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Unterkunft in den USA

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Die Ankündigung eines kleinen Motels in Cheektowaga. Die Abkürzungen unter dem Wort „Motel“ stehen für populäre Fernsehkanäle, die man in den Zimmern kostenlos empfangen kann.

Hotels, Motels, Bed & Breakfast[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Die Lobby des noblen Hyatt Regency in Downtown San Francisco.

Ein erheblicher Teil der amerikanischen Hotels befindet sich heute im Besitz großer Ketten. Vor allem außerhalb großer Städte findet man – von kleinen Motels abgesehen – kaum ein unabhängig geführtes Hotel. Amerikanische Traveler empfinden diese Abwesenheit von Vielfalt oft als Vorteil, da die Ketten einheitlichen Standard bieten und Treue in vielen Fällen mit Rabatten belohnen.

Hotelübernachtungen sind in den USA teurer als in Mitteleuropa. Wenn ein Zimmer im Best Western in Berlin-Mitte €112,00, in München €95,00 und in Cottbus €52,00 kostet, werden einem Gast für ein Zimmer derselben Kette in Manhattan mindestens $232,19, in Chicago $195,03 und in San Francisco $192,66 berechnet. Selbst in Orten wie Winnsboro, Louisiana oder Weedsport, New York, in die es Touristen oder Geschäftsreisende nur selten verschlägt, zahlt man für ein Zimmer im Best Western mindestens $65,49.

Wer für mehrere Wochen in die USA reist, sodass die Unterkunftskosten sich bald ordentlich zusammenläppern, wird sich wahrscheinlich sorgfältig nach möglichst preiswerten Quartieren umsehen. Wenn Geld keine Rolle spielt und man rechtzeitig bucht, hat man hingegen die Freiheit, sich für Hotels zu entscheiden, die möglicherweise interessanter sind als vieles, was in Europa geboten wird. Außerordentlich sehenswert sind viele traditionelle amerikanische Grand Hotels, wie das Waldorf Astoria in New York City oder das Westin St. Francis in San Francisco. Selbst wenn ein Zimmer dort unerschwinglich ist, sollte man die Gelegenheit nutzen, um die Lobby zu bewundern oder an der Bar einen Kaffee zu trinken. Auch moderne Großhotels besitzen oft eine atemberaubende Architektur und bilden eigene Sehenswürdigkeiten. In Großstädten sind viele Luxushotels in 40- oder 50-geschossigen Hochhaustürmen untergebracht, deren obere Zimmer eine fabelhafte Aussicht bieten.

In jüngerer Zeit gibt es in großen Städten auch einen Trend zu Boutique- und Personality-Hotels wie Morgans Hotel in New York, dem Hotel Diva in San Francisco oder dem Hotel Mondrian in Los Angeles, in denen auf modernes Design und individuell gestaltete Zimmer gesetzt wird. Oder Sie buchen in einem Hotel, in dem vor Ihnen schon berühmte Persönlichkeiten abgestiegen sind, wie im New Yorker Chelsea Hotel oder im Culver Hotel in Culver City bei Los Angeles. Cineasten können in den USA auch zahllose Hotels finden, die Schauplatz von Dreharbeiten waren und in berühmten Filmen verewigt wurden. Vielen Menschen, die Stanley Kubricks Film „The Shining“ gesehen haben, wird sich das gespenstische Berghotel, das der Schauplatz des Films ist, ins Gedächtnis geprägt haben. Dieses Hotel gibt es wirklich; es heißt Timberline Lodge und steht östlich von Portland, Oregon an einem Hang des Mount Hood. Populär sind in den USA auch Themenhotels wie die Adventure Suites in North Conway, New Hampshire, das Maritime Hotel in New York City, das Chateau Avalon in Kansas City oder das Madonna Inn in San Luis Obispo, Kalifornien. Im Terra Glamping im kalifornischen Annapolis wohnt man im Zelt, aber im richtigen Bett und mit allem branchenüblichen Komfort.

Wer Luxus für relativ wenig Geld sucht, ist vielleicht in einem der spektakulären Hotel-Casinos in Las Vegas an der richtigen Adresse.

Hotelketten[Bearbeiten]

Die in den USA am weitesten verbreiteten Hotelketten sind:

Zeichenerklärung: $Günstig, $$Mittel, $$$Gehoben.

Motels[Bearbeiten]

1962 wurde im kalifornischen Santa Barbara die erste Niederlassung der heute landesweit operierenden Motel 6-Kette eröffnet.

Eine Besonderheit des nordamerikanischen Kontinents sind Motels, d. h. Hotels, an denen man (nachdem man an der Rezeption eingecheckt hat) mit dem PKW direkt am Zimmer vorfahren und parken kann. Die ersten Motels entstanden um 1925. In einem klassischen Motel liegen die Zimmer nicht an einem Innenflur, sondern ihre Türen führen direkt zum Parkplatz. Der Name „Motel“ bezog sich ursprünglich nur auf eingeschossige Gebäude, häufig waren die Zimmer auch in baulich separaten Einheiten untergebracht. Im Zuge der Industrialisierung des Hotelleriewesens setzten sich im späten 20. Jahrhundert jedoch größere, mehrgeschossige Motels durch, deren obere Zimmer an einer offenen Galerie liegen, die mit dem Parkplatz durch Treppen verbunden ist.

