Internet-web-browser.svg
WV-thumbs.svg
Gewählt zum Ziel des Monats
Empfehlenswerter Reiseführer

Lanzarote

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lanzarote ist eine Insel im Atlantischen Ozean. Sie ist die viertgrößte der Kanarischen Inseln und nur etwa halb so groß wie ihr Nachbar Fuerteventura. Sie liegt 1000 km entfernt vom spanischen Mutterland, zur afrikanischen Küste sind es aber nur etwa 125 km. Benannt wurde sie nach Lancelotto Malocello, der als (Wieder-) Entdecker der Kanaren gilt. Der altkanarische Name der Insel war Titerrogatra oder die roten Berge, er bezieht sich auf den Vulkanismus, der die Insel mehr geprägt hat als alle anderen Kanaren. Eine weitere Besonderheit ist der Einfluss des einheimischen Künstlers César Manrique, der auf seiner Heimatinsel wirkte und sich vehement für Natur- und Landschaftsschutz einsetzte - und so wurde die Insel erst recht touristisch interessant. Immerhin gilt sie bereits seit 1993 als Biosphärenreservat.

Lanzarote NWW.png

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Lanzarote

Die Ferienorte von Lanzarote liegen im Süden und Südosten der Insel. Sie wurden zum Großteil erst vor wenigen Jahrzehnten am Reißbrett entworfen. In den traditionellen Gemeinden, die in der Inselmitte liegen, wird zum Teil noch Landwirtschaft betrieben. Der Nordwesten der Insel ist wenig besiedelt und wird von bizarren vulkanischen Strukturen geprägt. Im Norden schließt sich der Chinijo-Archipel an. Zu ihm gehören die kleinere Insel La Graciosa sowie vier weitere Inseln, darunter Alegranza und Montana Clare, die jedoch beide nicht bewohnt sind. Wenn man über die Insel fährt, findet man eine große Zahl von Höfen, Weilern und kleinen Gemeinden, welche sich in sechs Gemeinden einordnen lassen:

Arrecife[Bearbeiten]

Arrecife beim Start

Arrecife ist die Hauptstadt Lanzarotes. In Arrecife leben 55.000 Einwohner, dies ist weniger als die Hälfte der Gesamteinwohnerzahl der Insel (141.000). Hier liegt auch der einzige Flughafen Lanzarotes, der Aeropuerto de Lanzarote-Arrecife. Auf dem Flughafen landen zahlreiche Ferien- und Charter-Flieger aus ganz Europa. Zusätzlich verkehren die einzelnen Fluggesellschaften zwischen den Kanarischen Inseln. In der Hauptstadt liegt auch der Hafen Los Mármoles, ein wichtiger Umschlagplatz für Güter sowie ein Passagierhafen für Schiffsverbindungen zu den anderen kanarischen Inseln und nach Cadíz auf dem spanischen Festland. Zu Fuß lassen sich auch andere Ziele in der Umgebung von Arrecife erreichen. Interessant ist hier zum Beispiel der Fischereihafen Puerto del Naos. Lanzarote beherbergt die größte Fischereiflotte der östlichen Kanaren und die siebtgrößte Spaniens. Selbst heute werden noch große Mengen von Thunfisch gefangen. Mit etwas Glück lässt sich das Schauspiel beobachten. Gleich oberhalb des Fischereihafens befindet sich ein großes Gebiet stillgelegter Salinen, in denen Salz gewonnen wurde. Insbesondere für Interessierte der Wirtschaftsgeschichte Lanzarotes ist das ein lohnender Ausflug. Direkt über dem Hafen Los Mármoles befindet sich ein Kastell, das Castillo de San José. Heute ist darin das Museum für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellung ist täglich von 11 Uhr bis 21 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 2,50 Euro für Erwachsene und 1,25 Euro für Kinder von 7 bis 12 Jahren, Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Im Museum befinden sich auch ein Restaurant (Servierzeiten von 13 Uhr bis 16 Uhr sowie von 20 Uhr bis 23:30 Uhr) und eine Bar (geöffnet bis 1 Uhr nachts). Es steht ein bewachter Parkplatz zur Verfügung.

Haría[Bearbeiten]

Haría ist (abgesehen von La Graciosa, das zu Teguise gehört) die nördlichste Gemeinde Lanzarotes. Sie wird auch das Tal der 1000 Palmen genannt und wer sie in einem Tagesausflug besichtigt, kann zustimmen: Im Norden der Insel gibt es die grünste und unterschiedlichste Vegetation. Der Hauptort Haría selbst ist lohnenswert, es gibt einiges zu sehen: An der Plaza León y Castillo wachsen Lorbeersträucher und Eukalyptusbäume. Jeden Samstag findet in Haría ein Kunsthandwerksmarkt statt, der jedoch nicht mit dem in Teguise zu vergleichen ist, da er um einiges ruhiger und gemächlicher ist - teilweise werden auch Lebensmittel und andere Produkte wie Honig, Käse oder Körbe angeboten. Von 10 Uhr bis 14:30 Uhr. Der Monte Corona ist ein 609 m hoher Vulkan, der den Norden Lanzarotes sehr prägt. Wer gut zu Fuß ist, sollte sich die Besteigung keinesfalls entgehen lassen. Der Auf- und Abstieg dauert lediglich eineinhalb Stunden. Es empfiehlt sich jedoch in Gruppen zu wandern, da bei einem Absturz oft tagelang keine Hilfe zu erwarten ist.

Von einem weiteren Berg, dem Mirador del Río ergibt sich ein herrlicher Blick auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa. Hinter riesigen Panoramafensterscheiben blickt man auf die Insel. Ebenfalls ist ein kleines Café vorhanden. Öffnungszeiten: Täglich von 10 Uhr bis 17:45 Uhr. Der Eintritt kostet 4,50 Euro und 2,25 Euro für Kinder von 7 bis 12 Jahren. Lohnenswert sind sicherlich auch die Famara-Strände, ein ideales Surfparadies. Jedoch ist vor der starken Strömung zu warnen. Ebenfalls wichtig ist der Ort Orzola, ein Zentrum für Bustouristen. Hier lässt sich direkt an der Brandung gut Fisch essen. Interessant ist auch die Gegend um Arrieta: Dort gibt es verschiedene Sandbuchten mit sehr weißem Sand. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch, da man im seichten und daher warmen Wasser ideal baden kann.

Yaiza[Bearbeiten]

Yaiza ist die südlichste aller Gemeinden Lanzarotes. Wichtig sind insbesondere die Ortschaften Playa Blanca (als neue Feriendestination), El Golfo, Femés, und Yaiza selbst. In Playa Blanca hat seit 2000 ein großer Bauboom eingesetzt. Die Bauwut der Investoren scheint keine Grenzen zu kennen: Es werden große neue Ferienanlagen und -appartements gebaut. Ein Yachthafen entstand ebenfalls. Und die Lawine rollt anscheinend weiter, denn die Regierung scheint nicht gewillt, einen seriösen Baustopp zu verordnen, da bereits 90000 Baugesuche durchgewunken wurden. Dennoch ist Playa Blanca bei weitem nicht so lärmig wie Puerto del Carmen oder Costa Teguise. Hier gibt es praktisch kein Nachtleben und auch tagsüber geht es eher ruhig zu. Die herrlichen Playas de Papagayo laden zum Baden. Sie sind mit dem Auto erreichbar, doch zuerst muss ein Obolus von ca. 5 Euro pro Wagen entrichtet werden. Danach hat man die Auswahl zwischen mehreren Stränden. Die, die am nächsten an Playa Blanca liegen, sind meistens auch am vollsten und die meisten Familien finden sich dort ein.

