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Amsterdam/Zuid-Oost

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Amsterdam-Zuidoost ist ein Stadtbezirk von Amsterdam. Dieser Stadtbezirk grenzt nicht an das zentrale Stadtgebiet von Amsterdam, sondern wird von den Gemeinden Ouder-Amstel (vor allem vom Dorf Duivendrecht) und Diemen von dieser abgegrenzt. Postalisch wird es deshalb auch immer als eigenständige Einheit gesehen (z. B. 1107 PK Amsterdam-Zuidoost). Der Stadtbezirk besteht aus den Stadtteilen Bijlmermeer, Gaasperdam, dem Industriegebiet Bullewijk sowie dem Dörfchen Driemond. Im Stadtbezirk Zuidoost wohnen rund 85.000 Menschen.

Lage des Stadtteils Zuid-Oost

Hintergrund[Bearbeiten]

Ursprünglich gehörte das Gebiet dieses Stadtbezirks zur landwirtschaftlich orientierten Gemeinde Weesperkarspel. Als in den sechziger Jahren des 20. Jhs. beschlossen wurde, hier eine neue Stadt zu bauen, wurde Weesperkarspel am 1. 8. 1966 von der Stadt Amsterdam eingemeindet. Mit der Gemeinde Ouder-Amstel war abgesprochen worden, dass diese nach zwölf Jahren das Gebiet zugesprochen bekommen würde. Als es so weit war, lehnte Ouder-Amstel jedoch dankend ab. Der Bezirk blieb also bei Amsterdam und ist deshalb der einzige Stadtbezirk, der keine Grenzen mit dem Rest der Stadt hat.

Straßennamen[Bearbeiten]

Karte von Zuid-Oost

Im ursprünglichen System wurden die Stadtviertel innerhalb der Bezirks in alphabetische Blocks eingeteilt. So entstanden in Bijlmermeer die E-, F-, G-, H- und K-buurt: Egeldonk ist ein Galerieflat (Galeriehochhaus) in der E-buurt, Kelbergen eine Siedlung in der K-buurt. Die Namen im Bijlmermeer stammen von alten Bauernhöfen aus den ganzen Niederlanden. Im Venserpolder sind die A-, B-, C- und D-buurt. Diese Straßen tragen die Namen von Schriftstellern. Das Viertel Nieuw Echtenstein/Eeftink, das an der Stelle der ursprünglichen Hochhäuser enstanden ist, trägt Namen aus Südafrika (die natürlich alle mit E beginnen). Anstelle des Hochhauses Grunder wurden Straßen eingerichtet, die die Namen von Vorkämpfern für die Menschenrechte und Führern des Sklavenaufstandes in Suriname tragen (das Buchstabensysten ließ sich dabei nicht aufrecht erhalten). In Bullewijk sind die Straßen nach niederländischen "Bergen" benannt. Auch in Gaasperdam hat man an dem alphabetischen System festgehalten: Nellestein umfasst Dorfnamen mit dem Buchstaben L, Holendrecht hat Dorfnamen der Buchstaben M, N und O, Reigersbos Dörfer mit P, R, S und T und Gein schließlich S, V und W sowie (außerhalb des Alphabets) Widerstandskämpfer und Amsterdamer Wethouders (Beigeordnete).

Bijlmermeer[Bearbeiten]

Der älteste Teil des Bezirks ist Bijlmermeer, häufig auch als De Bijlmer bezeichnet. Der Name deutet es schon an: das Bijlmermeer war ein See, der nach 1626 trockengelegt wurde und in etwa den gleichen Umfang hatte wie der heutige Stadtteil. Dieser liegt im nördlichen Teil des Stadtbezirks Zuidoost, nach Süden begrenzt von der A9 (Gaasperdammerweg). Auch das neuere Stadtviertel Venserpolder an der Grenze zu Diemen gehört zu Bijlmermeer.

