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Abu Dhabi

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Abu Dhabi ist die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.

Abu Dhabi Corniche Mall.jpg
Abu Dhabi
EmiratAbu Dhabi
Einwohner
1.000.000 (2017)
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Vereinigte Arabische Emirate
Reddot.svg
Abu Dhabi

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Innenstadt ist tagsüber relativ leer, es ist sehr heiß

Einer Fata Morgana gleich, erheben sich die Glasfronten der Hochhäuser von Abu Dhabi. Futuristische Bauten prägen die Küstenlinie, an der es vor 40 Jahren weder fließendes Wasser, noch Elektrizität gab. Heute gehört Abu Dhabi City zu den modernsten und reichsten Städten der Welt, ein Manhattan in der Wüste. Hightech, moderne Wolkenkratzer. Die Quelle dieses Reichtums - 10 % der Weltrohölreserven – ist für die nächsten Jahrzehnte gesichert.

Landeswährung ist der Dirham (Abkürzung AED). Ein Dirham unterteilt sich in 100 Fils. Es gibt 25- und 50-Fils- sowie 1-Dirham-Münzen als Hartgeld. Zudem gibt es 5-, 10- ,20- ,50- ,100-, 500- und 1000-Dirham-Scheine. Für einen Euro bekommt man im Moment ca. 4,6 AED. Zum Teil sind auch noch ältere 200-Dirham-Scheine im Umlauf. Der Dirham ist die Währung der Vereinigten Arabischen Emirate und gilt somit auch in den Nachbaremiraten.

Die nationale Notrufnummer für medizinische Notfälle, die Feuerwehr und die Polizei ist die 999.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Selbst am frühen Morgen gegen Sonnenaufgang ist es schon drückend heiß und man freut sich, die wenigen Meter zur Abfertigungshalle im klimatisierten Bus zurückzulegen.

Der Flughafen Abu Dhabi liegt ca. 40 km von der Stadt entfernt, von dort nimmt man am besten ein Taxi. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht übers Ohr gehauen wird. Vom Flughafen bis in die Stadt sollte man als Neuankömmling unbedingt ein Taxi mit Taxameter nehmen und auch darauf bestehen, dass es eingeschaltet wird. Ausgehandelte Preise sind so gut wie immer teils drastisch überzogen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Vom Flughafen fährt auch der Bus A1 direkt ins Stadtzentrum. Von allen Städten in den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es Busverbindungen mit unterschiedliche Frequenzen (Dubai alle 20 min, Sharjah alle 60 min).

Von Dubai aus fahren die Busse ab der Al Ghubaiba Bus Station in Bur Dubai nahe der Creek-Mündung (Fahrpreis 25 AED, Mai 2014) trotz veröffentlichter Abfahrtszeiten praktisch laufend, d.h. wenn ein Bus voll, ist fährt er ab und der nächste wird gefüllt. Dabei kommen ausschließlich klimatisierte Fernlinienbusse mit teilweise sehr großzügiger Bestuhlung (2-1) und (kostenpflichtigem) Verpflegungsservice zum Einsatz. Beachten sollte man, dass ab Dubai die Fahrt nur mit einer NOL-Card (die auch für die Metro verwendet wird) bezahlt werden kann, während bei der Rückfahrt ab Abu Dhabi auch Papierfahrscheine (am Schalter in der Halle des Busbahnhofs) erhältlich sind. Die Fahrzeit beträgt (ohne Zwischenhalte) knapp 2 Stunden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Fast alle Autos sind weiß oder zumindest sehr hell lackiert
Taxen sind meist überall ausreichend präsent
Offizielle Taxis erkennt man am Nummernschild

Meist ist Abu Dhabi ein Dauerstau. Gewöhnungsbedürftige Fahrweise und die Benutzung der Hupe statt der Bremse gehören zum Alltag. Es wird zum Teil sehr eng gefahren, aber nicht aggressiv.

