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München/Englischer Garten

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Englischer Garten

Der Englische Garten in München zählt mit einer Fläche von 3,7 km² zu den größten innerstädtischen Grünanlagen der Welt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Monopteros

Der Englische Garten wird durch den Isarring als Teil des Mittleren Rings in einen "Südlichen Teil" und in einen "nördlichen Teil" getrennt.

Verwaltungstechnisch ist der südlichste Teil noch dem Stadtviertel Lehel zugeordnet, der nach Flächenanteilen deutlich größere Rest gehört zum Stadtbezirk Schwabing. In der öffentlichen Wahrnehmung spielt das aber keine Rolle, der Englische Garten ist eine Einheit und wird unabhängig von einer Einteilung in Stadtteile gesehen.

Die Parkanlagen auf der anderen Flussseite der Isar und am östlichen Hochufer sind die Maximiliansanlagen, überwiegend im Stadtteil Bogenhausen gelegen, und die unmittelbar südlich anschließenden Gasteiganlagen, ausschließlich im Stadtteil Haidhausen gelegen. Diese werden zwar von der Verwaltung des Englischen Gartens mitbetreut und daher verschiedentlich zum Englischen Garten hinzu gezählt, sie sind aber weder historisch noch in der allgemeinen Wahrnehmung ein Teil des ausschließlich westlich der Isar gelegenen Englischen Gartens.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum Jahre 1788 befand sich im Bereich des heutigen Englischen Gartens eine Auenlandschaft. Das Gelände war Überschwemmungsgebiet der Isar und wurde von den Bauern der umliegenden Orte als Rinderweide genutzt, die undurchdringlichen Waldbereiche waren Jagdrevier der bayrischen Fürsten. Die Namen Hirschau und Hirschangerwald konnten sich bis heute erhalten.

Der zuständige Bauherr war der bayrische Kurfürst Karl Theodor, Initiator war der Amerikaner w:Benjamin Thompson, später geadelt als Reichsgraf von Rumford aus Massachusetts. Thompson war über einige Umwege nach München gekommen und hatte sich bereits hohe Verdienste im militärischen und zivilen Bereich erworben, so hatte er unter anderem die Kartoffel in Bayern eingeführt und den Rumford-Herd, einen sparsamen Küchenherd, erfunden. Die Grundidee seines Projekts war zunächst die eines "Militärgartens", in dem sich die Soldaten in Friedenszeiten weitgehend selbst versorgen sollten. Vorbild war eine ähnliche Anlage in Mannheim, die dort vom Hofgärtner Friedrich Ludwid Sckell bereits realisiert worden war. Am 6.Juli 1788 legte Thompson seine Pläne der zuständigen Kommission vor, und bereits am 8.Juli 1788 fand auf der Schönfeldwiese durch die Soldaten der erste Spatenstich statt. Früh und abends gab es Freibier für die arbeitenden Soldaten, eine Militärkapelle spielte türkische Musik.

Schon bald gelang es Thompson, den Kurfürsten zur großzügigen Erweiterung des Projekts als Volkspark zu begeistern, für die weiteren Planungen wurde der Hofgärtner Friedrich Ludwig Sckell am 7. August 1789 nach München bestellt.

"Steinbank"

Die Anlage wurde jetzt als Park im englischen Landschaftsstil geplant, damals ein weltweites Novum. Wichtigste Voraussetzung war ein Hochwasserdamm gegen die Isar, der durch Adrian Riedl bereits 1790 mit zwei km Länge fertiggestellt wurde. Heute verläuft die Ifflandstrasse auf dem damaligen Kamm des Dammes.

Der weitere Baufortschritt erfolgte Dank des Schaffensdrangs Thompsons und der finanziellen Unterstützung durch den Kurfürsten überaus zügig, sodass im Mai 1790, zehn Monate nach Baubeginn und dokumentiert durch eine Inspektion des Kurfürsten, die Bauarbeiten in weiten Bereichen schon fast abgeschlossen waren. So stand der Chinesische Turm im Rohbau, die Fundamente der Halbinsel für die Apollostatue (die heutige halbrunde "Steinbank") waren fertiggestellt.

