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Bangladesch

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Bangladesch liegt in Südasien. In Europa bekannt ist das Land, dessen Außengrenze fast nur mit Indien besteht und das 1947–72 Ost-Pakistan, hieß, vor allem durch Medienberichte nach Unglücken mit gesunkenen Fähren, Taifunen oder anderen Naturkatastrophen, die regelmäßig tausende von Menschenleben fordern.

Lage
Karte von Südasien mit eingezeichneter Lage von Bangladesch
Flagge
Flagge von Bangladesch
Kurzdaten
HauptstadtDhaka
StaatsformParlamentarische Republik
WährungTaka (BDT) (Juli 2015: 1 € ~ 85 T.)
Fläche144.000 km²
Bevölkerung161 Mio.
SprachenBengali
ReligionenIslam 83 %, Hinduismus 16 %, Andere 1 % (1998)
Stecksystem220 V/50 Hz
Telefonvorwahl+880
Internet TLD.bd
ZeitzoneMEZ+5h
(seit 2010 keine Sommerzeit)

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Die größten Städte sind Dhaka und Chittagong.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Am See Durga Sagar bei Barisal, im Süden des Landes.
Am Strand von Kuakata.
Nooyabad-Moschee (Distrikt Dinajpur).
Städte von Bangladesch

Am südlichen Ende des Landes befindet sich mit Cox´s Bazar einer der längsten Strände der Welt.

Nationalparks[Bearbeiten]

  • Sundarbans. Ein mit Indien gemeinsam verwalteter Nationalpark.
  • Bhawal National Park. Etwa 20 km von Gazipur, 50 km nördlich Dhaka.
  • Lawachara National Park. Ein besonders geschützter im Distrikt Moulvibazar im Nordosten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bangladesch – historisch Ostbengalen genannt – gehörte zu Britisch-Indien, bis dieses 1947 in die Unabhängigkeit entlassen wurde und sich in einen mehrheitlich hinduistischen und einen muslimischen Staat spaltete. Die islamisch geprägten Teile des Subkontinents bildeten Pakistan, das zunächst aus zwei, territorial nicht miteinander verbundenen Landesteilen bestand. Das heutige Bangladesch wurde damals Ost-Pakistan genannt. Nachdem islamisch-konservative Kräfte und das Militär nach der ersten freien Wahl von 1970 den Sieg der in Ostpakistan verwurzelten, säkularen und linken Awami-Liga nicht anerkennen wollten, brach ein Krieg um die Unabhängigkeit Bangladeschs aus. Währenddessen terrorisierten Militärs und Islamisten die Bevölkerung, massakrierten und vergewaltigten hunderttausende, was teilweise den Charakter von Völkermord hatte. Nach einem Eingreifen des großen Nachbarn Indien erlangte Bangladesch Ende 1971 die Unabhängigkeit von Pakistan.

Mit 1111 Einwohnern pro km² (Stand 2017) ist Bangladesch der am dichtesten besiedelte Flächenstaat der Welt (eine noch höhere Bevölkerungsdichte haben nur Stadt- oder Inselstaaten wie Singapur oder die Malediven). Das liegt unter anderem an der Geburtenrate, die bis in die 1990er-Jahre sehr hoch war, was wiederum mit fehlendem Zugang zu Methoden der Familienplanung zusammenhing. Zwischen 1980 und 2015 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl von 80 auf 160 Millionen. Seit dem Jahr 2000 ist die Geburtenrate aber zurückgegangen. Inzwischen liegt sie sogar unter dem globalen Durchschnitt, sodass mittelfristig mit einer Verlangsamung des Bevölkerungswachstums zu rechnen ist. Zugleich ist aber auch die Kindersterblichkeit deutlich zurückgegangen und die Lebenserwartung gestiegen.

Ein Großteil des Landes liegt im Ganges-Brahmaputra-Delta mit seinen rund 240 Flussarmen. Hier sind während des Monsuns großflächige Überflutungen die Norm. Mit dem in den nächsten Jahren stärker werdenden Ansteigen des Meeresspiegel, verursacht durch die Erderwärmung, ist zu befürchten, dass weite Teile des Landes unbewohnbar werden.