Charco de los Clicos bei El Golfo
Charco de los Clicos bei El Golfo

In El Golfo kann man in der großen Auswahl an Fisch-Restaurants sehr guten, fangfrischen Fisch essen. Für Individualisten eignet sich das kleine Hotel im Ort hervorragend, das Hotelito del Golfo. Eine weitere Sehenswürdigkeit lohnt sich sehr: Die Charco de los Clicos. Hierbei handelt es sich um eine Bucht und gleichzeitig eine Lagune, die ein bestechendes Grün als Wasserfarbe hat. Dies ist die Folge von starkem Algenwuchs und dem ständigen Nachströmen von Meereswasser durch eine unterirdische Verbindung. Hier lässt sich auch ideal ein schönes Gestein suchen: Olivin. Wer im schwarzen Lavakies die Augen aufhält, wird schnell reichhaltig fündig. Die Salinas de Janubio sind Salzgewinnungsanlagen, die etwas außerhalb von El Golfo liegen. Die Salinen sind heute leider nur noch teilweise und automatisiert in Betrieb, während früher die Windkraft genutzt wurde. In Femés kann man den Ortsplatz und die Eremita besichtigen, beide Sehenswürdigkeiten lohnen sich sehr. Außerdem hat man einen herrlichen Blick und bei guter Fernsicht kann man bis nach Fuerteventura blicken. In Femés kann man ebenfalls hervorragend speisen, insbesondere die typische Küche Lanzarotes. Yaiza wurde bereits mehrere Male als schönster Ort Spaniens ausgezeichnet und es erweckt weiterhin den Anschein, diesen Ruf beizubehalten: Wer durch den Ort fährt, wundert sich über die blitzblank gereinigten Bürgersteige. Lohnenswert ist ein Besuch des Dorfplatzes, abends kann man auf einer der Bänke Platz nehmen und dem prächtigen Vogelgezwitscher lauschen. In Yaiza gibt es auch das Restaurant La Era, das von César Manrique gestaltet wurde. Dort wird eine sehr typische Küche für Lanzarote offeriert, auch die Weinkarte ist anspruchsvoll.

Salinas de Janubio
Salinas de Janubio

Orte[Bearbeiten]

Arrecife[Bearbeiten]

Arrecife ist seit 1852 die Hauptstadt Lanzarotes. Die Stadt an sich stellt, im Gegensatz zu Teguise, keine architektonische Schönheit dar. In Arrecife bestechen andere Bauten das Auge: Das Gran Hotel wurde in den 1970er gebaut und war das einzige Hochhaus der Insel. Von weit und auch aus dem Flugzeug sichtbar, war es 1991 in Betrieb. Ein Großbrand zerstörte das Hotel 1994. Eine Neueröffnung erfolgte im Juli 2004.

Infrastrukturell interessant ist ebenfalls die Meerwasserentsalzungsanlage, die 1964 in Betrieb genommen wurde. Diese Anlage gewährleistet die Wasserversorgung Lanzarotes, indem sie 90 % des Süßwassers produziert. Somit ist Lanzarote sehr abhängig von ihr und insbesondere vom Dieselöl, mit dem die Fabrik betrieben wird. Diese Versorgungsabhängigkeit wird nun mit einem Windpark-Projekt bei Los Valles versucht, in Griff zu bekommen. Es gibt auf der Insel weitere Entsalzungsanlagen, beispielsweise in Costa Teguise und in Puerto del Carmen. Auch wenige Hausbesitzer betreiben die Entsalzung mit Solarenergie. Das Wasser ist übrigens trinkbar, doch fast niemand konsumiert es: In allen Läden gibt es Mineralwasser zu kaufen, meist importiertes.

Teguise[Bearbeiten]

Die Kirche in Teguise

Teguise ist die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes. Der Ort liegt relativ zentral im Inselinneren. Zentrum des Ortes ist die Plaza de la Constitucion. Hier ist auch das Wahrzeichen der Stadt, die dreischiffige Kirche Señora de Guadeloupe, gelegen. Die Westseite des Platzes bildet der Palacio Spinola. Der Palast wurde zwischen 1730 und 1780 erbaut. Heute wird er für Repräsentationszwecke genutzt und ist als Museum zu besichtigen.

Während der Ort während der Woche eher beschaulich wirkt, erwacht er am Sonntag zum Leben, wenn Händler der ganzen Insel zum Markt zusammenkommen. Es wird eine große Vielfalt von Artikeln angeboten. Man findet Kleidung, Schmuck, Taschen und Kunsthandwerk. Auch in kulinarischer Hinsicht bleibt kein Wunsch unerfüllt. Neben landestypischen Spezialitäten kommt hier auch der zum Zuge, der im Urlaub nicht auf seine Weiß- oder Currywurst verzichten kann. Bei Artikeln ohne Preisauszeichnung ist es sinnvoll sich vor der Bestellung zu informieren, um nicht unliebsame Überraschungen zu erleben. Der Markt ist im Gegensatz zu den anderen Märkten der Kanaren durchaus spektakulär. Die Größe ist, obwohl er sich von anderen kanarischen Märkten nicht abhebt, enorm. Man sagt, bis zu 800 Stände finden hier Platz.

Am östlichen Ortsrand ist auf dem Vulkankegel Guanapay eine ehemalige Habsburger-Festung, das Castillo Santa Barbara gelegen. Von hier hat man einen guten Blick auf die Stadt und auf Lanzarote. Die Festung diente den reicheren Familien als Zufluchtstätte bei Überfällen durch Piraten. Heute ist im Inneren ein Museum untergebracht, das über die Emigration der Lanzaroteños Auskunft gibt.

Playa Blanca[Bearbeiten]

Der Strand Playa Blanca

Noch vor 20 Jahren gab es an der Stelle, wo heute Playa Blanca liegt, nur ein kleines Fischerdorf. Dieses Dorf ist vollständig verschwunden. Um den Hafen hat man ein völlig neues Touristik-Zentrum geschaffen. Noch vor gut 15 Jahren gab es hier nur ein Straßensystem, welches die Planung für das Zentrum sichtbar machte. Obwohl es recht anspruchsvolle Auflagen für die Hotelbauten gab, hat sich hier eine florierende, künstliche Stadt entwickelt. Auch die Auflagen wurden nicht immer eingehalten, das beweisen ein paar Hotelburgen am Ortsrand von Playa Blanca.

Playa Blanca ist nach Puerto del Carmen und Costa Teguise das drittgrößte Touristenzentrum auf Lanzarote. In Playa Blanca finden sich zwei kleine gepflegte Sandstrände. Der eigentliche Playa Blanca liegt im Stadtzentrum, etwas weiter östlich liegt der Playa Dorada. An der Strandpromenade finden sich die üblichen Geschäfte, Pubs und Restaurants. Parallel zur Strandpromenade verläuft die Calle Limones, eine Fußgängerzone mit weiteren Geschäften.

