Avakas-Schlucht

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Die Avakas-Schlucht (Avakas Gorge, griech: Φαραγγι Αβακα) ist ein beliebtes Wanderziel im Bezirk Paphos im Südwesten der Republik Zypern.

Avakas-Schlucht

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Flüsschen Avgas hat sich über Jahrmillionen auf seinem Weg vom Südabhang der Akamas-Halbinsel zur Küste einen Weg durch den Kalkstein gebahnt und so eine tiefe canyonartige Schlucht entstehen lassen. Das Einzugsgebiet auf den Höhen der Akamas ist ein fruchtbarer Talkessel, das Flüsschen tritt dann in die Schlucht ein und führt über 3 km durch den Canyon, der an der engsten Stelle lediglich 2 - 3 m breit ist; hier ist es auch im Sommer angenehm kühl, da kein direktes Sonnenlicht bis zum Schluchtgrund gelangen kann. Vom unteren Ausgang der Schlucht gelangt das Flüsschen nach einem Kilometer zur Küste.

Die Avakas -Schlucht ist ein beliebtes Wanderziel im Westen Zyperns und wird auch von "Jeep-Safaris" gern angefahren, wenn auch die Schotterpiste zum Parkplatz am Schluchteingang ohne grössere Probleme mit dem normalen PW zurückgelegt werden kann. Die Schlucht selber kann man nur zu Fuss durchwandern, gute Witterung ist Voraussetzung. Nach Regengüssen und in den Frühlingsmonaten kann die Durchquerung bei hohem Wasserstand gefährlich werden und der Schluchtweg wird dann gesperrt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Rahmen des Programms Natura 2000 wurde das Wäldchen von Phönizischem Wachholder beim Schluchteingang unter Schutz gestellt.

Landschaft[Bearbeiten]

Das Flüsschen Avgas, das ganzjährig (wenn auch im Spätsommer wenig) Wasser führt, hat sich in die landwirtschaftlich genutzten Hochplateaux der südlichen Akamas einen tiefen Canyon gegraben. Beidseitig liegen licht bewaldete landwirtschaftlich genutzte Flächen, die Schlucht kann dadurch umgangen werden. Der Talkessel oberhalb des Schluchteingangs mit fruchtbarem Land wird von oben her vom Ort Pano Arodes aus bewirtschaftet.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

In der Tiefe des Canyons ist die Vegetation spärlich, an den teils felsigen Wänden wachsen Sträucher und einige Kiefern, die von Ziegen abgefressen werden. An einer Stelle haben sich Tropfsteinformationen an der Schluchtwand gebildet.

In der Schlucht kommt die lokal endemische Centaurea akamatis vor, diese Kornblumenart mit lilavioletter Blüte und hellem Blattwerk kommt nur hier an den Felswänden vor; 2010 wurde das Vorkommen unter Schutz gestellt.

Beim Schluchteingang liegt ein Schutzgebiet mit einem Wädchen von Juniperus phoenicus, das Vorkommen von phönizischen Wacholderbäumen steht unter einem europäischem Schutzprogramm.

In den Frühlingsmonaten kann man auf den Hochplateaux zu beiden Seiten der Schlucht den weissblühenden ästigen Asphodill und weisse, pinkfarbene und lila Kronenanemonen sehen, vereinzelt Orchideen aus der Gruppe der Ophrys (Ragwurzen). Der gestreifte Aronstab und die zyprische Wolfsmilch wachsen ebenfalls im Frühjahr; an den Wegrändern der zitronengelde Sauerklee und die gelbblühende Wiesenmargerite Chrysanthemum coronarium. Im Spätsommer blüht die Meerzwiebel und im Herbst begegnet man Cyclamen und Herbstzeitlosen.

