Hochlandortes, es dominieren einfache Arbeiterhäuser.

Hinter Kinlochleven geht es zunächst wieder steil bergauf, erst durch Wald, später auf der Süd-/Südwestflanke der Mamores mit Blick über Loch Leven. Für Abstecher bieten die Mamores zahlreiche Dreitausender zur Auswahl, es gibt auch Querfeldeinwege ins obere Glen Nevis. Der West Highland Way umrundet die Mamores, bevor er ins Glen Nevis mit Blick auf den 10 Ben Nevis, der in fünf Extra-Stunden auch erwandert werden kann, führt. Den Talboden erreicht der Weg am

Im Umfeld ist eine (oft überfüllte) Jugenherberge, ein Zeltplatz und, etwas höher im Tal, auch Platz zum Wild zelten. Der WHW folgt dann der Fahrstrasse durchs Glen Nevis die letzten Kilometer bis

Das Ende des West Highland Ways in Fort William
  • 10 Fort William nach 154,5 km. Offizielles Ende des Weges ist am südwestlichen Ende der Fussgängerzone in der High Street. Hier stehen einige 11 Bänke als Kulisse für Selfies.

Sicherheit[Bearbeiten]

Der West Highland Way ist sicher zu begehen. Er folgt mindestens befestigten Pfaden, so dass Risiken, die Querfeldein-Wanderungen in Schottland bergen, nicht bestehen (mangelnde Orientierung, anmooriges Geläuf, Kletterpartien). Es gibt zwar nicht durchgehend, aber über weite Strecken, Mobilfunkempfang. Zudem ist der Weg viel begangen (ca. 50.000 Wanderer pro Jahr), was fast immer ermöglicht, schnell Hilfe anzufordern.

Schottland ist ein sicheres Reiseland. Die allgemeine Kriminalität ist gering. Auch alleinreisende Frauen haben kein erhöhtes Risiko. Es gibt zahlreiche Berichte allein wandernder Frauen, die den Weg begangen sind.

Wie überall in der Natur in Schottland, bestehen Risiken des Wetters. Stürme, Nebel, überraschender Schneefall können auch vermeintlich leichte Wegstrecken herausfordernd machen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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