Die Fußgängerzone in Playa Blanca

Die Küstenabschnitte sowohl östlich als auch westlich des am Hafen gelegenen Stadtzentrums sind überwiegend mit Hotels und Bungalows bebaut. Die 2002 eröffnete Marina Rubicon hebt sich dabei angenehm von der übrigen touristischen Infrastruktur der Insel ab. Hier wurde um den Yachthafen herum ein Dorf im spanischen Kolonialstil errichtet. In der Fussgängerzone lässt es sich gemütlich spazieren gehen. Die Straßencafés, Tapasbars und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Von Playa Blanca fahren regelmäßig Fähren zur Nachbarinsel Fuerteventura. Man hat die Auswahl zwischen der staatlichen Fährgesellschaft Armas und der Fred-Olsen-Linie. Das Armas-Schiff ist etwas billiger aber dafür langsamer (30 min). Der futuristisch anmutende Fred-Olsen-Katamaran ist deutlich schneller und geringfügig teurer (3/2007: 34 Euro für Hin- und Rückfahrt ohne PKW). In der Nähe des Hafens gibt es eine Minigolfanlage. Das Hotel Playa Dorada bietet einen für die Öffentlichkeit zugänglichen Pitch and Putt-Platz. Das Vergnügen schlägt mit 20 Euro für eine Runde (neun Löcher) bzw. 25 Euro für zwei Runden allerdings relativ teuer zu Buche (Preise Stand 3/2007).

Wer gerne Ausflüge mit dem Fahrrad unternimmt, findet im Hafen eine Fahrradvermietung. Der bisher einzige Fahrradweg Lanzarotes wurde zwischen Playa Blanca und Femés angelegt. In der Marina Rubicon gibt es ein Bowlingcenter, in dem es sich auch gut Poolbillard spielen lässt. Playa Blanca lässt sich auch als Ausgangspunkt zu Wanderungen auf den nahe gelegene Atalaya-Berg nutzen.

Unmittelbar an Playa Blanca grenzen im Osten die Papageienstrände (Playa de Papagayo) an (siehe dort). Hier geht der Strandliebhaber hin. Die Strände der Stadt selber sind überlaufen und nicht sehr schön.

Playa Blanca ist Ziel für den Familienurlaub. Die Hotelanlagen sind sehr großzügig gestaltet. Man findet hier viele Anlagen, die Bungalows anbieten. Viele Hotels bieten recht aufwendige Animation für Kinder. Da kann der Urlaub für Papa und Mama auch schön werden.

Wer viel von den Kanaren sehen will, ist in Playa Blanca gut bedient. Mit einem Mietwagen kann man in einer Woche sowohl Fuerteventura als auch Lanzarote komplett besichtigen, ohne auch nur ein Highlight zu verpassen. Für beide Inseln benötigt man zwei bis drei Tage, dann hat man wirklich alles gesehen.

Puerto del Carmen[Bearbeiten]

Puerto del Carmen ist die Touristenstadt auf Lanzarote. Die Mehrheit aller Urlauber verbringt hier ihre Ferien. Spitzenreiter an Besuchernationalität ist Großbritannien, dicht gefolgt von Deutschland. Auch findet sich Spanien selbst und die Staatengemeinschaft Skandinaviens unter den Gästen des ursprünglichen Fischerdorfes. Auf einer Länge von etwa acht Kilometern reiht sich Hotel an Hotel, Appartement an Appartement. Immer dazwischen finden sich auch Boutiquen mit italienischer Mode, Fotoläden, Elektronikfachhändler, Tauchshops, Restaurants, Bars, Discos, Arztpraxen (Puerte del Carmen ist eine Goldgrube für ausländische Ärzte, die fremdsprachig sind), gefolgt von Spielsalons, Supermärkten und anderen Läden. In Puerto del Carmen findet ebenfalls das Nachtleben der Touristen Lanzarotes statt.

Costa Teguise[Bearbeiten]

Neben Puerto del Carmen ist Costa Teguise das Touristenzentrum von Lanzarote. Seit 1970 begann man im großen Stil mit neuen Bauten, bei denen auch anfänglich César Manrique mitwirkte, so zum Beispiel das Hotel Melia Salinas. Im Ort selbst wohnen kaum Einheimische, dafür sehr viele Touristen. Die Trumpfkarte von Costa Teguise sind die idealen Bedingungen für Surfer: Der Wind trifft die vier künstlich angelegten Strände - Playa de los Charcos, Playa de las Cucharas, Playa del Jablillo sowie Playa Bastián - optimal. Ein eigentliches Stadtzentrum gibt es hier nicht, dafür mehrere große Straßen (zum Beispiel die Avenida de las Islas Canarias und die Avenida del mar), an denen es ähnliche Geschäfte und Läden wie in Puerto del Carmen gibt: Restaurants, andere Gaststätten, Boutiquen und ähnliches. Im Gesamterscheinungsbild gleicht Costa Teguise einer riesigen Retortenstadt, die zur Unterhaltung der großen Touristenmasse dient. Als Individual-Tourist und Interessierter an Geschichte und Natur Lanzarotes gibt es hier sicherlich wenig Möglichkeiten, Unbekanntes zu entdecken. Durch die zentrale Lage eignet sich der Ort jedoch hervorragend für Besucher, die im Urlaub viel unternehmen wollen.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Los Hervideros

Los Hervideros
Los Hervideros

Der Küstenabschnitt zwischen den Salinas do Janubio und El Golfo zeichnet sich durch bizarre Felsformationen aus. Durch das Zusammenspiel von ins Meer gelaufener Lava und Brandung kommt es beim Befahren der Straße immer wieder zu beeindruckenden Ausblicken. Als Los Hervideros wird ein Abschnitt bezeichnet, bei dem die Felsen Brücken ins Meer bzw. das Wasser Höhlen gebildet hat. Der zungenförmig ins Meer ragende Felsblock ist begehbar, bei entsprechendem Wellengang spritzt das Wasser meterhoch durch die Felshöhlen nach oben.

Jameos del Agua

Der Pool

Insgesamt ist das Gelände Jameos del Agua ein von dem kanarischen Künstler César Manrique gestaltetes Gebäude. In einer geführten Tour kommt man an den Eingängen der Höhlen an. Hier geht es herunter zu den unterirdischen Seen, die von etwas Sonnenlicht bestrahlt werden. Es ist eine eigentümliche Atmosphäre, die dieses Schauspiel prägt. In dem unterirdischen See gibt es Tiefseegarnelen, die vollständig weiß sind. Man weiß es nicht, wie sie hier oben überleben konnten. Hier sollte man ein wenig verweilen und das Flair kosten.

Über eine Treppe kommt man zu dem unterirdischen See hinunter. Die Höhle tut sich dann aber auf. Ein weißer Swimming-Pool grenzt an die Höhle. An dem kleinen unterirdischen See kommt man zu dem Pool, der weltweite Bekanntheit erreicht hat. Auch hier sollte man etwas verweilen. Der Pool liegt unter der Landfläche in einer Senke.

Geht man die Treppe nach oben, hat man erst den Überblick über den Pool. Hier befindet sich eine kleine Gaststätte, wo man Kaffee und kalte Getränke trinken kann. Man hat von hier oben aus einen besonderen Überblick über den Pool, den man genießen kann. Dazu bekommt man ein kleines Museum zu sehen, das zeigt, wie die Höhlen hier entstanden sind.

Hier muss man sich in allen Teilen Zeit lassen um das Besondere dieses Geländes genießen zu können. Einfach nur einmal durchgehen reicht nicht aus. Schon allein der Blick auf den Pool von verschiedenen Seiten ist diese Anstrengung wert.

