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Friedberg (Hessen)

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Friedberg (Hessen)
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Friedberg ist eine Stadt in der Wetterau, im Bundesland Hessen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Friedberg ist ein kulturelles Zentrum der Wetterau mit vielen weiterbildenden Schulen. Der Adolfsturm, ein 58 m hoher Bergfried innerhalb der Burganlage, ist das Wahrzeichen der Stadt. In der Judengasse der Altstadt findet man das monumentale unterirdische Ritualbad/Mikwe, das mit 25 m tiefste in Deutschland. 1958–1960 war Elvis Presley in Friedberg stationiert. Sein Wirken wird im Wetterau-Museum gewürdigt.

Die Feldzüge des Germanicus erforderten ein römisches Militärlager, das auf dem Friedberger Burgberg am Beginn des 1. Jhd. n. Chr. errichtet wurde. Nach Beendigung der Feldzüge zogen die Römer ab. Von 69-79 n. Chr. baute Vespasian auf dem Burgberg erneut ein römisches Kastell, das beim Rückzug der Römer auf die Rheingrenze um 260 n.Chr. erneut aufgegeben wurde. Heute findet man noch den ausgegrabenen Rest einer kleinen Badeanlage. Tacitus erwähnte das "castellum in monte tauno" (Das Kastell im Taunusgebirge), und meinte damit vermutlich das Kastell im heutigen Friedberg.

Zwischen 1171–1180 hat Kuno I. von Hagen-Münzenberg, vermutlich im Auftrag des Kaisers Barbarossa, Friedberg gegründet. Nach der ältesten erhaltenen Urkunde stammt die Burg aus dem Jahr 1216. Burg und Stadt Friedberg liegen auf einem Basaltfelsen in der Wetterau. Die Stadt wird in einer Urkunde aus dem Jahr 1219 erwähnt. Burg und Stadt waren unabhängige rechtlich selbständige Einheiten und später eigene Territorien innerhalb des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Die große Nähe von Burg und Stadt führte über Jahrhunderte zu Reibereien. Eine ähnliche geografische Situation in Nürnberg ergab vergleichbare Probleme. In Friedberg wurde mit wirtschaftlichem Erfolg Tuch produziert. Friedberg wurde schon 1252 Reichsstadt. Hier fanden alljährlich zwei Messen statt. Das Friedberger Tuch war begehrt und wurde nach Lübeck, Schlesien, in die Niederlande und nach Wien geliefert.

Im 14. Jahrhundert hatte die Stadt ca. 3000 Einwohner und war eine mittelgroße Stadt. Die jüdische Gemeinde bestand seit 1241 und hatte einige hundert Mitglieder. 1383 und 1447 brannte die Stadt. Die Frankfurter Messe errang eine größere Bedeutung als Friedberg. Die Folge war ein wirtschaftlicher Niedergang. Die Stadt musste sich verschuldeten. Das Reich verpfändete die Reichsstadt Friedberg seit 1347 mehrfach an verschiedene Adelsherren. Ab 1455 befand sie sich in der Pfandschaft der Burg Friedberg. 1483 übernahm die Burg die Kontrolle über die Stadt. 1497 gab es in Friedberg nur noch etwa 1300 Einwohner. Vermögendere Bürger waren nach Frankfurt am Main gezogen.

1541 wurde die Reichsstadt evangelisch. Die Stadt litt unter dem Dreißigjährigen Krieg, dem Siebenjährigen Krieg, den französischen Revolutionskriegen und den Plünderungen. 1802 fiel die Stadt an das Großherzogtum Hessen. Sie zählte damals etwa 2000 Einwohner. Burg und Stadt wurden 1834 vereinigt. Der Bau der Main-Weser-Bahn (1850–52) war Anlass für einen langsamen wirtschaftlichen Aufstieg.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Friedberg liegt an der Main-Weser-Bahn, die von Kassel nach Frankfurt am Main führt.

Einzige Fernverkehrsverbindung ist der Intercity von Karlsruhe über Frankfurt am Main nach Hamburg. Diese Linie im 2 Stundentakt hält auch in Friedberg.

Im Regionalverkehr bestehen Verbindungen nach:

  • Kassel - Marburg - Gießen - InterCity und Regional-Express mit Doppelstockwagen jeweils im 2-Stundentakt
  • Gießen - Regionalbahn (als Mittelhessenexpress, fährt von Schwalmstadt-Treysa über Marburg und als Flügelzug von Dillenburg)
    Regionalexpress der HLB von Marburg und als Flügelzug von Siegen.
  • Frankfurt am Main - S-Bahn (S6, Endstation) und Regional-Express
  • Bad Homburg - Friedrichsdorf - Regionalbahn (Dieseltriebwagen)
  • Hungen - Regionalbahn (Dieseltriebwagen)
  • Nidda - Regionalbahn (Dieseltriebwagen oder -Züge)
  • Hanau - Nidderau -- Regionalbahn (Dieseltriebwagen)

Achtung: Der Bahnhof Friedberg besitzt keine Aufzüge.

