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Landsberg (Saalekreis)

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Landsberg
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Landsberg ist eine Stadt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt etwa 15 km östlich der Saale. Sie liegt ca. 19 Kilometer nordöstlich von Halle (Saale) und 25 Kilometer nordwestlich von Leipzig.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt wurde erstmals 961 als Civitas Holm in einer Urkunde Ottos I. erwähnt. Von einer einstigen Burg sind nur noch die Doppelkapelle und einige Mauerzüge erhalten geblieben. Seit 1579 besitzt Landsberg das Stadtrecht.

Zu Landsberg gehören durch Eingemeindungen die Ortsteile Braschwitz, Gollma, Gütz, Hohenthurm, Niemberg, Oppin, Peißen, Queis, Reinsdorf, Reußen, Schwerz, Sietzsch und Spickendorf. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage entwickelten sich in Landsberg, Queis und in Peißen Gewerbegebiete mit grossflächigem Einzelhandel und Logistikunternehmen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Landsberg liegt an den beiden Eisenbahnstrecken Halle–Bitterfeld mit dem 1 Bahnhof Landsberg und der Strecke Halle–Eilenburg mit dem 2 Haltepunkt Landsberg-Süd. Die Ortsteile 3 Hohenthurm (Strecke Halle-Bitterfeld), 4 Peißen und 5 Reußen (Strecke Halle-Eilenburg) sowie 6 Zöberitz und 7 Niemberg (Strecke Halle-Magdeburg) haben ebenfalls Haltepunkte. Alle Haltepunkte werden von der Mitteldeutschen S-Bahn bzw. von Regionalbahnen im Stundentakt angefahren.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Landsberg liegt verkehrsgünstig an der in diesem Bereich vierspurig ausgebauten B100, die in Brehna Anschlussstellen zur A 9 (München–Berlin) und in Peißen Anschluss zur A 14 (Nossen–Magdeburg) besitzt.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Landsberg (Saalekreis)

Landsberg liegt im Tarifgebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbund (mdv). Alle Verbundfahrscheine gelten in Regionalzügen und Bussen der jeweiligen Tarifzone. Auch das Sachsen-Anhalt-(Sachsen-/Thüringen-)Ticket wird von allen öffentlichen Verkehrsmitteln im mdv anerkannt. Wer nur Zug ohne Umsteigeberechtigung auf andere Verkehrsmittel fahren möchte, kann auch Fahrkarten zum DB-Tarif unter Nutzung von BahnCard-Rabatten erwerben.

Landsberg selbst ist vergleichsweise klein und kann auch erlaufen werden. Zwischen den Orten ist man mit Auto oder Fahrrad am Schnellsten unterwegs; Busse bedienen hauptsächlich den Berufs- und Schülerverkehr, fahren sonst aber eher selten und sind in ihrem Fahrplan nicht für die Bedürfnisse von Besuchern ausgerichtet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

St. Nicolai-Kirche
Nachbildung der Postdistanzsäule
  • 1 Doppelkapelle und Museum St. Crucis, Hillerstraße 8, 06188 Landsberg (Saalkreis). Tel.: +49 (0)34602 20690, Fax: +49 (0)34602 48741. Die romanische Doppelkapelle St. Crucis ist auf dem Kapellenberg gelegen und wurde im 12. Jahrhundert als Teil der markgräflichen Burg Landsberg errichtet. Durch ursprünglich drei Zugänge gelangte man in die dreischiffigen, zweigeschossigen Kapellenräume; ein südlicher Treppenaufgang führt in ein drittes, profan genutztes Obergeschoss. Ein Grabstein mit Kreuzritzung (Scheibenkreuzplatte) in der Hauptapsis der Unterkapelle. Auf dem Schnitzaltar an der Südwand in der Oberkapelle (von Stephan Hermsdorf /"Podelwitzer Meister", um 1525), gibt es u.a. die Darstellung der hl. Margaretha und Katharina,des hl. Mauritius, Martin und Antonius, sowie Johannes des Täufers und des Apostels Philippus. Die Doppelkapelle gehört wegen ihrer hervorragenden Raumkomposition und der überwältigenden Kapitellornamentik als Kleinod zur "Straße der Romanik", welche seit 1993 in Sachsen-Anhalt besteht. Geöffnet: Mai bis Oktober: Montags bis freitags nach Vereinbarung; samstags 15 Uhr, sonntags 11 und 15 Uhr Führung oder nach Vereinbarung. November bis April nur werktags nach Vereinbarung. Preis: Erwachsene 2,00 Euro, ermäßigt 1,00 Euro, Schüler 0,50 Euro.
  • 2 St. Nicolai-Kirche. Die ev. St. Nicolai-Kirche stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert umgebaut. Die hölzerne Kanzel von H. Th. Meier aus Jahr 1669 besitzt Darstellungen der Evangelisten.
  • 3 Historische Malzfabrik, Bahnhofstraße 33.

Bauten[Bearbeiten]

  • Mittelalterlicher Stadtkern.
  • 4 Rathaus, Markt 1. von 1598, wurde nach einem Brand 1683 südlich erweitert und 1901 mit dem Treppenhaus umgebaut.
  • Kopie (1989) einer 5 Kursächsischen Postmeilensäule (1730). Das Original befindet sich im Heimatmuseum.
  • Zu den ältesten Bauten gehört der Gasthof Goldener Löwe, Lutherplatz 2, in dem sich um 1700 die Poststation befand. Etwas weiter befindet sich ein zweigeschossiges Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert (Lutherplatz 16).
  • 6 Mägdebrunnen.