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder Asiens, hat in den vergangenen Jahren aber deutlich aufgeholt. Zwischen 2004 und 2015 ist das Bruttoinlandsprodukt Jahr für Jahr um 5 bis 7 Prozent gewachsen, sodass sich die Wirtschaftsleistung des Landes in dieser Zeit fast verdoppelt hat. Wichtigstes Exportgut sind Textilien, was man auch an der Häufigkeit des Labels Made in Bangladesh an in Europa verkauften Kleidungsstücken erkennen kann. Eine global führende Rolle spielt Bangladesch auch im Verschrotten von Schiffen. Ein Großteil der Schiffe aus aller Welt werden in den Abwrackwerften bei Chittagong zerlegt, wo schätzungsweise 150.000 Menschen – unter sehr gefährlichen und ungesunden Bedingungen – arbeiten. Zukunftsträchtiger ist da die IT-Branche, die in letzter Zeit auch in Bangladesch an Bedeutung gewonnen hat.

Das Land ist kaum auf Touristen eingestellt, was sich schon am komplizierten Einreiseprozedere zeigt. Es gibt, von den Stränden im Süden und einigen Nationalparks abgesehen, wenig Sehenswertes.

Anreise[Bearbeiten]

Tipp
Die britische Regierung warnt im Juli 2015 davor die Chittagong Hill Tracts zu bereisen.[1] Das deutsche Auswärtige Amt beschränkt dies auf die Distrikte Rangamati, Khagrachari und Bandarban, weist aber darauf hin, dass Reisende beim örtlichen Superintendent of Police ihre Route schriftlich anzuzeigen haben.[2]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Für die Einreise benötigen Europäer ein Visum, das bei der Botschaft von Bangladesch, Dovestrasse 1, 10587 Berlin. Tel.: +49(0)30 3989 7531, Fax: (0)30-39897510, E-Mail: . Geöffnet: Mo.-Fr. 10.00-12.00. Preis: (Gebührenliste ab 2013). oder einer anderen Vertretung zu beantragen ist. Beim seit 1. Mai 2015 verfügbaren No Visa Required (NVR) handelt es sich um einen online zu stellenden Antrag, der trotzdem die postalische Einsendung von Pass, Passbild und weiteren Informationen innerhalb fünf Tagen erfordert. Er soll ehemalige Staatsbürgern bis in die 2. Generation die Heimreise erleichtern. Die Gebühr beträgt € 50. In jedem Fall ist bei postalischer Antragstellung ein Zusatzformular auszufüllen.

In Österreich ist das Land seit 1. Nov. 2014 diplomatisch repräsentiert, der Botschaftsbetrieb in der Hofzeile 4, 1190 Wien (eMail: mission.vienna@mofa.gov.bd) befindet sich im Juli 2015 noch im Aufbau. Der Honorarkonsul (Tel.: 0043 1/869 83 01-72; Di. + Do. 10.00–12.00) stellt keine Sichtvermerke aus.

Teil der Mission bei der UNO in der Schweiz ist das Konsulat, Rue de Lausanne 65, 1202 Genève. Tel.: +41 (0)22 906 80 20, Fax: +41 (0)22 738 46 16, E-Mail: . Preis: (Gebührenübersicht).

Im Nachbarland Indien unterhält Bangladesch eine High Commission (so werden traditionell Botschaften eines Commonwealth-Staats in einem anderen bezeichnet) in Delhi, mit einem Ableger in Kalkutta – der sogenannten Deputy High Commission, 9 Bangabandhu Sheikh Mujib Sarani, Kolkata, 700017. Tel.: + 91- 33-4012-7500. mit Konsularabteilung, die üblicherweise in drei Arbeitstagen Sichtvermerke ausstellt. Eine weitere Zweigstelle gibt es in dem an Bangladesch grenzenden, nordostindischen Bundesstaat Tripura, das Representative Office, Kunjaban, Near Circuit House Agartala. Tel.: +91 (0)381 222-5260, E-Mail: . Geöffnet: Mo.-Do. 8.30-13.00, Fr. bis 12.00. Typ ist Gruppenbezeichnung

Derzeit ist es auch möglich, am Flughafen eine sogenanntes “Landing permit” mit – für Deutsche – 15-tägiger Gültigkeit zu erhalten (Gebühr 50 $; Bedingungen). Allerdings wurde diese Regelung in der Vergangenheit mehrfach kurzfristig ausgesetzt, bzw. hinsichtlich der Nationalitäten geändert, so dass man sich nicht darauf verlassen kann. Vereinzelt wird auch eine Einladungsschreiben verlangt. Reisepässe müssen noch sechs Monate nach der geplanten Ausreise gültig sein.

