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Kairo/Chān el-Chalīlī

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El-Chān el-Chalīlī ·الخان الخليلي
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Der Bazar el-Chan el-Chalili (englisch el-Khan el-Khalili, arabisch: ‏الخان الخليلي‎, al-Chān al-Chalīlī) ist Teil der Islamischen Altstadt von Kairo. Er wird im Westen von der el-Muʿizz li-Dīn Allāh St., im Süden von der el-Azhar St. und im Osten von der el-Gamālīya St. und der Imām-Ḥusein-Moschee begrenzt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Glossar[Bearbeiten]

AH – Jahresangabe nach dem islamischen Kalender, die sich meist in den Inschriften an den Bauwerken befindet.
Bāb, ‏‏باب‎ – Tor oder Eingangsportal.
Chān, ‏خان‎ – siehe Wikāla.
Chānqāh, ‏خانقاه‎ – Wohnanlage für Sufis und muslimische Asketen, die sich in der Gemeinschaft dem Gebet zuwenden und in Armut leben.
ʿImāra, ‏عمارة‎ – Gebäude.
Masǧid, ‏‏مسجد‎ – Moschee.
MMC – offizielle Nummer in der Liste der Muslim Monuments in Cairo (früher Mohammedan Monuments in Cairo).
Kuttāb, ‏كتاب‎ – Koranschule für Jungen und Weisen. Meist in Verbindung mit einem Sabīl.
Madrasa, ‏مدرسة‎ – religiöse Schule.
Sabīl, ‏‏سبيل‎ – öffentliche Wasserausgabestation.
Sikka, ‏‏سكة‎ – Weg, Route.
Wikāla, ‏وكالة‎ – Rechteckiges, meist zweigeschossiges Gebäude, vergleichbar einer Karawanserei, mit großem Innenhof. Das Untergeschoss dient kommerziellen Aktivitäten wie Handel, Produktion und Lager, das Obergeschoss als Herberge für Händler und Reisende.

Anreise[Bearbeiten]

Lageplan Chān el-Chalīlī

Die Anreise mit einem PKW oder Taxi erfolgt am besten entlang der El Azhar St. bis zur Imām-Ḥusein-Moschee.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die nachfolgenden Ziele lassen sich am besten von der Schāriʿ el-Gamālīya/Schāriʿ el-Ḥusein erreichen. Etwas südlich des Nordendes der Imām-Ḥusein-Moschee zweigt bei 1 30° 2′ 54″ N 31° 15′ 47″ O die Schāriʿ Chān Gaʿfar, ‏شارع خان جعفر‎, nach Westen ab.

  • 1 Wikāla und Sabīl Waqf el-Ḥaramein (وكالة وسبيل وقف الحرمين, MMC 433), Schāriʿ Chān Gaʿfar. Errichtet 1272 AH, 1856. (30° 2′ 55″ N 31° 15′ 44″ O)

Unmittelbar an der Schāriʿ el-Ḥusein liegen:

  • 2 Imām-Ḥusein-Moschee (مسجد الإمام الحسين, MMC 28). Imām-Ḥusein-Moschee in der Enzyklopädie Wikipedia Imām-Ḥusein-Moschee im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsImām-Ḥusein-Moschee (Q2279688) in der Datenbank Wikidata. Während die Moschee in ihrer heutigen Form erst 1864 errichtet wurde, stammen das Minarett und das Tor aus dem Jahr 634 AH, 1236. (30° 2′ 52″ N 31° 15′ 47″ O)
  • 4 ʿImārāt Schuwīkār (عمارات شويكار). Die Schuwikar-Gebäude, ein Komplex von mehreren Geschäfts- und Wohngebäuden, wurde 1936 an der Stelle einer früheren Madrasa, die der Prinzessin Schuwīkār Ibrāhīm, türkisch Şivekâr İbrahim (1876–1947), der ersten Frau des späteren ägyptischen Königs Fuʾād I. (1868–1936), gehörte, errichtet. (30° 2′ 51″ N 31° 15′ 45″ O)

Durch das ʿImārāt Schuwīkār gelangt man in westlicher Richtung in die Gasse Sikkat el-Bādistān, ‏سكة البادستان‎, der Hauptstraße des Chān el-Chalīlī, und zu:

  • 5 Wikālat el-Ghūrī (وكالة الغوري ، وكالة القطن, Wikālat el-Quṭn, MMC 54). Die Wikāla wurde 917 AH, 1511, unter dem Mamluken-Sultan el-Aschraf Qānṣūh el-Ghūrī (1441–1516) errichtet. Von der Wikāla an der Nordseite der Straße ist nur noch die Fassade erhalten. (30° 2′ 52″ N 31° 15′ 44″ O)
  • 6 Bāb el-Ghūrī (باب الغوري ، باب الخان الخليلي ، سكة القبوة, Bāb el-Chān el-Chalīlī, Sikkat el-Qabwa, MMC 56). Die gegenüber auf der anderen Straßenseite befindliche Gewölbepassage, ‏سكة القبوة‎, Sikkat el-Qabwa, wurde 917 AH, 1511, wurde ebenfalls unter el-Aschraf Qānṣūh el-Ghūrī errichtet. Das Tor führt zur Gasse Ḥārat el-Chān el-Chalīlī, ‏حارة الخان الخليلي‎, die südlich parallel zur Sikkat el-Bādistān verläuft. (30° 2′ 52″ N 31° 15′ 43″ O)
  • 7 Wikāla des Suleimān Āghā es-Silāḥdār (وكالة سليمان أغا السلحدار, MMC 604). Errichtet 1253 AH, 1837. (30° 2′ 51″ N 31° 15′ 42″ O)
  • 8 Bāb el-Bādistān (باب البادستان, MMC 53). Die Errichtung des Tores wird üblicherweise unbegründet in das Jahr 917 AH, 1511, also zeitgleich mit denen des el-Ghūrī, gelegt. Es besitzt jedoch keine Inschrift, aus der das Baujahr hervorgehen könnte. Es unterscheidet sich zudem stilistisch von den anderen Toren, so dass eine spätere Datierung möglich ist. (30° 2′ 53″ N 31° 15′ 42″ O)
  • 9 Wikālat Badawīya bint Schāhīn (وكالة بدوية بنت شاهين, MMC 615). Errichtet im 12. Jahrhundert AH, 18. Jahrhundert. (30° 2′ 54″ N 31° 15′ 40″ O)

