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Kafarnaum

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Kafarnaum
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Kafarnaum ist eine archäologische Stätte am See Genezareth in Israel und wird als Wirkungsstätte Jesu von vielen christlichen Pilgern besucht.

Hintergrund[Bearbeiten]

Kafarnaum, auch Kapharnaum oder Kfar Nahum, Dorf des Nahum war ein Fischerdorf am Nordufer des See Genezareth im nördlichen Galiläa. Aus diesem Ort stammten die Apostel Jakobus, Johannes, Matthäus und die Brüder Simon Petrus und Jakobus (Mt 4,13 EU), hier heilte Jesus die Schwiegermutter des Petrus (Lk 4,31-39 EU). Der Ort wurde 736 durch ein Erdbeben zerstört, später wieder aufgebaut, aber im 11. Jahrhundert endgültig verlassen. Ein Teil des Geländes wurde 1894 von den Franziskanern erworben, ein anderer Teil gehört der orthodoxen Kirche.

Anreise[Bearbeiten]

Kafarnaum liegt an der Straße 87 am Nordufer des See Genezareth, der 1 Bus hält etwas nordöstlich an der Zufahrt zum Capernaum / Kfar Nahum National Park.

Die 2 westliche Zufahrt 3 östliche Zufahrt führt zum Capernaum National Park und ein Abzweiger zur griechisch - orthodoxen Apostel-Kirche.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

"Haus des Petrus"
Ruinen des "Hauses des Petrus"
Archäolog. Gelände von Capernaum
Byzant. Synagoge von Kapernaum
Griech.-orthodoxe Apostelkirche

archäologisches Gelände[Bearbeiten]

Capharnaum - Town of Jesus. Geöffnet: 08.00-17.00h. Preis: 3 NIS. Das Ausgrabungsgelände wurde von den Franziskanern erworben. Auf ihm befindet sich

  • 1 Das Haus des Petrus
    • die frühesten Strukturen umfassen rechtwinklig angelegte Gebäude das damaligen am Ufer des Sees Genezareth gelegenen Fischerdorfs Kapernaum aus dem 1.Jhdt, das Wohngebiet wird als "Insula Sacra bezeichnet".
    • im vierten Jahrhundert wird das Gelände mit dem dem Apostel Petrus zugeschriebene Wohnhaus von einer rechteckigen Ummauerung umgeben, der rechteckige 5,8 x 6,45 m messende Raum wird als "Domus ecclesia", als judeo-christlicher Versammlungsraum genutzt. 173 Gipsfragmente von den Wänden mit von Pilgern angebrachten Inschriften, welche auf "den HERRN", "den Nazarener" und "Simon" Bezug nehmen, zeugen von der Bedeutung schon in frühchristlicher Zeit.
    • im fünften Jahrhundert wurde über den ursprünglichen Gebäuderesten eine achteckige Basilica errichtet. Dem achteckigen Bau über den Ruinen des Hauses des Petrus war eine einem halben Achteck entsprechende Vorhalle vorgelagert, in der Ostapsis wurde ein Taufbecken errichtet.
    • Über den Resten der achteckigen byzantinischen Basilica erhebt sich auf Stelzen ein neues katholisches Gotteshaus, das 1990 von den Franziskanern errichtet wurde. Das Zentrum im Inneren der Kirche verfügt über einen Glasboden, durch den die Reste des darunterliegenden Haus des Petrus einsehbar sind. Von aussen verschwinden die Mauern und die des achteckigen Baus in eigenartiger Weise unter der Wucht des Neubaus.
  • die 2 Synagoge und Ruinen der byzant. Siedlung
Auf dem Gelände der Franziskaner wurden auch die Überreste einer Synagoge freigelegt, welche in byzantinischer Zeit über einer älteren Synagoge aus dem 3. oder 4. Jahrhundert erbaut wurde. Der weiße (herangeführte) Kalkstein der Synagoge bildet einen Kontrast zu den schwarzen Basaltsteinen der Gegend und zeugt davon, dass der Ort an der Grenze Galiläas in jener Zeit wohlhabend war. Von Interesse ist ein Relief eines Schreins auf einem Wagen mit vier Rädern, es wird darüber spekuliert, ob es eine Darstellung der Bundeslade sei, die in den Krieg mit den Philistern mitgeführt wurde.
  • Zwischen dem Haus des Petrus und der Synagoge sind noch etliche weitere Wohngebäude freigelegt. In dem umgebenden Garten findet man antike Gefäße und eine Ölpresse.
  • in einem Gebäude aus dunklem Basaltgestein befindet sich das 3 Franziskanerkonvent.

weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • etwas weiter östlich erkennt man die rote Kuppel der griechisch - orthodoxen 4 Kirche der Sieben Apostel, die nur über eine etwa einen Kilometer weiter östlich von der Hauptstraße abgehenden Zufahrt erreichbar ist.
  • dieselbe Strasse führt auch zum 5 Capernaum National Park, in dem neben einem Restaurant und Toilettenanlagen ein Künstlerdorf entstehen soll. Es ist geplant, ein Uferpromenade vom Gelände des National Park vorbei an der orthodoxen Kirche bis zum archäologischen Gelände beim Haus des Petrus zu führen, die 3,5 km lange Uferpromenade soll bis zur Brotvermehrungskirche von Tabgha weitergeführt werden.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Von Kafarnaum sind es nur 2,5 km in westlicher Richtung nach 1 Tabgha, das als Ort des biblischen Wunders der Brotvermehrung gilt.
  • Oberhalb von Tabgha ist der 2 Berg der Seligpreisungen, der traditionelle Ort der Bergpredigt.
  • Noch etwas westlich von Tabgha wird im Kibbuz 3 Ginnosar ein Fischerboot ausgestellt, das auf das 1. Jahrhundert v. Chr. datiert wurde.
  • Nach Tiberias am Westufer des Sees Genezareth sind es ca. 15 km.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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