Eine offizielle Eröffnungsfeier für den Englischen Garten ist nicht bekannt, der Chinesische Turm war anlässlich eines Hoffestes am 26.Juli 1792 jedoch bereits verpachtet und in Betrieb, ein erster Reiseführer zum Englischen Garten erschien bereits am 26. Juli 1793 als "Skizze des neu angelegten Englischen Gartens oder Thedors-Parks zu München".

Isar-Ostufer: Maximiliansanlagen

Auch im weiteren Wirken war Rumford sehr erfolgreich. Im französisch-österreichischen Konflikt konnte er nach der Flucht des Kurfürsten im Jahre 1798 als Kommandeur der 14.000 neutralen bayrischen Soldaten die von Soldaten besetzte Stadt München schadensfrei halten. Das scheint Rumford jedoch auch viele Neider geschaffen zu haben, er wurde von Karl Theodor entlassen und als Gesandter nach London abgeschoben, behielt aber die "Oberdirektion" über den Englischen Garten. Ein weiterer Grund für die "Degradierung" war möglicherweise Rumfords unglückliche Hand im Umgang mit Menschen, er galt auch als Frauenheld und rücksichtsloser Karrierist. Seine Aktivitäten für den Englischen Garten und München waren aber damit beendet, es gibt aber noch heute das Denkmal, den Rumfordweg, einen Rumfordsaal, die Graf-Rumford-Buchen, den Thompsonweg, die Thompsonwiese und einiges mehr, was an den Erbauer des Englischen Gartens erinnert.

Nachfolger Rumfords als Direktor des Englischen Gartens wurde 1799 Oberst Reinhard Freiherr zu Werneck, im gleichen Jahr verstarb auch Kurfürst Karl Theodor, sein Nachfolger wurde Max IV. Joseph.

Werneck beabsichtigte eine wirtschaftliche Nutzung der Anlage, er vergrößerte sie durch Zukauf von dreihundert bayerischen Morgen an der Nordseite auf fast das Doppelte. Durch die Schaffung eines künstlichen Sees im Sumpfgebiet und die Gewinnung von Wiesen- und Ackerland mit dem Bodenaushub sollte der Englische Garten, zu dem damals auch noch eine Getreidemühle und eine Sägemühle gehörte, profitabel werden. Dies gelang aber nicht, die Leitung des Englischen Gartens als "Hofgarten-Intendant" erhielt im Jahre 1804 Friedrich Ludwig Sckell.

Unter der Leitung Sckells erhielt dann der Englische Garten nach sorgfältigen Vorplanungen, im Wesentlichen die heutige Form. Unter anderem wurde der Kleinhesseloher See ab 1812 erweitert, der künstliche Wasserfall am Abzweig vom Eisbach zum Schwabinger Bach entstand, das "Aujägermeisterhaus" wurde gebaut. Daneben war Sckell als "Hofgarten-Intendant" auch noch für den Hofgarten, Nymphenburg, Schloss Schleißheim und Dachau zuständig. Er verstarb am 24. Februar 1823.

Der Mittlere Ring im Englischen Garten

Nachfolger Max Josephs, der im Jahre 1825 verstarb wurde Ludwig I. Unter seiner Herrschaft wurde, nach einem Entwurf Klenzes, der Monopteros geschaffen. Die ersten Arbeiten am Erdhügel begannen bereits 1823 nach Ideen von Sckell, die Fertigstellung war 1837.

Der größte Eingriff in die Struktur des Englischen Gartens war im letzten Jahrhundert die Trasse des Mittleren Rings (Teilstück Isarring), entstanden zur Olympiade 1972: Vier Fahrbahnen als eine fast undurchlässige Barriere unterteilen seitdem den Englischen Garten in einen Nord- und in einen Südteil, täglich durchqueren rund 110.000 Autos den Park. Eine Initiative, unterstützt von vielen Seiten, versucht einen Straßentunnel für den Mittleren Ring auf den Weg zu bringen. Das Problem ist hier, wie woanders auch, die Finanzierung.