Heute bezeichnen sich vielfach selbst solche Unterkünfte als „Motel“, deren Zimmer an einem Innenflur liegen. Der Übergang ist fließend geworden und beim Buchen hat es nicht viel Sinn, einem Typ (Motel, Hotel) den Vorzug zu geben. Grundsätzlich gilt allerdings, dass „Motels“ meist preiswerter sind als „Hotels“. Dafür bieten sie weniger Komfort, zum Beispiel gibt es oft kein Frühstück. Unterscheiden muss man auch zwischen freien Motels und Motel-Ketten (z. B. Motel 6, Travelodge). Letztere bieten neben einem einheitlichen Standard ein dichtes Netz von Niederlassungen und ermöglichen (online und über gebührenfreie 1-800er-Nummern) eine komfortable Reservierung. Dafür sind sie meist etwas teurer als freie Motels.

Eine kleine Anzahl freier Motels bietet Übernachtungen in ungewöhnlichen Quartieren wie z. B. umgebauten Eisenbahnwaggons (cabooses) oder nachgebauten Tipis (= Zelte der Indianer der nordamerikanischen Great Plains).

Bed & Breakfast[Bearbeiten]

Ein amerikanisches Bed & Breakfast

In Irland und Großbritannien versteht man unter einem “Bed & Breakfast“ eine schlichte kleine Privatpension, die eine preiswerte Alternative zum Wohnen im Hotel darstellt, das in diesen Ländern sehr kostspielig ist. In den USA, wo die Billignische den freien kleinen Motels gehört, besitzt die Bezeichnung „Bed & Breakfast“ eine etwas andere Bedeutung. Ein amerikanisches Bed & Breakfast ist ebenfalls ein kleiner Familienbetrieb, der seinen Gästen jedoch komfortables Wohnen in einer mehr oder weniger teuer renovierten viktorianischen Villa bietet. Die Zimmer sind stilecht eingerichtet und individuell gestaltet, manche Quartiere sind sogar ausgesprochen luxuriös und entsprechend teuer.

Das typische amerikanische Bed & Breakfast hat 4-5 Zimmer, die normalerweise mit 2, manchmal mit bis zu 4 Personen belegt werden können. Ob die Zimmer eigene Bäder haben, sieht man auf der Website des Anbieters. Mit Rücksicht auf die empfindliche Inneneinrichtung werden Familien mit kleinen Kindern in vielen Häusern nicht aufgenommen. Mit einer Absage müssen Sie meist auch rechnen, wenn Sie ein Quartier nur für 1 Nacht suchen.

Viele amerikanische Bed & Breakfasts sind auf dem WWW mit speziellen Suchmaschinen (z. B. www.bedandbreakfast.com, www.bbonline.com, www.bnbfinder.com) zu finden, anderen findet man nur über das Telefonbuch. Zimmerreservierungen sind meist nur über den Anbieter direkt möglich.

Hotels und Motels finden und buchen[Bearbeiten]

Vorab-Buchung[Bearbeiten]

Zimmerpreise unterliegen in den USA nicht nur saisonalen Schwankungen. In touristisch belanglosen Orten, in denen nur Geschäftsreisende übernachten, sind die Preise am Wochenende (Fr+Sa) meist niedriger als an Werktagen. Umgekehrt sind die Preise in touristisch stark nachgefragten Regionen am Wochenende deutlich höher als an Werktagen. Am teuersten sind die Zimmer rund um die amerikanischen Hauptfeiertage (Ostern, Memorial Day, 4th of July, Labor Day, Thanksgiving, Weihnachten), wenn quasi das ganze Land unterwegs ist, um das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub zu nutzen. Oft lohnt es sich, hinsichtlich der Reisedaten ein bisschen flexibel zu sein.

Da Pauschalreiseveranstalter mit ihren Hotel-Partnern hart verhandeln, bieten sie in vielen Fällen deutlich niedrigere Preise, als man bezahlen würde, wenn man beim Hotel direkt bucht. Ein breites Angebot von Billigzimmern findet man z. B. bei "DER" und "FTI".

Viele Schnäppchenjäger schätzen auch die Buchungsmöglichkeiten bei "Priceline", einem Online-Anbieter, der nicht nur auf konventionelle Weise Hotelzimmer vermittelt, sondern auch Name Your Own Price Deals anbietet. Bei letzteren wählt man am Zielort einen Stadtteil und eine Qualitätsstufe (von 1-Star Economy bis 4-Star Deluxe) aus und nennt dann den Zimmerpreis, den man zu zahlen bereit ist. Wenn Priceline einen Hotel-Partner hat, der sich auf diese Konditionen einlässt, kommt die Buchung automatisch zustande. Die Nachteile bei Priceline bestehen darin, dass man keinen Einfluss auf die Wahl des Hotels hat und dass die Buchung nicht mehr storniert werden kann. Ähnlich interessant ist eine Buchung über "Hotwire". Auch hier bucht man „blind“, d.h. den Namen des Hotels erfährt man erst nach der Buchung; wie bei Priceline hat man jedoch die Wahl zwischen verschiedenen Stadtteilen und verschiedenen Qualitätsstufen. Gegenüber Priceline hat Hotwire einige Vorteile. So kann man hier auch Zimmer buchen, die für 3-4 Personen geeignet sind (bei Priceline gibt es nur Doppelzimmer). Zweitens erfährt man etwas mehr über das Hotel, z.B. ob ein Swimmingpool vorhanden ist. Außerdem wird eine Rücktrittsversicherung angeboten, mit der man im Krankheitsfall stornieren kann.