Die nachfolgenden Ziele befinden befinden sich im Bereich der Schāriʿ el-Muʿizz li-Dīn Allāh.

  • 10 Madrasa-Mausoleum des eṣ-Ṣāliḥ Nagm ed-Dīn Aiyūb (مدرسة الصالح نجم الدين أيوب, MMC 38). Errichtet 641–648 AH, 1243–1250. (30° 2′ 57″ N 31° 15′ 41″ O)
  • 12 Madrasa-Chānqāh des Sultans el-Aschraf Barsbay (مدرسة الأشرف برسباي, el-Aschrafīya, MMC 175). Madrasa-Chānqāh des Sultans el-Aschraf Barsbay in der Enzyklopädie Wikipedia Madrasa-Chānqāh des Sultans el-Aschraf Barsbay im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMadrasa-Chānqāh des Sultans el-Aschraf Barsbay (Q12241647) in der Datenbank Wikidata. Errichtet 829 AH, 1425. (30° 2′ 51″ N 31° 15′ 37″ O)

In der Ḥārat es-Ṣanādiqīya, ‏حارة الصنادقية‎, die von der Schāriʿ el-Muʿizz li-Dīn Allāh bei 2 30° 2′ 50″ N 31° 15′ 37″ O etwa 60 Meter südlich der Schāriʿ el-Mūskī nach Osten abzweigt, befinden sich jeweils an der Nordseite der Straße:

  • 13 Midaq-Gasse (زقاق المدق, Zuqāq al-Midaq). Die Gasse mit ihren vielen Treppenstufen ist Gegenstand des gleichnamigen Romans des ägyptischen Literaturnobelpreisträgers Nagīb Maḥfūẓ (1911–2006). Vom Charme der Gasse und seinen Bewohnern aus den 1940er-Jahren bekommt man heute aber nichts mehr mit. Das Straßenschild fehlt heute. Es wird berichtet, dass man es in einem Café am Fuße der Gasse gegen Bakschisch zu sehen bekäme. (30° 2′ 50″ N 31° 15′ 38″ O)
  • 14 Wikālat el-Gallāba (وكالة الجلابة, MMC 425). Wikālat el-Gallāba (Q23976319) in der Datenbank Wikidata. Die Wikāla wurde am Anfang des 10. Jahrhunderts AH, im 16. Jahrhundert, errichtet und diente auch als Sklavenmarkt. Heutzutage ist nur noch die Fassade erhalten. (30° 2′ 49″ N 31° 15′ 38″ O)

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Auf dem größten Basar Kairos gibt es wohl fast alles.

Küche[Bearbeiten]

Cafés[Bearbeiten]

  • 2 Naguib Mahfouz Café (كافيه نجيب محفوظ, Restaurant der Oberoi-Kette), 5 Sekket al-Badistan St., Khan al-Khalili. Tel.: (0)2 2590 3788, (0)2 2593 2262. Orientalische Küche. Teuer und touristisch. Exzellentes „Om Ali“-Dessert. Geöffnet: Täglich 10 bis 2 Uhr nachts. (30° 2′ 53″ N 31° 15′ 42″ O)

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Hotel El Hussein (فندق الحسين السياحي), Hussein Sq. Tel.: +20 (0)2 2591 8089. 2-Sterne-Hotel mit 56 Zweibettzimmern. Die Zimmer sind einfach, nicht am obersten Sauberkeitsstandard, und WC und Bad befinden sich am Gang. Die Nassräume zu benutzen erfordert Mut. Abgesehen von der idealen Lage um das 24-Stunden-Geschehen zwischen Al Hussein-Moschee und Khan el-Khalili zu bestaunen, hat das Hotel 2 weitere Vorteile. Die Zimmer kosten nur um die 10 Euro pro Nacht, das Hotel ist ein altes Bauwerk mit hohem Skurrilitätsfaktor (steinalter Liftboy in eigenwilliger Uniform und Telefonanlage mit Klinkensteckern), das Personal ist freundlich und hilfsbereit, und die meisten Zimmer haben einen kleinen Balkon mit toller Aussicht auf das Treiben auf der Straße. (30° 2′ 50″ N 31° 15′ 45″ O)

Literatur[Bearbeiten]

  • Seif, Ola ; Spencer, Jayme: Khan al-Khalili : a comprehensive mapped guide to Cairo’s historic bazaar. Cairo : American Univ. in Cairo Pr., 1991, ISBN 977-424-261-9 (formal falsch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ahmed Khalifa: El Fishawy: Older than the USA, Artikel der Daily News Egypt vom 5. August 2012.
ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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