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Brest (Frankreich)

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Brest
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Brest ist die größte Stadt (aber nicht die Präfektur) des Départements Finistère in der Bretagne. Es ist die am weitesten westlich gelegene Großstadt Frankreichs und hat eine lange Tradition als Hafenstadt und Marinebasis.

Hintergrund[Bearbeiten]

Brest liegt an einer tief eingeschnittenen und geschützten Bucht des Atlantik (Rade de Brest), die an dieser Stelle einen Naturhafen bildet, unweit des westlichsten Zipfels Frankreichs (Finistère – „Ende der Erde“). Brest ist daher schon seit Jahrhunderten ein bedeutender Marinehafen.

Die Innenstadt von Brest wurde im Zweiten Weltkrieg (1944) fast vollständig zerstört. Ihr heutiges Gesicht bekam die Stadt daher im Wesentlichen während des planmäßigen Wiederaufbaus (Reconstruction) ab 1948. Maßgeblicher Schöpfer dieses Plans war der Architekt und Stadtplaner Jean-Baptiste Mathon. Viele Gebäude in der Innenstadt sind in einem einheitlichen, neoklassizistischen Stil gehalten.

Der westlich des Flusses Penfeld gelegene Stadtteil von Brest ist 1 Recouvrance Recouvrance in der Enzyklopädie WikipediaRecouvrance (Q3422522) in der Datenbank Wikidata. Hier sind noch deutlich mehr historische Gebäude aus der Vorkriegszeit erhalten als im „eigentlichen Brest“ (Brest-même). Recouvrance ist traditionell der bretonischsprachige Stadtteil, während in Brest-même Französisch gesprochen wurde und wird. Bis 1680 war Recouvrance eine eigenständige Gemeinde, dann wurde es von Brest „annektiert“.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Karte von Brest (Frankreich)

Der Flughafen Brest – 1 Aéroport Brest-Bretagne Aéroport Brest-Bretagne in der Enzyklopädie Wikipedia Aéroport Brest-Bretagne im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAéroport Brest-Bretagne (Q1191525) in der Datenbank Wikidata (IATA CodeBES) – ist der wichtigste Flughafen der Bretagne. Mehrmals täglich gibt es Air-France-Flüge von den beiden Pariser Flughäfen Orly (ORY) und Charles-de-Gaulle (CDG). Weitere innerfranzösische Verbindungen bieten Chalair (mehrmals täglich Bordeaux, einmal pro Tag Caen), Hop! (mehrmals täglich Lyon, einmal pro Tag Lille) und Ryanair (täglich Marseille) an. TUIfly fliegt von/zu Urlaubsgebieten am Mittelmeer (Malaga, Mallorca) und Marrakesch. Aus den deutschsprachigen Ländern braucht man eine Umsteigeverbindung, in der Regel über Paris. Die kleine Fluggesellschaft Finist'air fliegt zweimal täglich mit einer Turboprop-Maschine (Cessna 208) von Brest zur Insel Ouessant und zurück.

Der Flughafen befindet sich ca. 11 km nordöstlich des Stadtzentrums. Ein Shuttlebus (Navette) fährt 1–2 mal pro Stunde vom Flughafen zur Haltestelle Porte de Guipavas (Fahrtzeit 10 min). Dort kann man in die Straßenbahnlinie A umsteigen, die ins Stadtzentrum fährt (u. a. Place de Strasbourg und Liberté). Das Ticket kostet 1,50 € und berechtigt zum Umsteigen in die Straßenbahn und andere Buslinien (gilt eine Stunde).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Hochgeschwindigkeitszug TGV fährt alle 1–2 Stunden vom Pariser Bahnhof Montparnasse nach Brest (über Rennes). Die Fahrt dauert rund 3½ Stunden. Aus Deutschland oder der Schweiz kommend, muss man in Paris umsteigen und dabei auch den Bahnhof wechseln (vom Gare du Nord oder Est zum Gare Montparnasse).

Von Rennes nach Brest braucht man mit dem TGV (keine Hochgeschwindigkeitsstrecke) rund 2 Stunden, mit dem Regionalexpress (TER; nur zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags/abends) 2:15–2:20 Std. Unterwegs halten die Züge in St-Brieuc, zum Teil auch in Lamballe, Guingamp und Morlaix. Von Quimper nach Brest fahren sieben TER-Züge pro Tag (Fahrtzeit 1:15 Std.), ansonsten Busse. Verbindungen zwischen Brest und Roscoff erfordern immer einen Umstieg in Morlaix und dauern zwischen 1:15 und 2 Stunden.

Der 2 Bahnhof Bahnhof in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof (Q2255490) in der Datenbank Wikidata (Gare de Brest) befindet sich am östlichen Ende der Innenstadt. Hier kann man in die Stadtbuslinien 1, 3, 4 und 5 umsteigen. Im Bahnhof gibt es keine Gepäck-Schließfächer.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Tramway an der Haltestelle Liberté

Das öffentliche Verkehrssystem der Stadt Brest heißt Bibus und wird von Keolis Brest betrieben. Es besteht aus einer moderne Straßenbahn (tramway) mit bislang einer Linie (A), die 2012 eingeweiht wurde, einer Seilbahn (téléphérique, Linie C) sowie 29 Buslinien, die mit Zahlen bezeichnet sind.