Mirador del Rio

Monumento del Campesino

Playa de Papagayo

Namensgebend für diese Strände ist das verlassene ehemalige Fischerdorf Papagayo. Neben dem eigentlichen Playa de Papagayo gibt es eine Reihe weiterer Strände, die alle relativ geschützt gegen den Wind und die Brandung in kleinen Buchten liegen. Alle Strände weisen einen hellen feinen Sand auf. In Kombination mit der azurblauen Farbe des Wassers erfüllen diese Strände nahezu perfekt das Bild vom Traumstrand. Trotz ihrer abgelegenen Lage sind die Strände sehr beliebt und teilweise nehmen die Touristen Anfahrten aus dem nördlichen Teil Lanzarotes in Kauf, um zu den Stränden zu gelangen. Am leichtesten lassen sich die Strände mit dem PKW über eine holprige Schotterpiste erreichen. Hierbei ist pro PKW eine Gebühr zu entrichten. Alternativ kann man auch von Playa Blanca mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen (ca. 1 bis 1,5 h Fußmarsch). An einigen Stränden wird auch inoffizielle FKK betrieben.

Timanfaya Nationalpark mit Restaurant El Diablo. Geysir Demonstration

Timanfaya-Nationalpark Die Feuerberge (Montañas del Fuego), ein Vulkangebiet, das während einer Reihe von Erruptionen in den Jahren 1726–1730 entstanden ist. Die letzten kleineren Vulkanausbrüche fanden im Jahr 1824 statt. Der Timanfaya-Nationalpark umfasst eine Fläche von 51 Quadratkilometern. Mit dem PKW führt von der Straße Yaiza-Tinajo eine Abzweigung zum Islote de Hilario. Hier gibt es einen Parkplatz. Der Zutritt zum Nationalpark kostet pro Person acht Euro (2012). Erkundungen des Nationalparks auf eigene Faust sind nicht möglich. Nach Anmeldung gibt es die Möglichkeit, geführte Wanderungen durch den Park zu unternehmen. Da die Wanderungen recht begehrt und früh ausgebucht sind, empfiehlt es sich, bei Interesse die Anmeldung bereits vor der Reise vorzunehmen. Am Islote de Hilario herrscht bereits in 10 cm Tiefe eine Temperatur von 140° C, in 6 m Tiefe 400° C. Die Hitze wird von den Parkangestellten demonstriert, indem Kameldorn mit Hilfe der Hitze des Vulkans verbrannt wird. Es gibt künstliche Geysire, bei denen kaltes Wasser in Rohre gefüllt wird und wenige Sekunden später explosionsartig als Wasserdampf entweicht. Von César Manrique ist das Restaurant El Diablo entworfen. Hier hat man die Möglichkeit Speisen zu sich zu nehmen, die auf einem natürlichen Vulkangrill zubereitet wurden. Den Nationalpark selber kann man auf einer 14 km langen Rundfahrt mit Touristenbussen erleben. Während der Fahrt werden Erläuterungen von Band in spanischer, englischer und deutscher Sprache vorgespielt.

Eine weitere Möglichkeit, die Vulkanlandschaft zu erkunden besteht darin, mit einem Kamel zu reiten. Ausgangspunkt ist ein Parkplatz an der Straße, die durch den Nationalpark hindurchführt. Allerdings ist der Ausritt relativ kurz, was angesichts der Unbequemlichkeit dieser Fortbewegungsmethode aber gut zu verschmerzen ist.

Montanas del Fuego

  • Tel. 928840057
  • Fax: 928173788
  • Besuchszeiten: von 9:00 Uhr bis 17:45 Uhr
  • letzte Busrundfahrt: 17:00 Uhr
  • Restaurant: von 12:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Salinas de Janubio

Hintergrund[Bearbeiten]

Weinbau auf Lanzarote

Lanzarote ist wie alle anderen Inseln der Kanaren durch Vulkanismus entstanden. Die Insel wird geprägt durch schwarze Lavaasche, die sehr fruchtbar ist. Man kann hier sehr gut Wein anbauen. Jede einzelne Rebe wird durch einen Wall geschützt. Die Lavaasche nimmt den morgendlichen Tau auf und speichert diesen. So kommt die Pflanze zu ihrem Wasser. Dabei sehen die Reben nicht so aus wie in Europa. Sie gedeihen am Boden.

Sprache[Bearbeiten]

Die Landessprache auf den Kanarischen Inseln ist Spanisch, wegen der langen Tradition des Tourismus auf den Inseln ist es aber durchaus auch möglich dort einen Urlaub zu verbringen, ohne auch nur ein Wort der Landessprache zu beherrschen. Sowohl mit Deutsch als auch mit Englisch kommt man vor allem auf den touristisch besser erschlossenen Inseln Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote meist problemlos durch.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Arrecife von oben

95% aller Urlauber reisen mit dem Flugzeug an. Die reine Flugzeit ab Deutschland beträgt etwa vier bis fünf Stunden, je nach Abreiseort. Dabei gibt es bei dieser Anreise mehrere Möglichkeiten: Charterflug, Last-Minute-Flüge sowie Nur-Flüge.

Bei einem Charterflug handelt es sich jeweils um einen Flug mit Unterkunft. Dieser wird von allen großen Charterfluggesellschaften angeboten. Es ist nötig, bei einem Lanzarote-Aufenthalt um die Weihnachtszeit bereits im Sommer den Flug zu buchen.

Bei den Nur-Flügen handelt es sich um Flüge, bei denen keine Unterkunft inklusive ist. Die Preise liegen etwa zwischen 300 und 500 Euro, je nach Saison. Die höchsten Preise sind an Ostern und Weihnachten zu erwarten. Dabei ist es nützlich, alle Gesellschaften zu vergleichen und dann das beste Angebot zu wählen. Interessant sind auch einfache Flüge, also nur der Hinflug. Hierbei gibt es Airlines, die diesen Flug zu etwa 200 Euro anbieten. Diese Variante lohnt sich insbesondere für Langzeiturlauber, da der Rückflug dann meistens problemlos in Lanzarote selbst organisiert werden kann. Teilweise gibt es Sonderangebote für 200 Euro.

Bei der letzten Variante, den Last-Minute-Flügen, herrscht selten Ebbe, d.h. die Flüge sind rund ums Jahr verfügbar. Lediglich in der absoluten Hochsaison wird es etwas schwieriger, einen Flug zu finden. Marktführer ist die Firma L'tur, die an allen größeren deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen präsent ist. Bei Last-Minute kann nochmals in Pauschalreisen, also Flug und Übernachtung, sowie in Nur-Flug unterschieden werden. Diese Flugarten kosten etwa 200 bis 250 Euro, teilweise auch etwas weniger.

Wissenswertes: Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Flug lediglich etwa vier und nicht sieben Stunden dauert. Bei der letzten Variante werden oftmals zuerst die Destinationen Gran Canaria, Teneriffa oder Fuerteventura angeflogen. Manchmal kommt es vor, dass die Fluggesellschaften erst kurz vor Abflug über die Planänderung Bescheid geben.

Ankunft[Bearbeiten]

Ankunft in Lanzarote

Der Flughafen von Lanzarote liegt etwas südlich der Hauptstadt Arrecife. Die Wege auf dem Flughafen sind recht kurz. Die Abfertigung ist sehr modern. Nach der Landung geht es organisiert in den Gepäckrückgabebereich. Hier dauert es eine Weile, bis das Gepäck ankommt. Dafür sind die Toiletten angenehm sauber.

