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Shag Rock (Golf von Sues)

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Shag Rock · S/S Kingston
الصخور الخشنة
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Der Shag Rock (deutsch: Krähenscharbenfelsen, arabisch: ‏الصخور الخشنة‎, aṣ-Ṣuchūr al-Chaschna, „rauer Felsen“) ist ein ägyptisches Korallenriff in der Straße von Gūbāl im Süden des Golfs von Sues, im Süden des Schaʿb ʿAlī (arabisch: ‏شعب علي‎, Schaʿb ʿAlī, „ʿAlī-Riff“). 1881 verunglückte im Nordwesten des Riffs der Dampfsegler S/S Kingston. Die relativ geringe Tiefe, in der das Wrack liegt, und die intakte Unterwasserwelt lassen das Wrack zu einem besonderen Erlebnis für Taucher und Unterwasserfotografen werden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Riff Shag Rock befindet sich im Osten der Straße von Gūbāl (arabisch: ‏مضيق جوبال‎, Maḍīq Ǧūbāl, „Meerenge von Ǧūbāl“), dem südlichen Tor des Golfs von Sues. Das elliptische, von Norden nach Süden etwa 1,1 Kilometer lange Riff bildet den südlichsten Punkt des Shaʿb ʿAlī, des ʿAlī-Riffs, von dem es etwa eine Meile entfernt ist. Bis zur Untergangsstelle der S/S Thistlegorm sind es sechs Meilen. Das Riffdach befindet sich etwa halben Meter unter Wasser. Im Südosten des Riffs wurde ein 1 Leuchtturm (27° 46′ 29″ N 33° 53′ 9″ O) errichtet.

Seinen Namen hat es von Krähenscharben (englisch: European shag oder Common shag, Phalacrocorax aristotelis), einer Vogelart aus der Familie der Kormorane, erhalten. Wenn bei Ebbe das Wasser zurückgeht und Teile des Riffdachs aus dem Wasser steigen, wird das Riff von Krähenscharben und anderen Kormoranen besiedelt, die sich hier zum Fischen niederlassen.

An der Nordwestseite lief die S/S Kingston am 22. Februar 1881 auf das Riff auf. Manchmal wird für das Wrack der falsche Name Sarah H. angegeben. Ein derartiges Schiff gab es aber nie. Der britische Dampfsegler und Frachtschiff S/S Kingston wurde 1871 von der Oswald Shipbuilding Co. in Pallion in Sunderland für die Commercial S. S. Co. gebaut. Es war 78 Meter lang, zehn Meter breit und besaß eine Tonnage von 1.450 BRT. Neben den beiden Segelmasten konnte es auch von einer Dampfmaschine angetrieben werden. Der 130 PS starke Zweizylindermotor verlieh dem Schiff eine Geschwindigkeit von maximal elf Knoten.

Das Schiff wurde von Kapitän Cousins geführt, als es auf der Fahrt von London zur jemenitischen Hafenstadt Aden mit einer Ladung Kohle am 22. Februar 1881 auf das Riff auflief. Zwei Tage hatte die Mannschaft erfolglos versucht, das Schiff wieder vom Riff zu bekommen. Das Unglück forderte aber keine Todesopfer.

Anreise[Bearbeiten]

Der Besuch des Riffs und des Wracks ist üblicherweise Teil einer Tauchsafari in den Süden des Golfs von Sues, die in Scharm esch-Scheich oder Hurghada beginnt. Die Lage des Riffs ist anhand des Leuchtturms an der Südspitze auszumachen. Die Safarischiffe ankern üblicherweise an der Südspitze des Riffs. Hier steigt man in ein Schlauchboot (Zodiac) um, das die Taucher zum Wrack im Nordwesten des Riffs bringt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Es lohnt nicht nur der Besuch des Wracks selbst, sondern auch der des intakten Riffs mit seiner Meersfauna und -flora.

Die Strömung verläuft von Norden nach Süden, spaltet sich am Riff auf und erreicht in den Spitzen bis zu vier Knoten.

Der Tauchgang zum Wrack der 2 S/S Kingston (27° 46′ 42″ N 33° 52′ 34″ O), das sich an der Nordwestseite des Riffs in vier bis 17 Metern befindet, beginnt üblicherweise am Heck des Schiffes. Das Ruder und die vierflügelige Schiffsschraube befinden sich etwa in 15 Metern Tiefe.

Das einstmals hölzerne Decke ist mittlerweile verrottet, so dass man nur noch die Spanten des Schiffes sieht. Damit werden große Bereiche des Schiffs gut ausgeleuchtet. Auf dem Deck befinden sich die freiliegende Ersatzschiffsschraube und zwei Dampfkessel. Die beiden Segelmasten befinden sich auf der Steuerbordseite des Schiffs.

Schiffsschraube der Kingston
Ein Kessel der Kingston
Wrack der Kingston
Korallen auf den Spanten der Kingston
Segelmast der Kingston
Korallen auf der Kingston
Gelbflossenbarben am Riff

Das Schiff ist bereits weitgehend von Steinkorallen überzogen. Auch das nahe Riff beherbergt zahlreiche Stein- und Weichkorallen. Zu den Riffbewohnern gehören Moränen, Schildkröten, Barsche, Schnapper, Makrelen, Barben und Doktorfische.

Aufgrund der geringen Tiefe des Wracks und des Korallengartens ist die Besichtigung auch als letzter Tauchgang des Tages geeignet.

Küche und Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkunft und Verpflegung werden auf den Safarischiffen geboten.

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Besuch des Riffs lässt sich mit anderen Tauchgebieten in der Straße von Gūbāl im Rahmen einer Tauchsafari verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Siliotti, Alberto: Sinai Diving Guide : Teil 1 ; deutsche Ausgabe. Verona : Geodia, 2005, ISBN 978-88-87177-66-4. Tauchplatz 35.

Weblinks[Bearbeiten]

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