Klima[Bearbeiten]

In den Wintermonaten vor allem nach heftigen Regenfällen steigt der Pegel des Flüsschens im schmalen Canyon an, die Schlucht wird unpassierbar und der Weg dann in der Regel gesperrt. In den Spätsommer- und Herbstmonaten ist es hingegen möglich, die Schlucht trockenen Fusses zu passieren, auf Trittsteinen ist der Bach dann problemlos zu überqueren.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Schotterpiste an Agios Georgios Pegeias in die Akamas gelangt man auf einen Wanderparkplatz, von dem aus der Schluchteingang in einem Kilometer erreicht ist. Auf einer Schotterpiste vorbei an der Taverne Viklari Peyia kann man auch ohne Geländewagen zum Parkplatz unmittelbar am Beginn des Nature Trails gelangen. Hier gibt es eine Infotafel und Toiletten.

Auch der 1 Nordzugang kann ab Pano Arodes auf einer Schotterpiste mit Fehrzeugen mit einigermassen guter Bodenfreiheit erreicht werden; der Nature Trail ist nicht als Rundweg ausgeschildert, man könnte sich also am Nordzugang abholen lassen (oder durch die Schlucht oder mit Umrundung der Schlucht zurückwandern).

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Keine.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Wanderung durch die Schlucht ist nur zu Fuss möglich.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Karte von Avakas-Schlucht

Wanderung Avakas Gorge (Avakas-Schlucht), 15 km Hiking-Sign-T2.png[Bearbeiten]

Avakas Gorge: Nature Trail
Avakas Gorge, Ausgang

Eine beliebte Wanderung im Bereich der südlichen Akamas-Halbinsel ist die Tour durch die Avakas-Schlucht. Die Schlucht, eigentlich ein enger von einem Bach tief eingefressener Canyon, ist so tief, dass praktisch kein direktes Sonnenlicht zum Schluchtgrund gelangt. In den trockeneren Monaten ist die Wanderung relativ problemlos, der Bachlauf ist dann nur noch ein kleines Rinnsal, das problemlos übersprungen oder auf Trittsteinen überquert werden kann. In den Frühjahrsmonaten und vor allem nach ein, zwei Regentagen kann die Wasserführung des Bachs so stark zunehmen, dass die Passage anspruchsvoll wird oder die Route aus Sicherheitsgründen ganz gesperrt werden muss.

Man kann entweder nur die imposanteste und anspruchsvollste Passage durch die Schlucht machen, und dann umkehren wenn die Schlucht sich weitet, oder eine Rundtour als knappe Tagestour planen.

Vom 2 Wanderparkplatz an der Akamas-Piste kann man zum 3 Parkplatz direkt vor dem Schluchteingang fahren, wenn keine Rundtour geplant ist. Sonst nimmt man besser den Feldweg, der rechts von der Piste abgeht. An zwei Stellen quert der schmäler werdende Weg das Bachbett (im Frühjahr und nach Regenfällen balanciert man über Trittsteine), dann gelangt man erneut auf einen Feldweg, auf dem man geradewegs zum zweiten Parkplatz gelangt, vom Ausgangspunkt hat man 1 km zurückgelegt.

Nach einer Informationstafel geht man auf dem mit einer Kette abgesperrten Weg vorbei am Schild mit dem Warnhinweis auf Steinschlaggefahr weiter. Der Talgrund und die Hänge sind bestanden von Juniperus phoenicea, phönizischem Wacholder. Das Tal verengt sich, an den bald steiler aufragenden Felsen wächst die Centaurea akamtis. Die Akamas Flockenblume ist endemisch, d. h. sie kommt nur auf Zypern vor, sie hat hellgrün-silbern schimmernde Blätter und blüht lilarot.

Bald verengt sich die Schlucht und ihre Breite kann mit ausgestreckten Armen fast bemessen werden. Hier gelangt kein Sonnenlicht mehr in den Schluchtgrund, der Weg führt über teils etwas glitschige Felsen dem Wasserlauf entlang. An einer Stelle mit tropfendem Wasser haben sich über Jahrtausende Tropfsteinformationen gebildet. Das Tal weitet sich nach einem halben Kilometer, hier können wieder Bäume wachsen, teils fressen Ziegen am Schluchtrand Baumknospen und spärliches Gras ab.