Der Bau von De Bijlmer begann 1966 nach Plänen des Amsterdamer Architekten und Stadtplaners Siegfried Nassuth, der inspiriert wurde von den Ideen über die funktionale Stadt des schweizer Architekten Le Corbusier. Typisch für den Entwurf des Bijlmer ist die strikte Trennung der Verkehrsströme und der einheitliche wabenförmige Grundriss der mächtigen Galeriehochhäuser (Plan der ursprünglichen Anlage). In den siebziger Jahren wurde die erste Metrolinie Amsterdams angelegt - die heutigen Linien 53 von Gaasperplas und 54 von Gein (früher ab Holendrecht) erst bis Weesperplein (1977) und ab 1980 zum Centraal Station.

Der Bijlmermeer war als "Modellviertel" gebaut worden, ein Viertel für den modernen Menschen. Das entsprach jedoch nicht der Realität, schon zehn Jahre nach Baubeginn war das Viertel landesweit wegen seiner sozialen Probleme bekannt. Die Infrastruktur hielt nicht Schritt mit dem Ausbau des Stadtteils. Die modernen großen Wohnungen mussten mit neuerbauten Einfamilienhäusern in der Region konkurrieren, deswegen blieben die Amsterdamer Familien, für die der Stadtteil eigentlich errichtet worden war, weg. Stattdessen konzentrierten sich große Gruppen sozial Benachteiligter in dem Viertel, darunter viele Einwanderer aus der 1975 unabhängig gewordenen Kolonie Suriname. Manche Stellen des Bijlmer waren berüchtigt für ihre Kriminalität, Verwahrlosung und Drogenprobleme. Auch die Arbeitslosigkeit war beträchtlich.

Die funktionale Stadt funktionierte weniger gut als erwartet. Die strikte Trennung zwischen Wohnen, Arbeiten und Erholen sorgte dafür, dass sich manche Teile von Bijlmermeer abends in verlassene Geistersiedlungen verwandelten.

Ein einschneidendes Erlebnis für den Stadtteil war der Absturz eines Transportflugzeugs der israelischen El Al auf die Hochhäuser Groeneveen und Kruitberg. Mindestens 43 Menschen kamen dabei zu Tode (wegen der hohen Zahl von Illegalen in diesem Stadtteil ist die genaue Zahl nicht zu ermitteln).

In den neunziger Jahren begann eine groß angelegte Erneuerungsoperation: ein großer Teil des Hochbaus wurde inzwischen abgerissen und durch kleinere Wohnungen ersetzt. Die erhalten gebliebenen Hochhäuser wurden grundlegend renoviert. Anstelle der ursprünglich höher gelegten Straßen (die dreven) wurden neue Straßen in Erdgeschosshöhe gebaut.

Bijlmermeer ist "Multi-Kulti" par excellence. Niederländer, Surinamer und Antillianer machen den Großteil der Bevölkerung aus, doch auch viele andere Nationalitäten sind hier vertreten: insgesamt wohnen in de Bijlmer mehr als 130 Nationalitäten.

Gaasperdam[Bearbeiten]

Gaasperdam ist der südlich aan Bijlmermeer angrenzende Stadtteil. Es besteht aus den Stadtvierteln Holendrecht, Nellestein, Reigersbos und Gein. Ursprünglich sollte dieser Stadtteil lediglich eine etwas gemäßigtere Form des Bijlmermeer werden, doch schon beim Bau der Siedlung Holendrecht verzichtete man auf die strikte Trennung der Verkehrswege und den exzessiven Hochbau.

Das in den achtziger Jahren rund um den Gaasperplas angelegte Nellestein richtete sich von Anfang an auf die besser Verdienenden, die die Vorzüge einer modernen Wohnanlage mit der Nähe zur Natur kombinieren wollten. Der Gaasperplas ist ein See, der für die Anlage der Bijlmer-Siedlung ausgebaggert wurde. 1982 fand hier die Floriade statt. Nach Beendigung dieser Gartenbauausstellung wurden die meisten Anlagen zurück gebaut. Heute liegt hier der Gaasperpark.