Hirschau[Bearbeiten]

Die Hirschau befindet sich im heutigen Nordteil des Englischen Gartens und war seit dem 13. Jahrhundert das Jagdrevier der bayerischen Herzöge und Kurfürsten. 1837 kaufte dann der Münchner Patrizier Joseph Ritter von Maffei die Hirschau und errichtete dort ab 1838 ein zunächst noch recht kleines Walz- und Hammerwerk. Die Fabrik hatte dann eine rasante Entwicklung und innerhalb weniger Jahre entstand eines der bedeutendsten Unternehmen in der industriellen Frühzeit Münchens: die Lokomotivfabrik Maffei, einer der führenden deutsche Hersteller von Lokomotiven. Nach dem Ersten Weltkrieg zog die Fabrik nach Allach. Die KraussMaffei Technologies GmbH ist heute ein weltweit tätiges Unternehmen im Maschinenbau. In der Hirschau wurde es nach dem Abzug der Fabrik wieder ruhiger.

Mobilität[Bearbeiten]

PKW[Bearbeiten]

Unmittelbar im Englischen Garten gibt es nur sehr wenige Parkplätze (siehe Biergärten, Seehaus und Chinesischen Turm), es empfiehlt sich die Anfahrt mit dem MVV;

MVV[Bearbeiten]

An der Westseite (Schwabing) von den Linien U3 / U6, Haltestellen Universität, Giselastraße, Münchner Freiheit, Dietlindenstraße, Nordfriedhof und Studentenstadt. Meistbenutzt ist wohl die Haltestelle Universität.

Von der Südseite: Linien U4 / U5, ab Haltestelle Lehel, Richtung Haus der Kunst; Bus Linie 100 Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst.

Zu Pferd[Bearbeiten]

Der Englische Garten lässt sich auch hoch zu Ross erkunden, es gibt ein eigenes Wegenetz für Reiter. Die Universitäts-Reitschule befindet sich in Schwabing in der Königinstraße.

Chinesischer Turm

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Chinesischer Turm[Bearbeiten]

1 Typ ist Gruppenbezeichnung Der hölzerne Turm hat mit fünf Stockwerken eine Gesamthöhe von 25 m und ist auf einem Rost aus Eichenstämmen gegründet. Vorbild ist eine steinerne Pagode in den königlichen Gärten von Kiew. Der Entwurf stammt vom Architekten Joseph Frey aus Mannheim, die Ausführung leitete Jiohann Baptist Lechner. Im ersten Stock spielt die Blaskapelle und sorgt für Stimmung im Biergarten.

Anfahrt MVV zum Chinesischen Turm: Bus, Linie 54 oder 154, Haltestelle Chinesischer Turm; Tram, Linie 18, Haltestelle Tivolistraße;

Karussell[Bearbeiten]

Das historische Kinderkarussell ersetzt seit 1913 das Vorgängermodell aus dem Jahre 1850/1851 und wurde von Joseph Erlacher und August Julier erbaut. Es befindet sich unmittelbar nördlich am Chinesischen Turm.

Monopteros[Bearbeiten]

Monopteros

2 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Tempel im griechischen Stil wurde 1836 von Leo von Klenze errichtet. Die Gesamthöhe ist ca. 31m über der Carl-Theodor Wiese, davon entfallen ca. 16 m auf den Tempel selbst und ca. 15 m auf den Ziegelsockel darunter. Der Hügel um das Ziegelfundament ist aufgeschütteter Bauschutt der Münchner Residenz.

Der Monopteros ist auch eine historische Stätte in der Geschichte des alpinen Skisports in Bayern: der Hang unter dem Tempel ist der älteste belegte bayrische Skihang. Der Münchner Verleger und spätere Pionier im bayrischen Wintersport August Finsterlin (1846-1927) hatte sich 1888 aus Skandinavien ein paar Skier kommen lassen und rutschte damit den Hügel hinab. Um Aufsehen zu vermeiden, machte Finsterlin das in der Nacht, das öffentliche Spektakel wurde aber damals trotzdem von der Polizei unterbunden. Finsterlin wechselte anschließend seinen Wohnsitz und zog mit dem Verlag im Jahre 1891 an den Schliersee, wo er zum Wegbereiter für den Skisport in Bayern wurde.