Taxis sind in Abu Dhabi verhältnismäßig preiswert. Sie kosten im Moment 5 AED Grundgebühr und 1.6 AED für jede weitere 1000 m. Man braucht sich bloß an den Straßenrand zu stellen, die Taxifahrer hupen, und wenn man dann ein Handzeichen gibt, halten sie an. Taxifahrer müssen das Taxameter einschalten und darauf muss man auch bestehen. Bei Touristen "vergessen" sie das gerne und handeln Phantasiepreise aus. Nach 00.00 Uhr ist es allerdings legal, den Preis auszuhandeln. Aus der Innenstadt in die Peripherie sollte der Preis 50 AED allerdings nicht überschreiten. Für Stadtrundfahrten ist eher ein Taxi zu nehmen als die sehr teuren "Big-Busse", man kann beliebig anhalten, schauen und fotografieren. Die Taxifahrer sind freundlich, zuvorkommend und kennen sich gut aus. Für den verschwitzten Fahrgast stehen Papiertücher zum Abtrocknen bereit.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bahnen (Straßen- und Stadtbahnen) gibt es in Abu Dhabi nicht. Allerdings ist der Bau einer Straßenbahn geplant.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Das innerstädtische Bussystem ist gut ausgebaut und die meisten Busse fahren 24 h. Leider sind diese zu den Hauptverkehrszeiten oft hoffnungslos überfüllt. Als Tourist sollte man dem Busfahrer an der Haltestelle gut zu erkennen geben (mit Handzeichen), dass man mitfahren möchte. Sonst passiert es oft, dass der Bus einfach vorbei fährt, ohne zu halten. Nach der richtigen Bushaltestelle und dem richtigen Bus zum Ziel sollte man aber unbedingt andere Passagiere fragen. Die Beschriftung an Bussen und Haltestellen sowie das ausgehängte Streckennetz stimmen nicht mit der Realität überein.

Der Bustransfer zwischen den großen Städten ist sehr gut organisiert und äußerst preiswert. Die einfache Fahrt in einem modernen Reisebus von Abu Dhabi nach Dubai kostet momentan 15 AED (von Dubai nach Abu Dhabi 20 AED) und dauert ca. 2 Stunden. Nach Al Ain kostet die einfache Fahrt momentan 10 AED und dauert ca. 1,5 Stunden. Busse fahren (ca.) im 20-Minuten-Abstand zwischen 08 Uhr und 22 Uhr. Frauen sitzen im vorderen Teil der Busse auf speziell gekennzeichneten Sitzen. Ist neben einer Frau ein Platz frei, darf man sich als Mann nicht daneben setzen. Gerade im Winter sollte man vorsichtshalber einen Pullover oder eine dünne Jacke mitnehmen, da die Klimaanlage gerne bis auf 12 Grad Celsius kühlt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Autobahn vom Flugplatz zur Innenstadt
Wenn Verkehrsschilder mehrsprachig beschriftet sind, versteht man sie sogar. Das ist aber nicht überall der Fall.

Autos kann man an jeder Ecke mieten. Pro Tag kostet ein Mietwagen bei einer lokalen Autovermietung ab 100 AED aufwärts. Pro Monat muss man mit ca. 2000 AED kalkulieren (VW Polo). Dabei muss man beachten, dass diese Autos oftmals unterversichert sind. Auf der sicheren Seite steht man, wenn man Autos bei den international bekannten Autovermietungen mietet. Dafür zahlt man aber mindestens das Doppelte. Fahren darf man mit einem internationalen Führerschein. Dieser gilt nur in Verbindung mit dem neuen EU Führerschein. Der internationale Führerschein verliert seine Gültigkeit, sobald man sein Residence Visum bekommt. Dann können einige Länder ihren Führerschein mit vier Passbildern, einem Schreiben des Arbeitgebers, dass er mit dem Umschreiben des Führerscheins einverstanden ist (auf arabisch), einem Sehtest (kann in der Führerscheinstelle gemacht werden) und 200 AED Bearbeitungsgebühr einfach umtauschen. Andere Länder müssen die Fahrschule in den Emiraten neu machen.

In Abu Dhabi sind die Autofahrer sehr rücksichtsvoll, vorsichtig und halten sich an Vorschriften. Aggressives Fahren, Drängeln usw. wird man kaum antreffen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Schiffsverkehr gibt es nicht. Es ist in Abu Dhabi möglich, Rundfahrten auf großen Holzschiffen zu mieten. Das bietet einen schönen Blick auf die Skyline, ist aber Tourismus as Tourismus can be.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Moscheen[Bearbeiten]

Auch wenn die Kathedralen des Kapitals längst über die Türme der Moscheen hinausgewachsen sind – die hohe Dichte von Moscheen in Abu Dhabi zerstreut jeden Zweifel an der Glaubensfestigkeit schnell. Statistisch gesehen hat es niemand weiter als 500 Meter bis zum nächsten Gotteshaus. Christen ist der Zutritt zu den Moscheen strengstens untersagt.