Nach der Ankunft wird man wie gewohnt von Mitarbeitern der Reiseunternehmen empfangen und auf die entsprechenden Transferbusse verteilt. Es ist alles sehr übersichtlich und stressfrei.

Abreise[Bearbeiten]

Die Abreise vom Flughafen in Lanzarote ist genauso einfach wie die Ankunft. Der Flughafen hat nur einen Terminal, in dem alle Flüge abgefertigt werden. Wie überall ist die Abflugebene die obere Etage und die Ankunftsebene die untere Etage. Neben den üblichen Check-In-Schaltern gibt es hier eine Reihe kleiner Geschäfte. Aber man braucht sich keine Sorge zu machen, auch im Warteraum wird man gut versorgt, wenn auch nicht zu besonders günstigen Preisen.

Nach dem Check in geht es in die Luftsicherheitskontrolle. Die hat europäischen Standard, geht aber nicht ganz so freundlich vonstatten wie in Deutschland. Hier wird nur wenig Deutsch oder Englisch gesprochen, deswegen gibt sich das Personal auch recht wortkarg.

Im Warteraum selber bekommt man immer noch, was man haben möchte. Hier gibt es einen Duty-Free-Shop und ein paar Läden.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die staatliche Fährgesellschaft Armas

Es gibt eine einzige Verbindung vom europäischen Festland zu den Kanarischen Inseln: Von Cádiz nach Las Palmas de Gran Canaria. Einmal in der Woche legt die Fähre ab und ist etwa 39 Stunden später in Gran Canaria angelangt - dies bedeutet eine zweimalige Übernachtung an Bord. Von Gran Canaria fährt dreimal in der Woche eine Verbindung nach Lanzarote, direkt in die Hauptstadt Arrecife. Die Rückfahrt gestaltet sich erheblich komfortabler, da hier die Direktverbindung Arrecife-Cádiz noch in Betrieb ist. Alles in allem sollte man von Deutschland nach Lanzarote etwa sechs Tage rechnen. Diese Anreisemöglichkeit lohnt sich daher eher für Langzeitresidenten mit Automobil oder sonstigem sperrigem Gepäck. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, per Zug nach Barcelona zu reisen, von dort mit dem Autoreisezug und Schlafwagen nach Sevilla weiterreisen und danach die Strecke Sevilla-Cádiz mit dem Wagen zurückzulegen. Als letzte Variante kann man bis Sevilla reisen und von dort per Flugzeug nach Lanzarote weiterreisen. Zwischenzeitlich wird das Auto mit der Fähre nach Gran Canaria verschifft. Dort kann man es weiter transportieren lassen oder nach einem Flug auf Las Palmas de Gran Canaria abholen und selbst auf Lanzarote befördern.

Mobilität[Bearbeiten]

Auf Lanzarote ist man am besten mit einem Mietwagen unterwegs. Die Straßen sind gut und die Insel klein, so dass man in zwei bis drei Tagen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anschauen kann. In allen drei Ferienzentren, Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca sowie in der Hauptstadt Arrecife, lässt sich problemlos ein Wagen mieten. Marktführer ist Cabrera Medina mit rund 20 Filialen auf der Insel. Durch das Freihandelsabkommen mit der EU und den Konkurrenzdruck sind die Preise pro Tag mit rund 30-50 Euro sehr günstig, Steuern und Vollkaskoversicherung sind inbegriffen. In der Regel muss der Fahrer oder die Fahrerin mindestens 21 Jahre alt sein. Meistens muss eine Kaution hinterlegt werden. Das Angebot besteht meistens aus einfachen Wagen der Marken Seat, Opel, Renault oder Peugeot. Es lassen sich auch Jeeps mieten, mit denen die nicht asphaltierten Straßen leichter befahren werden können, diese kosten jedoch auch fast doppelt so viel pro Tag. In der Nebensaison gibt es regelmäßig Sonderangebote für mehrere Tage. Kraftstoffe sind übrigens etwa ein Drittel billiger als in Deutschland.

Fred Olsen beim Rückwärts einparken

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

  • Bus: Das Zentrum des Busverkehrs von Lanzarote ist Arrecife. Von dort starten Busse an die folgenden Orte der Insel: Arrieta, Puerto del Carmen, Costa Teguise, Playa Blanca, Conil, Femés, Guatiza, Haría, La Asomada, La Caleta de Famara, La Santa, Los Valles, Máguez, Mala, Montaña Blanca, Orzola, Playa Honda, Tahiche, Teguise, Tiagua, Tinajo, San Bartolomé, Sóo, Uga sowie Yaiza. Generell gilt, dass die Busse morgens von den Dörfern ins Zentrum fahren und abends wieder zurück. Die Abfahrtszeiten sind leider lediglich im Busbahnhof von Arrecife angeschlagen, doch es sind in den Büros des Bahnhofs sowie in den Touristen-Informationen Fahrpläne erhältlich. Im Notfall kann aufgrund der geringen Größe der Insel auch ein Taxi organisiert werden. Fahrscheine werden im Bus selbst gelöst. Preisbeispiele (Nov. 2012):
* Arrecife - Puerto del Carmen 1,65 €
* Arrecife - Playa Blanca 3,40€
* Arrecife - Teguise 1,30€
  • Taxi: Alle Taxifahrer und Taxifahrerinnen haben eine Lizenz und sind in der Regel freundlich und ehrlich. Für eine Überlandfahrt gibt es feste Preise, ansonsten kommen Taxameter zum Einsatz. Es gibt vier Tarife: Der Tarif 1 gilt für Fahrten in Städten, Tarif 2 für Hin- und Rück-Fahrten, Tarif 3 für Überlandfahrten (die keine fixen Preise haben) und Tarif 4, der an Feiertagen gilt. In allen größeren Orten gibt es Taxistandplätze, ansonsten können Taxis per Handsignal angehalten werden, wenn die grüne Lampe der Dachleuchte an ist.

Weiterer Individualverkehr[Bearbeiten]

  • Fahrrad: Da Lanzarote eine flache Insel ist (ca. 600 m als höchste Erhebung), ist sie ideal zum Radfahren. Es lassen sich fast alle asphaltierten Straßen befahren, auch die Hauptachse zwischen Arrecife und Tías, die LZ-2, kann man benutzen, da Randstreifen eingebaut wurden. Auch für das Benutzen von Mountainbikes ist Lanzarote geeignet. Zu bedenken ist, dass es nicht erlaubt ist, abseits von den Pisten, Straßen und Pfaden zu fahren, da so die Flechten in ihrem Wachstum gestört werden.
  • Wandern: Ein großes Paradies für Wanderfüchse ist die Insel sicherlich nicht. Dazu gibt es zu wenig Vegetation und die Landschaft ist zu kahl. Dennoch lohnt es sich sehr, Lanzarote zu bewandern. Es gibt geführte Wanderungen, so zum Beispiel im Nationalpark Timanfaya. Dabei werden von den Führern sehr viele Informationen über die Lavalandschaft weitergegeben. Anderseits lässt sich auch ohne Probleme individuell und auf Sicht wandern. Ein größeres Problem stellt die schlechte Transfer-Situation dar, da man sich stets mit dem Mietwagen oder Taxi zum Ausgangspunkt begeben muss. Es ist von Vorteil, festes und strapazierfähiges Schuhmaterial zu tragen, da die scharfkantige Lava leicht und schnell Turnschuhe oder Sandalen zerschneidet. Nötig ist es ebenfalls, viel Wasser oder andere Trinkflüssigkeiten mitzunehmen, da es nur sehr wenige Wasserquellen gibt. Oftmals ist der Sommer zu heiß für ausgedehnte Wanderungen. Am geeignetsten sind der Vorfrühling und der Frühling selbst, da dann die Pflanzen sprießen. Vorsicht vor Wetterumschlägen: Es ist nützlich, trotz wolkenlosem Himmel einen Regenschutz mitzunehmen.
  • Fährverbindungen: Die kleine Nachbarinsel im Norden, La Graciosa, sowie die größere Insel, Fuerteventura, lassen sich mit Fähren besichtigen. La Graciosa ist autofrei, daher muß der Wagen auf Lanzarote gelassen werden. Nicht alle Anbieter erlauben es, mit dem Mietwagen nach Fuerteventura überzusetzen. Fragen Sie in diesem Fall bitte direkt bei der Anmietung ob dies gestattet ist.