Rumfordhaus[Bearbeiten]

3 Typ ist Gruppenbezeichnung Im Jahre 1791 als Offizierskasino nach Plänen des Architekten Baptist Lechner im klassizistischen Stil erbaut, heute als Kindertagesstätte und Kulturtreff für Jugendliche genutzt, oft auch als Rumfordschlössl bezeichnet.

Japanisches Teehaus[Bearbeiten]

4 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Japanisches Teehaus "KanShoAn" ist ein Zeichen der deutsch-japanischen Freundschaft. Es wurde zusammen mit einem japanischer Garten anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 und der seitdem bestehenden Städtepartnerschaft Münchens mit Sapporo, Austragungsort der Winterspiele, erbaut. Es liegt am Südende des Englischen Gartens auf einer kleinen Insel in dem zu einem kleinen See erweiterten Schwabinger Bach.

Urasenke (öffentliche Vorführungen, Teezeremonien). Tel.: +49 (0)89 22 43 19.

Tivolikraftwerk[Bearbeiten]

5 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Kraftwerk im heutigen Nordteil des Englischen Gartens wurde 1895 von den Maffei-Eisenwerken zur Versorgung der damaligen Fabrik in der Hirschau am Eisbach neu erbaut. Es entstand als ein seinerzeit hochmodernes "kombiniertes Wasser-/Dampfkraftwerk", das sowohl mit Wasserturbinen als auch mit Dampfmaschinen den jeweils gleichen Stromgenerator antrieb. Außerdem diente es auch der Regelung der Wasserstandsschwankungen im Eisbach. In der Erstausstattung erzeugten drei kleinen Turbinen und zwei Wasserräder mit der Dampfmaschine eine Leistung von insgesamt 300 PS, später wurde die Anlage mehrfach aufgerüstet und nach der Verlegung der Fabrik 1931 stillgelegt.

Nach der Wiederinbetriebnahme im Jahre 1948 für die später abgebrochene Tivoli-Getreidemühle erfolgte 1986 eine erneute technische Modernisierung, die Anlage liefert jetzt mit zwei Turbinen insgesamt 450 kW (900 PS) umweltfreundlich aus dem Eisbach erzeugten Strom an das städtische Stromnetz und ist seit 1985 denkmalgeschützt.

Denkmäler[Bearbeiten]

Denkmäler im Englischen Garten
Rumforddenkmal

Noch aus der Zeit der Entstehung des Englischen Gartens gibt es Denkmäler für die maßgeblich Beteiligten:

6 Typ ist Gruppenbezeichnung Rumford-Denkmal, im Süden an der Prinzregentenstraße und im Jahre 1796 zu Ehren des Erbauers aufgestellt;

7 Typ ist Gruppenbezeichnung Werneck-Denkmal, in der Nähe vom Seehaus, 1838 errichtet von Ludwig I.;

8 Typ ist Gruppenbezeichnung Sckell-Säule, am Ostufer des Kleinhesseloher Sees. Errichtet von König Max I. Joseph im Jahre 1824 nach einem Entwurf von Leo von Klenze;

9 Typ ist Gruppenbezeichnung Steinerne Bank, geschaffen von Leo von Klenze als eine Rundbank in einer Art Halbinsel am Entenbach (ein Abzweig vom Oberstjägermeisterbach in Nähe des Monopteros) und 1838 als Ersatz für einen hölzerner Apollotempel aufgestellt.

10 Typ ist Gruppenbezeichnung Burgfriedensäule Nr. 13 von 1724 als Zeichen der Stadt- bzw. Gerichtsbereich und in Nähe des Monopteros;

Seen und Gewässer[Bearbeiten]

