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Vogtei

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Vogtei
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Die Vogtei ist eine Landgemeinde aus den Dörfern Oberdorla, Niederdorla und Langula in Thüringen.

Orte[Bearbeiten]

  • Oberdorla
  • Niederdorla
  • Langula

Hintergrund[Bearbeiten]

In der Vogtei befinden sich der Mittelpunkt Deutschlands und eine germanische Ausgrabungsstätte.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 810 unter dem Namen Thurnilohum, anlässlich einer Schenkung des Grafen Erpho an Würzburg. Im Jahre 932 wurde das Dorf Dornelohn gegründet, was übersetzt etwa Dornenwald bedeutet. Heinrich der 1. überließ es dem Abt Meingoz von Hersfeld. Danach erhielt der Graf Wigger von Bielstein Rechte und Besitztümer in der Vogtei. Wigger baute die Peter- und Paulskirche, die 987 fertiggestellt wurde. Zur gleichen Zeit hatten die Herren von Treffurth Besitztümer in der Vogtei. 1123 richtete der Mainzer Erzbischof in Dorla eine Probstei ein. Langula wurde am 10. Juli 1278 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von „lang am Lohn“, also lang am Wald gelegen, ab. Die Treffurther wurden im Laufe der Zeit zu Raubrittern und plünderten in den benachbarten Gebieten von Mainz, Sachsen und Hessen. Die betroffenen Landesherren besiegten die Raubritter und erhoben nun ebenfalls Besitzansprüche an der Mark Dorla. Jeder setzte nun eine Vogt als Verwalter ein. Die Mark Dorla wurde damit zur Vogtei. Von 1785 bis 1786 kam es zum Gang der Vogteier nach Wien, um von Kaiser Joseph II. die Besitzverhältnisse endgültig klären zu lassen. Es kam aber nur ein magerer Vergleich zustande. Ab 1816 gehörte die Vogtei zu Preußen und heute zum Unstrut-Hainich-Kreis.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächstgelegene Flughäfen sind Erfurt-Weimar und Leipzig-Halle.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Nächstgelegener Bahnhof ist Mühlhausen, von dort geht es mit dem Bus weiter.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Linien 151, 152 und 153 fahren von Montag bis Freitag, samstags nur als Rufbus, sonntags gar nicht von Mühlhausen nach Oberdorla, Niederdorla und Langula. Aktuelle Fahrpläne gibt es hier.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Von der A38 (Abfahrt Leinefelde-Worbis) führt die B247 nach Mühlhausen. Dort zweigt die L 1016 nach Oberdorla ab. Von der A4 benutzt man am günstigsten die B84 (Abfahrt Eisenach-Ost) bis Bad Langensalza und von dort die B247 in Richtung Mühlhausen. An den Touristenattraktionen in Oberdorla und Niederdorla sind ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden. In Langula ist die Parkplatzsituation etwas schwierig.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Buslinien 151, 152 und 153 verbinden die Dörfer der Vogtei von Mo-Fr, samstags nur als Rufbus. Die meisten Touristenattraktionen können auch zu Fuß erreicht werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Oberdorla[Bearbeiten]

