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Bergpark Wilhelmshöhe

Welterbe in Deutschland

Vollständiger Artikel
Aus Wikivoyage
Stadtblick zentrale Parkachse Bergpark Wilhelmshöhe. Die barocken Wasserspiele sind gerade in Aktion.

Das gerne besuchte UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe ist bei Kassel in Nordhessen zu finden. Die 240 Hektar große Anlage im Stil eines englischen Landschaftsgartens liegt am Osthang des Habichtswaldes. Neben dem Wahrzeichen der Region, dem Herkules, findet man im Park zahlreiche weitere sehenswerte Bauwerke wie beispielsweise Schloss Wilhelmshöhe und die Löwenburg. Ein weiterer Höhepunkt im Park sind die historischen Wasserspiele, die im Sommerhalbjahr (1. Mai bis 3. Oktober) mittwochs, sonntags und an Feiertagen stattfinden. Der Park und die Wasserspiele sind frei zugänglich. Lediglich die Gebäude kosten Eintritt.

Am 23. Juni 2013 erhielt der Bergpark den begehrten Titel "Weltkulturerbe", der ihn als weltweit einzigartig auszeichnet. Der Bergpark Wilhelmshöhe ist damit die 38. deutsche Welterbestätte.

Wer übrigens genug von Steigungen hat, sollte die Karlsaue besuchen. Diese zweite große historische Parkanlage von Kassel ist der ebene Kontrast zum Bergpark.

Anreise

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  • Auf der Straße: Kassel ist gut in der Autobahnnetz eingebunden. Wer die Innenstadt auf dem Weg zum Bergpark umfahren möchte nutzt die 1 Anschlussstelle Kassel Bad Wilhelmshöhe (68) an der A44. Über Brasselsberg gelangt man von hier zügig hinauf zum Herkules oder auch zum Parkplatz Schloss Wilhelmshöhe.
  • Mit der Bahn: Der Bergpark ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der 1 Bahnhof Wilhelmshöhe ist gut in den Nah- und Fernverkehr der Bahn eingebunden. Wer entsprechend in die ICE-Fahrkarte investiert, kann von den Fahrzeiten her den Bergpark als Tagesausflug u. a. ab Hannover, Göttingen, Fulda oder auch Würzburg besuchen (Fahrzeiten bis eine Stunde einfach). Bei längeren Anreisedistanzen lohnt sich aber eher ein Wochenendtrip nach Kassel mit Übernachtung.
  • Anreise überregional ausführlich siehe entsprechender Abschnitt Anreise im Wikivoyartikel Kassel

Mobilität

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Karte bzw. Lageplan Bergpark Wilhelmshöhe

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Karte
Karte von Bergpark Wilhelmshöhe

Der inteaktive Lageplan rechts zweigt die wichtigsten "Point of Interests" (POI) im Bergpark. In Auswahl sind Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Parkplätze und weitere POI, wie Zuführungen des Wassers zu den Wasserspielen, vermerkt. Für die Darstellung der Wanderstrecken bei den Ebenen "Wanderwege" anklicken. Wer eine topografische Grundlage mit Höhenmetern sehen möchte bei den Kartengrundlagen auf "Reliefkarte" klicken.

Parken

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Für private KFZ gibt es im Bereich des Bergpark an zwei Stellen größere Parkplätze:

  • im Bereich von Schloss Wilhelmshöhe den 2 Parkplatz Schloss Wilhelmshöhe (390 Plätze)
  • am Herkules oben den 3 Parkplatz Herkules (280 Plätze) und den 4 Ausweichparkplatz am Herkules . Aufgrund des großen Andrangs zu den Zeiten der Wasserspiele reichen selbst beide Plätze oben am Herkules zum Teil nicht aus.

Die aktuelle Auslastung der beiden Plätze kann hier eingesehen werden. Zu den Zeiten der Wasserspiele am Besten für die Anreise auf Bus und Bahn umsteigen.

Parkplatz am Herkules: Sonntag 13. Dezember 2020: Obwohl im Winterhalbjahr keine Wasserspiele stattfinden, ist der Parkplatz gut ausgelastet.

Das Parken ist auf allen drei Plätzen gebührenpflichtig:

  • erste 30 Minuten gebührenfrei
  • 2 Std. 2 Euro (Mindestgebühr)
  • 4 Std. 3 Euro
  • Tagesgebühr 5 Euro

Sonderregelung: höhere Parkgebühren an den Tagen der Wasserspiele zwischen 9:30 Uhr bis 15 Uhr: Hier kostet das Parken dann in diesem Zeitraum eine Tagespauschale. Stand 2026 kostet es 8,50€ pro PKW. Krafträder 6,50 €. Wohnmobil 11,50€ (keine Übernachtung).

  • Inbegriffen ist an Wasserspieltagen dann ein Busticket für den Bergparkbus der Linie 23 zwischen Parkplatz unten am Schloss und dem Herkules für bis zu 7 Personen. Trotz verdichteten Takts zu den Wasserspielen und kann es im Bus auch schon mal etwas enger werden (Stand 04-2026 nach Info auf kassel.de).
  • Ferner kann an Wasserspieltagen mit dem Parkticket auch die Linie 24 des Kleinbus vom Bahnhof Wilhelmshöhe über den Parkplatz Schloss Wilhelmshöhe zum Schlossplateau genutzt werden. Der Kleinbus ist vor allem für mobilitätseingeschränkte Besucher gedacht.
Tulpenallee 2019 unten in Bereich Schloss Wilhelmshöhe mit Hinweis Parkverbot auf der Straße. Problem: Es halten sich die Verkehrsteilnehmer nicht dran. Hinten rechts eine Reihe Falschparker. So wird es auch auf der Straße für den fließenden Verkehr sehr eng.

Hinweis: Besonders zu den Wasserspielen (Mi, So und Feiertags; aber nicht nur dann) sind an schönen Ausflugstagen die Parkplätze besonders oben am Herkules, aber auch unten am Schloss zum Teil überlastet. Auf der Zufahrtsstraße zum Herkules dürfen lediglich in Ausnahme an Wasserspieltagen bei überlasteten Parkplätzen bis zu 175 Kfz seitlich abgestellt werden. Ordner regeln dann oft den Verkehr. Unten an der Tulpenallee im Bereich Schloss Wilhelmshöhe gilt ein Parkverbot auf der Straße. Daher an solchen Tagen, sofern sinnvoll machbar, am besten komplett auf Bus und Bahn umsteigen.[1]

Am stressfreisten ist es daher, sich mehr Zeit zu nehmen und den Bergpark bereits am Vormittag mit Bus & Bahn von unten mit der Tram 1 anzufahren. Dann kann man während des Aufstiegs zum Herkules die Schönheiten des Parks schon ohne großes Gedränge erkunden. Oben lädt dann noch vor den Wasserspielen die Gastronomie zum Mittag ein.

zu Fuß

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Das beste Hilfsmittel, um den Bergpark zu entdecken, sind die eigenen Beine. Wer von der Stadt zum Herkules hoch wandern möchte, benötigt allerdings schon etwas Kondition. Von der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1 bis zum Herkules sind etwa 300 Höhenmeter mit 3,5km Strecke zu überwinden. Festes Schuhwerk ist sehr sinnvoll, da es über geschotterte Parkwege und diverse Treppen geht.

