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Maghāgha

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Maghāgha ·مغاغة
Gouvernement Minyā
Einwohner
75.657 (2006)
Höhe
40 m
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Lage
Lagekarte von Ägypten
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Maghāgha

Maghagha, arabisch: ‏مغاغة‎, Maghāgha, ist die nördlichste Stadt im ägyptischen Gouvernement el-Minyā und Verwaltungssitz des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. In der Mittelstadt, die kaum Sehenswertes bietet, leben etwa 76.000 Einwohner (2006).[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Maghāgha ist etwa 70 Kilometer von el-Minyā und 60 Kilometer von Beni Suef entfernt. Maghāgha liegt an Westufer des Nils und ragt über den etwa 1,5 Kilometer westlicher verlaufenden Ibrāhīmīya-Kanal hinaus. Von der Stadt kann man auf eine etwa zwei Nil-Kilometer lange Insel blicken, die auch landwirtschaftlich genutzt wird.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die Stadt Maghāgha ist wohl eine islamische Gründung. Pharaonische oder spätantike Überreste sind bisher nicht gefunden worden. Im Bereich der Stadt begann einst eine Wüstenroute über el-Bahnasā in die Senke el-Baḥrīya.

Der wichtigste Wirtschaftszweig der Stadt und des Bezirks ist die Landwirtschaft. Im Umland der Stadt werden Weizen und Mais angebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in der Stadt eine Zuckerfabrik. Heute werden hier Baumwolle und Zwiebeln verarbeitet.

Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs der koptisch-orthodoxen Kirche. Zudem gab es hier Niederlassungen der Franziskaner, des Ordens der Minderen Brüder, und seit 1944 der Elisabethinen, die hier Missionsschulen unterhielten.[2]

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Maghāgha ist an die Fernverkehrsstraße 2 angebunden, die an der Westseite des Ibrāhīmīya-Kanals verbunden. Für diese Straße gibt es im Bereich der Stadt eine Umgehungsstraße. Im Bereich der Stadt gibt es keine Nilbrücke. Die nächste Brücke gibt es erst in der südlicher gelegenen Stadt Benī Mazār. Südlich dieser Stadt quert die Fernverkehrsstraße 27 den Nil.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Maghāgha lässt sich einfach mit der Bahn von Kairo oder el-Minyā aus erreichen. Der 1 Bahnhof befindet sich auf der östlichen Seite des Ibrāhīmīya-Kanals.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Moscheen[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • 3 Kirche der der hl. Jungfrau (كنيسة السيدة العذراء مريم‎, Kanīsat as-Saiyida al-ʿAdhrāʾ Maryam). (28° 38′ 46″ N 30° 50′ 39″ O)
  • 4 Kirche des Erzengels Michael (كنيسة الملاك ميخائيل‎, Kanīsat al-Malāk Mīchāʾīl). (28° 38′ 40″ N 30° 50′ 12″ O)

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • Cafeteria el Taawon, Port Said St.
  • 1 Aulad Ibrahim Abu Hashim (Sons of Ibrahim Abu Hashim). Fischrestaurant. (28° 38′ 53″ N 30° 50′ 24″ O)

Unterkunft[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es keine Hotels. Unterkunftsmöglichkeiten bestehen in el-Minyā.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Allgemeinkrankenhaus Maghāgha (Maghaghah General Hospital), Port Said El Zeraey St., Qelliny Village. Tel.: +20 (0)86 755 0035.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

2,5 Kilometer südwestlich der Stadt befindet sich das Dorf esch-Scheich Ziyād mit der Moschee des gleichnamigen Scheichs. Im Bereich der Moschee befindet sich mehrere etwa drei Meter lange Säulen aus griechisch-römischer Zeit.

Bedeutende Kirchen entlang der Fluchtroute der heiligen Familie befinden sich in Ischnīn en-Naṣārā und Deir el-Garnūs. Im Nordwesten des Dorfes Qufāda befinden sich der Fānūs-Palast und die Kirche der hl. Maria aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Etwa 22 Kilometer nördlich, in Richtung el-Faschn, befindet sich das Dorf el-Fant esch-Scharqīya (arabisch: ‏الفنت الشرقية‎) mit der Kirche des Apa Klog (arabisch: ‏كنيسة القديس العظيم ابا كلوج‎, Kanīsat al-Qiddīs al-ʿaẓīm Ābā Klōǧ), in der zweimal jährlich, am 20. Tuba (28. Januar) und am 20. Baūna (27. Juni), der silberlose Arzt-Heilige Kolluthus verehrt wird.[3]

Über etwa 50 Kilometer in nordwestlicher Richtung erstreckt sich die Anfahrt zum Samuelkloster (Deir el-Anbā Ṣamūʾīl), das sich bereits in der Westlichen Wüste befindet.

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen nach dem ägyptischen Zensus von 2006, Central Agency for Public Mobilization and Statistics, eingesehen am 7. November 2014.
  2. Meinardus, Otto F. A.: Christian Egypt, ancient and modern. Cairo : American University in Cairo Press, 1977 (2. Auflage), ISBN 978-977-201-496-5, S. 565, 572.
  3. Meinardus, Otto F.A.: Die „silberlosen“ Ärzte der Kopten. In: Kemet : das schwarze Land ; Ägypten ; eine Zeitschrift für Ägyptenfreunde, ISSN 0943-5972, Bd. 8,2 (1999), S. 48–50.
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