Das Umland von Brest kann man mit Regionalbussen des Netzes Penn-ar-Bed (Viaoo29) erreichen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Donjon des Château de Brest

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Église Saint-Louis de Brest. Église Saint-Louis de Brest in der Enzyklopädie Wikipedia Église Saint-Louis de Brest im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsÉglise Saint-Louis de Brest (Q3582362) in der Datenbank Wikidata. Hauptkirche in der Innenstadt von Brest. Sie wurde 1953–58 im Stil der Moderne erbaut. Der barocke Vorgängerbau von 1686–1785 an gleicher Stelle wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.
  • 2 Église Saint-Sauveur de Brest. Église Saint-Sauveur de Brest in der Enzyklopädie Wikipedia Église Saint-Sauveur de Brest im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsÉglise Saint-Sauveur de Brest (Q27968029) in der Datenbank Wikidata. Barocke Kirche des Jesuitenordens im Stadtteil Recouvrance, erbaut in den 1740er-Jahren.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • 3 Château de Brest, 6 boulevard Jean-Moulin. Château de Brest in der Enzyklopädie Wikipedia Château de Brest im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChâteau de Brest (Q2633625) in der Datenbank Wikidata. Hoch- bis spätmittelalterlich geprägte Burg. Gelegen an der Mündung des Flusses Penfeld in die durch Landzungen geschützte Bucht von Brest und damit strategisch ideal positioniert, um den sich ergebenden Naturhafen zu kontrollieren. Aufgrund dieser günstigen Lage befand sich an dieser Stelle schon in der Antike ein römisches castellum. Ein Großteil der Türme und Mauern stammt aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. Nochmals maßgeblich umgestaltet wurde die Anlage im 17. Jahrhundert unter Vauban, dem begnadetsten Festungsbaumeister seiner Zeit. Die Festung ist bis heute im Besitz der französischen Marine und beherbergt den Sitz des Seepräfekten für die gesamte französische Atlantikküste. Ein Teil des Château ist aber auch für Besucher geöffnet und dient als Außenstelle des nationalen Marinemuseums.

Bauwerke[Bearbeiten]

Tour Tanguy
  • 4 Tour Tanguy, Square Pierre Péron (Tram "Recouvrance"). Tel.: (0)2 98 00 80 80. Tour Tanguy in der Enzyklopädie Wikipedia Tour Tanguy im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTour Tanguy (Q3533195) in der Datenbank Wikidata. Dicker mittelalterlicher Wehrturm aus dem 14. Jahrhundert im Viertel Recouvrance. Der Turm beherbergt heute das Musée du vieux Brest (Museum des alten Brest), das mit Dioramen das Stadtbild vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg veranschaulicht. Geöffnet: Oktober–Mai: Mo, Mi+Do 14–17 Uhr, Sa+So 14–18 Uhr; Juni–September täglich 10–12 u. 14–18 Uhr; frz. Schulferien: täglich 14–18 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • Festungsbauwerke von Vauban
  • 5 Pont de Recouvrance. Pont de Recouvrance in der Enzyklopädie Wikipedia Pont de Recouvrance im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPont de Recouvrance (Q936501) in der Datenbank Wikidata. 88 Meter lange und 70 Meter hohe Hubbrücke über den Fluss Penfeld. Bei ihrer Einweihung 1954 war sie die größte Hubbrücke Europas.
  • 6 Ateliers du Plateau des Capucins. Ateliers du Plateau des Capucins in der Enzyklopädie WikipediaAteliers du Plateau des Capucins (Q30742442) in der Datenbank Wikidata. Ehemalige Gebäude des Militärhafens aus dem 19. Jahrhundert. Seit 2009 wurden sie zu einem Handels- und Kulturzentrum mit Mediathek umgestaltet, das Zentrum des neuen „Öko-Quartiers“ Capucins sein soll. Die Ateliers sind an die Seilbahn und Tram angebunden.

Denkmäler[Bearbeiten]

„Rosa Turm“ des amerikanischen Marinedenkmals
  • 7 Naval Monument de Brest (Tour rose). Naval Monument de Brest in der Enzyklopädie Wikipedia Naval Monument de Brest im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNaval Monument de Brest (Q27603006) in der Datenbank Wikidata. Das amerikanische Marinedenkmal, dessen auffälligstes Element ein 30,5 Meter hoher Turm aus rosa Granit ist, wurde 1930 gestiftet und erinnert an die Beteiligung der US-Seestreitkräfte am Ersten Weltkrieg in Europa. Am 4. Juli 1941 – dem amerikanischen Nationalfeiertag – wurde der ursprüngliche Turm von den deutschen Besatzungstruppen gesprengt. Nach Kriegsende wurde er 1958 originalgetreu wiederaufgebaut. Das Innere des Turms ist nicht öffentlich zugänglich.