Öffentlicher Verkehr

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Zum Schloss Wilhelmshöhe

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End-Bahnhof der Straßenbahn-Linie 1, heute Tourist-Info
  • Straßenbahnlinie 1 - Diese Linie verbindet das Stadtzentrum und den Bahnhof Wilhelmshöhe mit dem Bergpark. Die Endhaltestelle heißt im Fahrplan des NVV 5 Kassel Wilhelmshöhe (Park) . Im Bergpark-Bahnhof findet sich ein Informationszentrum mit öffentlichen Toiletten.
Von der Endhaltestelle der Linie 1 läuft man noch etwa 10 - 15 Minuten bis zum Schloss Wilhelmshöhe (steilerer Höhenunterschied von etwa 50 m).
  • Buslinie 24 bis zum Schlossplateau: Seit Ende 2025 verkehrt ganzjährig ein Kleinbus (bis 5 Personen) vom Bahnhof Wilhelmshöhe über den Bergpark-Bahnhof (Endhalt Tram 1), dem Parkplatz Ochsenallee bis hinauf zum Schlossplateau. Das Angebot richtet sich primär an mobilitätseingeschränkte Gäste.

Zur Löwenburg

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Straßenbahnlinie 4: Von der 6 Haltestelle Waldorfschule sind es noch ca. 15 Minuten zu Fuß. Die Tram 4 kommt ebenfalls aus dem Stadtzentrum und fährt über den Fernbahnhof Wilhelmshöhe.

Fußweg Haltestelle Waldorfschule bis zur Löwenburg: Zunächst rund 50m entlang der Schienen aufwärts laufen und dann rechts über die Wiese hoch Richtung Waldrand. die der Wiese dem Trampelpfad folgen. Oben am Waldrand am geschotterten Fahrweg rechts halten. Dieser mündet in die Bergparkstraße. Der Straße bergwärts bis zur Löwenburg folgen.

Zum Herkules

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  • Auffahrt zum Herkules: Wer zum Herkules hoch möchte, muss ab dem Fernbahnhof Wilhelmshöhe die Straßenbahnlinie 4 bis zur 7 Endhaltestelle im Druseltal nehmen. Von hier besteht halbstündlich direkter Anschluss mit der Buslinie 22 durch das Druseltal bis hoch zum Herkules. Vom Herkules kann man bequem durch den Bergpark bis zum Endhalt der Straßenbahnlinie 1 hinabwandern.

Zusatzangebote an den Tagen der Wasserspiele

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  • Bergparkbus der Linie 23: An Wasserspieltagen verkehrt die Sonderlinie 23 des Bergparkbus. Sie fährt zwischen dem Bergpark-Bahnhof unten am Park (Endhalt Tram 1 "Wilhelmshöhe (Park)"), dem Druseltal (Endhalt Tram 4) und dem Herkules oben. Fahrplan der KVG.
  • Engere Takte zu den Zeiten der Wasserspiele: Die Straßenbahnlinie 3 und die Buslinie 22/23 zum Herkules verkehren dann zwischen 12 und 15 Uhr im 1/4 Stundentakt. Für die Rückfahrt Richtung Stadt fährt die Tramlinie 1 zwischen 15 und 17 Uhr ebenfalls alle 1/4 Stunde. Die Wasserspiele beginnen am Herkules Mi, So und feiertags um 14:30 Uhr (zwischen 1. Mai und 3. Oktober).
  • Shuttleservice in den zentralen Bergpark vor allem für mobilitätseingeschränkte Besucher: An Wasserspieltagen fährt vor allem für mobilitätseingeschränkte Besucher der kleine parkinterne Shuttlebus. Mit diesem Service kann man vom Parkplatz am Schloss die Stationen Schlossplateau, Aquädukt/Teufelsbrücke, Steinhöfer Wasserfall, Löwenburg und Neptunbecken/Kaskadenwirtschaft erreichen. Infos auf kassel.de

Stichwort Neue "alte" Herkulesbahn

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Blick zurück: "Tramromantik" an der Bergstation der alten Herkulesbahn am Herkules um 1910

Bis 1966 gab es übrigens noch eine Straßenbahn durch das Druseltal zum Herkules (siehe auch Wikipediaartikel "Herkulesbahn"). Bereits seit einigen Jahren gibt es in Kassel die Idee, wieder eine Straßenbahn bis zum Herkules zu errichten. Als "Neue Herkulesbahn" würde die Trasse der Tramlinie 4 um 3,2km bis zum Besucherzentrum am Herkules verlängert. Die Idee des Fördervereins "Neue Herkulesbahn" hat in der Stadt mittlerweile zahlreiche Befürworter gefunden. Aufgrund offener Finanzierungsfragen wurde das viel diskutierte Projekt aber bisher nicht angegangen. Ein Vorteil einer "Neuen Herkulesbahn" wäre, dass das Umsteigen im Druseltal entfallen würde. Ferner hätte eine Straßenbahn eine bedeutend höhere Transportkapazität als die heute eingesetzten Busse.

Mit dem Fahrrad

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Das Radfahren ist im Bergpark nicht gestattet. Ausnahmen gelten lediglich für die Bergparkstraße und für den alten Kutschweg zum Herkules hoch (siehe auch Herkules-Wartburg-Radweg). Der Kutschweg mit seinen beiden großen Kehren besitzt eine Schotterdecke (nichts für Rennräder). Die Bergparkstraße ist für den allgemeinen Kfz-Verkehr gesperrt (Ausnahme Gäste Kaskadenrestaurant).

Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
Blick vom Fuß des Herkules über den Bergpark auf Kassel: In der Bildmitte ist die zentrale Parkachse mit Schloss Wilhelmshöhe zu sehen, die ihre Verlängerung in der Wilhelmshöher Allee findet. Rechts im Bild ist auf halber Höhe die Löwenburg zu erkennen.  An sehr klaren Tagen reicht die Sicht von hier sogar bis zum Brocken im Harz (In diesem Panorama allerdings nicht).
Blick vom Fuß des Herkules über den Bergpark auf Kassel: In der Bildmitte ist die zentrale Parkachse mit Schloss Wilhelmshöhe zu sehen, die ihre Verlängerung in der Wilhelmshöher Allee findet. Rechts im Bild ist auf halber Höhe die Löwenburg zu erkennen. An sehr klaren Tagen reicht die Sicht von hier sogar bis zum Brocken im Harz (In diesem Panorama allerdings nicht).

Hintergrund

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Die Anfänge

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1173 wurde von Mainz aus an der heutigen Stelle des Schlosses Wilhelmshöhe das Kloster Weißenstein der Augustiner-Chorherren gegründet. 1193 wurde die Anlage ein Frauenkloster. Mit dem Einzug der Reformation in Hessen löste man das Kloster um 1517 auf. Philipp I. nutzte die Gebäude fortan als Jagdschloss. Zwischen 1606 bis 1610 erbaute Landgraf Moritz hier dann sein Jagdschloss, das er ebenfalls "Weißenstein" nannte.

Der barocke Karlsberg

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Schloss Weißenstein und Herkulesbauwerk in einer Zeichnung von Johann Heinrich Müntz, 1786

1696 begann Landgraf Karl (1654 - 1730) mit dem Bau einer ersten Blickachse im Park. Dabei entstanden auf dem Bergkamm südlich des Hüttenbergs die ersten Grundmauern für ein "Riesenschloss" . Diese Baureste sind noch heute dort als "Kleiner Herkules" zu finden (eingewachsen im Wald bei 1 Baureste Kleiner Herkules ; es besteht keine Aussicht vom kleinen Herkules).