Ungewöhnliche Sonderbestimmungen

Zudem benötigt man, sollte die Einreise per Flugzeug erfolgen und man auf dem Landweg z.B. nach Kalkutta ausreist (oder umgekehrt), ein sogenanntes Change of Route Permit. Dieses muss man einige Tage vor der geplanten Ausreise bei der Fremdenpolizei vom Dep. of Immigration (Tel. in Dhaka: 880 2 8159878; Stadtteil Agargaon, Toltola Sher-E-Bangla Nagor; kaum Englisch) beantragen. (Reisende, die mit einem “Landing Permit” eingereist sind, können das CRP nicht erhalten!)

Bei geplanter Reise über Landgrenzen per Zug, kann bei Antragstellung für das Visum schon der Vermerk Darshana verlangt werden.

Landgrenzübergänge

Offiziell sind für Ausländer folgende Übergänge geöffnet (indische Grenzorte zuerst):

  • Haridaspur–Benapole, der Übergang für die Busse nach Dhaka bzw. Kalkutta (90 km).
  • Chengrabandha–Burimari, von/nach Richtung Siliguri oder Darjeeling.
  • Shillong-Sylhet (Busstation) dann 2 km bis Dawki–Tamabil.
  • Agartala (3 km entlang Akhaura Rd. – Akhaura (5 km) nach der Grenze .

Inwieweit eine Reise auf der Straße von Coox's Bazar nach Birma möglich ist muss, auch wegen der schwierigen Visumssituation im Nachbarland vor Ort geklärt werden

Eine Ausreisesteuer von 300 Taka wird erhoben. Diese ist im Flugpreis ggf. enthalten. Bei Benutzung von grenzüberschreitenden Busse wird diese üblicherweise von der Firma eingesammelt. Einzelreisende müssen diese jedoch bei einer Filiale der Sonali Bank einzahlen, die nicht in allen Grenzstationen vertreten ist. Bei Fehlen des Belegs wird man zurückgewiesen und muss sich zum nächsten Ort mit Filiale begeben.

Zollbestimmungen

Es gelten die international üblichen Freimengen, allerdings dürfen nur Nicht-Muslims Alkoholika einführen (Touristen: 2 l, sonstige 1 l). Bei der Ausreise dürfen bar nur 100 Taka mitgeführt werden. Auf der Liste der verbotenen Im- und Exporte[3] finden sich neben den üblichen Antiquitäten, Waffen und Drogen auch viele Lebensmittel sowie „menschliche Skelette,“ Reiseführer und Landkarten in einem Maßstab genauer als 1:250.000 oder „unreife Kokosnüsse.“

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug ist Bangladesch aus Europa am besten über London (Direktflug von Heathrow oder Rom mit Biman Bangladesh), über Bahrain (Gulf Air) oder über Dubai (Emirates) zu erreichen.

Es gibt drei internationale Flughäfen: Shylet, Chittagong und den der Hauptstadt Dhaka (List of airports in Bangladesh).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Lage des Bahnhofs Kalkutta-Chitpur (22°36′6″ N 88°22′59″ O), heute offiziell Kolkata Railway Station.

(Beachte den Hinweis zur bangladeshi Ausreisesteuer und Darshana!)
Die einzige direkte internationale Zugverbindung ist der Maitree Express zwischen Kalkutta-Chitpur und Dhaka-Cantonment. Der Zug fährt z.Zt. drei Mal wöchentlich in jeder Richtung auf der 583 km langen Strecke. Abfahrten, jeweils morgens: Chitpur Di., Sa. und So.; ab Dhaka Mo., Mi. und Fr. Die Grenzabfertigung kann an beiden Seiten mehrere Stunden dauern.

Fahrkarten können in Indien nicht über die Website der Staatsbahn gebucht werden, sondern nur am Bahnhof (nur an den Verkehrstagen geöffnet) sowie an einem unregelmäßig geöffneten Sonderschalter (theoretisch wochentags 9.00-17.00 Uhr) im International Ticket Booking Counter des Buchungsbüros am Fairlie Place, Dalhousie Square, schräg gegenüber der Hauptpost. Nummer ziehen, Reisepass vorlegen, nur Barzahlung.

In Dhaka gibt es die Fahrkarten nur am Kamalapur Main Reservation Counter. Reservierungen sind zehn Tage vor Abfahrt möglich. Preise und Zeiten können auf der Website der Staatsbahn (Punkt: Maitree Express) geprüft werden.

Es ist auch möglich von Kalkutta-Sealdah nach Gede zu fahren, die Grenze zu Fuß zu überqueren und im einen Kilometer entfernten Darshana einen Zug in Richtung Khulna zu nehmen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Aus Indien ist Bangladesch recht einfach mit dem Bus zu erreichen. Aus Ostindien verkehrt jeden Tag ein Bus von Argatala. Von Kalkutta aus gibt es jeden Tag mehrere Busverbindungen.