Die Sheikh-Zayed-Moschee an der Straße zum Flughafen ist die drittgrößte der Welt. Sie ist nahezu täglich zu bestimmten Zeiten für Besucher geöffnet. Es werden Führungen angeboten. Für Frauen werden für die Besichtigung Abayahs verteilt.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Paläste gibt es überall auf der Insel. Diese sind jedoch von kilometerlangen hohen Mauern umgeben, die wenig Blick auf die Häuser freigeben. Fotografieren ist zudem dort nicht erlaubt. Selbst wenn man beim Scheich eingeladen ist, bekommt man den eigentlichen Palast nicht zu sehen. Empfänge finden immer in einem dafür erstellten Seitengebäude statt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

In Heritage Village auf einer Halbinsel vor der Stadt wird das arabische Leben vor dem Ölboom vermittelt.

Outside of the Louvre Abu Dhabi, photographed in December 2017

Im Saadiyat Cultural District kann seit November 2017 das Kunstmuseum Louvre Abu Dhabi besichtigt werden, welches Werke aus verschiedenen Sammlungen wie auch Leihgaben des Musée du Louvre in Paris zeigt. Der Eintritt liegt (Dezember 2017) bei 60 AED für Erwachsene (ca. 15€).

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Marina im Nordwesten der Stadt

Die Uferpromenade (Corniche) wird besonders abends lebhaft besucht. Tagsüber ist es einfach zu heiß, um sich dauerhaft im Freien aufzuhalten.

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Abu Dhabi hat kein sehr ausgeprägtes Strandleben. Es gibt in der Stadt zwei öffentliche Strände, die auch ordentlich sind, aber keine Möglichkeit zum Duschen oder Umziehen bieten. Viele der größeren Hotels haben einen Privatstrand, den man auch als Nicht-Hotelgast gegen Gebühr (ab ca. 15 € bis 50 € am Tag) nutzen kann. Spätestens ab Juni ist es aber sowieso zu heiß und zu feucht, sich den ganzen Tag am Strand aufzuhalten. Ab Oktober kann man es dann wieder aushalten.

Spätestens wenn die Sonne am Horizont sinkt und der letzte Gebetsruf des Tages, die "Isha" verhallt ist, trifft sich die jugendliche Spaßgesellschaft von Abu Dhabi. Besonders auffällig sind die röhrenden Jet-Skis, die jeden Abend vor der Wellenbrecher-Insel über das Wasser preschen. Aufmerksamkeit ist den halbstarken Wellenreitern gewiss.

Das Nachtleben in Abu Dhabi ist vielfältig und bietet für jede Altersgruppe etwas. Es gibt diverse Lokale, Kneipen Discos und Clubs, die täglich meist bis 3 Uhr morgens geöffnet haben und durchweg europäischen Standard haben. Die Clubs und Discos sind immer in den Hotels. Dabei hat es nichts zu sagen, dass sich eine Disco in einem 5 Sterne Hotel befindet. Es gilt der gleiche Dresscode wie in Deutschland. Nur auf Sandalen sollte man verzichten. In vielen Kneipen gibt es Livemusik, die überwiegend hervorragend ist. Nicht in allen Restaurants gibt es Alkoholausschank, dafür aber in allen Clubs und Diskos.

Im Internet kann man sich auf der Seite von http://www.timeoutabudhabi.com/ sehr gut über das Tagesprogramm informieren.

Einkaufen[Bearbeiten]

einige der Straßenmärkte sind sichtbar auf die Bedürfnisse der Einheimischen ausgerichtet, es lohnt dort, näher hinzusehen, die Preise sind sehr günstig
Ferrari und Kleinwagen von Toyota sieht man auf dem Supermarktparkplatz (hier Marina Mall) gleichberechtigt nebeneinander

Einkaufen stellt in Abu Dhabi überhaupt kein Problem dar. Es gibt an jeder Ecke kleine Supermärkte, bei denen man fast alle Gegenstände des täglichen Bedarfs bekommt. Die Preise sind standardisiert, so dass man z.B. für eine Dose Cola überall 1,50 Dirham bezahlt. Ebenfalls vertreten sind die großen Supermärkte, wie Coop, K.M.Hypermarket und Carrefour. Im Abela Market, in Al Safa und im Spinneys (sollte jeder Taxifahrer kennen) bekommt man auch europäische Güter, wie Schweinefleisch, Sauerkraut und gutes Brot.