  • Kleinhesseloher See
Der künstliche See hat eine Fläche von ca. 86400 m² Fläche und drei Inseln: Königsindel, Kurfürsteninsel und Regenteninsel. Bekannt ist das Seehaus mit dem Biergarten direkt am sonnigen Seeufer. Außerdem gibt es einen Tretbootverleih.
Zum Baden ist das Wasser zu flach.
Im Winter ist der zugefrorene See eine Attraktion für Schlittschuhläufer und Eisstockschützen;
  • Eisbach
Wasserfall
Der Eisbach ist der östliche der beiden großen Bäche im Englischen Garten.
Am südlichen Eintritt des Eisbachs in den Englischen Garten, direkt an der Prinzregentenstraße beim Haus der Kunst, befindet sich die Eisbachwelle (48° 8′ 37″ N 11° 35′ 16″ O), eine große stehende Wasserwelle an einem Unterwassereinbau, der ursprünglich zur Durchlaufsteuerung für die Wassermenge gedacht war. Diese Welle ermöglicht wagemutigen Wassersportlern das Surfen mitten in der Stadt und mit einer echten eigenen City-Surfer-Szene mit internationalem Bekanntheitsgrad, im Jahre 2010 im Film "Keep on Surfing" dokumentiert. Die Surfer sind natürlich auch einer der Publikumsattraktionen im Englischen Garten.
Am Abzweig des Schwabinger Bachs befindet sich der bekannte Wasserfall.
Wegen der vielen, auch immer wieder tödlichen Unfälle in der starken Strömung des Eisbachs gilt hier ein Badeverbot.
  • Schwabinger Bach
Der westliche der beiden großen Bäche, er trennt im Süden die Schönfeldwiese von der Karl Theodor Wiese;
  • Oberstjägermeisterbach, ein weiterer Abzweig des Eisbachs, er speist den Kleinhesseloher See;

Die Wiesen[Bearbeiten]

Wiesen im Englischen Garten
Große Karl Theodor Wiese

Im Südteil:

11 Typ ist Gruppenbezeichnung Hirschanger: öffentlicher Kinderspielplatz, Bolzplatz, Sportanlage, ganz im Süden gelegen und eher etwas abseits der großen Besucherströme.

12 Typ ist Gruppenbezeichnung Große Karl Theodor Wiese: beliebte (wahrscheinlich die beliebteste) Liegewiese, Spaziergänger und Jogger, in Lage östlich vom Schwabinger Bach und zentral im Südteil;

13 Typ ist Gruppenbezeichnung Schönfeldwiese: Liegewiese westlich vom Schwabinger Bach. Bekannt geworden in der Neuzeit als öffentliches FKK-Gelände mit den "Nackerten": offiziell für FKK freigegeben.

14 Typ ist Gruppenbezeichnung Werneckwiese, in Lage südlich des Kleinhesseloher Sees: weitläufiges und beliebtes Areal für Fußballer und sonstige Wiesensportler;

Im Nordteil:

15 Typ ist Gruppenbezeichnung Schwabinger Bucht: Liegewiese für textilierte und textilfreie (offiziell für FKK freigegeben), im ruhigeren Nordteil direkt am Schwabinger Bach in einer Bachschleife.

Küche[Bearbeiten]

Biergärten[Bearbeiten]

Biergärten im oder unmittelbar am Englischen Garten:

  • 1 Milchhäusl (Bio-Imbiss und Bio-Biergarten), Königinstr. 6, 80539 München (zentral am Hauptzugang von der U3/U6, Bahnhof Universität, zum Englischen Garten). Tel.: +49 (0)89 45248430. Geöffnet: 10 -22 Uhr.

ca. 20 Plätze drinnen, draußen mehrere Biertische nach Bedarf. Kinderspielplatz;

Sicherlich nicht der allergrößte Biergarten, sondern eher ein Kiosk mit Bierbänken. Hochinteressant auch wegen seiner Lage und der leichten Erreichbarkeit von den nahen Liegewiesen: Erste Proviantierungsstation für alle Sonnenanbeter und sonstigen Aktivisten.

7000 Plätze,„zweitgrößter“ Münchner Biergarten, manchmal etwas schräges Publikum aus Münchnern, Münchner Lebenskünstlern und Touristen aus aller Welt. Äußerst beliebt, bei schönem Wetter kann am Wochenende die Warteschlange an der Essensausgabe auch mal etwas länger sein.

Für Unterhaltung sorgt die Blaskapelle aus dem Chinesischen Turm heraus, kostenloses WLAN.

