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Castelsardo

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Castelsardo
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Castelsardo ist eine Stadt in der Subregion Anglona, Provinz Sassari, an der Nordküste von Sardinien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Städtchen Castelsardo, im sassarischen Sardisch heisst es Castheddu Sardhu, in der lokalen castellanesischen Mundart Calteddu, liegt auf einem Felsvorsprung zwischen zwei Buchten.

Älteste Siedlungsspuren finden sich u.a. in der prähistorischen Grabstätte, einem Domus de Janas, in Form des Roccia dell'Elefante. In römischer Zeit bestand ein Hafen Fritum Janii im Bereich des heutigen Hafenquartiers Frigiano.

In der Nähe der Benediktinerabtei von Tergu wurde um 1102 von der genuesischen Familie der Doria das Castel genovese erbaut. Mit dem Ausbau der Herrschaft der Aragonesen wurde Castelsardo im Jahre 1448 als letzte Festung erobert und unter dem Namen Castillo Aragonés als Città Regio ins aragonesische Regno di Sardegna integriert. Die gelb-roten Balken im Wappen zeugen heute noch von der Verbindung mit dem Haus Aragon. Die ausser mit modernen Waffen kaum uneinnehmbare Festung ging an Savoien über; in den letzten Jahrzehnten wurden der Ort um die Festung und die Kathedrale renoviert und wurden zum beliebten Reiseziel.

Blick zum Hafen

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die meisten auf dem Luftweg anreisenden Besucher reisen über den intenrationalen Flughafen Olbia an.

Mit der Bahn / mit dem Bus[Bearbeiten]

Die sardische Nordostküste ist nicht ans sardische Schmalspurnetz angeschlossen.

Von der nächsten Eisenbahnstation in der Provinzstadt Sassari kann die Stadt mit den Bussen der arst erreicht werden. Die Linien 721 und 724 verbinden Sassari mit Castelsardo, die Linie 728 führt darüber hinaus weiter via Badesi nach Santa Teresa Gallura. Nur einzelne Kurse verkehren nach der Hafenstadt Porto Torres.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Sassari aus gelangt man auf der SS200 von Westen her nach Castelsardo, auf der SS134 von Osten her. Die Küstenstrasse SP90 führt als Umfahrung im Hinterland parallel der Küstenlinie entlang, auf den beiden genannten Strassen gelangt man ins Zentrum.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Castelsardo verfügt über eine 1 Marina, die von Privatjachten angelaufen werden kann. Fährverbindungen, welche zur Anreise geeignet wären, bestehen nicht.

Mobilität[Bearbeiten]

Der Ort kann zu Fuss erkundet werden; der Aufstieg zu Altstadt, zur Kathedrale und zur Festung ist relativ schweisstreibend. Man kann auch mit dem Privatwagen zur Festung hinauffahren, die wenigen Parkplätze entlang der Strasse sind schon rasch belegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kathedrale Castelsardo
Chiesa Santa Maria delle Grazie
Kastell von Castelsardo
Elefanten - Felsen

Die meisten Ladengeschäfte befinden sich entlang der Hauptstrasse, am Sattel zwischen der Senke gegen Osten und gegen Westen wurde ein ovaler betonierter Platz angelegt, die 2 Piazza del Novecentenario, von hier ergeben sich schöne Ausblicke zur Küste und zur Felsenkuppe mit der Burg und der Altstadt. Ein Strasse im Zick-Zack und Gässchen führen auf die Kuppe hinauf, wo die Altstadt von Castelsardo auf der von unten kaum einsehbaren Nord- resp. Küstenseite liegt.

  • 1 Castello dei Doria. Die Burg, welche dem Ort den Namen gab, wurde im 13. Jhdt. unter der Genueser Familie der Doria angelegt, das ursprünglich tradierte Datum von 1102 musste revidiert werden. Geöffnet: im Winter 10:30-16:30 h; in den Sommermonaten von 09:00-21:00 h (teils bis Mitternacht). Preis: 3.00 / 2.00 €.

Im Kastell liegt auch das

  • 2 Museo dell'Intreccio Mediterraneo, Via Guglielmo Marconi, 07031 Castelsardo SS. Im Museum der sardischen Web- und Flechtkunst sind Web- und Korbflechtarbeiten aus der Region und dem gesamten Mittelmeerraum ausgestellt. Geöffnet: im Winter 10:30-16:30 h; in den Sommermonaten von 09:00-21:00 h (teils bis Mitternacht). Preis: 3.00 / 2.00 €.
  • 3 Concattedrale di Sant'Antonio abate. Die Kathedrale liegt auf einem Plateau im Nordosten der Altstadt, der Campanile ist freistehend fällt durch seine Majolika - Kuppel auf. Die aktuelle Gestalt erhielt das Gotteshaus ab 1597 und wurde 1622 geweiht.

Hinter dem Kirchturm führt eine gepflasterte Gasse hinab, ein Weg führt von hier zum Parkgelände am nördlichen Fuss der Felsenkuppe der Altstadt.

  • Die 4 Chiesa del Purgatorio
  • 5 Chiesa di Santa Maria delle Grazie, Via Regina Margherita 2626, 07031 Castelsardo SS.

In der Umgebung[Bearbeiten]

Nuraghe Paddaggiu
  • östlich liegt das Hafenbecken mit der Marina und der Küstenturm 6 Torre di Frigiano

Eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten ist der

  • 7 Roccia dell'Elefante, SS 134. Der elefanten - förmige Felsen erregte wohl schon in vorgeschichtlicher Zeit Aufsehen. Als "Domus de Janas" wurden mehrere Grabkammern in den Elefantenfelsen geschlagen, ihren heutigen Namen erhielt der zuvor als Sa Pedra Pertunta bekannte Stein erst durch Edoardo Benetti im Jahre 1914. Er liegt an der Ausfallstrasse SS134, auf der gegenüberliegenden Strassenseite kann man parkieren.
  • Der 8 Nuraghe Paddaggiu liegt an der Verbindungsstrasse zwischen der SS134 und der nach Osten führenden SP90.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Baia Ostina
  • Besichtigung der Altstadt und des Kastells
  • Baden an den Stränden 1 Spiaggia Marina di Castelsardo im Westen und an den felsigen Abhängen im Osten die 2 Spiaggia Via Zirulia und die 3 Baia Ostina .
  • auf jeden Fall lohnt sich ein Ausflug zum fotogenen Elefantenfelsen, in den Abendstunden ist das Licht aus Westen günstig.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Entlang der Hauptstrasse Via Roma / Via Sedini finden sich mehrere Andenkenläden mit Souvenirs, kunstgewerblichen Gegenständen (Webarbeiten, etc.) und kulinarischen Spezialitäten aus dem Norden von Sardinien. Das Angebot ist nicht ganz so reichhaltig, wie das in Alghero, dafür liegt auch das Preisniveau deutlich günstiger.
  • ein 1 Conad Supermarkt liegt an der Via Sedini.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 1 View Sunset Lounge Bar mit einer grandiosen Aussicht über den Hafen

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 1 Pro Loco Castelsardo liegt an der Piazza del Popolo vor dem Zugang zum Kastell.

Ausflüge[Bearbeiten]

Monte Ossoni
  • nach Tergu mit der 9 Chiesa di Nostra Signora di Tergu
  • zu den megalithischen Ruinen auf dem 10 Monte Ossoni , eine megalithische Mauer aus der Kupfer-Steinzeit umgab Reste eines Dorfs.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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