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Hornos

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Hornos
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Hornos ist eine Gemeinde in der Provinz Jaén in Andalusien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Hornos liegt sehr spektakulär auf einem Felsplateau hoch über dem Nordende des Stausees Tranco de Béas. Der Ort ist zumindest historisch und touristisch neben Segura de la Sierra einer der beiden Hauptorte der Sierra de Segura, dem nördlichen Teil des Naturparks Sierra Cazorla, Segura y las Villas.

An den Ortsrändern fallen die Klippen senkrecht zum See hinab. Teilweise sind die Wohnungen noch in diese Felsen gebaut, weshalb sich hier teilweise sehr aussichtsreiche Ferienwohnungen finden lassen. Im seit 1985 zum Conjunto Histórico Artístico erklärten mittelalterlichen Ortskern sind alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zu erreichen. Burg, Stadttor sind nationales Kulturgut (Bien de Interés Cultural). Das Leben ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Im Bereich von Hornos gibt es Besiedlungsspuren aus der Kupfer- und Bronzezeit. Wegen seiner strategisch günstigen Lage lag der Ort im Brennpunkt der maurisch-christlichen Kämpfe und wurde 1239 vom Orden von Santiago für die christliche Seite rückerobert, der daraufhin die Burg in ihrer heutigen Form errichtete.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste lokal bediente Flughafen befindet sich in Granada. International dürften die Flughäfen von Malaga, Sevilla oder Madrid die vernünftigsten Alternativen darstellen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Hornos ist nicht mit der Bahn zu erreichen. Der Bahnhof von Linares an der AVE-Linie Madrid-Sevilla bietet die nächste Anschlussmöglichkeit.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Mehrzahl der Besucher erreicht den Ort über die weitgehend als Schnellstraße ausgebaute N-322, die vom Autobahnkreuz Bailén entlang des Westhangs der Sierra über Úbeda nach Puente Génave führt (und weiter nach Albacete). Bei Bailén verzweigen sich die Autobahnen nördlich aus Madrid (306 km), westlich aus Sevilla (357 km) und Córdoba (224 km) und südlich aus Málaga (332 km) und Granada (220 km). (Anm.: Der Ausbau der A-316 Jaén-Baeza dauert nach wie vor an. Besucher aus dem Süden, die nicht beiläufig Baeza besuchen möchten, ersparen sich durch den scheinbar längeren Schlenker über Bailén einigen Baustellen-Stress; Entfernungen Straßenkilometer lt. Routenplaner)

Gut ausgebaute und wenig bergige Straßen führen von Puente Génave über die A-310 zunächst nach Puerta de la Segura, kurz hinter dem Ort biegt die A-317 südlich nach Cortijos Nuevos und Hornos ab. Dies dürfte die schnellste Anfahrmöglichkeit darstellen.

Malerische, aber auch mühsamere Alternativen bietet die Anfahrt durch die Berge der Sierra de las Villas, von der N-322 abgehend entweder über die JH-7048 von Villanueva nach El Tranco oder entlang der A-314 über Béas de la Segura. Im Rahmen einer Rundfahrt ist auch eine Anreise über die A-319 von Cazorla aus durch den Naturpark denkbar.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Hornos
Ausblick vom Balkon des Rathauses

Gerade für Aktivitäten im Umland ist ein eigenes Fahrzeug unverzichtbar. Durchreisende stellen das Auto am Besten am Dorfplatz am Eingang zur Altstadt ab. Die Landstraße A-317 führt hier in einer langgezogenen Kurve an der Bar "El Cruce" unterhalb des Ortskern vorbei. Die engen Gassen der Altstadt sind zwar teilweise befahrbar, die Berechtigung dazu ist aber undurchsichtig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bereits ein Spaziergang durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt und die Aussichten von den Miradores am Ortseingang und besonders vom Balkon des Rathauses sind eine Sehenswürdigkeit für sich. Dabei lassen sich auch die Bauwerke erkunden:

