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Berg der Seligpreisungen

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Berg der Seligpreisungen, Mount of Beatitudes
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Der Berg der Seligpreisungen (engl.: Mount of Beatitudes, hebr.: הר נחום) ist eine wichtige christliche Stätte am Nordrand des Sees Genezareth in Israel. Der Hügel gilt nach christlicher Überlieferung als Ort der Bergpredigt Jesu, was in historischer Hinsicht jedoch eher unwahrscheinlich ist.

Hintergrund[Bearbeiten]

Im Matthäusevangelium (Mt 5–7 EU) wird berichtet, dass Jesus auf einen Berg stieg und mit seiner Bergpredigt die Zuhörer unterwies. Das Kernstück dieser Predigt sind die so genannten „Seligpreisungen“, die jeweils mit der Wendung „Selig sind ...“ beginnen.

Die christliche Überlieferung bringt verschiedenste Orte in Israel mit Ereignissen aus dem Leben Jesu in Verbindung. Der Berg der Seligpreisungen wird traditionell als Ort der Bergpredigt angesehen. Wie an anderen christlichen Stätten gibt es hier eine Kirche, an der viele Pilgergruppen einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Zum Gelände gehören neben der Kirche auch Gärten und ein Kloster.

Auch wenn man sich weniger für den christlichen Hintergrund interessiert, kann vom Berg der Seligpreisungen, der sich ein ganzes Stück über den See Genezareth erhebt, wunderbare Blicke auf den See genießen.

Da man sich in der Regel kaum länger als eine Stunde aufhalten wird, bietet sich an, die christlichen Stätten Tabgha und Kafarnaum oder das Museum in Ginnosar am selben Tag zu besuchen.

Anreise[Bearbeiten]

Kirche am Berg der Seligpreisungen

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der bevorzugte Flughafen für die Anreise zum See Genezareth ist der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Von dort erreicht man den See Genezareth mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn man mit dem Zug nach Tel Aviv fährt und dann einen Bus nimmt. Alternativ kann man einen Mietwagen nehmen (bei der Anmietung am Flughafen werden möglicherweise zusätzliche Gebühren fällig).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der See und die umliegenden Gegenden sind mit dem Zug nicht erreichbar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Zum Berg der Seligpreisungen selbst fährt kein öffentlicher Bus. Die nächste Bushaltestelle befindet sich an der Hauptstraße (Straße 90), wo die Zufahrtsstraße zum Berg abzweigt. Von dort kann man bequem ohne größere Höhenunterschiede laufen, allerdings beträgt die Distanz etwa einen Kilometer. Bei Egged heißt die Haltestelle „Italian Monastery (Junction)“, bei Veolia „Har HaOsher Kvish 90“, was die Suche nach Busverbindungen im Internet (siehe Tabelle) nicht einfacher macht; bei otobusim.co.il sollte man zudem aufpassen, weil bei manchen Abfragen auch Haltestellen angeblich in Laufdistanz angezeigt werden, die jedoch mehrere Kilometer weiter entfernt liegen; diese Haltestellen kommen nicht in Frage (z.B. Linien 500, 842).

Ziel Buslinien Verbindungsdichte tagsüber Dauer ca. Preis NIS Hinweise
Tiberias 59*, 63, 450*, 841, 963 mind. stündl. 0:30 15,00 Preis: Egged
Kirjat Schmona 63, 841, 963 ca. stündl. 0:40 24,00 Fahrzeit nach K. Schmona ist länger.
Safed 450* alle 1-2 Std. 0:30
Tel Aviv 841 ca. alle 1-2 Std. 3:30 50,00 Fahrzeit nach T.A. ca. 30 min länger.
Jerusalem 963 4x/Tag 3:00 57,00
Hinweise: Teilweise sind hier nicht alle Linien zum Zielort genannt (z.B. bei vielen verschiedenen Linien zwischen zwei Städten oder sehr wenigen Fahrten auf einer Linie).
Die angegebene Taktdichte bezieht sich aber auf alle verfügbaren Verbindungen. Links in der Tabelle führen zu den Mobilitätsinformationen des jeweiligen Ortes.
Quellen: Egged und Otobusim.co.il; Stand: 09/2010 - * Linien mit Stern werden nicht von Egged, sondern von einer anderen Gesellschaft bedient.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Wenn man der israelischen Straße 90 vom See Genezareth bzw. von Tiberias in Richtung Norden folgt, erreicht man am Nordende des Sees zunächst die Abzweigung in Richtung Tabgha und Kapernaum, dann zweigt nach einigen Serpentinen rechterhand das Zufahrtssträßchen 8177 zum Berg der Seligpreisungen ab. Für den Parkplatz wird eine geringe Gebühr verlangt.