  • Badehaus, erbaut 1732, befand sich im Fachwerkhaus an der Bahnhofstr. 14
  • Dorfanger, mit einem halben Hektar Fläche der größte Dorfanger Thüringens. Auf dem Anger befinden sich ein steinerner Gerichtstisch, das Denkmal für den Gang der Vogteier nach Wien und das Denkmal für die Gefallenen des 2. Weltkriegs
  • romanische Stiftskirche St. Peter und Paul in Oberdorla, in der Nähe des Angers
  • Erdfallquellen: Es gibt den Melchiorbrunnen und den Kainspring. Beide sind Karstquellen mit einem Durchmesser von 17 bzw. 30 m und einer Tiefe von 23,5 bzw. 8-12 m. Die Kainsprungquelle entstand nach einer alten Sage so: Zwei Jungen, von denen einer Kain hieß, spielten mit Murmeln. Eine Murmel fiel in ein Erdloch, und Kain versuchte sie zurück zu holen, indem er die Steine beiseite räumen wollte. Als er einen großen Felsbrocken lockerte, schoss ihm ein Wasserstrahl entgegen, der das Erdloch füllte. Der andere Junge rief ihm zu: "Kain spring - sonst wirst Du ertrinken !" - So kam die Quelle zu ihrem Namen. Um zu den Quellen zu gelangen, läuft oder fährt man bis zur Straße Am Ried und folgt dem Wanderweg.
  • Heimatstube Oberdorla, Heimat- und Trachtenverein, Konrad Seidel, Brunnenstraße 9, 99986 Vogtei OT Oberdorla. Tel.: (0)3601 756857, (0)3601 756062. Geöffnet: Besichtigung nach Vereinbarung.
  • Probstmühle, Förderverein Probstmühle Oberdorla/Vogtei, Am Wasser 1, 99986 Vogtei OT Oberdorla. Tel.: (0)172 6534286, (0)160 94778934, (0)173 8513309. Geöffnet: Besichtigung nach Vereinbarung.
  • Mallinden (auch Mahllinden genannt) – ein mittelalterlicher Gerichtsplatz. Jedem Ort der Vogtei wurde eine Linde zugeordnet. Die älteste wird auf ein Alter von 400 Jahren geschätzt und hat einen Stammumfang von 9,30 m. Die beiden anderen werden auf etwa 200 Jahre geschätzt und haben einen Stammumfang von 5,17 bzw. 3,52 m. In der Mitte befindet sich ein steinerner Tisch. Straße L 1016 in Richtung Langula, Ecke Mahllindenweg

Niederdorla[Bearbeiten]

  • Deutschritterordenshaus, ältestes Haus des Dorfes, erbaut 1653, Herrenstr. 2
  • St.-Johannes-Kirche
  • Grenzhaus Heyerode, war früher Grenzpunkt und Zollstation der Vogtei und von einer Dornenhecke umgeben. Es gehört zum Forstbezirk Niederdorlaer Holz und wird von einem Künstler bewohnt. Bahnhofstr. 66, Heyerode
  • Fickentor, eines der letzten erhaltenen Dorftore
  • 1 Mittelpunkt Deutschlands Passt man Deutschland in ein Rechteck zwischen den äußersten Breiten- und Längengraden ein, so liegt hier der Mittelpunkt Deutschlands nach Rechteckmethode. Am Eingang zum Opfermoormuseum befindet sich der zugehörige Gedenkstein.
  • Opfermoormuseum, Ausstellung "Opfermoor Vogtei", Schleifweg 11, 99986 Vogtei OT Niederdorla. Tel.: (0)3601 756040, E-Mail: . Das Moor wurde vom Jahr 100 v. Chr. bis ins 12. Jahrhundert n. Chr. als Opferstätte genutzt. 1947 begann man mit dem Torfabbau und entdeckte Knochen, Altäre, Waffen usw. Zu sehen gibt es Rekonstruktionen der Opferstätten, ein germanisches Dorf mit Langhaus und einen Abriß der Geschichte der Vogtei. Geöffnet: Mo-Fr 10:00 bis 16:00 Uhr, Sa, So und Feiertags 10:00 bis 17:00 Uhr. Preis: Museum: Erwachsene 1,50 Euro, Kinder 1,00 Euro, Freigelände: Erwachsene 3,00 Euro, Kinder 2,00 Euro, Für den Eintritt zum Freigelände ist ein Chip erforderlich, den man im Museumsgebäude erhält.

Langula[Bearbeiten]

  • Kirche in Langula
  • Dorfanger mit Gerichtstisch

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • Geschminke, eine Kartoffelmahlzeit mit einem Stück Hammelfleisch
  • Mittelpunktströpfchen, als Obstler oder als Kräuterlikör unter anderem erhältlich im Opfermoormuseum

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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