Die Viertel Reigersbos und Gein, die in den späten achtziger und den neunziger Jahren gebaut wurden, sind die Rückkehr zu traditionellen straßenorientierten Wohnformen.

Gaasperdam hat längst nicht die soziale Problematik des Bijlmermeer.

Bullewijk[Bearbeiten]

Bullewijk ist der Name eines Nebenflüsschens der Amstel, das in der Nähe fließt. Das Industrie- und Gewerbegebiet von Amsterdam-Zuidoost wurde danach benannt. Es befindet sich westlich der Bahnlinie Amsterdam - Utrecht. In Bullewijk liegen auch die Amsterdam Arena und das Krankenhaus AMC (Academisch Medisch Centrum).

Driemond[Bearbeiten]

Mit der Eingemeindung von Weesperkarspel kam auch das Dörfchen Driemond zu Amsterdam. Es hat ungefähr 620 Häuser mit rund 1500 Einwohnern. Das Dorf hat seinen Namen von den drei Flüsschen, die hier zusammentreffen: Gein, Gaasp und Smal Weesp. Ursprünglich war es eine Ansammlung von Häusern mit dem Namen Geinbrug. 1961 wurde es zum Dorf befördert und erhielt seinen heutigen Namen.

Anreise[Bearbeiten]

Von Amsterdam aus ist Zuidoost am besten mit der Metro zu erreichen. Die Linie 53 fährt zum Gaasperplas und hat in Zuidoost die Stationen Venserpolder, Diemen Zuid NS, Verrijn Stuartweg, Ganzenhoef, Kraaiennest, Gaasperplas. Die Linien 50 und 54 halten in Duivendrecht NS, Strandvliet, Bijlmer ArenA NS, Bullewijk, Holendrecht NS, Reigersbos, Gein. Die Linien 53 und 54 fahren bis Centraal Station, die Linie 50 über Station Zuid, Station Lelylaan und Station Sloterdijk zum Isolatorwseg.

Von Centraal Station aus halten auch die stoptreinen Richtung Utrecht und Rotterdam in Duivendrecht, Amsterdam Bijlmer ArenA und Amsterdam Holendrecht; die stoptreinen der Schiphollijn Weesp - Leiden halten in Diemen Zuid und Duivendrecht.

Die Nachtbuslinien 355 (Gein) und 357 (Bijlmermeer/ArenA) des GVB verbinden Zuidoost nachts mit dem Rest von Amsterdam.

Tagsüber ist Zuidoost über mehrere Buslinien mit dem Rest der Stadt und dem Umland verbunden. Informationen darüber gibt es hier: GVB.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