Feiertage[Bearbeiten]

Der Feiertagskalender wird Jahr für Jahr von den einzelnen autonomen Regionen Spaniens neu festgelegt. Fällt beispielweise ein Feiertag auf einen Sonntag, wird in manchen Fällen der darauffolgende Montag oder der vorangehende Freitag ebenfalls zum Feiertag bestimmt. Hier die Feiertage, die auf der gesamten Insel gelten.

  • 1. Januar: Año Nuevo
  • 6. Januar: Heilige Drei Könige, Los Reyes: An diesem Tag bekommen die Kinder in Spanien ihre Weihnachtsgeschenke, die die Drei Könige mitbringen.
  • 19. März: San José
  • Gründonnerstag: Jueves Santo
  • Karfreitag: Viernes Santo
  • Ostersonntag: Pascua
  • 1. Mai: Día del Trabajo
  • 30. Mai: Día de las Islas Canarias,Tag der Kanaren
  • Pfingstsonntag: Pentecostés
  • Fronleichnam: Corpus Christí
  • Christi Himmelfahrt: Ascensíon del Señor
  • 25. Juli: Santiago Apóstel, Apostel Jakobus
  • 15. August: Maria Himmelfahrt: Asunción
  • 12. Oktober: Tag der Entdeckung Amerikas, Día de la Hispanidad
  • 1. November: Allerheiligen, Todos los Santos
  • 6. Dezember: Día de la Constitución, Tag der Verfassung
  • 8. Dezember: Maria Empfängnis, Immaculada Concepción
  • 25. Dezember: Weihnachten, Navidad

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

César Manrique: Dieser einheimische Künstler hat Lanzarote stark beeinflusst. Auf ihn gehen das Verbot von Werbetafeln und Hochhäusern zurück, weiter hat er die vulkanisch entstandenen Naturphänomene aufgenommen und architektonisch umgestaltet. Zu sehen sind:

  • Mirador del Rio, Aussichtspunkt an der Nordküste
Blick nach Süden

Fährt man ganz in den Norden, kommt man, wenn man sich ein wenig östlich hält, zum Aussichtspunkt Mirador del Rio. Auch dieser Aussichtspunkt wurde vom Künstler César Manrique gestaltet. In mehreren Etagen wurde eine Aussichtsplattform angelegt, die einen Blick auf die Felsen, die nach unten gefährlich erscheinen, auf die Ostküste, auf das offene Meer und die vorgelagerten Inseln ermöglicht.

Im Innenraum

Die Einrichtung selber ist sehr gepflegt, auch wenn viele Menschen hier sind, ein Ort der Ruhe und auch ein Ort der Fotos. Im internen Verkauf werden Souveniers angeboten, die man nicht überall auf Lanzarote bekommen kann. Man sollte sich etwas Zeit nehmen, die verschiedenen Aspekte dieses erstaunlichen Stückchens der Insel zu erfahren. Dazu kommen im Haus ausgestellte Kunstwerke César Manriques, zu denen unter anderem die Leuchten gehören.

Das gesamte Bauwerk ist geprägt durch diesen Künstler. Alles ist auf runde Formen ausgerichtet. Sehr schön, sehr beeindruckend. Sollte man bei einem Urlaub auf Lanzarote nicht verpassen. Die Salinen, die man sehen kann, sind leider nicht mehr in Betrieb. Unten an der Küste gibt es sehr schöne Sandstrände, die man allerdings nur zu Fuß erreichen kann.

  • Fundacion César Manrique,

Ehemaliges Wohnhaus von César Manrique, unter Nutzung natürlicher Lava-Höhlen gebaut. Von einem üppigen Garten umgeben, liegt das ehemalige Wohnhaus, das jetzt als Museum dient. In der oberen (ebenerdigen) Etage finden sich als Markenzeichen der Architektur Manriques zwei große Fenster mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Vulkanlandschaft, bei einem ragt das Gestein sogar bis in den Raum hinein. Die Räume selber dienen als Ausstellungsfläche für Bilder des Künstlers und seiner Freunde (Picasso, Miro und andere). In der unteren Etage liegen die eigentlichen Wohnräume. Diese sind im Kontrast zum Vulkangestein weiß getüncht und über schmale Gänge miteinander verbunden. Da alle nach oben offen sind, beherbergt jeder Raum neben Plastiken auch einen großen Baum, der durch die Öffnung im Dach himmelwärts wächst. Den letzten "Raum" füllt ein Pool, der über einen kleinen Wasserfall gespeist wird. Die ganze Anlage strahlt Ruhe und Eleganz aus. Im Patio am Ende des Rundganges kann man mit Blick auf ein großes Mosaik die Eindrücke setzen lassen. Im Shop werden Bücher über Manrique, Repliken seiner Bilder und ein funktionierendes Modell des Windspiels aus dem Garten angeboten.

  • Cueva de los Verdes und Jameos del Agua, aus einem Lavatunnel entstanden
  • Jardin de Cactus, Botanischer Garten mit Sukkulenten
Der Eingang des Kaktusgartens

Wenn man im Norden unterwegs ist, lohnt sich auch immer ein Besuch des Jardin de Cactus, des Kaktusgartens, der von César Manrique angelegt worden ist. Neben dem Garten gibt es auch noch eine Kaktusfarm, wo noch heute Kakteen angebaut werden, die einer roten Lausart Lebensraum bieten und die wiederum der Rohstoff für einen roten Farbstoff sind. Ein alter Mann, der immer noch auf der Plantage arbeitet, zeigt gerne die Art der Herstellung.

Der eigentliche Kaktusgarten ist das letzte große Werk César Manriques. Eingeleitet wird der Garten durch eine instandgesetzte Windmühle. Hier kann man in der Mühle frisch gemahlenes Mehl einkaufen.

Man sollte etwas Zeit finden, den Garten zu genießen. Ein guter Tipp ist immer, wenn man einen Mietwagen hat, so zu fahren, dass man genau dann ankommt, wenn die davorgehende Besuchergruppe weggefahren ist. Dann ist man relativ alleine und kann das Flair dieses Ortes, wie man es möchte, genießen.