Auf einer Italienreise ("Grand Tour") lernte Landgraf Karl 1699 dann den italienischen Baumeister Giovanni Francesco Guerniero kennen. Da Karl von der italienischen Architektur angetan war, änderte er seine Pläne und beauftragte Guerniero damit, eine imposante Anlage mit "italienischem Flair" am Habichtswald zu errichten. Die Pläne sahen vom heutigen Herkules bis hinunter zum Schloss Wilhelmshöhe eine imposante, 2,5km lange Kaskadenanlage mit Wasserspielen vor.

1702 begann Giovanni Francesco Guerniero im Auftrag von Landgrafen Karl mit dem Bau weiterer Teile der Wasserkünste und des Riesenschlosses als Oktogon.

Um 1713 äusserte Karl den Wusch, die Anlage möge repräsentativer werden. Der Baumeister erarbeitete darauf zusammen mit Karl verschiedene Änderungsentwürfe aus. Den Entwurf, das Riesenschloss mit einer Pyramide samt Herkulesstatue zu "krönen", sollte schließlich umgesetzt werden. Diese Idee wird Karl teilweise sogar persönlich zugeschrieben [2]. Dieses Projekt erwies sich jedoch als schwierig, denn das aus porösen Basalttuff errichtete Oktogon war nicht sehr tragfähig. So musste der luftige Bau verstärkt werden, damit er die Pyramide samt Statue überhaupt tragen konnte.

1715 setzte sich Giovanni Francesco Guerniero vor Vollendung der Anlage einfach nach Italien ab. Es war zu andauernden Streitigkeiten zwischen dem Baumeister und seinem Auftraggeber gekommen. So oder so war Guerniero dank der fürstlichen Honorare für die 13 Baujahre ein "gemachter Mann" und konnte sich auf seinem Anwesen in Rom zur Ruhe setzen.

Aus Geldmangel blieb es beim oberen Viertel der barocken Kaskadenanlage.

Ohnehin hatte der Herkules schon großes Leid verursacht: Die bereits großen Geldausgaben für die bisherige Anlage brachte Landgraf Karl nämlich auf, in dem er Untertanen als Soldaten zwangsverpflichtete und diese Einheiten dann an dritte Kriegsherren veräußerte. Die verkauften Soldaten mussten beispielsweise im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpfen.

Bereits mit der Wahl des Baustoffs "Basalttuff" hatte man den Herkules zur Dauerbaustelle erkoren. 1723 waren erste Reparaturen am Oktogon nötig. Es mussten strukturelle Verstärkungen her, da der Nordost-Vorbau des Riesenschlosses abgesunken war.[3]

Blick über Schloss Wilhelmshöhe zum Habichtswald mit Herkules (von Johann Erdmann Hummel um 1800)

1753 -1756 wurde der Herkules bereits wieder zur Großbaustelle: Neben anderen Reparaturen trieb man diesmal tief unter das Bauwerk verschiedene Schächte. Ziel war es, die Fundamente zu stärken. Diese Gänge entdeckte man übrigens erst bei der Sanierung von 1952.[4]

ab 1785: Der reife Landschaftspark

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Das von Landgraf Karl unvollendet gebliebene Parkprojekt wurde ab 1785 unter Landgraf Wilhelm IX als englischer Landschaftgarten weiter verfolgt. Deshalb steht der untere naturnahe Parkbereich der "romantischen Wasserspiele" heute in kompletten Kontrast zu den winkligen Geometrien der barocken Kaskaden und des Oktogons oben am Herkules.

Maßgeblicher Ideengeben und Baumeister für diese große zweite Bauphase im Bergpark war hier Heinrich Christoph Jussow. Er errichtete zwischen 1785 und 1791 den Schlossteich Lac. Auch erarbeitete er die Entwürfe für die Löwenburg (1793 - 1800). Des Weiteren plante er den Fontänenteich mit Apollotempel (1789 - 1790), entwarf die Teufelsbrücke mit dem Höllenteich (1792 - 1793) und war Ideengeber für den Aquädukt (1788 - 1792).

Heinrich Christoph Jussow - Gartenbaumeister aus Passion
Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825) fand erst über Umwege seinen Traumberuf. Von 1771 - 1778 studierte er zunächst Jura in Göttingen und Marburg. Danach schloss sich ein Studium der Mathematik und des Zeichnens in Kassel an, das er übrigens gegen den Willen seiner Eltern absolvierte. Ab 1781 arbeitete Jussow als Lehrkraft an der Kasseler Kunstakademie. An diese Tätigkeit schloss sich ein mehrjähriger Auslandsaufenthalt an. 1785 fand Jussow endlich seine eigentliche Bestimmung - er wurde Gartenarchitekt unter Landgraf Wilhelm IX. Seine zahlreichen, umgesetzten Entwürfe prägen den Bergpark bis heute.
Blick auf die zentrale Parkachse vom Apolloteich. Rechts der Apollotempel (auch Jussowtempel genannt). Im Hintergrund auf dem Bergkamm der Herkules.

19. Jahrhundert

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1803 /06 gab es mal wieder Probleme am Oktogon: Es mussten abgebrochene Teile des Tonnengewölbe über dem 2. Obergeschoss erneuert werden.

1812 stürzten Teile der Plattform ein und zerstörten teilweise das Gewölbe über dem 1. Obergeschoss. In Folge dessen mussten die West- und Südwestfassade des Oktogons verstärkt werden.[5]

Auf der Wilhelmshöhe erfolgte die Erweiterung des Schlosses. Die drei Einzelflügel wurden durch Zwischenbauten verbunden. Des Weiteren Bau des Hoftheaters, des späteren Ballhauses.

1826 ließ Wilhelm II. den Neuen Wasserfall anlegen, das letzte große Bauwerk der Wasserspiele und des Bergparks.

20. Jahrhundert

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Ab 1899 bis etwa 1918 nutzte Kaiser Wilhelm II. Schloss Wilhelmshöhe als Sommerresidenz.

1952 erfolgte eine umfangreiche Sanierung des gesamten Herkulesbauwerks.

Seit 2000: Umfangreiche Sanierungen

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Aufwendig eingerüstet: Das Oktogon mit Herkules im August 2009

Im Herbst 2005 begannen die Sanierungsarbeiten des Herkules und des Oktogons. Seit September 2011 ist die Pyramide wieder begehbar, man kann nun wieder bis unter die Füße der Kupferstatue klettern und den fantastischen Ausblick genießen. Dagegen bleibt der Oktogon auch 2012 und 2013 noch mit Gerüsten eingekleidet.

Der oberste Teil der Kaskaden und die südwestliche Treppe ist seit 2011 gesperrt.

Der Steinhöfer Wasserfall ist seit 2010 wieder in Betrieb.

In der Wolfsschlucht unterhalb der Löwenburg hat man die alte Felsformation wieder freigelegt.

2013: Weltkulturerbe

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Seit 2007 arbeiteten Stadt, Land und Auswärtiges Amt am Antrag zur Anerkennung des Bergparks als Weltkulturerbe. Der Antrag setzte auf die einmalige Verbindung von Technik, Natur und Kultur: „Wasserkünste und Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe“. Im August 2011 wurde er eingereicht und im Juni 2013 positiv beschieden. Die UNESCO würdigte die Anlage "als ein hervorragendes Beispiel aus der Ära des Europäischen Absolutismus".

