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Wageningen

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Wageningen
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Wageningen ist eine Stadt in der Provinz Gelderland. Von den rund 36.000 Einwohnern sind viele Studenten an der früheren landwirtschaftlichen Universität. Die Stadt liegt in der Gelderse Vallei am letzten Ausläufer der Veluwe, dem Wageningse Berg. Die Stadt verfügt über einen wichtigen Binnenhafen am Neder-Rijn.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wageningen ist eine für niederländische Verhältnisse alte Stadt. Auf dem Wageningse berg beim Holleweg (dt: „Hohlweg“) wurden Spuren einer früh-mittelalterlichen Siedlung mit einer Kirche gefunden. Vermutlich ließen sich im 12. Jh. Menschen auf dem westlichen Ausläufer der Veluwe nieder, der heutigen Bergstraat und Hoogstraat.

In dem unruhigen Grenzgebiet zwischen Gelre und dem Bistum Utrecht begann Graf Otto II 1240 damit, Befestigungen um das strategisch günstig gelegene Wageningen anzulegen. Die Stadt liegt im schmalsten Teil der damals noch sehr sumpfigen Gelderse Vallei. 1263 erhielt Wageningen Stadtrechte.

Im ersten Viertel des 16. Jhs. erteilte Herzog Karel van Gelre den Auftrag zu einer Festung innerhalb der Stadtgracht. Die Reste dieses Schlosses wurden vor einigen Jahren bloßgelegt. Zu Beginn des 17. Jhs. wurden die Verteidigungswerke modernisiert. Die doppelte Gracht wurde zu einer einzigen breiten Gracht gegraben und es wurden sechs Bollwerke angelegt.

Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 wird die Pflege der Befestigungen stark vernachlässigt. Das hat beim Einfall französischer Truppen 1672 dazu geführt, dass sich die Stadt ohne jegliche Gegenwehr diesen ergab. Obwohl die Festungswälle erst einmal stehen blieben, bedeutete dies auch nach dem Abzug der Franzosen das Ende von Wageningen als Festungsstadt.

Anschließend beginnen jedoch für die Stadt friedlichere Zeiten. Auf den stark gedüngten Feldern wird Tabak angebaut und dies führt dazu, dass Wageningen zum Ende des 18. Jhs. zu den reichsten Städten Gelderlands gehört. Im 19. Jh. gehen die Tabakhändler jedoch auf den qualitativ besseren Tabak aus Übersee über, der Tabakanbau verschwindet, die Zigarrenproduktion kommt. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jhs. ist Wageningen ein Zentrum der niederländischen Zigarrenanfertigung. Außerdem wurde die Lage am Neder-Rijn für die Herstellung von Backsteinziegeln genutzt. Im 19. Jh. standen bis zu sechs Ziegeleien in Wageningen.

1876 wurde in Wageningen eine staatliche Mittlere Landwirtschaftsschule eröffnet. 1918 wurde die dann Höhere Schule für Landwirtschaft, Gartenbau und Waldwirtschaft zu einer Landwirtschaftlichen Universität befördert. Die Anwesenheit dieser Hochschule führte auch zu einem Wachstum des Druckereigewerbes in der Stadt.

Sofort zu Beginn des Überfalls auf die Niederlande besetzen die Deutschen die Stadt Wageningen. Die Bevölkerung war rechtzeitig evakuiert worden. Vom westlich von Wageningen gelegenen Grebbeberg beschießt niederländische Artillerie die Besatzer. Die Stadt Wageningen wird in diesen Kriegstagen komplett zerstört. Bei der Befreiung 1945 wird die Stadt erneut beschossen, doch letztendlich spielt sie zum Kriegsende eine nicht unbedeutende Rolle. Im Hotel "De Wereld" finden am 5. Mai 1945 die Unterhandlungen über die Kapitulation der deutschen Truppen in den Niederlanden statt. Die Urkunde wird am Tag darauf in der Aula der Landwirtschaftlichen Universität unterzeichnet. Noch stets wird hier jährlich am 5. Mai der Befreiung des Landes gedacht.

In den darauf folgenden Jahren wird die Stadt in einem einheitlichen Stil (Delftse School) wieder aufgebaut. Ab den sechziger Jahren entstehen viele Neubauviertel im Norden und Westen der Stadt. Wageningen entwickelt sich in diesen jahren zu einer Stadt der Agrarwissenschaften. Nachdem die traditionellen Industrien der Zigarren- und Druckindustrie die Stadt verlassen haben, konzentriert man sich jetzt auf kommerzielle und wissenschaftliche Dienstleistung. Die Landwirtschaftsuniversität wurde 2004 mit einigen anderen wissenschaftlichen Instituten zur Wageningen Universiteit en Researchcentrum (Wageningen Universitäts- und Forschungszentrum) umgewandelt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Berge und die Nähe zum Neder-Rijn führten dazu, dass der Bahnhof von Wageningen im 8 km entfernten Ede gebaut wurde. An dem Bahnhof an der Strecke Arnheim - Utrecht halten Intercitys und stoptreinen. Von Deutschland her ist der Bahnhof Ede-Wageningen am besten über Arnheim zu erreichen. Tagsüber fährt in der Regel alle 15 Minuten ein Zug nach Ede-Wageningen. Vom Bahnhof aus gibt es mehrere Buslinien, die nach Wageningen fahren.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die einfachste Anreise führt über Arnheim. Von Deutschland kommend führt die BAB 3 / A 12 über Arnheim Richtung Utrecht und Den Haag. An der Ausfahrt (24) geht die Provinzialstraße N 781 ab nach Wageningen.