Inspiriert wurde der Kaktusgarten durch japanische Gärten. César Manrique hat alles nur etwas kleiner gemacht. Die Einflüsse César Manriques sind aber auch überall zu finden. Neben den auf den Kanaren ausgestellten Kakteenarten sind auch zahlreiche Arten ausgestellt, die auf den Kanaren nicht vorkommen. Eine Reise wert!

Jardín de cactus
Jardín de cactus
  • Restaurant El Diablo im Nationalpark

Aktivitäten[Bearbeiten]

Auch das ist Lanzarote: ein Tag Regen, und alles ist grün

Lanzarote bietet für Sportler ideale Bedingungen. Es lassen sich viele Aktivitäten betreiben, so zum Beispiel Radfahren, Reiten (Pferde sowie Kamele), Golf, Tauchen (Schnorcheln und Gerätetauchen), Surfen (sowohl Wind- als auch Wellensurfen), Fischen, Drachen- und Gleitschirmfliegen sowie Go-Kart-Fahren. Tandemflüge mit dem Gleitschirm werden hauptsächlich im Winter (Oktober bis März) angeboten.

Sport Allgemein[Bearbeiten]

Lanzarote hat sich in den vergangenen Jahren auch als Sportinsel einen Namen gemacht und hier sticht vor allem der jährlich im Mai ausgetragene "Ironman Lanzarote", ein Triathlon bestehend aus den Disziplinen Schwimmen (3,8 km), Radfahren (180 km) und einem abschließenden Marathon (Laufen, 42,2 km) hevor, der zusammen mit dem Ironman Hawaii zu den traditionsreichsten Triathlons weltweit zählt. Dank der speziellen klimatischen und geografischen Bedingungen gilt diese sportliche Herausforderung als "härtester Ironman weltweit".

Vor allem Dank dem "Club La Santa", einem seit Jahrzehnten etablierten Sportpark und -hotel im Westen der Insel, wird Lanzarote ganzjährig von Breitensportlern und bekannten Profis gerne zur intensiven sportlichen Vorbereitung genutzt. Das ganzjährig milde Klima liefert hierzu beste Voraussetzungen.

Wandern[Bearbeiten]

Gute Wandergebiete sind im Los Volcanes-Naturpark in der Umgebung des Nationalparks, im Famara-Naturpark im Nordwesten der Insel und auf der Insel Gloriosa zu finden. Es gibt auch etliche Anbieter für geführte Touren:

Vulkanasche: von der Natur geformte Skulptur

Golf[Bearbeiten]

In Costa Teguise wurde 1978 der erste Golfplatz der Insel erstellt, er besitzt 18 Löcher. Kritiker monieren, es sei Wasserverschwendung, eine Golfanlage auf einer wasserarmen Insel zu betreiben. Die Betreiber geben allerdings vor, den Platz mit Brackwasser zu bewässern.

  • Costa Teguise Golf, Adresse: Avda del Golf, s/n. 35509 Costa Teguise, Telefon: "928 59 05 12", Email="info@lanzarote-golf.com", Telefax: "928 59 23 37", www.lanzarote-golf.com, Öffnungszeiten: "Das ganze Jahr geöffnet.", Preise="Sommersaison (1. April - 31. September): 18 Löcher: 53 Euro; 9 Löcher: 36 Euro. Wintersaison (1. Oktober - 31. Mai): 18 Löcher: 65 Euro; 9 Löcher: 62 Euro."

Seit 2008 gibt es einen weiteren Golplatz nördlich von Puerto del Carmen, der ebenfalls über 18 Löcher verfügt.

Küche[Bearbeiten]

Gofio: Das Grundnahrungsmittel der Kanarischen Inseln besteht aus gerösteten Gersten-, Mais- oder Weizenkörnern. Diese werden zu einem Mehl verarbeitet. Die Weiterverwendung erfolgt vielseitig: Mit Wasser oder Öl werden Laibe geformt und beispielsweise zu Wein gereicht, zur Verdickung von Suppen oder Mojos besteht ebenfalls die Möglichkeit. Gofio de maíz ist aus Mais und die Grundlage von gofio de trigo ist Weizen.

Kartoffeln: Praktisch zu jeder Hauptspeise wie Fisch oder Fleisch werden die papas arrugadas gereicht, also runzlige Kartoffeln. Die Besonderheit ist die Schale: Diese ist von einer dünnen Meersalzkruste überzogen und wird stets auch mitgegessen. Zubereitung: Die Kartoffeln werden zuerst gereinigt, dann in stark gesalzenem Wasser gekocht. Man wartet bis das Wasser verdunstet ist und lässt die Schalen auf kleiner Flamme noch runzlig werden. Dazu wird Mojo in verschiedenen Variationen gereicht. Zusätzlich wird auf Lanzarote auch die Süßkartoffel angebaut, die batata.

Fisch: Auf Lanzarote gibt es eine große Atlantik-Fischauswahl. Zu den wichtigsten Fischen zählen: Thunfisch (atún oder bonito), Kabeljau (bacalao), Sardellen (boquerones), roter Papageienfisch (vieja), Seehecht (merluza) und Seezunge (lenguado). Nicht alle diese Fischarten stammen nur kanarischem Gewässer, viele werden auch tiefgefroren geliefert und danach verarbeitet. Die häufigste Verwendungsart ist a la plancha, ausgenommen und gegrillt. Selten wird der Fisch auch gekocht (cocido) oder paniert (rebosado). Unter pescado mixto oder pescado frito versteht man eine große Fischplatte, auf der sich unter anderem auch Tintenfisch findet. Empfehlenswert ist es, pescado del dia zu bestellen, da hier die größte Chance besteht, einen wirklich frischen Fisch genießen zu können.

Schalentiere und Meeresfrüchte: Es werden Muscheln, Tintenfische, Garnelen, Langusten, Hummer und Krebse offeriert. Dabei ist zu bedenken, dass die meisten Produkte tiefgefroren importiert und weiterverarbeitet werden. Es gibt verschiedene Gerichte mit Meeresfrüchten, bekannt ist zum Beispiel gambas a la plancha, bei dem Garnelen in einem Ölsud gereicht werden, zusätzlich finden sich noch gerösteter Knoblauch und manchmal Petersilie in dem noch kochenden Töpfchen. Dieses Gericht ist in vielen Restaurants als Vorspeise zu finden.

Suppen und Eintöpfe: In dieser Kategorie stechen vor allem zwei Gerichte hervor: puchero sowie potaje. Beim ersten handelt es sich um einen kräftigen Eintopf, der aus mindestens drei Sorten Fleisch besteht: Huhn, Schwein und Rind. Additiv folgen noch verschiedene Gemüsesorten, wie zum Beispiel Kichererbsen (garbanzo), Weisskohl, Mais oder Karotten. Das Gemüse wird zuerst in Salzwasser gedünstet, bevor man es zum Fleisch hinzufügt. Potaje (canario) ist eine sättigende Gemüsesuppe, deren Hauptkomponente die Kartoffel ist. Dazu können noch Kichererbsen oder Karotten kommen. Potaje isst man als Vorspeise, es wird aber auch als Zwischenverpflegung gereicht.

Fleisch: Dieses wird weitgehend importiert. Zu den Spezialitäten zählen unter anderem Zicklein (cabrito), Kaninchen (conejo) und Lamm (cordero). Meistens wird das Fleisch gegrillt. Wer eine Auswahl von Fleisch wünscht, bestellt parrillada, eine Grillplatte.

