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Gebelein

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El-Gebelein ·الجبلين
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El-Gebelein (arabisch: ‏الجبلين‎, al-Ǧabalain, „die beiden Hügel“, alt-äg. Inr.tj („die beiden Felsen“) und Per-Hathor, griech. Pathyris, Aphroditopolis, Krokodilopolis) ist eine archäologische Stätte ca. 28 km südlich von Luxor in Oberägypten auf dem westlichen Nilufer. Sie liegt gegenüber dem Dorf el-Maʿalla auf dem östlichen Nilufer.

Hintergrund[Bearbeiten]

In altägyptischer Zeit gehörte das Gebiet zum 4. oberägyptischen Gau. Die Hauptgottheit ist Hathor, die „Herrin der beiden Berge“.

Der östliche der beiden Kalkstein-Hügel beherbergt die Ruinen des Hathor-Tempels aus der 11. – 18. Dynastie, während man in den Felsrücken des nordwestlichen Hügels die Privatgräber aus dem Zeitraum zwischen prädynastischer Zeit und der Zweiten Zwischenzeit vorfindet. In griechisch-römischer Zeit wächst am Fuße des Osthügels die antike Stadt an, von der heute aber nur noch Schutthügel vorhanden sind.

Der Hathor-Tempel geht bereits auf die Frühzeit zurück, eine königliche Stele datiert in die 2. bzw. 3. Dynastie. Mentuhotep II. lässt erneut ein Heiligtum für diese Göttin errichten, es wird unter Thutmosis III. wiedererrichtet und erweitert. Nach dem Ende des Neuen Reiches wird der Tempel zerstört und erst in der Ptolemäerzeit wiedererrichtet.

Von Bedeutung sind die demotischen (in altägyptischer Schreibschrift) und griechischen Papyri, die das Alltagsleben in der Ptolemäerzeit widerspiegeln, und das Pfeiler-Grab des Iti aus der Ersten Zwischenzeit am Osthang des Westhügels, dessen Wandmalereien mit Szenen aus der Landwirtschaft, dem Handwerk, Militär und dem verstorbenen Ehepaar heute im Museo Egizio in Turin besichtigt werden können. Iti war Gaufürst, die Vermutungen, zu welcher Zeit er gelebt habe, reichen von der Zeit Pepis I. (6. Dynastie) bis zur 11. Dynastie.

Von wirtschaftliche Bedeutung sind Landwirtschaft, Leinenherstellung und Kalksteinbergbau.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise erfolgt über die Straße Theben-West nach Esna über Armant auf dem westlichen Nilufer.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Überreste des Hathor-Tempels auf dem Osthügel.
  • Überreste des antiken Friedhofs auf dem Westhügel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Donadoni Roveri, Anna Maria: Gebelein : il villaggio e la necropoli. Torino : Artema, 1994, ISBN 88-8052-000-8 (in Italienisch).
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