Die Zukunft?

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2012 besuchten jährlich 500.000 Gäste den Bergpark. Langfristig schätzt man, dass der Bergpark mit dem Status "Weltkulturerbe" jährlich sogar bis zu 1,1 Millionen Besucher anziehen könnte.[6]

Für die Zukunft gibt es Ideen, im Park wieder ein Tiergehege anzusiedeln. In der Vergangenheit gab es mal eine Fasanerie.

Auch die Probleme der Verkehrserschließung des Parks sollten gelöst werden (evtl. mit einer neuen Herkulesbahn?). Die Zukunft wird es zeigen.

Herkules

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Herkules und Kaskaden
Der Herkules schaut auf Kassel

Der 2 Herkules mit Oktogon wurde zwischen 1701 - 1717 errichtet. Die Baugeschichte des eindrucksvollen Monuments besteht aus vielen Pleiten, Pech und Pannen. Die 30 Millionen Euro teuren, sehr umfangreichen Sanierungsarbeiten begannen 2006. Die Herkulesstatue ist inzwischen wieder sichtbar.

Besucherplattform: Vom Oktogon hat man einem schönen Rundblick über den Bergpark, auf Kassel und den Habichtswald. Die auf dem 28,5m hohen Riesenschloss gelegene Plattform ist gegen Eintritt zugänglich. Einen Fahrstuhl zur Plattform gibt es nicht. Als zusätzliche Attraktion kann Innen die Pyramide bis direkt unter die Herkulesstatue erklommen werden. Von hier gibt es während des Aufstiegs über die Stahlwendeltreppe noch einmal erhöhte Aussichten durch die großen Fenster der Pyramidenstockwerke.

  • Öffnungszeiten:
  • Sommerhalbjahr: 1. April bis 31. Oktober. Di - So und feiertags: 10-17 Uhr
  • Winterhalbjahr: geschlossen.
  • Eintritt: 8€, Ermäßigt 5€, Kinder 0-18 J. frei. Die Eintrittskarte gilt als Tagesticket Wilhelmshöhe und berechtigt auch zum Besuch von Schloss Wilhelmshöhe, der Löwenburg (nur per Führung, Reservierung notwendig) und im Winterhalbjahr Besuch des Gewächshauses. heritage-kassel.de (Stand 04-2026)

Wasserspiele

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Die Wasserspiele, auch als Wasserkünste bezeichnet, gehören zu den bekanntesten Attraktionen des Bergparks Wilhelmshöhe. Die Anlage wurde im 18. Jahrhundert als barocke Wasserkunst konzipiert. Sie nutzt ein ausgeklügeltes System ohne Pumpen, bei dem das Wasser allein durch Schwerkraft von den Kaskaden am Herkules bis zum Teich "Lac" auf Höhe Schloss Wilhelmshöhe geleitet wird. Teilweise besuchen mehrere Tausend Menschen die historische Attraktion.

Die barocken Wasserkünste am Herkules
Große Fontäne

Überblick

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  • Zeitpunkt: Am Mittwoch und Sonntag, sowie an Feiertagen zwischen dem 1. Mai und dem 3. Oktober. Die Wasserspiele beginnen um 14.30 Uhr am Herkules. Die Zeiten sind so bemessen, dass man bequem von einer Attraktion zur nächsten laufen kann. Eintritt wird nicht erhoben. Feiertage in Hessen im Zeitraum sind: 1. Mai (Tag der Arbeit), Fronleichnam (immer ein Donnerstag im Mai oder Juni), Pfingst-Montag, Christi Himmelfahrt (immer ein Donnerstag im Mai oder Juni) und 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit).
  • Tipps:
    • Es empfiehlt sich besonders in der Ferienzeit, den Termin am Mittwoch zu nutzen, da hier weniger los ist. Wer an einem Tag ohne Wasserspiele kommt, kann sich im kostenfrei zugänglichen Besucherzentrum am Herkules einen Film über das Wasserereignis anschauen (Kopfhörer gegen Pfand an der Information. Mit Stand Mai 2018 ist der Projektor für die Bildgröße leider etwas lichtschwach).
    • Überfüllten Parkplätzen und vollen Bussen und Trams kann man entgehen, wen man bereits am Vormittag ein paar Stunden vor den Wasserspielen anreist. Oder aber man verbringt bei überregionaler Anreise gleich ein komplettes Wochenende in Kassel. In der Stadtmitte von Kassel laden die Museen und die Karlsaue zum Besuch ein.
  • Zur Wegstrecke: Die rund 2,5km lange Laufstrecke der Wasserspiele mit 200 m Höhenmeter bergab ist weder kinderwagen- noch rollstuhltauglich. So gibt es diverse Treppen parallel der Kaskaden und steile Wege im Park. Eine gewisse Grundkondition und festes Schuhwerk sind wichtig.
  • Führungen: Zu den Wasserspielen werden auch Führungen Angeboten. Auch Technikführungen sind im Angebot. Die Technikführungen finden allerdings nur an Tagen statt, an denen die Wasserspiele ruhen. Auskünfte erteilt der Besucherservice der Hessen Kassel Heritage im Web oder: Tel.: 0561-31680-123. Auch über Kassel Marketing können Führungen gebucht werden (Infos auf kassel.de. Die Gebühren sind nicht bekannt.
Das Aquädukt während der beleuchteten Wasserspiele
  • Beleuchtete Wasserspiele: Sie finden im Juni (22:00 Uhr), Juli (22:00 Uhr), August (21:30 Uhr) und September (21:00 Uhr), jeweils am ersten Samstag des Monats statt. Mit beginnender Dunkelheit sind die Kaskaden am Herkules und die Große Fontäne in Betrieb. Zusätzlich hat an diesen Abenden das beleuchtete Schloss Wilhelmshöhe länger auf.

Funktionsweise der Wasserspiele

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Bei jeder Vorführung fließen über 5 Stationen insgesamt 750 Kubikmeter Wasser den Hang hinab. Dieses Wasser ist natürliches Oberflächenwasser, das in verschiedenen Becken gesammelt wird. In diesen kurzen offiziellen Aninationsfilm von Hessen Kassel Heritage auf Youtube wird die funktionsweise grundlegend erklärt.

Wer sich für die geografischen Details nicht interessiert, einfach diesen Abschnitt überspringen und bei Ablauf und Stationen weiterlesen.

Zuführung Wasserspiele Wilhelmshöhe: Winter am Sichelbachbecken

Die Wasserspiele besitzen drei Wasserzuführungen:

1. Hauptspeicherbecken für die barocken Wasserkünste der Kaskaden ist das 3 Becken Vorwerk Sichelbach , das etwa 1km westlich des Herkules liegt. Das wasser stammt aus dem 4 Quellgebiet zwischen Essigberg und Großen Steinhaufen. Über eine mehrere Kilometer lange 5 Quellleitung fließt das Wasser in das Vorwerk Sichelbach. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war dieser Zulauf oberirdisch. Die Übereste des offenen Kanals sind noch im Wald zu finden. Parallel liegt die unterirdische Quellleitung , die in der Nachkriegszeit gebaut wurde. Die Leitung ist an den Kanaldeckeln erkennbar. Vom Vorwerk Sichelbach führt schließlich eine Leitung als Kommunizierende Röhre durch die Senke zu den barocken Wasserkünsten am Herkules. Hier gibt es noch mal ein 6 Pufferbecken am Herkules . Dieses dient gleichzeitig als Feuerlöschteich.

