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Schwarzwald Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

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Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
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Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof ist eine der bekanntesten Attraktionen im Mittleren Schwarzwald, es liegt im Bereich des Kinzigtals zwischen Hausach und Gutach (Schwarzwaldbahn).

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Freilichtmuseum wurde im Jahr 1963 durch Prof. Herman Schilli gegründet. Dieses Museum soll seinen Besuchern das Leben im Schwarzwald der letzten Jahrhunderte möglichst facettenreich erklären. Als Grundstock des Museums diente der Vogtsbauernhof, der seit dem Jahr 1650 seinen Platz auf diesem Gelände hat und der wohl das Eigentum eines Talvogts war. Ergänzt wurde das Museum durch weitere Bauernhöfe und deren Nebengebäude. Sie hatten ihre ursprünglichen Standorte an anderer Stelle und wurden im Laufe der Jahre hierher transportiert und wieder möglichst originalgetreu errichtet.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Schwarzwaldbahn geht unmittelbar am Museum vorbei, direkt vor dem Museumseingang ist der Haltepunkt 1 Gutach Freilichtmuseum. Es halten nur die Züge der Ortenau-S-Bahn. Wer mit der Schwarzwaldbahn von Offenburg kommt, muss in Hausach aussteigen und auf die S-bahn oder den Bus der TGO umsteigen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Busse der Ortenaulinie TGO halten ebenfalls direkt am Museum.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die B33 verläuft parallel zur Bahn östlich der Gutach, es gibt einen gut ausgeschilderten großen Parkplatz.

Gebühren und Öffnungszeiten[Bearbeiten]

Öffnungszeiten tägl. 9:00 - 18:00 Uhr, im Aug. bis 19:00 während der Saison von April bis Oktober

Trotz Winterpause ist einige Tage zum Weihnachtsmarkt geöffnet.

Weihnachten 2017:

Fr., 15. Dez., 17-21 Uhr
Sa., 16. Dez., 13-21 Uhr
So., 17. Dez., 11-19 Uhr

Eintritt Erwachsene 9 €, ermäßigt 8 €, Kinder bis 5 J frei, bis 17 J. 5 €.

Audioguide DeutschlandFlagge Deutschland/ GroßbritannienFlagge Großbritannien/ FrankreichFlagge Frankreich 3 €

Mobilität[Bearbeiten]

Auf dem Gelände bewegt man sich zu Fuss.

Die Wege zwischen den Häusern sind auch mit Rollstühlen nutzbar. Da Schwarzwaldhäuser in den Hang gebaut sind, sind allerdings die Wege um die Häuser mit Steigungen verbunden, die teilweise auch mit Stufen überwunden werden. Diese Wege sind nur eingeschränkt, teilweise auch gar nicht rollstuhlgerecht. Innerhalb der Häuser ist keine Barrierefreiheit gegeben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schwarzwaldhaus und Wohnen[Bearbeiten]