Auto, Motorrad, Fahrrad[Bearbeiten]

Für die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug, siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu Indien.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Außer der eher theoretischen Möglichkeit der Anreise auf einem Frachtschiff nach Chittagong ist die Anreise per Schiff nicht möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte der Fernstraßen und Bahnstrecken.

Bahn: Auf der Hauptstrecke Dhaka–Chittagong verkehren täglich 5–6 Züge. Es gibt die gleiche Einteilung in Kasten wie in Indien. Shulov ist die unreservierte Holzbankklasse, shuvon (chair), die 2. Klasse mit Reservierung ist etwa doppelt so teuer. Es gibt etwa 2800 kmBahnstrecken im Lande.

Fähren: Bei Überlandreisen ist man oft auf Fähren des durch zahllose Flussarme zerteilten Landes angewiesen. Die staatliche Bangladesh Inland Water Transport Corporation (BIWTC) betreibt diese teilweise in abenteuerlichen Zustand befindlichen Boote und Schiffe. Der Flußabschnitt Dhaka–Khulna wird mittels dem Raddampfer Rocket bedient.

Überlandbusse: Die Busse der staatlichen BRTC sind in teilweise bedenkliche Zustand. Sogenannte Chair Coaches sind oft in besserem Zustand. Private Gesellschaften verlangen für bessere Qualität auch höhere Preise. Nur etwas mehr als ein Zehntel des Straßennetzes ist asphaltiert.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache und zugleich Muttersprache von 98 % der Einwohner ist Bengali, das zur Familie der indogermanischen Sprachen gehört. Englisch hat einen Status als Geschäftssprache und unter Gebildeten, ist aber weniger verbreitet als im Nachbarland Indien.

Kaufen[Bearbeiten]

Ladenöffnungszeiten sind meist von 9.00 bis 20.00 oder 21.00, mit einer mehr oder weniger ausgedehnten Siesta am Nachmittag. In den Bazaren sind unterschiedliche Ruhetage üblich. Banken öffnen So. bis Mi. 9-15 Uhr, Do. 9-13 Uhr, Bürostunden auch in Behörden und Staatsbetrieben Sa. bis Do. 9-17 Uhr, üblicherweise mit einer mindestens halbstündigen Mittagspause.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Dhaka gibt es sehr wenige Möglichkeiten zum Ausgehen. Am besten ist es um die Universität herum einige Studenten anzusprechen und nach möglichen Kneipen und Clubs zu fragen.

Feiertage[Bearbeiten]

Wie überall in Südasien läuft an staatlichen Feiertagen der allgemeine Bazarbetrieb fast uneingeschränkt weiter, lediglich Behörden, Post und Banken schließen. Religiöse Feste können je nach Ort mehr oder weniger strikt begangen werden, oft finden bestimmte Festivitäten am Abend statt.

staatliche

31. Dez./1. Januar (Neujahr), 21. Feb. (Language Martyrs' Day), 17. März (Geburtstag von Sheich Mujibur Rahman), 26. März (Unabhängigkeitstag), 14. Apr. (bengalisch Neujahr), 1. Mai (Tag der Arbeit), 3. Mai (Vesakh; variabel), 1. Juli (Bankfeiertag), 15. Aug. (nationaler Volkstrauertag), 16. Dez. (Tag des Sieges), 25. Dez. (Weihnachten)

religiöse

Begangen werden alle wichtigen muslimischen Feste. Dazu gehören Shab e-Barat, 4 Tage um Id-ul-Fitri, Janmashtami sowie 3–4 Tage Eid ul-Adha.

Sicherheit[Bearbeiten]

Seit im Jahr 2008 die Awami-League die Regierung übernahm, kehrte politische Ruhe und Sicherheit in das Land ein. Als Europäer genießt man zusätzlichen Schutz von der Polizei, aber auch von der restlichen Bevölkerung geht im Allgemeinen keinerlei Bedrohung aus. Höchstens in der Hauptstadt Dhaka, wo die Menschen Ausländer gewohnt sind, kann es unter Umständen Einzelne geben, die sich an Gästen bereichern möchten. Es ist jedoch kein Vergleich zu anderen Ballungszentren der Welt, wo Kriminalität an der Tagesordnung steht.

Die tiefe Religiösität der Einwohner, insbesondere die wertezentrierte Auslegung des Islam gewährt Touristen eine Gastfreundschaft, die weltweit seinesgleichen sucht.

Vor größeren Bankfilialen stehen meist bewaffnete Sicherheitskräfte, die ein risikofreies Abwickeln von Geldgeschäften garantieren.