2. Eine weitere Wasserzuführung zu den barocken Wasserspielen am Herkules besteht wohl aus einem Stollen von der Senke zwischen Vorwerk Sichelbach und dem Herkules zum 1 Speicherbecken Unglücksteich an den Kaskaden. Über diesen Stollen wird das gesammelte Oberflächenwasser 2 der Senke und wohl auch weiteres Wasser aus dem Sichelbachbecken über den Pufferspeicher Unglücksteich den Kaskaden zugeführt.

Zuführung Wasserspiele Wilhelmshöhe: Bergsee Asch im September 2021
Zuführung Wasserspiele Wilhelmshöhe: Verbindungsgraben mit Wanderweg von Neuholland zum Bergsee Asch

Ferner wird den romantischen Wasserkünsten Quellwasser aus dem Druseltal (Bereich Neuholland) zugeführt. Ein Teil dieses Wassers stammt aus einem 3 ehemaligen Bergwerk . Dieses Wasser fließt über den offenen 4 Aschgraben in den 5 Bergsee Asch Bergsee Asch. Am Aschgraben gibt es auch einen schönen Wanderweg. Über das 6 Pufferbecken Pfaffenteich gelangt dieses Wasser schließlich zum Steinhöfer Wasserfall.

Vom Steinhöfer Wasserfall fließt das Wasser in das 7 Fontänenreservoir . Von diesem Wasserreservoir gibt es eine Druckleitung, die in der Parkachse bergab direkt bis zur Fontäne am Fontänenteich führt.

Vom Fontänenteich fließt das Wasser sonst weiter über Teufelsbrücke, Aquädukt und Fontänenteich Richtung Tal. Am Schlossteich Lac verlässt der frische Quell den Bergpark. Über die Drusel fließt es schließlich in die Fulda.

Sieben Personen sind für die Bedienung der historischen Anlage nötig, die auch heute noch ohne elektrische Pumpen auskommt.

Die Details der Wasserführung sind in der Broschüre "welterbe bergpark wilhelmshöhe, die wasserkünste" beschrieben, die in den Informationszentren erworben werden kann.

Ablauf und Stationen

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Kaskaden am Herkules: Start ab 14:30 Uhr

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Blick im Bergpark Wilhelmshöhe auf den Herkules. Die barocken Wasserspiele sind gerade in Aktion.

Die 7 Barocken Wasserkünste beginnen oben am Herkules. Hier starten die Wasserspiele vorne am frei zugänglichen Fuß des Oktogon bzw. der Herkules-Statue. Das Wasser fließt hier über viele Becken und Stufen den Hang hinab zum Neptunbecken. Es geht erst in das Artischockenbecken mit der dahinterliegenden Vexierwassergrotte und dann in das Riesenkopfbassin. Ein technisches Kleinod der Anlage sind die Statuen, die über den Wasserdruck trompeten. Über die großen Kaskaden fließt das Wasser weiter in das Neptunbassin.

Parkbesucher müssen parallel der Kaskaden viele Treppen nutzen.

Steinhöfer Wasserfall: 15:05 Uhr

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Am Steinhöfer Wasserfall

Der 1 Steinhöfer Wasserfall ist die zweite Station der Wasserspiele. Ab hier gehören die Stationen zu den "Romantischen Wasserspielen". Der Wasserfall wird aus dem an den Pfaffenteich bzw. Bergsee Asch gespeist. Ein mit Basaltfelsen gefestigter Hang wird von Wasser überströmt. Es entsteht ein Bild eines von Wasser überströmten Steinbruchs.

Zwischen 2006 und 2009 wurde der Steinhöfer Wasserfall für 1,8 Millionen Euro aufwendig saniert. Es wurde dabei unter anderem das Reservoir abgedichtet, dass das von der Drusel aufgefangene Wasser speichert. Seit 2011 ist dieser Bereich nach fast 220 Jahren wieder im vollen Betrieb.

Während der Bauarbeiten entdeckte man einen 18 Quadratmeter großen Hohlraum im Bauwerk. Es wird vermutet, dass der höhlenartige Raum während der Bauzeit als Bauhütte genutzt wurde. Der Raum wurde saniert und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Teufelsbrücke: 15:20 Uhr

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"Volksauflauf" an der Teufelsbrücke
Auch schön: die Teufelsbrücke im Winter

Die verwunschene 8 Teufelsbrücke überspannt einen imposanten Wasserfall. Das Wasser stürzt hier 10m tief in den Höllenteich. In den 10 Minuten donnern hier 400 m³ Wasser zu tal. Erbaut wurde die Teufelsbrücke mit Höllenteich 1792 bis 93 nach Plänen von Heinrich Christoph Jussow. Die heutigen gusseisernen Brückengeländer wurden 1826 bei der Firma Henschel in Kassel gegossen. Vorher bestanden die Gitter aus Holz.

Zu den Namen Teufelsbrücke bzw. Höllenteich: Da die Plutogrotte in der Nähe liegt wurden wahrscheinlich deshalb Namen aus der Unterwelt gewählt. Der Sage nach soll Pluto bzw. Pluton, der Gott der Unterwelt, in der nahen Plutogrotte hausen.

Aquädukt: 15:30 Uhr

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Aquädukt mit Abfluss

9 Aquädukt Die Ruine ist einer römischen Wasserleitung nachempfunden, die zwischen 1788 und 1792 errichtet wurde. Die Pläne stammen von Heinrich Christoph Jussow.

Als künstlich verfallenes Bauwerk gebaut, bricht der Aquädukt nach dem 14. seiner hohen Bogen jäh ab. Das ankommende Wasser fällt hier rund 30 Meter in die Tiefe. In 10 Minuten gehen 400 m³ Wasser zu Tal. Trümmer der Wasserleitung liegen so, als seien sie hinabgestürzt. Seinerzeit waren Ruinenbauten modern, die dem romantischen Ideal von Natürlichkeit gerecht werden sollten. Das Aquädukt wurde in der Saison 2010 saniert.

Über die 2 Kleinen Kaskaden fließt das Wasser über flache Stufen am Apollotempel vorbei in den Fontänenteich.

Große Fontäne: Ende um 15:45 Uhr

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Blick vom Schloss Richtung Herkules. Die große Fontäne ist gerade in Betrieb.

Die Große Fontäne im 3 Fontänenteich , die sich dank Hanggefälle ohne Pumpen aufbaut, ist bis zu 52m hoch.

Die Wassersäule besitzt einen Druck von 8 bar. Das Wasser stammt aus dem Fontänenreservoir, das oberhalb der Bergparkstraße in der Zentralachse des Parks zu finden ist. Von hier wird das Wasser direkt über eine Druckleitung zur Fontäne geleitet. Das Fallrohr wird ebenfalls manuell per Hand geöffnet. Aufgrund des hohen, nicht ungefährlichen Wasserdrucks kommt hier eine Kette zum Einsatz, mit der die Verriegelung des Fontänenrohres aus einer sicheren Entfernung von mehreren Metern gelöst werden kann.

Stichwort "Neuer Wasserfall"

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Historische Aufnahme des neuen Wasserfalls, der seit dem Zweiten Weltkrieg stillgelegt ist.