Historisches Schlafzimmer im Hippenseppenhof
  • 1 Vogtsbauernhof: Der Hof steht seit etwa 1570 an dieser Stelle im Gutachtal, es ist ein Beispiel für den Gutacher Haustyp. Überwiegende Holzbauweise, Erdgeschoss und Ummauerung der Küche sind aus Stein. Auf der Hangseite ist eine Hocheinfahrt zum Dachraum.
Leben der Taglöhner und Wanderhandwerker (Störhandwerker)
  • 2 Hippenseppenhof Der Hof wurde 1599 in der Nähe von Furtwangen erbaut, es ist ein Beispiel für ein Heidenhaus, wie er im mittleren und südlichen Schwarzwald üblich war. Der Hof wurde 1966 nach Gutach versetzt. Typisch das Walmdach mit den weit herunter gezogenen Dachflächen.
Im Hippenseppenhof ist ein "Schwarzwald-Kabinett", Ausstellung von Trachten und Schwarzwälder Uhren
  • 3 Hotzenwaldhaus Das Haus ist der Nachbau eines Hofes bei Großherrischwand aus dem Jahr 1756. Er steht längs zum Hang, die Zufahrt ist auf der Rückseite quer zum Dach. Das Walmdach ist mit Stroh gedeckt. Der Hof gehört seit 1980 zum Museum
Textilhandwerk im Schwarzwald
  • 4 Lorenzenhof erbaut um 1540 im Kinzigtal bei Oberwolfach. In diesem Typ des Kinzigtäler Hauses gibt es Lagerräume für Wein und Obst. Der Hof steht seit 1972 im Museum
  • 5 Schauinslandhaus Nachbau eines 1680 bei Hofsgrund errichteten Hofes. Er steht längs zum Hang und hat eine Quereinfahrt. Der Eingang ist an der Schmalseite, das Dach ist mit Schindeln gedeckt.
Darstellung des Schnefler-Handwerks (Schnitzer, Schindelmacher)
  • 6 Falkenhof Haustyp des Zartener Hauses, erbaut 1737 in Buchenbach-Wagensteig. Der Hof dient dem Museum als Stallung für Großvieh.
Milchwirtschaft; Lichtquellen einst und heute
  • 7 Tagelöhnerhaus Die Bewohner dieses Hauses arbeiteten als Waldarbeiter, Weber oder Tagelöhner. In der Einrichtung spiegelt sich das karge Leben dieser Menschen wieder.
  • 8 Leibgedingehaus Wenn ein Bauer seinen Hof in jüngere Hände abgab, zog er in ein Leibgedingehaus. Dabei wurde vertraglich geregelt, wie sein Nachfolger für das Leibgedinge (Nahrung, Kleidung) aufkommen musste.

Nebengebäude zum Lagern und Arbeiten[Bearbeiten]

Kapelle

Nebengebäude als Lager und für die Küche

  • 1 Back- und Brennhaus
  • Gutacher Speicher, einfaches Nebengebäude mit Keller und Obergeschoss
  • 2 Kinzigtäler Speicher
  • 3 Hochschwarzwälder Speicher zum kühlen und trockenen Aufbewahren verderblicher Nahrungsmittel

Wasserbetriebene Nebengebäude zur Hofarbeit

  • 4 Getreidemühle
  • 5 Klopf- und Plotzsäge (Längsschnitt von langen Balken)
  • 6 Hochgangsäge, Kurbelantrieb für ein Sägegatter (Nachfolger der Klopfsäge)
  • 7 Hanfreibe zur Gewinnung von Hanf- und Flachsfasern
  • 8 Hammerschmiede, Ölmühle zum Ausquetschen von Ölfrüchten wie Raps, Lein oder Walnüssen
1 Hofkapelle mit Glocke: auch sie gehörte zu zahlreichen Höfen. Die Glocke läutete zu bestimmten Tageszeiten zum Gebet, sie diente auch als weithin hörbares Signal.
1 Kräutergarten

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 2 Pavillon, Treffpunkt zu Führungen
  • Freie Museumsführungen für Besucher täglich 14:30 Uhr, August zusätzlich um 11:30 Uhr
  • Mühlenvorführungen täglich 11:15, 12:15 und 14:15 Uhr
  • Gutacher Tracht (Bollenhut): Sonntag Mitte Mai-Mitte Sept. sind von 13:00-15:30 Trachtenträgerinnen im Museum
  • Kochvorführungen Mitte Mai-Mitte Sept 11:00-14:30 Uhr im Falkenhof
  • Täglich wechselnde Handwerkervorführungen Mai-Sept
  • Museumswerkstatt für Familien im Hotzenwaldhaus
  • Ferienprogramme

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 3 Museumsladen, tägl. 11-18 Uhr geöffnet

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Restaurant Hofengel
  • Auf dem Museumsgelände gibt es auch einen Picknick-Bereich sowie einen Kiosk


Unterkunft[Bearbeiten]

Die Vogtsbauernhöfe sind ein beliebtes Ziel für einen Halbtagesausflug. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in allen benachbarten Orten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Das Gelände ist nicht ganz eben, in den Gebäuden gibt es Stufen.
  • Servicetelefon +49 (0) 7831 / 9356-0 , Hinweise für Personen mit eingeschränkter Mobilität
  • Behindertengerechte Toiletten im Eingangsbereich

Weblinks[Bearbeiten]

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