Ursprünglich lag Wageningen an der Reichsstraße 25 (heute N 225), die von Oosterbeek (Arnheim) nach Driebergen (Utrecht) am Neder-Rijn entlang führt. Seit der Eröffnung der Autobahn BAB 3 / A 12 (1965) liegt Wageningen abseits der Verkehrsströme.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der Rijnhaven von Wageningen ist ein wichtiger Binnenhafen am Neder-Rijn . Neben dem Industriehafen befindet sich ein Yachthafen.

Mobilität[Bearbeiten]

Wageningen wird von Bussen der Gesellschaften Veolia, Connexxion und Arriva bedient. Neben der in den gesamten Niederlanden gültigen OV-chipkaart gibt es für das Gebiet Rivierenland einige Karten, die nur in dieser Region gültig sind. Dabei handelt es sich um

  • Familiedagkaart ("Familientageskarte"). Fünf Personen, von denen höchstens zwei Vollzahler sind, dürfen einen ganzen Tag mit dieser Karte in allen Busdsen der Connexxion in Gelderland und Zuid-Holland fahren. Die Karte ist in allen Bussen von Connexxion erhältlich und kostet € 12,00.
  • Roadrunner Kinder ab 4 und unter 12 Jahren fahren in Begleitung eines Erwachsenen, der eine normale Strippenkaart oder eine Zeitkarte hat, gratis. Die Karte gilt mo-fr ab 9 h, sa+so den ganzen Tag über. Das Ticket gilt nur in den Bussen con Veolia Transport Veluwe, Arriva und Syntus in der Provinz Gelderland, sowie auf dem Linien 43s und 86s von Connexxion.
  • Rivierenlandkaart Die "Rivierenland-Karte" berechtigt zum unbegrenzten Fahren (mo-fr ab 9 Uhr sowie sa+so und während des Ferienfahrplans auch vor 9 Uhr) in allen Bussen der Arrva im Rivierenland. Sie kostet € 3,50 und ist beim Busfahrer erhältlich.

In und um Wageningen verkehren folgende Buslinien:

  • 45 (Arriva) Wageningen - Rhenen NS - Kesteren NS - Tiel. Dieser Bus fährt von der Haltestelle Busstation mo-sa 6.28 - 18.58 alle 30 Minuten, und 19.58 - 23.58 stündlich. So 8.58 - 23.58 alle 60 Minuten. Sonntags können die Fahrten mit einem Acht-Personen-Bus ausgeführt werden.
  • 50 (Connexxion) Wageningen - Rhenen NS - Driebergen-Zeist NS - Utrecht CS. Dieser Bus fährt von der Haltestelle Busstation mo-fr 7.22, 7.52, 8.19, 8.55 und dann alle 30 Minuten bis 13.25, 14.01, 20.31 alle 30 Minuten und 22.02 - 0.02 alle 30 Minuten; sa 7.57, 8.57 - 14.57, 15.30 - 18.00, 18.32 - 23.32 alle 30 Minuten; so 8.02, 9.00 - 17.30, 18.02 - 23.32 alle 30 Minuten.
  • 51 (Connexxion) Wageningen - Renkum - Doorwerth - Oosterbeek - Arnheim NS. Von der Haltestelle Busstation mo-fr 6.32 - 18.32 alle 30 Minuten, 19.07 - 23.07 stündlich; sa 7.02 - 17.32 alle 30 Minuten, 18.07 - 23.07 stündlich; so 9.07 - 22.07 stündlich.
  • 86 (Connexxion) Ede-Wageningen NS - Wageningen - Renkum - Oosterbeek - Arnheim NS. Von der Haltestelle Busstation in Richtung Arnheim NS fährt der Bus mo-fr 9.02, 9.17, 9.32, 9.47 - 15.47 alle 30 Minuten, 16.02 - 18.47 alle 15 Minuten, 19.14 - 20.44 alle 30 Minuten, 21.44 - 0.44 alle 60 Minuten; sa 7.16 - 18.16, 18.44 - 20.44 alle 30 Minuten, 21.44 - 0.44 alle 60 Minuten; so 8.36 - 13.36 stündlich, 14.06 - 23.36 alle 30 Minuten sowie eine letzte Fahrt um 0.36.
In Richtung Ede-Wageningen NS von der Haltestelle Busstation fährt der Bus mo-fr 6.05, 6.35, 7.15 - 18.45, alle 30 Minuten, 19.17, 19.47 - 23.47 stündlich; sa 7.06, 7.46 - 18.16, 18.47 - 20.47 alle 30 Minuten, 21.47 - 23.47 stündlich; so 8.47 - 13.47 stündlich, 14.17 - 23.47 alle 30 Minuten.
  • 87 (Connexxion) Wageningen - Rhenen NS - Veenendaal Centrm NS - Veenendaal West NS - Veenendaal-De Klomp NS. Dieser Bus fährt von der Haltestelle Busstation mo-fr 6.17 - 7.47, 8.19 - 8.54, 9.25 - 12.55, 13.23 - 17.53 alle 30 Minuten, 18.22 - 0.22 stündlich.
  • 88 (Veolia) Wageningen - Ede-Wageningen NS. D