Das Tal weitet sich, Felsbarrieren resp. grössere Felsbrocken werden mal auf dem rechten, mal auf dem linken Ufer umgangen. Nach einem Kilometer gelangt man zu einem verrosteten Lastwagenanhänger, der vor Jahren in die Schlucht gestürzt wurde, es folgt eine Sitzbank und nach einem halben Kilometer ein Beton - Vermessungskegel mit der Nummer 48. Nach ca 200 m biegt der Weg nach rechts ab, entfernt sich vom Bachlauf und steigt mit Treppenstufen zum 4 Ausstieg und zwei weiteren 5 Sitzbänken hinauf.

Rückweg über Lara: Kurz vor den Bänken nimmt man einen Fusspfad, der den 6 Bachlauf quert und in nördlicher Richtung an Ziegenstallungen vorbei zur Piste Pano - Arodes - Lara führt. An der 7 Kreuzung mit der Piste nimmt man die Richtung nach Lara. Von oberhalb einer Felsklippe kann man nochmals in die Avakas-Schlucht hinunterschauen.

An zwei rechterhand liegenden Ziegenstallungen vorbei führt die Piste durch zunehmend lichtes Waldgelände in nordwestlicher Richtung. Sie macht nach zwei Abzweigern nach rechts eine 8 Spitzkehre , nach 600 m folgt eine Rechtskurve und dann strebt die Piste nur noch nach Westen der Küste zu. Die 2.3 km ziehen sich etwas, bis man die Schotterpiste der Lara Road, der Piste in die Akamas-Halbinsel erreicht. Von der Kreuzung mit der 9 Piste aus, gelangt man auf 2.7 km staubiger Piste zum Wanderparkplatz am Ausgangspunkt zurück.

Wer noch genug Energie hat und bereits ist, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, kreuzt die Piste und nimmt auf der anderen Strassenseite die Piste zum 1 südlichen Lara Beach. Kurz vor dem Parkplatz und dem Lara Café gelangt man auf einem staubigen Pfad durch das Unterholz in Küstennähe und kann hier in südlicher Richtung entlang dem Ina Beach zum 2 Toxeftra Beach wandern. Am Südende des Toxeftra Beach ist rasch der Ausgangspunkt am Wanderparkplatz erreicht.

Südlicher Rückweg: Von den Sitzbänken beim Schluchtausstieg verfolgt man die Schotterstrasse in östlicher Richtung und gelangt zum Parkplatz am 10 östlichen Zugang des Nature Trails. Hier nimmt man die Schotterpiste nach rechts und biegt nach einigen 11 Ziegenstallungen nach rechts in einen Feldweg ein, der bald grasbedeckt wird. An seinem Ende, in der Nähe der südlichen Klippe führt ein 12 Fusspfad durch Weideland mit weissblühendem Asphodil und lichten Wald, mehr oder weniger gut erkennbar führt er der ganzen Klippe südlich der Avakas-Schlucht entlang, von mehreren Orten aus sind schöne Ausblicke in die Schlucht möglich. In einer Kurve wird die Schotterpiste hinab zum Parkplatz am westlichen Schluchtzugang erreicht. Wer mag, kann die letzten Kehren auf einem schmalen 13 Pfad , der vorbei am Wassertank hinab zu den Toilettenanlagen am Parkplatz führt, abkürzen.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Viklari Peyia. Tel.: +357 26991088.

Unterkunft[Bearbeiten]

Die nächsten Unterkünfte finden sich in Pegeia und Paphos

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Frühjahr und vor allem nach starken Regenfällen kann der Pegel des Flüsschens stark ansteigen, die Schlucht ist dann unpassierbar und der Weg wird gesperrt. Es besteht, ebenfalls vor allem nach Regenfällen Steinschlaggefahr, weidende Ziegen können mal loses Geröll lostreten.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

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