Kommt man von Norden, z.B. von Kirjat Schmona, wählt man die Straße 90 in Richtung Süden, von Safed zunächst noch die Straße 89, die bei Elifelet auf die Straße 90 trifft.

Mobilität[Bearbeiten]

Innerhalb des Geländes bewegt man sich zu Fuß.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick zum See Genezareth

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Kirche der Seligpreisungen. Sie wurde Ende der 1930er Jahre im Auftrag des italienischen Diktators Mussolini errichtet. Ein Vorgängerbau stand wesentlich weiter unten am Hang bei Tabgha.

Die Kirche besteht an der Außenfassade überwiegend aus dem für die Region typischen schwarzen Basaltstein; Teile der Fassade wurden mit weißem Nazarethstein gestaltet. Mit ihrem achteckigen Grundriss erinnert die Kirche an die Seligpreisungen im Rahmen der Bergpredigt: Jede der Innenseiten ist einer der Seligpreisungen gewidmet, die neunte Seligpreisung steht in der Kuppel.

Um das Kirchengebäude läuft ein Säulengang, von dem aus man großartige Blicke auf den See Genezareth hat.

Die Kirche ist von 8-11.45 und von 14.30-17 Uhr geöffnet.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Berg der Seligpreisungen ist - wie andere christliche Stätten - in erster Linie ein Ort der Stille und Meditation (auch wenn man das angesichts ganzer Busse diskutierender und fotografierender Touristen vielleicht vergisst). Außer dem Genießen stiller Flecken und Momente sowie der Aussicht auf den See bleibt wenig zu tun.

Einkaufen und Küche[Bearbeiten]

Am Zugang zum Gelände gibt es einen Kiosk, in dem auch Getränke, kleine Snacks und Souvenirs verkauft werden.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Auf dem Berg der Seligpreisungen gibt es offenbar ein christliches Hospiz eines italienischen franziskanischen Schwesternordens für Pilger: Ospizio Monte di Beatitudine, m.p. South Golan 12365, Israel. Tel.: +972-4-6726712, Fax: +972-4-6726735, E-Mail: .
  • Jugendherberge Karei Deshe, D.N. Hevel Korazim, 12365. Tel.: +972-2-5945633, Fax: +972-4-6724818, E-Mail: . Geöffnet: Rezeption 7-22 Uhr, Winter nur bis 19 Uhr. - Die Jugendherberge Karei Deshe (teilweise auch anders transkripiert, z.B. Kare Desche) liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Ginnosar und Tabgha am Ufer des Sees Genezareth. Die Busse halten normalerweise an der Abzweigung der Strichstraße zur Jugendherberge von der Straße 90; die auf der deutschen Seite des Jugendherbergsverbands angegebenen Busse 459 und 851 verkehren laut Egged-Auskunft nicht mehr, allerdings kann man die Busse nehmen, die zwischen Tiberias und Tabgha verkehren.

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es entlang des Sees Genezareth, insbesondere in Tiberias; dort kann man auch günstig in Hostels übernachten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Beim Besuch des Bergs der Seligpreisungen sollte man unbedingt auf angemessene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) achten, sonst könnte es sein, dass man nicht auf das Gelände und v.a. nicht in die Kirche gelassen wird.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • In Laufweite liegt Tabgha mit seinen Kirchen; ein Weg führt vom Berg der Seligpreisungen hinunter an den See.
  • Kafarnaum ist Luftlinie ebenfalls nur wenige Kilometer entfernt; der Ort, der im neuen Testament erwähnt wird, wurde ausgegraben; ein Haus gilt als das „Haus des Petrus“.
  • An der Straße nach Tiberias liegt der Kibbuz Ginnosar, in dessen Museum das so genannte „Jesus-Boot“ ausgestellt ist.
  • Nur wenige Kilometer nördlich liegen die Ausgrabungen von Korazim mit den Ruinen einer antiken Synagoge.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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