Wer wirklich sparen will, sollte jedoch selbst bei Priceline oder Hotwire höchstens in der gehobenen Mittelklasse buchen. Viel-Sterne-Hotels wie ein Sheraton oder Crowne Plaza bieten nämlich nur unerheblich mehr Komfort als z. B. ein Quality Inn oder ein Courtyard Marriott; dafür muss man jedoch für sämtliche Extras, die bei Mittelklassehotels im Preis inbegriffen sind (wie Frühstück, Internetzugang oder Spielfilme im Fernsehen), extra bezahlen, und meist sogar mit ziemlich viel Geld.

Um sich zu orientieren, welche Hotels an einem Ort vorhanden sind und was die Zimmer kosten, kann man auch bei Online-Agenturen wie "hotels.com", "Expedia" oder "www.booking.com" recherchieren. Buchen sollte man hier jedoch nur, wenn der Preis, den das Hotel auf seiner eigenen Webseite aufruft (das sollte man auf jeden Fall vergleichen) von der Agentur um mindestens 15% unterboten wird. Die Agentur berechnet nämlich eine Vermittlungsgebühr (die man nicht bezahlt, wenn man beim Hotel bzw. bei der Hotelkette direkt bucht) und gestattet eventuell auch kein Storno (während man, wenn man direkt bucht und sich an die 48-Stunden-Frist hält, in der Regel kostenlos stornieren kann). Bei manchen Hotels, z.B. in Las Vegas, kann man, wenn man über eine Agentur bucht, jedoch tatsächlich viel Geld sparen.

Hilfreich ist immer auch eine Recherche bei "Tripadvisor", einer unabhängigen Website, auf der man zu vielen Hotels Gäste-Bewertungen, –Rezensionen und –Fotos einsehen kann. Wer diese Seite zum erstenmal benutzt, ist meist irritiert, weil sich auch bei insgesamt gut bewerteten Hotels regelmäßig Gäste zu Worte melden, die berichten, dies sei das miserabelste Hotel ihres Lebens gewesen. Aber wenn man nur die weniger aufgeregten Stellungnahmen ernst nimmt, ist diese Seite insgesamt doch recht nützlich.

Bei Buchungen in den USA muss man beachten, dass Hotelzimmerpreise Nettopreise sind, die sich durch Steuern noch einmal erhöhen. Diese Steuern können von County zu County sehr unterschiedlich sein. In New York City und San Francisco z. B. betragen sie ca. 15%.

Mitglieder des amerikanischen Automobilclubs AAA erhalten in vielen amerikanischen Hotels einen Preisnachlass. Auch Mitglieder europäischer Automobilclubs, der mit dem AAA kooperieren, können den AAA-Rabatt in Anspruch nehmen. Am besten fragt man bei der Buchung einfach freundlich nach.

Hotels und Motels unterwegs finden[Bearbeiten]

Wenn man unterwegs ist und nicht vorab gebucht haben, besteht die größte Wahrscheinlichkeit, ein Hotel oder Motel zu finden, im Bereich der Autobahnabfahrten und Ausfallstraßen größerer und kleinerer Städte. Bereits auf der Autobahn weisen Schilder, die kurz vor der jeweiligen Abfahrt aufgestellt und mit „Lodging“ überschrieben sind, auf die nächstgelegenen Unterkünfte hin. Oft sind dort gleich mehrere Hotels und Motels niedergelassen.

Auf International Airports findet man spezielle Telefonterminals, an denen man sich gebührenfrei mit den Rezeptionen der nächstgelegenen Hotels in Verbindung setzen kann. Diese Flughafenhotels betreiben meist eigene Shuttle-Busse, mit denen man kostenlos zwischen Hotel und Flughafen hin- und herfahren kann. Nur an kleineren Flughäfen (Regional Airports) kann es passieren, dass man ein Taxi rufen muss.

Zimmerausstattung[Bearbeiten]

In Hotel-Casinos wie dem Luxor in Las Vegas bekommt man relativ preiswert elegante Zimmer, weil der Betreiber darauf baut, dass man umso mehr Geld unten im Casino lässt.

Da das Hygienebedürfnis der meisten Amerikaner sehr hoch ist, gibt es an der Sauberkeit amerikanischer Hotel- und Motelzimmer selten viel auszusetzen. Außer bei „Blindbuchungen“ (Priceline, Hotwire) und Buchungen im allerletzten Augenblick ist es meist auch kein Problem, ein Nichtraucherzimmer zu finden. Viele amerikanische Hotels sind heute ganz rauchfrei; für teure Hotels gilt das noch eher als für billige. Gewöhnungsbedürftig ist für viele europäische Besucher, die modernes Design und helle, freundliche Räume für ein Gebot des gesunden Menschenverstandes halten, der amerikanische Einrichtungsgeschmack. Vielen amerikanischen Inneneinrichtern gelten Retro-Style und altmodische Formgebung als Ausdruck von Gediegenheit; düstere Farben sollen eine Wohlfühl-Atmosphäre erzeugen. Zur Entschädigung darf man – zumindest außerhalb großer Städte – damit rechnen, dass die Zimmer geräumig sind.