Bahn- und Bus-Fahrpläne (VgO) für Friedberg

Auf der Straße[Bearbeiten]

Friedberg liegt unweit der A5, Kassel - Frankfurt am Main

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Friedberg (Hessen)

Das touristisch interessante Zentrum ist klein und flach und so kann man alles ohne Mühe zu Fuss erreichen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altstadt
Altstadt
  • Stadtbefestigung. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung haben sich größere Strecken erhalten, die zum Teil in Häusern verbaut sind. Hier ist auch das zur Seewiese führende Armsünderpförtchen mit Spitzbogen aus dem Jahre 1293. Im Südosten steht der Rote Turm mit Spitzbogenfries und Zinnenkranz. Der Adolfsturm in der Burg hat einen 58 m hohen Bergfried. Der Turm wurde nach 1347 erbaut. Geöffnet Sa + So. 14.00 bis 18.00 Uhr, Erwachsene 1,00 €, Jugendliche 0,50 €. Schön ist auch ein Spaziergang im Burggarten. In der Burg ist eine Gartenanlage aus der zweiten Hälfte des 18. und des beginnenden 19. Jahrhunderts.
  • Altstadt. Die Altstadt, die sich an die Burganlage anschliesst ist eine Mischung aus vielen Fachwerkhäusern und auch einigen neuen Bauten und eine Vielzahl von Restaurants, Bars und auch kleinen Geschäften. Besonders hoch ist der Anteil an muslimischen Bewohnern in manchen der Strassen, so daß sich hier auch eine höhere Dichte an Döner-Imbiss und adäquaten Restaurants findet.
  • Judenbad. Das Judenbad befindet sich hinter einer unscheinbaren Tür in der Judengasse 20. Das quadratische, rituelle Frauenbad (Mikwe) hat einen sehr sehenswerten Schacht, der bis zum Grundwasserspiegel gut 25 Meter tief herab reicht. Das Bad wurde laut Inschrift 1260 erbaut. Preis: 2€.
  • Kaiserstraße. An der breiten Kaiserstraße, die früher als Markt genutzt wurde, haben sich zahlreiche sehenswerte Fachwerkhäuser des 15. bis 18. Jahrhunderts erhalten. Einige wurden mit Schiefer verkleidet oder verputzt. Das Theologisches Seminar in der Kaiserstraße 2 ist ein zweigeschossiger spätklassizistischer Bau im Rundbogenstil und stammt aus dem Jahre 1848. Besonders sehenswert ist das Haus zum Roseneck (Kaiserstraße Nr. 59/61), daß aus dem Jahre 1333 stammt. Seine heutige Form ist vermutlich in der der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden. Das Haus Zum Bornziegel (Nr. 77) war früher das Zunfthaus der Wollweber. Es soll 1473 errichtet worden sein. Zu den stattlichsten Bauten zählt das dreigeschossige Haus Nr. 114 aus dem Jahre 1598. Es hat noch eine hölzerne Spindeltreppe. Unter den wenigen alten Steinhäusern an der Kaiserstraße sind die Häuser Nr. 118 und Nr. 120 von Interesse. Das Haus 118 ist vermutlich der älteste Profanbau der Stadt. Es ist wohl im ausgehenden 12. Jhd. entstanden. Besitzer war der Deutschorden(Frankfurt). Auch in den schmalen Seitengassen der Kaiserstraße haben sich ältere Bauten erhalten.
  • Rathaus. Das zweigeschossige Rathaus wurde von 1737 bis 1740 errichtet. Der Sitzungssaal im Obergeschoss, in dem früher Stadtverordnetenversammlungen abgehalten wurden, dient seit 2001 der Friedberger Musikschule als Übungsraum.
  • 1 Wetterau-Museum, Haagstrasse 16. Abteilungen: Kelten, Römer, Landwirtschaft der 30er Jahre, Tante-Emma-Laden der 50er Jahre, Elvis Presley Andenken, Mikwe. Geöffnet: Di bis Fr 9-12 und 14-17 Uhr, Sa, So und Feiertage 10-12 und 14-17 Uhr. Preis: 2€.
  • 2 Stadtkirche Unserer Lieben Frau, Wolfengasse. Gotische Hallenkirche, erbaut ca. 1260 bis 1410 Geöffnet: Di. bis Fr., 14 - 17 Uhr und Sa. und So., 11 - 17 Uhr. Preis: Erwachsene 1,00 €, Jugendliche 0,50 €.
  • 3 St. Jacobuskirche, Ockstadt. Neobarocker „Okschter Dom“, Ortsteil Ockstadt

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Dorheimer Hof, Wetteraustraße 70. Tel.: (0)6031 7370-0, Fax: (0)6031 7370-40. Alle Zimmer sind mit Dusche oder Bad/WC, Fön, Telefon mit Weckservice, Kabel - TV mit Premiere Radio, Hoteleigener W-Lan Service und kostenfreier Parkplatz. Preis: DZ 70 – 80 €. incl. reichhaltigen Frühstücksbuffet und 19 % Mehrwertsteuer.
  • 2 Garni-Hotel Stadt Friedberg, Am Seebach 2a. Tel.: (0)6031 60 70, Fax: (0)6031 60 71 00. 59 Zimmer ausgestattet mit Dusche/WC, Fön, Telefon, Modemsteckdose, W-Lan von T-Mobile, mehrere Zimmer mit Kabel TV, kostenfreie Hotelsauna, kostenfreier Parkplatz vor dem Hotel und Einzelgaragen gegen Gebühr.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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