  • Die gotische Pfarrkirche Iglesia Parroquial de la Asunción aus dem frühen 16. Jahrhundert wirkt fast wie eine Wehrburg. Im einschiffigen Inneren beherbergt sie Arbeiten des Steinmetzs Juan de Mojica aus der Mitte des 16. Jhd., das Altarbild stammt aus der Renaissance. Am Portal lassen sich Elemente des jaenneser Platersekenstils eher erahnen. Das Rathaus am Vorplatz ist gut erkennbar, ein kleiner Durchgang führt zu einem Aussichtsbalkon mit weiter Sicht auf den Stausee.
  • Die Calle Real am gegenüberliegenden Ende des Rathausplatzes führt entlang des Westrands der Ortschaft zur Puerta de la Villa. Das ehemalige Stadttor ist ein Überrest der ehemaligen Stadtmauer, die vermutlich noch maurischen Ursprungs ist.
  • Die trapezförmige Burganlage des Castillo mit drei massiven Türmen wurde vom Orden von Santiago auf den Fundamenten der maurischen Festung errichtet. Sie ist bei weitem nicht so gut erhalten wie die Anlage in Segura de la Sierra derselben Bauherren, bietet aber ebenfalls hervorragende Aussichten. Im Inneren ist ein Centro de Interpretacion eingerichtet, das sich in interaktiven Ausstellungen mit dem Thema Astronomie beschäftigt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

In der Altstadt

Lokale Feste und Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Die örtliche, einwöchige Fiesta zu Ehren des Schutzpatrons San Roque findet im August (2013 ab 12.8.) statt. Im Nachbarweiler Cortijos Nuevos vom 10. bis 13. Oktober, aber auch die kleineren Umlandorte begehen jedes ihre eigene Fiesta. Auch hier werden dann Jungstiere zur Mutprobe für Junghornesen durch die Gassen getrieben. Natürlich werden auch die überall im Naturpark fest verankerten Festivitäten des Kirchenkalenders wie St. Anton und die Karwoche traditionell begangen.
  • Sowohl in Segura de la Sierra wie den umliegenden Weilern wird Bolo Serrano, eine lokale Variante des Boule noch aktiv betrieben und alle zwei Jahre mit einem Festival gefördert.

Outdoor[Bearbeiten]

  • Von Hornos aus lassen sich die Erholungsgebiete der unmittelbaren Umgebung auch zu Fuß erwandern (s.Ausflüge).
  • Geübte Wanderer können von hier aus den Yelmo besteigen.
  • Der zugehörige, höchste Gipfel der Region, El Yelmo, ist Startpunkt für Paraglider, die sich hier auch einmal jährlich zu einem mittlerweile international bekannten Wettkampf treffen.
  • Speziell El Tranco ist ein Zentrum des Wassersports auf dem Stausee (Kanu/Kajak etc.)

Einkaufen[Bearbeiten]

In Hornos findet ein Handwerksmarkt jeweils am ersten Samstag im Monat statt. Unterhalb der Puerta Nueva gibt es eine ständige Ausstellung lokaler, handwerklicher Töpfereiwaren.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

In der Altstadt gibt es vier Hotels und ein sehr umfangreiches Angebot an Ferienwohnungen und Landhäusern. Am gegenüberliegenden Ufer des Stausees liegt der Campingplatz Montanilla, zwischen Cortijos Nuevos und Segura de la Sierra El Robledo. (s.a. Weblink der Gemeinde unten)

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Entlang der Ruta de Miradores

Hornos kann sowohl wohntechnisch spektakulärer Ausgangspunkt wie Teil einer oder mehrerer Rundfahrten durch den Naturpark sein. Von hier aus kann der Yelmo befahren oder begangen werden, der höchste Berg der Sierra mit spektakulären Aussichten. Südlich des Ortes führt die A-317 als "Ruta de Miradores" nach Pontones, wo sich die Miradores wie Perlen auf der Kette aneinanderreihen. Im Gegensatz zur verbreiteten Darstellung in anderen Medien ist sie, mittlerweile hervorragend ausgebaut, vom Holperpfad zur Hauptstraße avanciert.

In unmittelbarer Umgebung:

  • Im Parque Cinegético Collado del Almendral 27 km südlich am Ufer des Stausees lassen sich noch Wildtiere beobachten. Von hier aus ist auch eine bequeme Wanderung um die dort ausgebildete Halbinsel oder nach Cotos Rios möglich. Auf der von allen Seiten gut sichtbaren Insel befindet sich die Área de Reserva de Bujaraiza mit der gleichnamigen Festung.
  • In den Salinas del Arroyo de la Escalera lassen sich die Reste eines der wenigen Salzbergwerke der Sierra Segura besichtigen.
  • Die Baños de La Laguna zeigen Reste ehemals römischer Termen unter einer antiken Villa, deren Gesamtanlage aber mittlerweile vom Stausee überflutet worden ist.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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