Anfahrt MVV: U3 und U6, Universität oder Giselastraße, dann noch ca. 15 Min. durch den Englischen Garten, oder Buslinie 54 oder 154, Haltestelle Chinesischer Turm;

kostenpflichtiger, kleiner Parkplatz, Anfahrt über die Iffland- und Tivolistraße;

Am Chinesischen Turm findet alljährlich Ende Juli der Kocherlball statt, das ist eine frühmorgendliche Tanzveranstaltung von 06 bis 10 Uhr und ca. 12.000 Besuchern in Tracht, siehe bei den Aktivitäten.

Seehaus

2500 Plätze, recht jugendliches und schickes Publikum, Kinderspielplatz vorhanden.

Am beliebtesten sind natürlich die Tische unmittelbar am Seeufer, hier schmeckt das Weißbier bei Sonnenschein schon im Januar und auch bei noch frostigen Temperaturen, im Sommer hat man dann die Enten vom See her als Besucher direkt am Tisch.

Fast unmittelbar neben dem Biergarten gibt es einen Tretbootverleih.

Anfahrt MVV: U3 und U6, Münchner Freiheit, dann noch ca. 15 min. durch den Englischen Garten; oder Buslinie 144 ab Dietlindenstraße (U-Bahn Münchner Freiheit) bis Osterwaldstraße;

kostenpflichtiger Parkplatz, Anfahrt über den Isarring (Mittlerer Ring);

kleinerer Biergarten mit 350 Sitzplätzen unter Kastanien. Anfahrt MVV: U3 und U6, Münchner Freiheit, dann noch ca. 10 - 15 Minuten zu Fuß.

Ausflugsbiergarten abseits von Touristenströmen und Schickimicki etwas ruhiger und überwiegend mit einheimischem Publikum besetzt. Der Betrieb hat seine Anfänge als Kantine für die Maffeische Lokomotivenfabrik in der Hirschau.

1700 Plätze im SV-Bereich, Kinderspielplatz. Im Sommer Mi, Fr-So ab 17 Uhr Jazzband live.

Anfahrt MVV: U6, Dietlindenstr.

kostenpflichtiger Parkplatz, Anfahrt über den Isarring (Mittlerer Ring);

Biergärten im Englischen Garten
Hirschau

Eher ein gut ausgebauter Kiosk als ein großer Biergarten, von den günstigen Preisen her gesehen auch näher am Kiosk als am Biergarten, der ofenfrische Schweinsbraten für 5.90 € (2013) ist im Englischen Garten unschlagbar. Zentral im nördlichen Teil des Englischen Gartens und völlig abseits der großen Touristenströme gelegen ist der Biergarten vor allem das beliebte und vielbesuchte Ziel von Einheimischen, die nach hierher ihre Hunde Gassi führen, der Biergarten bezeichnet sich selbst als hundefreundlichster von München.

Ehemaliges Königliches Jägerhaus (erbaut 1810) im Nordteil des Englischen Gartens und entsprechend etwas „vornehmer”.

3000 Plätze, großer Kinderspielplatz, Toilette behindertengerecht.

Anfahrt MVV: U6 bis Studentenstadt dann 10-15 Minuten zu Fuß ca. 1 km durch den Englischen Garten.