Mojo: Der Mojo ist eine Soße. Dabei existieren hauptsächlich zwei Varianten: Der mojo picón oder "mojo rojo" besteht aus Chilischoten, Essig, Salz, Pfeffer, Kümmel, Olivenöl und Knoblauch. In der Regel scharf, seltener sehr scharf. Daneben gibt es den mojo verde, dieser ist wesentlich milder im Geschmack. Er besteht aus grünen Paprikaschoten, Petersilie, Koriander sowie Salz, Pfeffer und Olivenöl. Traditionsgerecht wird ein zurechtgeschnitter Happen in die Soße getaucht und nicht die Soße zuerst auf den Teller gekleckert. Mojos werden zu praktisch allen kanarischen Gerichten gereicht, die meist auch die oben erwähnten Schrumpelkartoffeln (papas arrugadas) als Beilage enthalten - aber auch zu Fisch und Fleisch passen die Mojos. Mojos gibt es auch in Läden und Märkten in Töpfchen abgefüllt zu kaufen.


Gemüse, Salat: Hier ist die Auswahl eher beschränkt, Kartoffeln und Zwiebeln sind die meist verbreiteten Anbaugemüsesorten. Salat wird oft importiert oder stammt aus dem Gewächshaus. Dieser wird in Restaurants oftmals mit verschiedenen Beilagen versehen, unter anderem mit schwarzen und grünen Oliven, Spargeln, Tomaten, hart gekochten Eiern oder Avocados.

Käse: Der wichtigste Käse nennt sich queso blanco oder queso de país (Landkäse). Dieser besteht aus Ziegenmilch. Er hat unterschiedliche Reifestadien: frisch, weich, halbtrocken. Das letzte Stadium ist das sog. curado. Zu diesem Zeitpunkt ist der Käse zwei Monate alt. Hierbei wird nochmals in drei Stadien unterteilt: alt, hart und trocken.

Süßspeisen: Das wichtigste Dessert ist bienmesabe (Schmeckt-mir-gut) und ist eine klebrig-zähflüssige Masse aus Honig, Mandeln und Eigelb. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten, mit Bananen, gerösteten Mandeln, Kakaopulver oder Vanille-Eis. Verbreitet ist auch der flan, ein Karamelpudding.

Nachtleben[Bearbeiten]

Insbesondere in der Touristenhochburg Puerto del Carmen stellt das Ausgehen kein Problem dar, es gibt eine große Auswahl an Bars, Clubs, Discos und Restaurants. In Playa Blanca ist weniger los, die Familien suchen dort eher die Ruhe am Abend. Auch in Costa Teguise finden Nachtschwärmer ein Angebot an Clubs, Bars und Diskotheken.

Sicherheit[Bearbeiten]

Bepflanzung am Straßenrand: Strelitzien

Im Gegensatz zu Gran Canaria oder Teneriffa ist die Kriminalität auf Lanzarote relativ geringfügig präsent. Üblich sind Diebstähle und Einbrüche. Daher verfügen sehr viele der Appartements oder Hotels über Wandtresore. Sollte dennoch der Safe aus der Wand gerissen werden, ersetzt die Versicherung den Schaden. Auch ist es sinnvoll, keine Wertsachen im Auto liegen zu lassen oder an den Strand mitzunehmen. Durch ein leeres und geöffnetes Handschuhfach im Wagen kann verdeutlicht werden, dass sich der Diebstahl nicht lohnen wird.

Wichtig: Keine elektrischen Geräte wie Digitalkameras, Handys oder Camcoder kaufen, da hier die Möglichkeit besteht, dass das Gerät eine Attrappe ist. Auch ist es von Vorteil, keine sogenannten Time-Sharing-Angebote zu kaufen, mit diesen erwirbt man sich lediglich ein Nutzungsrecht an einer Wohnung und kein Eigentumsrecht. Es ist nützlich, die Kreditkarte nur dann zu benutzen, wenn die Bank, der der Automat gehört, geöffnet ist.

Klima[Bearbeiten]

Lanzarote liegt in der Zone der Passatwinde, was bedeutet, dass ganzjährig ein Wind aus nördlich-nordöstlicher Richtung herrscht. Das ganze Jahr über befindet sich die Insel in einem ausgesprochen ariden, also trockenem, Klima; die Passatwinde regnen sich nicht ab, da Lanzarote zu flach ist. Die Lufttemperatur beträgt im Jahr durchschnitlich 20,5° C. Der monatliche Durchschnitt beträgt im August 24,7° C und im Januar 16,9° C. Die Wassertemperatur des Atlantik schwankt durch das Aufquellen kalten Tiefenwassers vor der nordwestafrikanischen Küste und dem Kanarenstrom zwischen 22° C im Sommer und 17° C im Winter. Das macht in Zusammenhang mit dem Passatwind die teils hohen Sommertemperaturen erträglich. Es gibt sehr wenig Niederschlag auf Lanzarote.

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Tagestemp. 21° C 22° C 23° C 23° C 23° C 25° C 28° C 29° C 29° C 27° C 25° C 20° C
Wassertemp. 19° C 18° C 18° C 18° C 19° C 20° C 21° C 22° C 23° C 23° C 21° C 20° C
Regentage 3 2 2 1 0 0 0 0 1 1 4 5

Anmerkung: Die Klimaveränderung macht auch vor den Inseln im Atlantik nicht halt. Leichter Nieselregen tritt mittlerweile auch häufiger in den Sommermonaten auf und es kann sogar zu wolkenbruchartigen Schauern kommen, die jedoch oft nur von kurzer Dauer sind. Nach relativ kalten Wintern war der Winter 2012/2013 ausgesprochen mild mit nur geringen Niederschlägen, was sich auch in einer relativ hohen Wassertemperatur (Min.: 19,5°) niedergeschlagen hat. Obige Tabelle ist daher eher als zusamenfassender Durchschnitt in früheren Jahren zu verstehen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Nahe Ziele stellen die weiteren Kanarischen Inseln dar. Insbesondere ein Tagesausflug von Playa Blanca nach Fuerteventura lohnt sich sehr. Wer interessiert ist, kann auch die kleine Insel im Norden Lanzarotes besuchen, La Graciosa.

Wer kein Mietauto leihen möchte, findet auf Lanzarote ein vielfältiges Angebot an Ausflugsfahrten mit dem Bus. Prospekte mit aktuellen Preisen gibt es in den Foyers aller größeren Hotels. Preise und Leistungen vergleichen ist wichtig.

Literatur[Bearbeiten]

  • Baedeker (Hg.): Lanzarote. Ostfildern (7. Auflage), ISBN 978-3-8297-1293-4, S. 194.
  • Rodríguez, Raimundo: Lanzarote. Fuerteventura : RAI, 2008 (4. Auflage), ISBN 84-922057-5-X (1999–2008), ISBN 978-84-92829-23-1 (2014); 126 Seiten (deutsch). Erhältlich in Souvenirshops und Supermärkten auf Lanzarote
  • Lothar Scholz: Unterwegs auf Lanzarote - Begegnungen auf einer faszinierenden Insel. Norderstedt, BoD, 2014 (1. Auflage), ISBN 9783732285891. Auch als E-Book. In Lanzarote erhältlich in der Galerie von Rufina Santana, in San Bartolome, Calle Los Reyes 155, mo - fr 10.30 - 13:30

Weblinks[Bearbeiten]

Empfehlenswerter Reiseführer Dieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 24. Mai 2008 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.