  • Taibah-Moschee Metrostation Kraaiennest. Das einzige Moscheegebäude von Zuidoost sieht aus wie ein Märchenschloss, das allerdings direkt neben einer Metrostation steht. Auf dem Dach steht eine zwiebelförmige Kuppel mit vier Minaretten. Die Taibah-Moschee ähnelt sehr den Moscheen und Palästen Indiens und Pakistans.
  • De Kandelaar Bijlmerdreef. Neues Kirchengebäude für 900 Personen. Multifunktionales Gebäude, das auch eine Kinderkrippe umfasst.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Bijlmermuseum Sechs Galeriehochhäuser entlang der Metrobahn der G- und K-buurt (Grubbehoeve, Gooioord, Groeneveen, Kruitberg, Kikkenstein en Kleiburg) mit dem dazugehörigen öffentlichen Raum sollen soweit wie möglich im ursprünglichen Zustand verbleiben, da hier die Gedanken der Bijlmer-Bauer am besten umgesetzt wurden.
  • ING-Hauptgebäude Amsterdamse Poort. Entworfen von den Architekten Ton Alberts und Max van Huut. Das 1987 in "organischem Stil" fertig gestellte Bankgebäude (damals der NMB) besteht aus zehn miteinander verbundenen Türmen von sechs bis acht Etagen. Am der Außenseite ist fast keine vertikale Fläche zu sehen. Es bietet Platz für 2500 Angestellte.
  • Station Bijlmer ArenA Der 2008 eingeweihte Bahnhof der Architekten Jan van Belkum und Neven Sidor hat international Aufmerksamkeit erregt. Er besticht in der Einfachheit seines Konzeptes. Eigentlich ist er nur eine hervorragend überdachte Bresche der acht Gleise dieses kombinierten Eisenbahn- und Metrohalts. Dreißig Jahre nach der Anlage des Haltepunktes an dieser Stelle werden die Arbeitshälfte und die Wohnhälfte von Amsterdam Zuidoost endlich miteinander verbunden.
  • Hogeschool voor Economische Studies (HES) Freijlemaborg 133. Im Zentrum von Bijlmermeer ist die "Hochschule für Wirtschaftsforschung" von 2004 zu finden, nmitten der eckigen Bürogebäude bildet diese Hochschule mit ihren abgerundeten Formen eine Ausnahme. Innerhalb des Gebäudes hat der Architekt Joost Ector versucht, die verschiedenen Faktoren im Leben eines Studenten wie Unsicherheit, Spannung und Abenteuer wiederzugeben. Übersetzt wurde dies in eine Abfolge verschiedener Räume, die stets wieder einen Überraschungseffekt haben sollen
  • Shri-Laksmi-Schule Janusz Korzcakstraat 73. Diese Grundschule, die auf hinduistischer Grundlage unterrichtet, kontrastiert bewusst mit der Umgebung. Architekt Ashok Bhalotra hat sich von den Schriften der Veda inspirieren lassen, z. B. den neun Quadraten der neun vedischen Windrichtungen. Eine Kuppel lässt viel Tageslicht in das Gebäude. Auffällig sind auch das Hellblau und Orange des Schulgebäudes.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Mama Aisa, Grubbenzee. Die Mutter Erde der Surinamer. Sie symbolisiert fdie Sterne am Himmel und die Erde. Das Bild wurde von Chaim Oren in seinem Atelier im Bijlmer-Hochhaus Kruitberg angefertigt.
  • Bijlmermonument, zwischen den Hochhäusern Groeneveen und Kruitberg. Denkmal zum Gedenken an den 4. 10. 1992, als ein Frachtflugzeug auf die Hochhäuser Groeneveen und Kruitberg stürzte. Mindestens 43 Menschen kamen ums Leben. In der Nähe steht „Der Baum, der alles sah“. Um das Bijlmermonument liegen Pflastersteine mit farbigen Mosaiken. Sie wurden von Schülern der umliegenden Grundschulen angefertigt. Sie legten kleine Dinge hinein wie eine Haarnadel oder einen Schlüssel, die nach dem Unglück zurückblieben. Auf der anderen Seite des Denlmals stehen die Namen der Opfer.
  • Anton de Kommonument Anton de Komplein. Denkmal für den surinamischen Schriftsteller Anton de Kom (1898-1945). In Suriname leistete er Widerstand gegen die Unterdrückung seiner Heimat durch die niederländische Kolonialmacht. 1933 wurde er von der Kolonialmacht in die Niederlande abgeschoben, wo er zuvor rund zehn Jahre lang gelebt hatte. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er dort Widerstand gegen die deutschen Besatzer und wurde 1944 von der Gestapo verhaftet. 1945 starb er im KZ Sandbostel (Neuengamme).
Die Künstlerin Jikke van Loon hackte das Bild zuerst aus einem Baum aus Suriname. Anschließend wurde es in Bronze gegossen. Gegen die halbnackte Darstellung gibt es Widerstand von Surinamern, die sie als diskriminierend empfinden.
  • De kus (Der Kuss), Bijlmerdreef. Bild von Jeroen Henneman, das dem langweiligen Bijlmerdreef in den achtziger Jahren mehr Glanz geben sollte.
  • Zonnebaken (Sonnenlichtzeichen). Stahlskulptur des Künstlers Piet Slegers (1986), von den Gaasperdammern De Naald (Die Nadel) genannt. Wenn die Sonne auf die Skulptur scheint, scheint sie sich in zwei Teile zu trennen. Und abends, sobald die Sonne untergegangen ist, geht ein Licht innerhalb des Bildes an. Der Künstler wollte damit den Anschein erwecken, als ob das Sonnenlicht noch nachglüht.