Amerikanische Hotel- und Motelzimmer haben immer ein eigenes Bad mit Waschbecken und Toilette, meist mit Badewanne, in ganz preiswerten Quartieren gibt es manchmal nur eine Dusche. Handtücher und Waschlappen gehören ebenso zur Grundausstattung wie ein Fernsehgerät und ein Telefon. Telefongespräche, die vom Zimmertelefon aus geführt werden, können leider sehr teuer sein; mit einer Telefonkarte spart man wahrscheinlich ziemlich viel Geld. In Quartieren der Mittelkategorie gibt es meist auch einen Radiowecker, einen Föhn, ein Bügelbrett, ein Bügeleisen und eine Kaffeemaschine (einschließlich Kaffeepulver und Styroporbecher). Wer Wert auf eine Minibar, einen Kühlschrank oder ein Mikrowellengerät legt, muss beim Buchen darauf achten. Bei Hotels der mittleren Preisklasse kann man meist auch mit einem drahtlosen Internetanschluss rechnen. Eventuell muss man den an der Rezeption gegen eine geringe Gebühr freischalten lassen.

Hotels der oberen Kategorie sind noch etwas besser ausgestattet, etwa mit gesteppten, mehrlagigen Bettdecken (normalerweise bekommen Sie nur eine schnöde Synthetik-Wolldecke), einer größeren Anzahl von Kopfkissen, einem CD-Player und spaßigen Extras wie Parfümspray für die Bettwäsche oder einem Telefon direkt neben der Toilette.

Wer es frivol mag und den Aufpreis nicht scheut, kann in einigen Hotels auch Zimmer mit Jacuzzi (= übergroße Badewanne mit Sprudelfunktion) oder Gas-Kamin (fire place) buchen. Offene Holzfeuerkamine, wie sie in vielen amerikanischen Privathäusern noch betrieben werden, sind aufgrund der Brandgefahr in Hotels nicht zu finden.

Zumindest in den südlichen Bundesstaaten ist selbst in einem billigen Hotelzimmer ein Klimagerät zu erwarten. In besseren Hotels sind die Zimmer auf jeden Fall klimatisiert. Die Raumtemperatur kann man normalerweise selbst regeln.

Betten[Bearbeiten]

Zimmer mit 2 Queen-Size-Betten in einem Hilton (=unteres Ende der Oberklasse)

Amerikanische Hotel- und Motelzimmer bieten immer Schlafplätze für mindestens zwei Personen. Man bezahlt nicht wie in Europa für ein Einzel- oder Doppelzimmer, sondern einen Grundpreis, der sich bei Belegung mit einer zweiten, dritten oder vierten Person lediglich geringfügig erhöht. Für Kinder wird meist überhaupt kein Aufpreis berechnet. Folgende Betten-Größen gibt es:

  • Queen (1,53 × 2,03 m), reicht für 2 Erwachsene; viele Hotels bieten auch Zimmer mit 2 Queen-Size-Betten
  • Full = Double (1,38 × 1,90 m), reicht für 2 Erwachsene (die sich sehr mögen); in vielen Hotels gibt es Zimmer mit 2 Full Size Beds
  • King (1,93 × 2,03 m), reicht für 2 Erwachsene + eventuell 1 Kind
  • Twin = Single (selten; 0,99 × 1,90 m), reicht für 1 Erwachsenen; Twin-Betten werden immer paarweise aufgestellt, stehen jedoch getrennt (nichts für frisch Verliebte)

Manche Hotels statten einen Teil der Zimmer mit einer zusätzlichen Klappcouch (sofa bed) aus. Darauf finden 2 Erwachsene hinreichend Platz; falls nicht genug Bettwäsche vorhanden ist, bittet man an der Rezeption darum. Wer Wert auf eine gute Matratze legt, schläft auf einem Bett allerdings besser als auf einem sofa bed. In manchen Hotels stehen für zusätzliche Schlafplätze auch Rollbetten (rollaway beds) zur Verfügung. Sicherer ist es jedoch, von vornherein ein Zimmer zu buchen, in dem ausreichend viele Schlafplätze vorhanden sind.

Wer mit einem Baby reist, sollte rechtzeitig ein crib reservieren, das ist ein (meist faltbares) Babybett, das in allen Hotels in begrenzter Stückzahl kostenlos bereitgehalten wird. Ein crib kommt ohne Decken und Bettwäsche, aber wenn man die zusammengefaltete Tagesdecke des Erwachsenenbetts zur Babymatratze umfunktioniert und an der Rezeption um ein paar zusätzliche Handtücher bzw. Laken bittet, kann man für seinen Nachwuchs leicht ein anheimelndes und ausbruchssicheres Lager schaffen.

Wer dagegen mit einem Senioren reist, der vielleicht nicht mehr ganz beweglich ist, bucht kommentarlos einen Raum, der accessible ist: das ist der in den USA übliche Euphemismus für ein behindertengerechtes Zimmer. Neben anderen Bequemlichkeiten, z.B. im Badezimmer, bieten solche Zimmer besonders hohe Betten. Außerdem liegen sie meist gut erreichbar im Erdgeschoss.