Alkohol bekommt man in speziellen Liquor shops. Allerdings braucht man dazu eine spezielle Alkohollizenz, die man gesondert beantragen muss. Darauf wird anhand einer Gehaltsbescheinigung vom Arbeitgeber eine maximale Summe vermerkt, für die man monatlich Alkohol einkaufen darf. Als Tourist bekommt man aber mit ein wenig Überzeugungskraft auch ohne Lizenz Alkohol zu kaufen. Ansonsten bekommt man Alkohol in allen großen Hotels, die eine Ausschanklizenz besitzen.

Zudem gibt es viele große Einkaufszentren, sogenannte Malls. Hier einige Beispiele:

  • Marina Mall (Einkaufszentrum, gehobener Standard, hat die Größe einer Fußgängerzone in einer mittelgroßen deutschen Stadt) mit einem sehr großen gut sortierten Supermarkt im Untergeschoss
  • Markthalle (Nähe Hilton Baynuhna Hotel, einfach aber sehenswert)
  • Zayed Shopping Center (Große Mall, für Stoffe, Parfüme und Modeschmuck genau die richtige Adresse. In der Mall befindet sich noch das Warenhaus K.M. Shopping Center, wo es alles zu kaufen gibt)
  • LIWA Center (Relativ klein, aber man bekommt Markenartikel sehr günstig. Das liegt daran, dass sie gefälscht sind. Allerdings in sehr guter Qualität und vom Original kaum zu unterscheiden.)
  • Abu Dhabi Mall (gute Mischung aus Marina Mall und Zayed Shopping Zenter) etwas kleiner gehalten.
  • Gold Zouk. (Der Gold Markt neben dem Zayed Shopping Center. Längst nicht so sehenswert, wie das Gegenstück in Dubai aber noch immer einen Besuch wert.)
  • Al Wadha Mall (Value for Money mit allen großen Marken)
  • Al Mushrif Mall (ähnlich Al Wadha Mall)

Küche[Bearbeiten]

Im Supermarkt ist erkennbar, dass Fisch eine wichtige Rolle spielt

Günstig[Bearbeiten]

Typische Landesküche gibt es eigentlich nicht. Als typisch arabisches Essen bekommt man meist libanesische Küche. Das sind die libanesischen Bäckereien, bei denen man hervorragende (Fladen-)Brote zum Frühstück bekommt, die mit Käse und/oder Gemüse gefüllt sind.

Mittags bekommt man in zahllosen (libanesischen) Restaurants chicken and rice, den man mit roter, brauner oder Joghurtsauce, sowie ein wenig Salat serviert bekommt. Das kostet zwischen 8 und 15 AED und ist immer mehr, als man essen kann. Und falls man doch aufisst, bekommt man immer nachgereicht. Auch indisch ist oft sehr preiswert und überall zu bekommen.

Abends bekommt man an vielen Ecken sogenannte Chicken Sandwiches. Das sind verschieden belegte Burger, die im Menü mit Pommes und Getränk ca. 6 bis 12 AED kosten.

Mittel[Bearbeiten]

Es gibt wenige gute Restaurants im europäischen Sinne. Die meisten befinden sich in den Shopping Malls (neben den Fast-Food-Restaurants) und sind durchaus einen Besuch wert. Indische, libanesische und chinesische Küche sind am meisten vertreten. Ein Essen dort gibt es um 40 AED.

Gehoben[Bearbeiten]

Essen in den gehobenen Kategorien bekommt man fast ausschließlich in den 5-Sterne-Hotels und den angeschlossenen Restaurants. Hier bekommt man ein Dinner am Buffet ab ca. 100 AED. Die Preisspanne ist nach oben offen. Es sollte bedacht werden, dass fast ausschließlich Hotels eine Ausschankerlaubnis für Alkohol besitzen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Im Crowne Plaza (Hamdan Rd) bietet an jedem Abend der Woche ein anderes hoteleigenes Lokal eine "Ladies Night", in der Damen gratis ausgeschenkt wird - je nach Abend Cocktails, Schaumwein etc.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • 1 Bab al-Qasr, West End Corniche (gegenüber dem Emirates Palace). . Hotel mit Appartements, das aus zwei Hochhäusern mit 37 Stockwerken besteht, befindet sich im Bau und soll 2011 in Betrieb genommen werden. Mit Einkaufszentrum.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Um hier zu arbeiten, braucht man zwingend ein Residence Visum. Ohne dieses darf man nicht einmal unentgeltlich arbeiten. Ein Residence Visum bekommt man von einem Arbeitgeber. Dazu wird ein Bluttest benötigt, bei dem auf AIDS, Hepatitis und Ähnliches getestet wird. Ist der Test positiv, wird man des Landes verwiesen.