Museen[Bearbeiten]

  • Ajax Museum Arena boulevard 29, Tel: 020-3111444. Das Ajax Museum in der Amsterdam ArenA bringt die Geschichte des Amsterdamer Fußballclubs Ajax ins Bild und zeigt sowohl die ersten Spiele auf einem Rasenfeld am Rande Amsterdams um 1900 als auch die legendären Europa-Pokal-Wettkämpfe, die in der ganzen Welt Millionen von Fernsehzuschauern begeisterten.
Öffnungszeiten: 1.5.-30.9.: mo-fr 9.30-18.00 h; sa+so 10-17 h (außer bei Spielen so); 1.10.-31.3.: mo-sa 10-17 h; so nur an verkaufsoffenen Sonntagen außer bei Spielen.
  • Museum Vrolik Meibergdreef 9 (im AMC), Tel: 020 - 566 9111. 1869 erwarb das Amsterdamer Athenaeum Illustre (der Vorläufer der Universität) eine Sammlung vielfältiger anatomischer Präparate der medizinischen Professoren Gerardus Vrolik (1775-1859) und seines Sohnes Willem Vrolik (1801-1863). Diese seltene Kollektion legt ohren Schwerpunkt auf angeborene Abweichungen. Ein Teil der Sammlung ist seit 1984 im Museum Vrolik des AMC zu besichtigen, zusammen mit anderen Schenkungen. Die international berühmte Sammlung wird auch heute noch für Bildung und Forschung benutzt, ist aber auch für Interessenten zugänglich. : Öffnungszeiten: mo-fr 10-17.

Parks[Bearbeiten]

  • Bijlmerpark Stadtpark im Zentrum von Zuidoost an Gooiseweg und Karspeldreef. Der 1970 angelegte Park hatte eine Größe von rund 43 ha. Mit dem Umbau der gesamten Siedlung Bijlmermeer wurde auch beschlossen, den Bijlmerpark um zu bauen. Dafür werden rund zwei Drittel des Parks anderen Zwecken zugeführt (Sportplätze und Wohnungsbau) und seit 2008 wurden 8500 Bäume gefällt. Ab 2009 werden neue Bäume gepflanzt - u.a. für den Bijlmerbomentuin, einen Park, in dem jedes der 130 Herkunftländer der Bijlmerbewohner mit einem Baum vertreten sein soll. 2011 soll der Umbau abgerundet werden.
  • Bijlmerweide Park der Stadtviertel G- und K-buurt, gelegen zwischen den Siedlungen Geerdinkhof und Kantershof sowie der Weespertrekvaart.
  • Gaasperpark Der Gaasperpark ist ein Park in Gaasperdam am Nordufer des Baggersees Gaasperplas. Der Park wurde von 1977 bis 1982 für die in diesem Jahr stattfindende Floriade (Int. Gartenbauschau) angelegt. Nach ihrer Beendigung wurden fast alle Attraktionen wieder abgebaut, sodass ein einfacher Stadtpark zurückblieb. Am Gaasperplas befinden sich ein kleiner Yachthafen und mehrere Liegewiesen. Östlich des Parks ist ein großer Campingplatz.
  • De Hoge Dijk 170 ha großes Erholungsgebiet an der Südgrenze des Stadtbezirks zwischen der A2 und dem Stadtteil Reigersbos. Es handelt sich um ein Veen-Gebiet mit Wald, Sumpf, Wiesen und Wasserpartien mit sehr klarem Wasser. Hier gibt es viele Spielwiesen und einen Badesee. Westlich der A2 befindet sich ein Golfplatz gleichen Namens und hiet ist auch das Naturzentrum Zon Alom (Sonne überall).
  • Gaasperzoom Dieser Park bildet den östlichen Abschluss des Stadtteils Gein und verläuft von der Weespertrekvaart im Norden entlang des Südufers des Gaasperplas bis zur Stadtgrenze im Südosten.
  • Broekzijdse polder Weideland zwischen Gaasperdam und dem Flüsschen Het Gein.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Kwakoe Zomerfestival (Aussprache Kwaku) Sommerfestival, das seit 1975 jährlich an sechs Wochenenden im Juli und August stattfindet. Das ursprünglich surinamische Festival wurde in den ltzten Jahren mehr und mehr zum größten multikulturellen Festival der Niederlande, das sich inzwischen auch an Antillianer und Afrikaner wendet.
Im Mittelpunkt steht noch stets das Fußballturnier, mit dem alles angefangen hatte. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kulturelle Darbietungen jeglicher Art.

