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Korazim

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Korazim National Park ist eine archäologische Stätte in Obergaliläa.

Korazim: archäolog. Gelände

Hintergrund[Bearbeiten]

Der archäologische Park von Korazim umfasst die Ruinen der antiken Synagoge aus dem 3./4. Jhdt. und mehrere Wohnquartiere, die antike Stätte liegt auf einer Anhöhe in der Nähe des See Genezareth in Obergaliläa.

Geschichte[Bearbeiten]

Ausgrabungen im Bereich der Synagoge

Die Siedlung auf der Anhöhe oberhalb des See Genezareth wurde bereits im neuen Testament erwähnt, sie gelangte als einer der Orte, deren Bewohner die Botschaft von Jesus Christus nicht annahmen, zu negativem Ruhm (Mt 11,20-24 EU Lk 10,13-15 EU).

In der Zeit vom 1.-4. Jhdt. entwickelte sich die Stadt und die Einwohnerzahl nahm zu, im 5. & 6. Jhdt. wurden die Gebäude nach Beschädigung durch ein Erdbeben erneuert. Unter arabischer Herrschaft kam es nochmals zu Veränderungen im Stadtbild, die Siedlung verlor an Bedeutung, blieb aber noch bis ins 16. Jhdt. bewohnt.

In ihrer Untersuchung von Ruinen antiker Synagogen führten Kohl und Watzinger in den Jahren 1905/07 erste Ausgrabungen durch, welche unter der britischen Mandatsregierung weitergeführt wurden. Nach heftigen Gefechten gegen syrische Truppen im israelischen Unabhängigkeitskrieg kam die Umgebung zum Israelischen Staatsgebiet, bis zum Sechstagekrieg mussten wiederholt syrische Vorstösse abgewehrt werden. Die Wohngebiete wurden 1962/65 und 1980/83 weiter untersucht und die archäologische Stätte von der Israel National Parks Authority für Besucher zugänglich gemacht und beschildert.

Landschaft[Bearbeiten]

Klippdachse in den Ruinen

Wie im Golan ist auch in der Umgebung von Korazim der dunkle vulkanische Basalt das vorherrschende Gestein; die Stadt wurde auf der Anhöhe oberhalb des Nahal Chorazim errichtet.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Das Gelände ist mit einigen atlantischen Pistazienbäumen bestanden, daneben ist Ziziphus spina-christi (Jujuba) häufig, aus den Dornenzweigen soll die Dornenkrone Christi geflochten worden sein; auf den Steinwällen im Süden können in ruhigen Momenten Klippdachse beobachtet werden, die die Sonne geniessen.

Klima[Bearbeiten]

Es herrscht arides Mittelmeerklima mit grosser Hitze in den Sommermonaten vor, im Regenschatten der Hügelzüge Untergaliläas ist die Regenmenge mit 400 mm jährlich relativ gering.

Anreise[Bearbeiten]

Der Korazim National Park ist von der von der Hauptstrasse 90 Tiberias - Kirjat Shmona über die Nebenstrasse 8277 Richtung Almagor - Karkom erreichbar. Die Strasse 85 aus Acre über Carmiel mündet an der Ammi'ad Junction nur wenig nördlich in die 90.

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

22/10 NIS, der Eintritt ist im Zweiwochenpass der INPA einbegriffen.

Mobilität[Bearbeiten]

Lokal bewegt man sich zu Fuss, der Rundweg vorbei an den wichtigsten Gebäuden ist eingeschränkt barrierefreieingeschränkt barrierefrei gekiest, die Synagoge aufgrund der Treppenstufen für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen allerdings nicht zugänglich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Synagoge von Korazim
zentrales Quartier
Korazim: Gewölbe
  • die 1 Synagoge stammt aus dem 3./4. Jhdt., sie misst 23 x 17 m; drei Tore finden sich in der in Richtung Jerusalem nach Süden ausgerichteten Hauptfassade, zu der eine breite Freitreppe führte. Das Dach über dem Innenraum war von zwölf U-förmig angeordneten Säulen abgestützt.
Die Fassade mit den drei Toren wurde teils rekonstruiert und wieder aufgerichtet, das Giebeldreieck mit seinen dekorativen Elementen ist auf Augenhöhe zu betrachten.
Im Innern der Synagoge fand sich u.a. der aus Basalt gefertigte Sitz des Synagogenvorstehers.
  • in einem rekonstruierten Gebäude ist eine Ölmühle und Ölpresse zu sehen.
  • im zentralen Quartier ist ein gepflasterter Hof erhalten, um den die Gebäude errichtet waren.
  • im Eingangsbereich liegt das von Muslimen verehrte Grab des Sheikh Ramadan aus der Mamelukenzeit; die bis 1948 in der Nähe lebenden Beduinen leisteten oft an diesem Ort Gelübde.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besichtigung des archäologischen Geländes.

Einkaufen[Bearbeiten]

Selbstversorger finden die besten Einkaufsmöglichkeiten in Migdal (Supermarkt), Gemüse und Früchte auf dem Markt von Tiberias, dort auch zahlreiche weitere Ladengeschäfte.

Küche[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Die nächsten Übernachtungsmöglichkeiten finden sich in Tiberias, in Karei Deshe am See Genezareth und anderen Orten der Umgebung.


Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitslage in Obergaliläa ist unproblematisch.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

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