Museen[Bearbeiten]

Aquarium im Océanopolis
  • 10 Musée Mémorial Fort Montbarey (fort Montbarey). Musée Mémorial Fort Montbarey in der Enzyklopädie WikipediaMusée Mémorial Fort Montbarey (Q3077950) in der Datenbank Wikidata.
  • 14 Océanopolis. Océanopolis in der Enzyklopädie Wikipedia Océanopolis im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOcéanopolis (Q3349063) in der Datenbank WikidataOcéanopolis auf Twitter. Ein kulturell-wissenschaftlicher Erlebnispark zum Thema Meere und Ozeane. Hier sind 1000 verschiedene Arten von Meereslebewesen vertreten.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Rue de Siam
  • 15 Place de la Liberté. Place de la Liberté in der Enzyklopädie WikipediaPlace de la Liberté (Q3390366) in der Datenbank Wikidata. Zentraler Platz der 1948 planmäßig neu gestalteten Innenstadt. Im Volksmund wird er kurz place Lib’ genannt. An diesem Platz befinden sich das neoklassizistische Rathaus (hôtel de ville) und das Denkmal für die Gefallenen (monument aux morts). Die große Freifläche wird für öffentliche Veranstaltungen genutzt.
  • 16 Rue de Siam. Rue de Siam in der Enzyklopädie Wikipedia Rue de Siam im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRue de Siam (Q2395955) in der Datenbank Wikidata. Die Hauptachse der Innenstadt von Brest. Ihr Name erinnert an den Besuch einer siamesischen (d. h. thailändischen) Gesandtschaft in Frankreich während der Herrschaft Ludwigs XIV (umgekehrt gibt es auch eine „Rue de Brest“ in der thailändischen Hauptstadt Bangkok). Ein Chanson von Édith Piaf trägt den Titel Rue de Siam. Die Straße ist autofrei, für Fußgänger und die Straßenbahn reserviert. In ihrer Mitte befinden sich seit 1988 von der modernen Künstlerin Marta Pan gestaltete Wasserspiele.
  • 17 Cours Dajot. Cours Dajot in der Enzyklopädie WikipediaCours Dajot (Q3001328) in der Datenbank Wikidata. Etwa 500 Meter lange, von Ulmen gesäumte Fußgängerpromenade in der Nähe des Hafens, führt aus Richtung des Bahnhofs auf die Burg zu. Am Cours Dajot befindet sich der Justizpalast von Brest und das amerikanische Marinedenkmal.
Rue Saint-Malo
  • 18 Rue Saint-Malo. Rue Saint-Malo in der Enzyklopädie WikipediaRue Saint-Malo (Q3449931) in der Datenbank Wikidata. Eine der ältesten Straßen im Stadtteil Recouvrance. Hier finden sich noch Häuser aus grob behauenen Natursteinen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die als Behausungen der unteren sozialen Schichten dienten. Hier befand sich ab 1736 das Refuge Royal, ein Heim für „Mädchen von geringer Tugend und schlechtem Lebenswandel“, sprich Prostituierte (deren Gewerbe natürlich angesichts der vielen in Brest stationierten Seeleute florierte), minderjährige und unverheiratete Mütter, Herumstreunerinnen, aber auch rebellische, unangepasste Frauen und Mädchen. Es wurde 1782 von der hier inhaftierten „schönen Tamisier“ (la Belle Tamisier) in Brand gesteckt. Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs blieb ein Teil der rue Saint-Malo verschont. Die Häuser waren aber heruntergekommen, galten als unhygienisch und wurden von ihren Bewohnern nach und nach verlassen. 1965 wurde ihr Abriss beschlossen. Dies konnte aber von Bürgerinitiativen verhindert werden, sodass dieser historische und besondere Teil von Brest gerettet wurde. Heutzutage gibt es in der Gasse kleine Läden für Kunsthandwerk, Cafés sowie regelmäßige Veranstaltungen mit Darbietungen von Künstlern, Musikern usw.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Foire Saint-Michel im September

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Hotel Les gens de mer, 44 Quai de la Douane, 29200 Brest. Direkt am Fährhafen. Einfache Unterkunft mit kurzem Fußweg zur Ablegestelle der Fährschiffe zur Île d'Ouessant (die frühmorgens abfahren). Frühstück im Speisesaal, der an ein Jugendhaus erinnert. Bushaltestelle: "Les Iles" der Linie 4, es verkehren 3-4 Busse stündlich zum Bahnhof und zur Innenstadt, Fahrtrichtung "Hôpital".

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • 24 km westlich von Brest liegen am Pointe de St-Mathieu die Ruinen der Abtei Saint-Mathieu. Man kann dort herrliche Spaziergänge an der Steilküste entlang machen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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