Einkaufen[Bearbeiten]

Winkelcentra[Bearbeiten]

  • Amsterdamse Poort gegenüber vom Bahnhof Amsterdam Bijlmer ArenA. Bezeichnenderweise nennt sich die AP "Einkaufszentrum einer Weltstadt". Es bietet viele Geschäfte unterschiedlichster Art. Interessant ist die Shopperhal, in der es an vielen Marktständen die unterschiedlichsten Waren gibt: von der einfachen Kartoffel bis zur außergewöhnlichen Kartoffel...
  • Ganzepoort an der Metrostation Ganzenhoef. Ursprünglich befand sich das EZ Ganzenhoef unter der Garage gleichen Namens. In den neunziger Jahre wurde das EZ zum Treffpunkt der aus der Innenstadt vertriebenen Heroinsüchtigen. Es wurde dicht gemacht und ein neues Einkaufsparadies unter neuem Namen eröffnet. Interessant ist auf jeden Fall das reiche Angebot tropischer Produkte.
  • Kameleon an der Metrostation Kraaiennest. Die Geschichte des alten EZ Kraaiennest zeigt starke Parallelen zu Ganzenhoef. Jetzt versucht man unter dem neuen Namen Kameleon ein neues Einkaufszentrum aufzubauen.
  • Reigersbos an der Metrostation Reigersbos. Mitte der achtziger Jahre von Cees Dam entworfen, der auch für die Pläne des Amsterdamer Rathauses verantwortlich war.

In den Stadtvierteln Holendrecht und Gein gibt es kleinere Einkaufszentren.

Märkte[Bearbeiten]

  • 1 Fazantenhof Anton de Komplein, Markt hinter dem Einkaufszentrum Amsterdamse Poort. mo+do 9-18 h.
  • 2 Ganzenhoef Metrostation Ganzenhoef, sa 9-18 h.
  • 3 Kraaiennest Metrostation Kraaiennest, di+fr 9-18 h.
  • 4 Reigersbos Metrostation Reigersbos, mi 9-18 h.

Küche[Bearbeiten]