Regiotaxi De Vallei[Bearbeiten]

Regiotaxen sollen im Auftrag der Provinz Gelderland den ÖPNV ergänzen. Ähnlich wie in diesem berechnet das Regiotaxi seinen Tarif nach Zonen. Der Preis beträgt € 1,75 pro Zone (+ 1 Zone als Grundtarif). Ab der 6. Zone bezahlt man für jede Zone € 5,75. Das soll das Regiotaxi vor allem für Kurzstrecken und Anschlussfahrten attraktiv machen. Das Regiotaxi fährt täglich zwischn 6.00 und 1.00 Uhr in den Regionen Veenendaal, Rhenen, Wageningen, Ede, Barneveld und Scherpenzeel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wegen der vielen Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ist der Bestand an Sehenswürdigkeiten in Wageningen nicht besonders groß.

  • Grote Kerk Markt 1, Wageningen. Das ursprüngliche Kirchengebäude stammt aus dem 13. Jh. und wurde nach dem damaligen Grundeigentümer benannt: dem Kapittel von St. Jogannes dem Täufer zu Utrecht. Die Kirche erhilet ihre heutige Form zu Beginn des 16. Jhs., als die geänderte Liturgie ein größeres Gebäude notwendig machte. Dieser Ausbau wurde jedoch mit der Einführung der Reformation abrupt beendet. Erst im 19. Jh. wurde das schmalere südliche Seitenschiff angebaut.
In den Maitagen von 1940 brannten Kirche und Turm in Folfe der Beschießung der Stadt vollständig aus. Von 1941 bis 1943 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Am 7. April 1945 wurde dieie Kirche abermals zerstört. Dieses mal ließen die Deutschen den Turm sprengen. Erst 1953 konnte mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen werden, der am 4. Juni 1954 abgeschlossen werden konnte.
In den siebziger Jahren musste die Kirche erneut restauriert werden.
Erinnerungsfenster an die Befreiung
Zum Gedenken an die Schrecknisse des Zweiten Weltkriegs wurde 1987 ein Erinnerungsfenster im Chor der Grote Kerk angebracht. Es wurde von O.E.C.M.I. van Nispen tot Pannerden und H, Duchene entworfen und von Königin Beatrix enthüllt.
  • Alter jüdischer Friedhof Kerkhofpad. Von 1669 bis 1929 in Gebrauch.
  • Rathaus Markt 22. Tel: 0317-492911. 1698 vom Nimwegener Architekten Isaac van den Heuvel entworfenes Gebäude, das an der Stelle der früheren St. Antonius-Schützengilde gebaut wurde. Im 18. Jh. diente es auch als Hauptwache für die Garnison von Wageningen. Verschiedene Umbauten des 19. und 20. Jhs. verscönern das Rathaus nicht gerade.
  • Hotel De Wereld 5 Meiplein 1. Schon im 17. Jh. stand hier, kurz vor den Stadtmauern Wageningens an der Chaussee von Arnheim nach Utrecht eine Herberge namens "De Waerelt" durch das heutige Gebäude ersetzt. Am 5. Mai 1945 verhandelte der alliierte General Charler Foulkes hier mit dem Oberbefehlshaber der deutschen Streitkräfte in den Niederlanden, Johannes Blaskowitz, deren Kapitulationsbedingungen. Prinz Bernhard war als Oberbefehlshaber der Inländischen Streitkräfte der Niederlande bei diesen Unterhandlungen zugegen.
Heute ist in dem Gebäude wieder ein Hotel untergebracht.
  • Am 5 Meiplein stehen weitere denkmalgeschützte Gebäude.
  • Die Einrichtung der Landwirtschaftlichen Hochschule führte zu einigen Neubauten im charakteristischen Stil der zwanziger Jahre (Amsterdamer Schule):
    • Schip van Blaauw Generaal Foulkesweg 70-72. Dieser Laboratoriumkomplex Pflanzenphysiologie von 1919-1920 erinnert mit etwas Phantasie von weitem an ein Motorboot.
    • Gärtnerwohnung Generaal Foulkesweg 68.
    • Laboratorium Tuinbouwplantenteelt Haagsteeg 4. Das Laboratorium Gartenbaupflanzenzucht stammt von 1923.
    • Laboratoriumcomplex Microbiologie Hesselink van Suchtelenweg 4. Der Laboratoriumkomplex Mikrobiologie wurde 1919-1929 gebaut.
    • Laboratorium voor Landmeetkunde Hesselink van Suchtelenweg 6. Das Geodätische Laboratorium gehört zu den Top 100 der Wiederaufbauzeit und wurde 1953 fertiggestellt.


Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

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