Der 4 Neuer Wasserfall soll der vollständigkeit hier noch erwähnt werden. Er ist nicht Bestandteil der aktuellen Wasserspiele. Die Station wurde 1826 errichtet und war damit das letzte große Bauwerk der Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe. Für seinen Bau wurde das Gut Juliusstein abgerissen. Das Bauwerk ist seit Jahrzehnten marode und wurde daher 1963 nicht, wie die übrigen Elemente der Wasserspiele, wieder nach dem II. Weltkrieg in Betrieb genommen. Die Anlage ist sehr vernachlässigt und wird von der Natur langsam zurück erobert. Mit der letzten großen Bergparksanierung bis 2020 wurde der Wasserfall nicht Saniert. Ob dies evtl. für die Zukunft geplant ist, ist nicht bekannt.[7]

Fontänenteich

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Der Fontänenteich liegt auf dem Schlossplateau in der Achse zwischen Herkules, Große Kaskaden und Schloss. Er wurde 1790 künstlich angelegt. Ein beliebtes Fotomotiv ist der am Teich gelegene Apollotempel. Der auf einer Insel liegende Tempel von 1818 (auch Jussowtempel genannt) ziert den Teich an der Seite der Peneus-Kaskaden (Kleine Kaskaden).

Vom Teich hat man über die zentrale Parkachse einen schönen Blick hinauf zum Herkules. Ebenfalls eröffnet sich ein sehenswerter Blick zurück zum Schloss. Am bewaldeten Südhang des Gewässers lädt eine größere, grüne "Bankansammlung" zum Entspannen ein.

Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.

Schloss Wilhelmshöhe

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Blumenpracht am Schloss Wilhelmshöhe

Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte 10 Schloss Wilhelmshöhe liegt auf einem Plateau in 285m Höhe. Als einziger Gebäudeteil hat lediglich der Weißensteinflügel den Krieg relativ unbeschadet überstanden. Alle anderen Schlossteile wurden mit modernem Innenleben nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Sie dienen heute als Museumsstandort für die Gemäldegalerie Alter Meister und die Antikensammlung (u. a. Modelle historischer Bauten aus der Römerzeit).

  • Öffnungszeiten: Di - So und feiertags: 10-17 Uhr, am 24., 25. und 31.12 ist geschlossen. Teilweise am Abend längere Öffnungzeiten, Details siehe hier auf heritage-kassel.de.
  • Eintritt: 8€, Ermäßigt 5€, Kinder 0-18 Jahre frei. Die Eintrittskarte gilt als Tagesticket Wilhelmshöhe und berechtigt auch zum Besuch der Löwenburg (nur per Führung, Reservierung notwendig), des Herkules und im Winterhalbjahr des Gewächshauses. (Stand 04-2026)

Vertiefende Informationen zur Schlossgeschichte siehe Wikipediaartikel Schloss Wilhelmshöhe:

Weißensteinflügel

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Die prunkvoll ausgestatteten Schlossräume das 11 Weißensteinflügels werden Stand 04-2026 saniert. Es ist bis auf weiteres geschlossen.

Ballhaus

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Das innen reich geschmückte 12 Ballhaus ist regulär nicht zugänglich. Das Gebäude wurde während der Regentschaft von Jérôme Bonaparte (Napoleons Bruder) in den Jahren 1808/1809 errichtet. Der Bau kann nur im Rahmen von Sonderveranstaltungen besucht werden. Infos auf heritage-kassel.de

Großes Gewächshaus

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Frühling am Gewächshaus

Das kunstvolle 13 Große Gewächshaus liegt auf dem Schlossplateau. Das Gebäude von 1822 besticht auch noch heute durch seine filigrane Eisen-Glas-Konstruktion und war eines der ersten Stahl-Glas-Bauten in Deutschland. Im Gebäude findet man eine attraktive Pflanzenausstellung von wärmeliebenden Pflanzen. Zu sehen sind u. a. Weihnachtssterne in verschiedenen Farbprägungen. In einem Gebäudeteil ergänzt ein Käfig mit fidelen (Kanarien)vögeln die Ausstellung. Wenn in der kalten Jahreszeit draußen "nasskaltes Schietwetter" herrscht, ist eine Besichtigung sehr zu empfehlen.

  • Öffnungszeiten:
  • Sommerhalbjahr: geschlossen
  • Winterhalbjahr: 1. November bis 31. März, Di - So und feiertags: 10-17 Uhr, 24., 25., und 31.12 geschlossen. 1.1: 12-17 Uhr
  • Eintritt: 8€, Ermäßigt 5€, Kinder 0-18 J. frei. Die Eintrittskarte gilt als Tagesticket Wilhelmshöhe und berechtigt auch zum Besuch von Schloss Wilhelmshöhe, des Herkules und der Löwenburg (Zugang nur per Führung). Info heritage-kassel.de (Stand 04-2026)

Schlossteich Lac mit Roseninsel

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Lac im Wandel der Jahreszeiten
Spätsommer: Schlossblick am Teich

Der 5 Schlossteich Lac liegt urig unterhalb des SChlossen. Heinrich Christoph Jussow´schuf den heutigen Lac zwischen 1785 und 1791. Dazu legte er mehrere kleinere Teiche zusammen. Auf dem Teichdamm am Nordrand des Sees stehen einige Bänke mit schönem Blick auf den See.

Am bergseitigen Südwestufer findet man die 1790 angelegte 6 Roseninsel . Hier kann man im Sommer etwa 800 Rosenarten anschauen. Die heutige Rosensammlung geht auf die ehrenamtliche Arbeit des "Verein Roseninsel Park Wilhelmshöhe e.V." zurück, der die Sammlung betreut. Ferner gibt es einige Bänke - teilweise mit schönem Blick auf den Lac. Im Frühling meist gegen Anfang April steht der weiße Tulpenbaum in voller Blüte. Des Weiteren brütet seit einigen Jahren ein Schwanenpaar am Zufluss zum Lac. Im Sommer kann man die Schwanenfamilie mit ihrem Nachwuchs oft auf dem Lac finden.

Löwenburg

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Die Löwenburg
Blick auf die Löwenburg im Juli 2022

Die 14 Löwenburg ist ein Großmodell im Maßstab 1:2 einer schottischen Ritterburg. Die Burg liegt etwa auf halber Höhe südlich der zentralen Parkachse. Das Gebäude wurde zwischen 1793 - 1801 von Heinrich Christoph Jussow errichtet. Ein bestimmtes historisches Vorbild für den Bau gibt es übrigens nicht. Der große Bergfried der Löwenburg ist un das Jahr 2020 wieder aufgebaut worden. Dieser Turm war im II. Weltkrieg zerstört worden.