Suiten[Bearbeiten]

Familien, die mit Kindern unterwegs sind, benötigen für diese eventuell ein separates Schlafzimmer. Zum Besten, was amerikanische Hotels dann oft bieten, zählt ein family room bzw. ein interconnected room: das ist eine echte Suite mit zwei Schlafzimmern, die durch eine Tür getrennt sind. Baulich handelt es sich dabei meist um zwei aneinanderliegende Hotelzimmer (mit jeweils eigenem Bad), die durch eine Zwischentür verbunden sind. In manchen Hotels (z. B. Quality Inn & Suites) ist eines dieser Zimmer als Schlaf-, das andere als Wohnbereich gestaltet, wobei das im Wohnbereich aufgestellte Sofa als Schlafcouch genutzt werden kann. In anderen Hotels handelt es sich einfach um zwei durch eine Zwischentür verbundene reguläre Zimmer (die genauso gut getrennt vermietet werden können). Wer so ein Zimmer online buchen möchte, erfährt auf der Hotelwebseite leider nicht, ob eines vorhanden ist. Ein kurzer Anruf oder eine Email bringen Klärung.

Hinter der Bezeichnung „Suite“ verbergen sich keineswegs separate Zimmer. Bei der Mehrzahl aller Suiten handelt es sich lediglich um etwas größere Räume, in denen neben einem Schlafbereich auch ein Wohnbereich (mit Sofa und Couchtisch) vorhanden ist. Dazwischen befindet sich häufig nicht einmal ein Raumteiler, geschweige denn eine Tür. Dies trifft z. B. für die meisten Zimmer der Kette Comfort Suites zu.

Wenn man Wert auf eine eigene Küche legt, kann man auch ein Quartier in einem Apartment-Hotel (auch: Extended Stay Hotel; z. B. "Extended Stay America", "SuburbanHome", "Staybridge Suites") buchen. Die meisten Apartment-Hotels haben unterschiedlich große Einheiten, d.h. 1-Raum-Studios mit Kochnische und Wohnungen mit 1-2 separaten Schlafzimmern. Solche Hotels gibt es in den USA in großer Zahl, besonders in den Städten; nicht dagegen in reinen Ferienregionen. Für Reisende, die eine entsprechend ausgestattete Unterkunft in einem eher ländlichen Urlaubsgebiet suchen, kommt vielleicht ein Ferienhaus (Cottage) in Frage.

Frühstück und andere Mahlzeiten[Bearbeiten]

Wer im Hotel frühstücken will, muss bereits bei der Buchung darauf achten, ob das möglich ist. Nur bei einem Teil der Hotels ist ein Frühstück im Zimmerpreis enthalten. In billigen Motels wird oft Gratis-Kaffee (complimentary coffee), aber kein Frühstück angeboten. Manchmal bekommt man auch einen trockenen Frühstückskuchen. Wem das nicht reicht, der muss sich entweder selbst versorgen oder im nächstgelegenen Restaurant frühstücken.

Mittelpreisige Ketten wie Choice Hotels, Ramada und Travelodge haben meist einen Frühstücksraum, in dem die Gäste sich morgens ohne Aufpreis an einem Buffet bedienen können. In manchen Hotels muss man seine Zugangsberechtigung zum Frühstücksbuffet mit einem Gutschein nachweisen, den man beim Einchecken erhält. Von einem continental breakfast sollte man keine kulinarischen Offenbarungen erwarten, meist verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung nur eine bescheidene Auswahl von Corn Flakes, Kuchen, Toast, Frischkäse, Konfitüre, Kaffee, Tee und Milch. Niemand wird einem Vorwürfe machen, wenn man daneben ein oder zwei selbst mitgebrachte Lebensmittel verzehrt.

Besonders genau nachhaken sollte man bei der Buchung in einem teureren Hotel. Upscale-Hotels haben anstelle eines Frühstücksraumes fast immer ein schickes Hausrestaurant, in dem man für ein Frühstück unanständig viel bezahlen muss. In teuren Hotels kann ein Frühstück übrigens meist auch ins Zimmer bestellt werden. Mahlzeiten, die man aus dem Hausrestaurant ins Zimmer bestellt, muss man häufig sofort bezahlen (mit Kreditkarte ist das kein Problem).

Verpflegungspakete, die über ein Frühstück hinausgehen, werden nur in wenigen Hotels angeboten:

  • AP = American Plan (Frühstück+Mittagessen+Abendessen)
  • MAP = Modified American Plan (Frühstück+Mittagessen oder Frühstück+Abendessen)

Hotelausstattung[Bearbeiten]

Flughafenhotels und Hotels in Kleinstädten haben für ihre Gäste fast immer einen eigenen Parkplatz, manchmal auch ein Parkhaus. In Großstädten, wo der Parkraum knapp und teuer ist, werden für die Benutzung des hauseigenen Parkplatzes bzw. Parkhauses häufig Gebühren berechnet. Oftmals bieten Großstadthotels auch überhaupt keine Stellplätze an; das gilt vor allem für preiswertere Hotels. In diesem Fall sollte man rechtzeitig recherchieren, wo sich das nächstgelegene preiswerte Parkhaus befindet. In touristischen Zentren wie Manhattan oder San Francisco wird man für Parkgebühren leicht $40 pro Tag los.

Zur Grundausstattung der meisten Mittelklassehotels und praktisch aller Luxushotels zählen ein kleines Sportstudio und ein Swimming Pool (Innen- oder Außenpool, oft mit Whirlpool). Wenn am Pool keine Handtücher ausliegen, erhält man sie an der Rezeption.