Nach Erhalt des eigenen Visums kann man relativ problemlos ein Residence Visum für Ehepartner und Kinder beantragen. Dazu braucht man 1000 AED Bearbeitungsgebühr, eine beglaubigte Abschrift auf arabisch der Heirats- bzw. Geburtsurkunde, 4 Passbilder und eine Gehaltsbescheinigung des Arbeitgebers, ebenfalls auf arabisch. Das Mindestgehalt muss 5000 AED monatlich betragen und man muss zugelassenen Berufsgruppen angehören (diese Berufsgruppe muss im eigenen Visum stehen). Für jedes Familienmitglied muss ebenfalls das Ergebnis eines Bluttests vorliegen. Diesen kann man gegen eine Gebühr von 500 AED in der Abteilung "Preventive Medicine" im Sheich Khalifa Medical City machen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Stadt gehört zu den sichersten Städten der Welt. Auch als Frau kann man unbehelligt alleine nachts durch die kleinsten Gassen gehen. Polizeipräsenz gehört zum alltäglichen Stadtbild. In den Einkaufszentren patrouillieren Sicherheitsdienste. Taschendiebstähle passieren nicht öfter als in anderen großen Städten. Autos werden selten aufgebrochen. Schusswaffen gibt es nicht.

Alkohol wird, mit Außnahme von Hotelbars und Hotelstränden, in der Öffentlichkeit nicht ausgeschenkt. Touristen dürfen in den Hotelbereichen problemlos Alkohol konsumieren, der Aufenthalt in der Öffentlichkeit durch alkoholisierte Personen wird durch die Behörden nicht geduldet.

In Discotheken und Clubs sollte man trotzdem Vorsicht walten lassen. Aufgrund oftmals kultureller Unterschiede kommt es hin und wieder zu Schlägereien. Wer in eine Schlägerei verwickelt ist (ob schuldig oder nicht), kommt häufig für mindestens 24 Stunden ins Gefängnis und wird oftmals recht schnell des Landes verwiesen.

In den öffentlichen Stadtbussen existieren abgeschirmte Sitz- und Stehbereiche für Frauen und Kinder, alle Frauen, auch Touristinnen, dürfen diese Bereiche nutzen, eine gesetzliche Pflicht besteht jedoch nicht.

Männer und Frauen sollten auf ausreichende Bekleidung achten insbesondere gewählt nach dem Aufenthaltsort, in Städten kann man sich nicht wie am Strand bekleidet aufhalten.

Männer sollten in der Öffentlichkeit keine fremden Frauen ansprechen, dies bezieht sich jedoch auf Frauen, welche privat unterwegs sind und nicht für Frauen an Arbeitsplätzen wie in Geschäften und Hotels, Polizistinnen, Angestellte des Öffentlichen Nahverkehrs u.s.w.

Homosexuelle Handlungen sind in der gesamten Arabischen Emirate illegal und sollten als Schutz vor Strafverfolgung und öffentlichen Konflikten unterlassen werden. Männer sollten keine Doppelzimmer in Hotels und anderen Unterkünften buchen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Arbeiter ruhen sich im Schatten aus
Palmen spenden Schatten...
...aber selbst sie müssen künstlich bewässert werden

Der hygienische Standard ist hoch. Man kann in allen Restaurants problemlos essen. Da Leitungswasser in Tanks gelagert wird, die sich meist auf dem Gebäudedach befinden, erwärmt es sich schnell. In den Hotels werden Wasserfilter und Wasserkühler eingesetzt, so dass man auch Leitungswasser meist unbeschadet trinken kann. Trotzdem ist es empfehlenswert, Flaschenwasser zu trinken.

Die Unfallrate ist überdurchschnittlich hoch. Autofahrer nehmen auf andere Verkehrsteilnehmer wenig Rücksicht. Gerade als Fußgänger ist es vor allem zu Beginn eines Aufenthaltes ratsam, Straßen nur an Ampeln zu überqueren. Zebrastreifen gibt es, haben aber keinen Einfluss auf das Fahrverhalten.