  • Öffnungszeiten:
  • Zugang nur per Führung. Die Plätze müssen vorher reserviert werden. Die Führung ist im Eintrittspreis des Tagesticket Wilhemshöhe enthalten. Termine und Reservierung der Führung hier im Kalender auf heritage-kassel.de
  • Sommerhalbjahr: 1. April bis 31. Oktober. Di - So und feiertags: 10-17 Uhr
  • Winterhalbjahr: 1. November bis 31. März Fr - So und feiertags: 10-16 Uhr, 24., 25., und 31.12 geschlossen. 1.1 12-16 Uhr
  • Eintritt: 8€, Ermäßigt 5€, Kinder 0-18 J. frei. Bergfried 2 € extra. Die Eintrittskarte gilt als Tagesticket Wilhelmshöhe und berechtigt auch zum Besuch von Schloss Wilhelmshöhe, des Herkules und im Winterhalbjahr des Gewächshauses. Info heritage-kassel.de (Stand 04-2026)

Aktivitäten

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Veranstaltungen

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  • Beleuchtete Wasserkünste − Vom Herkules nehmen sie ihren Lauf über die Kaskaden, die Teufelsbrücke und das Aquädukt. Den Abschluss bietet die 52 Meter hohe Fontäne im Schlossteich. Die Wege abseits der Wasserkünste sind nicht beleuchtet.
  • Konzerte: In der Konzertmuschel nahe des Fontänenteiches finden im Sommerhalbjahr Konzerte statt. Das Programm ist auf www.bergpark-konzerte.de zu finden.
  • Kasseler Museumsnacht im Bergpark - Die Museen haben bei dieser stadtweiten Veranstaltung, die jährlich Anfang September stattfindet, lange geöffnet. Ferner werden schöne Lichtimpressionen im Park installiert. Weiteres zur Museumsnacht siehe museumsnacht.kassel.de.
  • Herkules-Bergrennen - Bereits zwischen 1923 und 1927 gab es im Bergpark erste Motorsportveranstaltungen. Seit 2005 gibt es die heutige Oldtimer-Veranstaltung als "Herkules-Bergpreis" im 2-Jahresrhythmus. Dabei gewinnt nicht der Schnellste, sondern es werden "Demonstrations- und Gleichmäßigkeitsläufe" durchgeführt. 2009 besuchten mehr als 60.000 Liebhaber historischer Kraftfahrzeuge die frei zugängliche Veranstaltung. Detailinfos zur Veranstaltung, die immer in ungeraden Jahren im Frühjahr stattfindet, siehe www.herkules-bergrennen.de.

Wandern

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Terrainkurwege Wilhelmshöhe

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Wer nicht auf eigene Faust durch den Bergpark Wilhelmshöhe wandern und spazieren will, kann zum Beispiel einem der Terrainkurwege Wilhelmshöhe folgen. Diese wurden nach wissenschaftlichen Kriterien angelegt und 2014 komplett neu angelegt. Durch den Bergpark Wilhelmshöhe führen von den insgesamt sieben Wanderwegen der "Schlosspark-Rundweg", markiert als K4, und der "Rundweg Wasserkünste", markiert als K5. Sie haben beide jeweils eine Länge von fünf Kilometern und erschließen neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Bergparks auch die öffentlich und kostenlos zugänglichen Kneipp-Anlagen. Ausgangspunkt beider Touren ist das Besucherzentrum Wilhelmshöhe an der Straßenbahn- und Bushaltestelle Wilhelmshöhe (Park).

Laufen

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Herkules-Berglauf

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Der Herkules-Berglauf wird jährlich vom PSV Grün-Weiß Kassel veranstaltet und führt ausgehend von der Reformschule an der Schulstraße über Wilhelmshöher Allee, Mulangstraße, Löwenburg, Plutogrotte, Tannenchaussee, Kaskadenrestaurant und Schlangenstraße hinauf zum Herkules. Die 6,2 Kilometer lange Strecke weist dabei eine Höhendifferenz von 320 Höhenmetern und insgesamt 370 Höhenmeter auf, führt sowohl über asphaltierte Straßen als auch geschotterte Parkwege und war schon mehrmals Austragungsort der Hessischen Berglaufmeisterschaften.

Praktische Hinweise

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Der Eingangsbereich des neuen Besucherzentrums am Herkules. Im Hintergrund ragt die Pyramide des Herkules hervor. Das Bauwerk ist in der Stadt umstritten: Für die einen ist es nur ein "Betonklotz", für die anderen ein "ästhetisch gelungener Architekturbau", der sich gut an die örtlichen Gegebenheiten anpasst.
  • Digital kann "100 Meisterwerke Die App" für Android und I-Phone auf das Smartphone geladen werden.
  • Das 1 Besucherzentrum findet man an der Endhaltestelle der Tramlinie 1 am unteren Beginn des Bergparks. Hier gibt es auch öffentliche Toiletten. Sie sind kostenfrei zugänglich . · Telefon: 0561 / 3168 0751, email: besucherzentrum@museum-kassel.de
    Geöffnet: April - Oktober: Di - So 10:00 - 17:00 Uhr, November - März: Sa, So u. feiertags: 10:00 - 16:00 Uhr
  • Das 2 Besucherzentrum am Herkules wurde 2011 eröffnet und befindet sich auf dem Plateau des Herkules direkt am Weg von den Parkplätzen zum Herkules, nahe der Endhaltestelle der Buslinie 22. Auch hier gibt es kostenlose Toiletten, sowie eine Theke mit Infomaterial und kalten Getränken. · Telefon: 0561 / 3168 0781, email: bzherkules@museum-kassel.de
    Geöffnet: Di - So von 10 - 17 Uhr

Fotografieren

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Regelungen im Innenbereich: Seit Oktober 2012 kostet auch das private, nicht-kommerzielle Knipsen in den Gebäuden der Museumslandschaft Hessen Kassel eine Gebühr von 5 €.[8] Die Höhe der Gebühr ist umstritten.[9] Für private Hochzeitsbilder gelten im Innenbereich übrigens noch einmal gesonderte Gebührenregelungen. Hinsichtlich der Attraktivität der Gebäude für Innenaufnahmen ist anzumerken, dass es eigentlich im Vergleich zum Außenbereich innen eher weniger attraktive Motive gibt. Schloss Wilhelmshöhe besitzt bis auf den Weißensteinflügel ein modernes Innenleben und ist daher für Gebäudefotos von innen eigentlich uninteressant (sofern man nicht die ausgestellten Exponate ablichten möchte, soweit das zulässig ist). Als einzelner Gebäudeteil ist der historische Weißensteinflügel innen natürlich sehenswert. Im bundesweiten Vergleich mit anderen Schlössern ist sein Innenleben aber von eher untergeordneter Bedeutung. Die dagegen sehr sehenswerte, noch im kompletten Originalzustand erhaltene Inneneinrichtung von Schloss Wilhelmsthal bei Calden konnte bisher innen nicht fotografiert werden. Auf den Führungen bestand mit Stand 2009 ein "Knipsverbot" (evtl. aus Schutzgründen für die Inneneinrichtung). Ob das evtl. mit der Einführung der Fotogebühr geändert wurde, ist mit Stand 10-2012 nicht bekannt. Statt 5€ in private Bilderandenken von innen zu investieren, ist es daher vielleicht attraktiver, sich für das Geld einen Café auf den Herkulesterrassen zu gönnen. Ob sich der Kauf einer privaten Fotoerlaubnis lohnt, muss jeder Reisende von seiner Interessenlage natürlich selbst entscheiden.

Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
Panorama Schloss Wilhelmshöhe Ostansicht
Panorama Schloss Wilhelmshöhe Ostansicht

Regelungen im Außenbereich: Der frei zugängliche Außenbereich im Park fällt unter die Panoramafreiheit. Hier ist das private, nicht-kommerzielle Fotografieren noch kostenfrei gestattet. Darunter fallen auch private Hochzeitsfotos. Die Erstellung kommerziell genutzter Bilder (z. B: für Fotokalender) kostet aber auch hier Geld. Im bekannten Fall der "Knipsgebühr" für kommerziell genutzte Bilder im freizugänglichen Parkraum der Potsdamer Gärten hat die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg übrigens den Rechtsstreit um Gebühren für kommerziell genutzte Bilder mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs "höchstrichterlich" gewonnen.[10]

Küche

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Alte Wache mit Gastronomie

Bergparkbezogene Gastronomie:

  • 1 Herkules Terrassen oben am Herkules mit Talblick.
  • 2 Kaskadenwirtschaft Grischäfer beim Neptunbassin am unteren Ende der Kaskaden.
  • Bis Herbst 2026 noch: 3 Chalet Löwenburg direkt gegenüber der Löwenburg. Im Herbst schließt das Chalet Löwenburg wieder. Es ist/war lediglich als Ausweichquartier während Sanierung der Kaskadenwirtschaft gedacht.
  • 4 Café Jerome mit Außenbestuhlung direkt vor der sonnigen Westseite von Schloss Wilhelmshöhe
  • 5 Restaurant Gloria in der Alte Wache - Das italienische Restaurant liegt in der ehemaligen Alten Wache neben dem Schlosshotel. Neueröffnung im April 2026, wohl keine eigene Internetseite, Infos auf Instagram
  • 6 Schlosshotel mit Gastronomie

Weitere Gastronomie außerhalb des Bergparks in der Stadt wird hier im Artikel Kassel gelistet.

Unterkunft

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  • speziell bergparkbezogene Unterkünfte sind das 4-Sterne Schlosshotel "Bad Wilhelmshöhe" und das kleine Gästehaus "Mulang Nr. 6", das als Ferienhaus gemietet werden kann. Die Übernachtungssteuer im Gebiet der Stadt Kassel beträgt 5% des Übernachtungspreises.

Ausflüge

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Schloss und Park Wilhelmsthal

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Rokokoschloss Wilhelmsthal von der Eingangsseite gesehen.

Wer nach einem Bergparkbesuch richtig Lust auf historische Schlösser und Gärten bekommen hat, dem sei zusätzlich ein Besuch im 15 Schloss Wilhelmsthal nordwestlich von Kassel empfohlen. Im Gegensatz zum „modernen“ Schloss Wilhelmshöhe ist das Kleinod Wilhelmsthal komplett original erhalten. Das Lustschloss wurde zwischen 1743 und 1761 für den hessischen Landgrafen Wilhelm VIII. erbaut. Das Bauwerk wird zu den bedeutendsten Rokokoschlössern nördlich des Mains in Deutschland gezählt.

Sehenswert ist auch der Schlosspark mit seinen Wasserspielen und dem Baumbestand. Der schmucke, historische Aussichtsturm im Park ist leider nicht zugänglich. Die Gartenanlage gehört zum European Garden Heritage Network.

  • Führungen: Das noch mit der originalen Inneneinrichtung erhaltene Bauwerk kann nur im Rahmen von etwa einstündigen Führungen besichtigt werden. Dabei geht es durch die prunkvoll ausgestatteten Gemächer und in die imposante, historische Schlossküche. Die Führungen werden stündlich ab 10 Uhr angeboten (montags ist geschlossen). Letzte Führung: November bis Februar um 15 Uhr, März bis Oktober um 16 Uhr (das Fotografieren ist nicht gestattet). Im Dezember nur Führungen am Wochenende.
Eintritt: 4€, ermäßigt 3€, Studenten 2€, Kinder bis 18 Jahre frei
  • Schlosspark: Der Schlosspark ist tagsüber das ganze Jahr geöffnet und frei zugänglich.

Anfahrt vom Bergpark aus:

  • Auf der Straße: Mit dem eigenen PKW ist Schloss Wilhelmsthal schnell erreicht. Man muss lediglich der Tulpenallee, die an Schloss Wilhemsthal endet, nach Norden folgen. Die Tulpenallee geht in die oft schnurgerade, aber sehr hügelige Rasenallee über. Diese historische Verbindungsachse bringt einen direkt nach 12km zum Schloss (Fahrzeit etwa 10 – 15 Minuten je nach Verkehrslage).
  • Mit dem Fahrrad sollte man vom Bergpark keinesfalls die stark befahrene Rasenallee fahren (gefährliche Überholsituationen KFZ ↔ Fahrrad in den uneinsehbaren Hügeln). Sicher und viel entspannter fährt es sich über die Ochsenallee – Prinzenquelle – Harleshausen – Jungfernkopf (Hans-Römhildstraße) - Obervellmar – Schäferberg nach Schloss Wilhelmsthal. Ausgeschilderte Radroute siehe www.openstreetmap.org → Grundkarte „Radfahrerkarte“ (am rechten Fensterrand oben auswählbar).
  • Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist Schloss Wilhemsthal nur sehr umständlich mit der Straßenbahnlinie 1 durch die Kasseler Stadtmitte zu erreichen. Am Halt Vellmar-Nord die Linie 1 verlassen und in den Bus 45 Richtung Calden umsteigen. Direkt am Schlosspark gibt es eine Haltestelle.
Fahrzeit einfach: geschlagene 50 Minuten bis zu 1 Stunde und 20 Minuten (für gerade einmal rund 9km Luftlinie) Kleiner Trost: Das Schloss gehört noch zum Tarifgebiet Kassel Plus. So kann man seine evtl. schon erstandene Tageskarte für die Region wenigstens voll ausnutzen (Info zum ÖPNV in Stadt und Region siehe Abschnitt „Öffentlicher Nahverkehr“ im Stadtartikel Kassel.

Literatur

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  • Bad Wilhelmshöhe - Bergparkplan: Der handliche Faltplan mit vielen wichtigen Infos zum Park und seinen Sehenswürdigkeiten ist für 1,- € u. a. in den Besucherzentren am Park und in den Touristinformationen erhältlich. Mit dem Plan kann man den zum Teil recht verwinkelten Park gut erkunden.
  • Poster und illustrierter Bergparkplan - erhätlich bei der Buchhandlung Wilhelmshöhe (Vor Ort zwischen Bahnhof Wilhelmshöhe und Schloss an der Wilhemshöher Allee 273 zu finden).
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Einzelnachweise

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  1. HNA-Artikel vom 19. Mai 2026: Wo der Verkehr im Welterbe hakt: Hessen Kassel Heritage und KVG äußern sich zu Problemen - abgerufen 19. Mai 2026
  2. laut Wikipediaartikel Herkules
  3. Artikel "Herkules" im HNA-Regiowiki (Abschnitt 44)]
  4. Artikel "Herkules" im HNA-Regiowiki (Abschnitt 45)]
  5. Artikel Herkules im HNA-Regiowiki (Abschnitt 49)
  6. http://www.neue-herkulesbahn.de/presse/hna120510.pdf Presseartikel auf www.neue-herkulesbahn.de] (abgerufen am 5. Mai 2013)
  7. Informationen zum neuen Wasserfall auf der privaten Seite von Friedrich Forssman (abgerufen am 13.02.2012)
  8. laut Meldung der HNA vom 26. Oktober "Wer fotografieren will, muss zahlen.
  9. laut Kommentar in der HNA vom 27. Oktober 2012: Mit Fingerspitzengefühl: Kommentar zur Foto-Gebühr der MHK.
  10. laut Meldung Kanzlei Dr. Bahr vom 18. Dezember 2010
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