Reisen Sie mit einer (passiven, nicht elektrischen) Kühlbox? In den wärmeren Landesteilen kann dies sehr angenehm sein, und simple Boxen aus Styropor, die man am Ende der Reise einfach in den Müll tut, gibt es für ein paar Doller im Supermarkt, meist in Kassennähe, da wo auch Tüten mit Eiswürfeln vorrätig gehalten werden. Praktischer als Kühlakkus (die immer wieder in den Kühlschrank müssen, wo sie überdies leicht vergessen werden) sind in den USA verschließbare Gefriertüten (zipper bags), die Sie im Supermarkt kaufen und im Hotel mit Eiswürfeln füllen können. Eismaschinen, aus denen die Gäste sich kostenlos versorgen können, gehören zur Grundausstattung amerikanischer Hotels (Amerikaner sind verrückt nach eisgekühlten Getränken, selbst im Winter). Meist stehen sie irgendwo auf dem Flur; in teureren Hotels sind die geräuschvollen Maschinen oft diskret versteckt, sodass Sie eventuell an der Rezeption danach fragen müssen.

In fast allen Motels und in den meisten Hotels bis zur Mittelklasse gibt es eine Münzwaschmaschine und einen Münztrockner (Benutzungsgebühren meist zwischen $1 und $1,50). Waschpulver und Wechselgeld erhält man an der Rezeption oder im Automaten. Falls die Kapazitäten nicht reichen, kann man im Telefonbuch nachsehen, wo sich der nächste Selbstbedienungs-Waschsalon (laundromat, coin laundry) befindet. Auch dort gibt es Waschpulver und Wechselgeld im Automaten, und man kann problemlos mehrere Maschinen gleichzeitig beladen. In vielen Mittelklasse- und allen teuren Hotels wird außerdem ein Reinigungsservice angeboten.

Ein- und Auschecken[Bearbeiten]

Um einzuchecken, benötigt man die Kreditkarte, in Motels und Hotels mit eigenem Parkplatz wird der Gast oft auch nach der Marke, der Farbe oder der Kennzeichennummer seines PKWs gefragt. Wer keine Kreditkarte hat, muss für die Übernachtung eventuell vorab bezahlen. Ausweispapiere braucht man normalerweise ebensowenig vorzulegen wie die Buchungsbestätigung. Die frühstmögliche Eincheckzeit ist in den meisten Hotels 14 Uhr; wer früher eintrifft, muss, bis das Zimmer bereit ist, eventuell in der Lobby warten. Natürlich kann man auch sein Gepäck einschließen lassen und später wiederkommen.

Grob unhöflich wäre es, den Zimmermädchen (housekeepers) ein Trinkgeld (tip) vorzuenthalten, denn das bildet einen erheblichen Teil der Einkünfte dieser nicht sehr gut bezahlten Frauen. Pro Übernachtung rechnet man $2-3. Das Geld wird entweder aufs Bett oder auf einen der Tische gelegt, das i-Tüpfelchen wäre eine kleine Dankeschön-Notiz. Während eines mehrtägigen Hotelaufenthaltes „tippt“ man entweder jeden Morgen einen kleineren Betrag oder nur einmal, am Morgen der Abreise, einen größeren Betrag. Das hängt davon ab, wieviele Dollarscheine man üblicherweise im Portemonnaie hat.

Auschecken muss man in den meisten Hotels um 10 oder 11 Uhr. Im Bedarfsfall kann man vorab fragen, ob und unter welchen Bedingungen ein late check-out möglich ist. Wer das Zimmer mit der Kreditkarte bezahlt hat, braucht diese beim Auschecken normalerweise nicht mehr vorzulegen, sondern gibt nur die Schlüssel zurück. Die Quittung wird entweder am Morgen der Abreise unter der Zimmertür hindurchgeschoben oder man erhält sie bei der Schlüsselrückgabe. Eine Abrechnung am Morgen wird nur nötig, wenn man vom Zimmer aus telefoniert oder andere kostenpflichtige Leistungen (z. B. Pay-TV im Hausfernsehen) in Anspruch genommen hat.

Nicht-kommmerzielle Unterkünfte[Bearbeiten]

Jugendherbergen (Youth Hostels)[Bearbeiten]

„Youth Hostels“ sind von Non-Profit-Organisationen betriebene Jugendherbergen. Der Komfort ist gering, oft mietet man nur einen Schlafplatz in einem mit Etagenbetten (bunk beds) ausgestatteten Schlafsaal. Viele dieser dormatories sind nach Geschlechtern getrennt, andere nicht. Fast immer stehen Schließfächer zur Verfügung, in denen man seine Habe mehr oder weniger diebstahlsicher einschließen kann. Manche Hostels bieten neben den Schlafsälen auch Privatzimmer, oft mit 4 Betten. Bad, Küche und Wohnraum muss man sich auf jeden Fall mit den anderen Gästen teilen. Beim Buchen sollte man darauf achten, ob Bettwäsche und Handtücher zur Verfügung gestellt werden, nicht in allen Herbergen ist dies der Fall.

Vor allem für Alleinreisende ist die Übernachtung im Hostel deutlich kostengünstiger als im Hotel oder Motel. Selbst in teuren Städten wie New York City zahlt man pro Person für eine Übernachtung kaum mehr als $35, in weniger gefragten Regionen rechnet man rund $25.