„Bettler und fliegende Händler an größeren Kreuzungen stellen ein Risiko dar. Insbesondere wenn diese in Gruppen auftreten, wird versucht, durch offene Autofenster bzw. nicht abgeschlossene Türen Gegenstände aus dem Auto zu stehlen.
Das Auswärtige Amt rät davon ab, sich nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß auf der Straße aufzuhalten oder eine Rikscha/CNG – auch in den Wohngebieten der Ausländer – zu benutzen. Fälle von Vergiftungen von Lebensmitteln (auch Wasserflaschen) an Straßenständen mit anschließender Beraubung des betäubten Opfers sind bekannt geworden.“[2]

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm der Region Dhaka
Klimadiagramm der Region Chittagong
 

Gesundheit[Bearbeiten]

Abwasserkanal und Gemeinschaftstoilette in einem.

Es gelten die zu Indien gemachten Angaben. Cholera und Ruhr treten im Lande auf, dies wird aber in den Medien als “Diarrhoe” beschönigt.

Im Jahre 2002 verbot man den Gebrauch dünner Plastiktüten, da die bestechlichen Verwaltungsbehörden keine Kontrollmaßnahmen durchführen sind diese heute zahlreich wie eh und je und ein wichtiger Faktor der Verstopfung der Abflußkanäle ist. Zur Luftreinhhaltung soll das Verbot des Imports von Gebrauchtwagen die älter als vier Jahre sind beitrage, ebenso sind kaum noch Tuk-tuks mit 2-Takt-Motoren zugelassen.

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Bangladesch ist kein Land, das Touristen oft besuchen. Deshalb bekommen die Einheimischen sehr selten Europäer zu sehen. Sie sind deshalb sehr neugierig und teilweise auch aufdringlich. Dem sollte man mit viel Gelassenheit begegnen, schließlich ist hier das Interesse „echt“ und selten nur auf Profit orientiert. Ansonsten sind die Menschen sehr hilfsbereit und höflich.

Wer in Bangladesch besonders herzlich empfangen werden möchte, muss deren Land lieben und deren Kultur öffentlich wertschätzen. Dazu gehört das Erlernen von simplen Vokabeln (Begrüßung, Verabschiedung, Ja, Nein, Danke) sowie das Anpassen des konservativen Kleidungstils an den Gebräuchen des Gastlandes.

Frauen sollten in der Öffentlichkeit so wenig Haut wie möglich zeigen, auch wenn die Temperaturen hoch sind. Als Mann erntet man für das Zeigen der nackten Beine auf der Straße Gelächter. Jedoch hat man als Europäer und auch als Europäerin einen gewissen "Touristenbonus". Einigen gefällt auch der typisch europäische Kleidungsstil. Die Toleranz hört spätestens beim Bikini auf.

Die häufigst gestellten Fragen sind: „Wo kommen Sie her?“ „Wie heißen Sie?“ „Was ist der Grund ihres Besuchs?“ aber auch „Gefällt Ihnen Bangladesch?“ Wenn Sie sagen, dass Sie aus Deutschland kommen, kann es sein dass spontane Äußerungen über Hitler gemacht werden, meist bewundernder Art. Man sollte sich sachlich verhalten. Die versuchte Ausrottung der Juden durch die Nazis überzeugt die Einheimischen nicht. In Bangladesh gibt es TV-Sendungen in denen Hitler als gütige, edelmütige Person gezeigt wird.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Landesvorwahl ist +880

In Dhaka sowie in den größeren Städten gibt es immer ein Internetcafé. Sogenannte Call-Shops, von denen man aus in alle Welt telefonieren kann, gibt es in fast jedem größeren Dorf.

Literatur[Bearbeiten]

  • India, Nepal, Bhutan, Bangladesh, Sri Lanka; Landkarte 1:250000, Ostfildern 42012; ISBN 9783829739184 (Legende mehrsprachig)
  • Rashid, Harun; Paul, Bimal; Climate change in Bangladesh: confronting impending disasters; Lenham 2014; ISBN 9780739183533
  • Nasrīn, Taslīma; Shame: a novel; Amherst, N.Y. 1997 (Prometheus); ISBN 1573921653 (Bengali Orig.: Lajjā, in Romanform gehaltene Schilderung der Lebensbedingungen von Frauen)

Weblinks[Bearbeiten]


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Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.
  1. [1] (Stand 2015-07-16)
  2. 2,0 2,1 [2] (zggr. 2015-07-17)
  3. [3] (zggr. 2015-07-17)