Der Rettungsdienst ist kostenlos und über die Notrufnummer 999 24 Stunden am Tag erreichbar. Allerdings ist der notfallmedizinische Standard uneinheitlich und mit dem Deutschlands oft nicht zu vergleichen. Aufgrund fehlender Adressen dauert es oft recht lange, bis ein Rettungswagen eintrifft. Einen medizinischen Notfall solle man im Sheich Khalifa Medical City behandeln lassen. Dort findet man westliche Ärzte, modernste Technik und westlichen Standard. Bei akuten Unfällen in Verkehr und Arbeit, sowie alle anderen Notfällen, wird man gesetzlich vorgesehen in eines der staatlichen Krankenhäuser gebracht. Vom Helfen am Straßenrand bei Unbekannten ist wegen der strikten Kompetenztrennung Feuerwehr-Civil Defense-Paramedics rechtlich abzuraten.

In Abu-Dhabi existiert ein deutsches Gesundheitszentrum mit deutschen (europäischen) Ärzten und deutschen Standards in Diagnose und Behandlung.

Viele Krankenhäuser sind im Bau, da der Masterplan 2030 diesbezüglich eine Versorgungsdichte und Bevölkerungsdichte prognostiziert hatte, die eine weitreichende Ausbauplanung erfordern. Es empfiehlt sich aber auch hier, alle wichtigen Medikamente und Probleme, die eine Reise unterbrechen können, vorher abzuklären oder zumindest ausreichend dokumentiert mitzunehmen.

Deutsche/europäische gesetzliche Krankenversicherungen gelten nicht und es ist immer bar oder mit Kreditkarte zu bezahlen. Aufgrund strengerer Gesetze zur Vermeidung von Drogen und Suchtopfern sind einige Medikamente, die in Deutschland frei oder auf Rezept erhältlich sind, in den Emiraten/Abu Dhabi streng kontrolliert (controlled drug); dazu gehören etwa Schmerzmittel wie Lyrica, Tramadol, Novalgin und Erkältungsmittel mit Ephedrin. Führt man starke Schmerzmittel wie Tilidin mit sich, sollte man die bei der Einreise vorzeigen, man erhält einen Zettel, auf dem das vermerkt wird.

Die Temperaturen in Abu Dhabi sind im Sommer sehr hoch und nicht zu unterschätzen. Geht man in der Mittagshitze unter einem Baum in den Schatten, merkt man spürbar eine Abkühlung. Selbst die Einheimischen halten sich nicht unnötig im Freien bzw. in der Sonne auf, Fußgänger sieht man mittags kaum auf den Straßen der Stadt.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Toleranz der Bewohner zeigt sich etwa am öffentlichen Strand im Regierungsbezirk. Baden im Bikini ist kein Problem und üblich. Die Offenheit der Emiratis trägt Früchte: Denn während im Nachbarland immer wieder Anschläge die satten Herrscher und ihr Volk in Angst und Schrecken versetzen, sind die Emirate eine Oase des Friedens und nahezu frei von Kriminalität.

Die Staatssprache ist Arabisch, aber fast jeder versteht Englisch.

Es existiert keine Postzustellung. Somit gibt es auch nirgendwo Briefkästen. Dort, wo man Postkarten kaufen kann, bekommt man auch Briefmarken, beides deutlich preiswerter als in Europa. Zum Einstecken der Karten muss man dann aber ein Postamt suchen. Die Einheimischen holen dort ihre Post auch ab.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Yas Island (nahe des Flughafens) bietet neben der international bekannten Formel-1-Rennstrecke (an der man auch an einem Schnellkurs im Rennfahren teilnehmen und anschließend einige Runden z.B. in einem Aston Martin drehen kann) einen großen Wasserpark, der aber noch nicht vollends fertiggestellt ist.
  • Ferrari World: Freizeitpark rund um die Automarke Ferrari. Tipps: Man sollte möglichst früh nach der Öffnung um 11 Uhr da sein, dann gibt es praktisch keine Schlangen, voller wird es erst gegen Nachmittag. Die Hauptattraktion, die schnellste Achterbahn der Welt, ist sicherlich einen Besuch wert, allerdings wird diese mehrfach am Tag wegen Routine-Wartungsarbeiten geschlossen und die Wartezeit beträgt nicht selten über zwei Stunden. Es bietet sich deshalb an, ein Fast-Line-Ticket zu kaufen, da man so schneller dran kommt. Abgesehen von dieser Achterbahn, gibt es Bell'Italia, Bennos Great Race, Driving Experience mit Experten, etc. So kann der Besuch nicht schnell enttäuschen. [1]


Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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  1. Ferrari World Tour. Abgerufen am 4. November 2016 (englisch).