Die beiden größten Hostel-Netzwerke werden vom YMCA und von den American Youth Hostels betrieben. Adressen von Herbergen und Online-Buchungsmöglichkeiten findet man auf Webseiten wie www.hostels.com, www.hostelworld.com, www.hostelbookers.com oder www.hostelz.com.

Europäische Gäste, die beim Wort „Jugendherberge“ an die freundlichen, gepflegten Einrichtungen denken, wie sie besonders in Skandinavien üblich sind, empfinden die Übernachtung in einem amerikanischen Hostel oft als traumatisch. Eine rechtzeitige Recherche z. B. bei Tripadvisor kann das Schlimmste verhüten.

Gästezimmer in Klöstern[Bearbeiten]

Wenn an einem Reiseziel ein Kloster niedergelassen ist, lohnt sich für kirchenverbundene Menschen eine Anfrage, ob dort Gästezimmer vermietet werden. Da diese Zimmer nicht kommerziell betrieben werden, sind sie oft preiswerter als die Zimmer in den lokalen Hotels.

Gästehäuser der Hochschulen[Bearbeiten]

Manche älteren Universitäten und Colleges unterhalten auf ihrem Campus Gästehäuser, deren Zimmer je nach Auslastung meist auch von Gästen gebucht werden können, die mit der Schule überhaupt nichts zu tun haben. Solche Gästehäuser, die Bezeichnungen wie Faculty Club oder Alumni House tragen, sind kaum besonders luxuriös (z. B. gibt es meist keine Fernsehgeräte), oft aber außerordentlich reizvoll und für Reisende mit mittlerem Budget eine der interessantesten Alternativen zu den üblichen Hotelketten. Da gute Quartiere stark nachgefragt sind, empfiehlt sich frühzeitige Buchung.

Ferienhäuser (Cottages)[Bearbeiten]

Ferienhäuser findet man in den USA unter den Bezeichnungen „vacation cottages“, „rental cottages“ oder „cabins“. Vorteilhaft ist ein Urlaub im Ferienhaus vor allem für Familien mit Kindern und für kleine Gruppen (4-8 Personen), weil die Miete für ein Cottage unterm Strich niedriger ist als für entsprechende Hotelzimmer. In der Hauptreisezeit muss man ein Ferienhaus allerdings mindestens für eine volle Woche mieten.

Die umfangreichste Liste mit Adressen und Anbietern findet man auf dem WWW unter "vrbo". Alternativen sind:

  • "www.greatrentals.com"
  • "www.homeaway.com"
  • "www.lodging.org"
  • "www.resortsandlodges.com"

Die meisten dieser Seiten führen jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlich vorhandenen Ferienhäuser auf. Um sicherzugehen, dass man keinen Anbieter übersieht, kann man auch den Ort, an dem man ein Ferienhaus sucht, gemeinsam mit den oben genannten Stichwörtern googeln. Die meisten Anbieter haben eine Website, auf der man Einzelheiten über die Häuser erfährt.

Da die Werbung trotzdem meist den Weg der Mundpropaganda nimmt und die attraktivsten Häuser Stammgäste haben, die lange im voraus buchen, ist es zweckmäßig, die Recherche nach einem geeigneten Quartier sehr frühzeitig aufzunehmen. Für die Buchung setzt man sich in der Regel mit dem Anbieter direkt in Verbindung.

Camping[Bearbeiten]

Camping ist in den – im Vergleich zu Europa sehr dünn besiedelten – USA äußerst populär und für Liebhaber der spektakulären Landschaften besonders des amerikanischen Westens eine sehr naheliegende Option. Die auffälligsten Besonderheiten amerikanischer Campingplätze sind ein erstaunlich großzügiges Platzangebot, Feuerstellen und fest installierte Grillroste. Amerikaner lieben Barbecue und sitzen mit ihren Familien auch gern am Lagerfeuer, vorzugsweise mit Marshmallows, die auf lange Hölzer gespießt und in der Hitze des Feuers geröstet werden. Die Gemeinschaftseinrichtungen – Duschen, Waschräume und Toiletten – sind heillos altmodisch und einfach bis spartanisch, aber sauber. Wer sich vor allzu rustikalen Einrichtungen ekelt, recherchiert am besten online vorab, was andere Besucher gesagt haben. Da Kochgelegenheiten und Spülbecken fürs Geschirr meist fehlen, sollte man einen Gaskocher und eine Plastikschüssel mitbringen. Eine ausreichende Versorgung mit Toilettenpapier und warmem Leitungswasser ist für Amerikaner auch auf dem Campingplatz eine Selbstverständlichkeit, darum braucht man sich nicht zu kümmern. Auf größeren Plätzen gibt es meist auch Münzwaschmaschinen. Trotz des guten Raumangebotes sollten Lärmempfindliche – wie in Europa – für das nie ganz ausschließbare Restrisiko, dass die Nachbarn nächtliche Partys feiern, Ohrenstöpsel bereit halten.