Siehe auch die Übersicht zu den Biergärten im Artikel München.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Fräulein Grüneis (Kiosk am Eisbach) (in Nähe Haus der Kunst, zentrumsnah). Tel.: +49 (0)89 139 42 060. Brotzeiten, Frühstück, wechselnde Mittagsgerichte wie Suppen oder Pasta Geöffnet: Mo-Fr: ab 7.30 Uhr Sa., So.: ab 10 Uhr, jeweils bis kurz nach Dunkelheit. (48° 8′ 37″ N 11° 35′ 20″ O). Der Kiosk wurde 2008 in einem von Grund auf renovierten historischen Toilettenhäusl aus dem Jahr 1904 eröffnet. Die öffentliche Bedürfnisanstalt war zuvor wiederholt demoliert und 1990 geschlossen worden.
  • 1 Goldene Bar: Restaurant mit internationaler Küche, Café, Bar und Terrasse im Haus der Kunst, an der Prinzregentenstraße am südlichen Ende des Englischen Gartens.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kocherlball
Weihnachtsmarkt am Chinesischen Turm / Englischer Garten
  • Kocherlball:
Münchens größte Tanzveranstaltung: Tanzen unter Anleitung zu traditioneller bayrischer Musik (Landler, Zwiefache und Polka) am Chinesischen Turm, offiziell ab 06 Uhr in der Frühe bis 10 Uhr und dann schon mit ca. 20.000 Besuchern, davon viele in traditionellen Kostümen und in Trachtenkleidung. Wer erst bei Tanzbeginn kommt, bekommt im Biergarten sicher keinen Sitzplatz mehr, Bierausschank ab 04 Uhr, "open End".
Die Tradition der ab 1904 wegen "Mangel an Sittlichkeit" verbotenen Veranstaltung wurde anlässlich der 200-Jahr-Feier des Englischen Gartens im Jahre 1989 wieder entdeckt und findet seitdem alljährlich an einem Sonntagmorgen Ende Juli statt.
Der Eintritt ist frei, kostenlose Reservierungen für Gruppen unter Telefon 089 / 3838 7316, auf diesen Plätzen sind aber keine mitgebrachten Speisen erlaubt. Der Name der Veranstaltung leitet sich von den Köchinnen und Dienstleuten ab, die die Veranstaltung Ende des 19. Jahrhunderts einführten Infoseite der Stadt.
  • Weihnachtsmarkt Chinesischer Turm:
Münchens kinderfreundlicher und "romantischster Weihnachtsmarkt": Kunsthandwerk und traditionelle Weihnachts- und Geschenkartikel, Christbaumverkauf, Kinderkarusell.
Geöffnet in der Adventszeit Mo. - Fr. 12-20 Uhr, Sa., So. 11-20Uhr;

Anfahrt MVV zum Chinesischen Turm siehe auch vor;

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Hinweisschild

Öffentlich zugängliche Toiletten befinden sich an den Biergärten.

Hunde: Große Hunde (über 50 Zentimeter Schulterhöhe) dürfen nach einer Verordnung des Kreisverwaltungsreferat der Stadt (Frühjahr 2013) in U-, S- und Trambahnen, in Bussen, in Fußgängerzonen und innerhalb des Altstadtrings und auch in Parkanlagen und in der Nähe von Spielplätzen nur an der Leine geführt werden. Eine Maulkorbpflicht gibt es in München nicht.

Der Englische Garten gehört dem Freistaat Bayern, der hier eine Leinenpflicht verfügt hat, allerdings hält sich kaum jemand daran.

Das Füttern der Wildtiere (Enten) ist untersagt.

Während der Brutsaison der Wasservögel (Mai bis Juli) sollte an den Gewässern entsprechend Rücksicht genommen werden.

Auch für den Englischen Garten gilt die Münchner Badeverordnung aus dem Frühjahr 2014, wonach das Nacktbaden (Sonnenbaden und Wasserbaden) in der Stadt grundsätzlich verboten ist, bei Zuwiderhandlung können Bußgelder verhängt werden. In der Badeverordnung geregelte Ausnahmen von der Verhüllungspflicht sind im Englischen Garten die Schönfeldwiese und die Schwabinger Bucht im Nordteil des Englischen Gartens.

Ausflüge[Bearbeiten]

Eigentlich nicht mehr im Landschaftspark Englischer Garten selber, aber unmittelbar benachbart am Südende und von hier zu Fuß in „Minuten“ erreichbar sind die Museen an Prinzregentenstraße (siehe im Artikel zu dem Museen):

  • Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den großen kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Europas und zeigt Sammlungen zu Kunst, Kunsthandwerk und Volkskunde auch über die Grenzen Bayerns hinaus.
  • Die Schack-Galerie zeigt Werke zur zeitgenössischen Kunst seit 1857 unter Anderem von Spitzweg, Moritz von Schwind, Franz von Lenbach, Feuerbach und Böcklin.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anette von Aretin, "Mein Englischer Garten", 1989, Verlag nymphenburger, ISBN 3-485-00882-6

Weblinks[Bearbeiten]

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