  • Ma-Maas Catering Daalwijkdreef 39, Tel: 020-3681313. Reiche Auswahl an gutem surinamischen Essen. Wem die surinamische Küche nichts sagt: es handelt sich dabei um eine Kombination von afrikanischen, europäischen, indischen, indonesischen und chinesischen Einflüssen mit manchmal überraschenden Gerichten wie z. B. Reis mit Sauerkraut!
  • Deli Company Bijlmerplein 83, Tel: 6975896. Surinamische Snackbar auf höherem Niveau.
  • Javaanse snackmobiel Egeldonk 100d, Tel: 020-6982111. Am besten vorher anrufen und fragen, wo die fahrende Snackbar gerade steht.
  • De Zilveren Zomerkoning Holendrechtplein/Abcouderpad, Tel: 020-7749530. Eine ausgezeichnete Adresse, wenn es um frischen und frisch zubereiteten Fisch geht.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 1 Heineken Music Hall ArenA Boulevard 590, Tel: 0900-687 42 42 55 (€ 0,45 p/m). "Live will never be the same" lautet der Werbeslogan dieser dieser in ihrem siebenjährigen Bestehen viermal als weltbeste Konzertlocation nominierten Konzerthalle.
  • 2 Palazzo Bijlmerdreef 99, Tel: 020-4353010. Palazzo nennt sich das Theater der Sinnesorgane. Es bietet eine Kombination von Gastronomie, Akrobatik, Comedy, Magie und Illusion.
Preise: Innenring mo-do € 130 p.P. fr-sa € 145; Außenring mo-do € 120, fr-sa € 135; Loge € 110, fr-sa € 125. Im Ticketpreis inbegriffen sind die Show, das Vier-Gänge-Menü des Spitzenkochs Herman den Blijker, die bewachte Garderobe und das Programmheft. Das Foyer öffnet um 18 Uhr, die Shjow beginnt um 19.30 h.
  • 3 Krater Theater Hofgeest 139, Tel: 020-6952911. Krater Theater ist eine der ältesten Kulturinstitutionen der Stadt. Es ist ein Podium, wo professionelle, zeitgemäße und gegensätzliche Podiumkunst stattfindet, die aus internationalen Traditionen schöpft.
  • 4 Pathé ArenA ArenA boulevard 600, Tel: 0900-1458 (€ 0,55 p/m). Großkino an der Ajax-ArenA.
Öffnungszeiten: mo-fr ab 11.30 h; sa+so ab 9.30 h; Ferien (außer Sommerferien) ab 9.30 h.

Unterkunft[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

  • Gaasper Camping Amsterdam Loosdrechtdreef 7, Tel: 020-6967326 (Website NL, GB, D, F, I). Im Osten des Gaasperparks und nur fünf Minuen von der Metrostation Gaasperplas entfernt (und somit 20 Minuten von der Innenstadt) befindet sich dieser für 410 Personen eingerichtete internationale Campingplatz.
Preise: Erwachsene (12+) € 5,25; Kinder (4-11) € 2,50; Kleines Zelt (2P)€ 6,00; Großes Zelt (3+P) € 7,00; Auto € 4,75; Wohnwagen € 6,75; Wohnmobil € 9,75; Motorrad/Mofa € 2,50; Elektrizitätsanschluss (10A) € 3,50; Hund € 3,50. MWSt und Touristensteuer sind inbegriffen.

Bed & Breakfast[Bearbeiten]

  • B&B Apostrophe Geerdinkhof 250, Tel: 020-6931966, Mobil: 0651-873983 (Website NL, GB, D, F). Am Rande des Stadtbezirks in einer Siedlung mit niedriger Bebauung liegt inmitten von viel Grün dieser Bungalow. Von zwei der Gästezimmer gelangt man sofort in den Garten, das dritte grenzt an den Wintergarten, in dem auch das Frühstück serviert wird und eine komfartable Sitzecke zur Verfügung der Gäste steht. Das Haus der Familie De Vries steht voller Bücher und B&B steht in diesem Zusammenhang denn auch für Buch & Bett.
Preise: (bei Belegung mit 2 Pers.) Zimmer 1 und 2 € 85; Zimmer 3 € 125; jede weitere Pers. € 30 (Kind € 15); Zuschlag für eine Nacht € 5; Rabatte: ab 3 Nächten € 5 je Nacht; ohne Frühstück € 5; 1 Pers. € 15.

Hotel[Bearbeiten]

  • Campanile Loosdrechtdreef 3, Tel: 020-6961129.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Postkantoor Bijlmermeer Hoogoorddreef 2, Tel: 020-5650844.
  • Postkantoor Reigershos Reigersbos 56-58A, Tel: 020-6961618.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

[1] englischsprachiger Text zum Umbau des Bijlmermeer

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