Obwohl man in den meisten State Parks und praktisch jedem Nationalpark zuverlässig Campingmöglichkeiten findet, ist ein Campingplatzverzeichnis unverzichtbar. Am übersichtlichsten sind die Handbücher des amerikanischen Automobilclubs AAA, die Mitglieder europäischer Clubs bei diesen gratis beziehen können. Im Buchhandel erhält man u. a. die folgenden populären Werke:

  • Frommer's Best RV and Tent Campgrounds in the U. S. A., Frommers, 2007. ISBN 0470069295 (beschreibt fast 5.000 Campingplatze in allen amerikanischen Bundesstaaten außer Hawaii)
  • Woodall's North American Campground Directory, Woodall's Publications, 2007. ISBN 0762742690 (nennt mehr als 15.000 staatliche und private Campingplätze im ganzen Land)
  • Don Wright: Don Wright's Guide to Free Campgrounds. Eastern Edition, Cottage Publications, 2005. ISBN 0937877476 (preiswerte und Gratis-Campingplätze im amerikanischen Osten)
  • Don Wright: Guide to Free Campgrounds. Western Edition, Cottage Publications, 2007. ISBN 0937877492 (preiswerte und Gratis-Campingplätze im amerikanischen Westen)

Adressen von Campingplätzen sind auch auf vielen Websites aufgelistet. Hier nur eine kleine Auswahl:

Beachten muss man, dass man sich beim Camping in den USA einer anderen Qualität von „Wildnis“ aussetzt, als dies im dicht besiedelten Europa normalerweise der Fall ist. Nicht nur in den amerikanischen Nationalparks, sondern auch in State Forests und anderen naturnahen Gebieten teilen Wanderer und Camper sich den Lebensraum unter Umständen mit Büffeln, Schwarz- und Grizzlybären, Berglöwen, Luchsen, Wölfen, Koyoten, Klapperschlangen, Schnappschildkröten und anderen Lebewesen, denen man bei aller Liebe zur Natur lieber nicht persönlich begegnen möchte. Das braucht einem das Camping nicht zu verleiden, erfordert jedoch, dass man sich sachkundig macht, wie man mit den solchen Gefahren umgeht.

Camping im Campmobil (RV)[Bearbeiten]

Da Parkraum höchstens in großen Städten ein Problem ist, besitzen viele amerikanische Familien einen eigenen RV.

Das Campen im Campmobil (engl. recreational vehicle, kurz: RV) ist in den USA sehr populär und weit verbreitet. Viele Campingplätze bieten Stellplätze, die mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüssen ausgestattet sind.

Um ein RV zu mieten, muss man mindestens 21 Jahre alt sein. Trotz der Größe dieser Fahrzeuge benötigt man lediglich einen PKW-Führerschein. Bei der Entscheidung, ob man einen van camper oder ein motor home mieten will, muss man sich mit dem Problem auseinandersetzen, dass ein RV entweder hohen Fahrkomfort oder hohen Wohnkomfort bieten kann – aber niemals beides gemeinsam. Van campers sind klein und anspruchslos ausgestattet, jedoch gut für die Straße geeignet. Motor homes sind wenig wendig und verbrauchen sehr viel Benzin, bieten jedoch Platz und oft eine luxuriöse Ausstattung. Unabhängig vom Typ sind RVs jedoch immer mit einem Gasherd, einer Spüle und einem Kühlschrank ausgestattet. Je nach Größe des Fahrzeugs befindet sich entweder eine Chemietoilette oder eine fest eingebaute Spültoilette an Bord.

Außer in der Nebensaison (Mitte Oktober bis Mitte April) ist die Miete eines RV nicht gerade preiswert. Da bei den Gesamtkosten auch Ausgaben für Benzin und Campingplatzbenutzung zu berücksichtigen sind, sollte man prüfen, ob das Wohnen im Motel nicht vielleicht doch preiswerter ist. Auf jeden Fall ist ein genauer Vergleich der Angebote ebenso zweckmäßig wie frühzeitiges Buchen. Neben lokalen Anbietern gibt es einige landesweit operierende RV-Vermieter:

Wenn man über eine deutsche Agentur buchen will, kann man die Recherche z. B. auf einer der folgenden Websites beginnen:

Literatur zum Thema:

  • Brent Peterson: The Complete Idiot's Guide to RVing, Alpha, 2006. ISBN 1592574661
  • Shirley Slater, Harry Basch: RV Vacations for Dummies, For Dummies, 2006. ISBN 0471772585

Hütten (Cabins)[Bearbeiten]

Auf vielen Campingplätzen kann man anstelle eines Stellplatzes auch eine Hütte mieten. Diese Cabins – meist rustikale und mehr oder weniger urige Blockhütten – sind uneinheitlich ausgestattet und können bis zu 3 Schlafräume enthalten. Grundsätzlich gilt für Cabins ähnliches wie für Ferienhäuser. Die meisten Cabins sind jedoch nicht heizbar, und selbst wenn ein Kamin (fire place) vorhanden ist, sollte man nicht darauf bauen, dass man mit diesem an kalten Tagen hinreichende Wärme erzeugen kann.

Auf dem Internet findet man Adressen u. a. bei www.cabins.com.

Seltener werden in Nationalparks und auf privaten Campingplätzen auch tent cabins (canvas tent cabins, canvas cabins) vermietet. Dabei handelt es sich um mehr oder weniger große, feststehende Zelte, die mit Bettstellen und anderem minimalen Komfort ausgestattet, aber ebenfalls meist nicht beheizbar sind. Waschgelegenheiten und Toiletten stehen in Gemeinschaftsgebäuden zur Verfügung.

Weblinks[Bearbeiten]

Hotels, Motels, Bed & Breakfast

Jugendherbergen

Camping

Campmobile

Tent Cabins

Empfehlenswerter Reiseführer Dieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 8. November 2008 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.