Museen[Bearbeiten]

  • Museum in der Doppelkapelle.
  • 7 Museum Bernhard Brühl, Hillerstraße 8. Tel.: +49 (0)34602 2 06 90, Fax: +49 (0)34602 4 87 41. Ein Heimatmuseum mit Exponaten aus der Ur- und Frühgeschichte, zur Stadtentwicklung, Wirtschaft und Naturkunde. Geöffnet: Ab dem 01. August 2019 geschlossen.

Parks und Gärten[Bearbeiten]

Auf dem Friedhof erinnert ein 7,5 Meter hohes Metallkreuz an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Es wurde 1926 von Paul Horn geschaffen.

Ortsteil Gollma[Bearbeiten]

Kirche in Gollma

Die einschiffige ev. 8 Dorfkirche stammt aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der hölzerne Kanzelalter wurde 1736 von Bildhauer Barth angefertigt. Die farbigen Glasfenster im Chor stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Ortsteil Gütz[Bearbeiten]

Die einschiffige, spätgotische ev. 9 Kirche St. Anna und St. Katharina. Die hölzerne Kanzel wurde 1778 geschaffen. Reste eines Orgelprospekt. An den Außenseiten wurden Grabsteine im 17. und 18. Jahrhundert errichtet.

10 Teufelsstein Piltitz.

Ortsteil Reinsdorf[Bearbeiten]

Das 11 Schloss Reinsdorf, Friedensplatz 5, wurde im 16. Jahrhundert errichtet und im 19. und 20. Jahrhundert umgebaut.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Felsenbad

Das 1 Felsenbad Landsberg liegt östlich unterhalb der Kapelle und ist ein unbeheiztes Bad mit 50-m-Becken, Nichtschwimmerbecken sowie Sprungturm und -becken in landschaftlich schöner Lage.

Kultur[Bearbeiten]

In Landsberg werden auf der hiesigen Freilichtbühne mehrere Konzerte veranstaltet. Höhepunkt ist das Bergfest.

Einkaufen[Bearbeiten]

In Peißen befindet sich ein Einkauszentrum mit großflächigem Einzelhandel im Stil einer Shopping-Mall. Im Übrigen findet man, auch in den Ortsteilen, Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Gaststätte Goldener Löwe, Lutherplatz 2, 06188 Landsberg. Tel.: +49 (0)34602 2 02 05. Geöffnet: Täglich 10–22 Uhr.
  • 2 Gaststätte Zum Drucker, Markt 2, 06188 Landsberg. Tel.: +49 (0)34602 40 24 20. Geöffnet: Mo–Fr 10–14, 18–21 Uhr, Sa, So 11–21 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Hotel Landsberg, Florian-Geyer-Straße 4, 06188 Landsberg/OT Gütz. Tel.: +49 (0)34602 3 26 00, Fax: +49 (0)34602 3 27 00, E-Mail: . 25 Zimmer mit Bad/Dusche und Fernseher. Kostenlose Außenparkplätze. Check-out: 12 Uhr. Preis: EZ ab 49 €, DZ ab 69 €, jeweils ÜF.
  • 2 Pension Busch, Tischlergasse 1, 06188 Landsberg. Tel.: +49 (0)34602 2 03 77. 10 Betten.
  • 3 Zimmervermietung Hannelore Maksymiuk, Leipziger Straße 44, 06188 Landsberg. Tel.: +49 (0)34602 2 07 49. 8 Betten.

Lernen[Bearbeiten]

  • Schulzentrum mit Gymnasium, Sekundarschule, Grundschule, Regenbogenschule

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Kinderarztpraxis Antje Heinrich
  • Zahnarzt, sowie Kieferorthopäde

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Barockschloss Delitzsch
  • Halle (Saale) (17 km südwestlich, B 100) - die Händelstadt ist die größte Stadt Sachsen-Anhalts.
  • Bitterfeld (20 km nordöstlich, B 100) - einst die „dreckigste Stadt Europas“, liegt bei Bitterfeld heute das „Bitterfelder Meer“ mit Pegelturm und Wasserfront.
  • Delitzsch (20 km östlich, B 100 und B 183a) - Barockschloss, gut erhaltene Abschnitte der ehemaligen Stadtbefestigung, Stadtkirche St. Peter und Paul.
  • Petersberg (24 km nordwestlich] - 250 m hoher Petersberg mit Stiftskirche
  • Merseburg (33 km südwestlich, B 100 und B 91) - Kaiserpfalz besitzt mit dem Dom und dem Schloss einmalige Kulturgüter.
  • Leipzig (40 km südöstlich, A 9 und A 14) - sächsische Metropole mit baulich gut erhaltenem Stadtkern, Musiktraditionen, Messe und Flughafen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kutscher, Rolf: Geschichte der Burg und Stadt Landsberg. Landsberg : Rat der Stadt, 1961.
  • Sehmsdorf, Gottfried ; George, Gunter: Die Doppelkapelle auf der Burg Landsberg. Landsberg : Heimatmuseum, 1989.
  • Sehmsdorf, Gottfried: Die Doppelkapelle in Landsberg bei Halle. München [u.a.] : Deutscher Kunstverlag, 1993, (Große Baudenkmäler : Denkmal an der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt ; 450).
  • Schmitt, Reinhard: Zur Baugeschichte der Doppelkapelle in Landsberg, Saalkreis. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt, ISSN 0944-4157, Bd. 13 (2004), S. 54–80.

Weblinks[Bearbeiten]

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