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ʿAin Qureischat

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ʿAin Qureischat ·عين قريشت
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'Ain Qureischat (auch Ain Qureischit, Ayn Qureishat/Qureishit, arabisch: ‏عين قريشت‎, ʿAin Quraischat) ist eine Quelle im Osten der Stadt Siwa in etwa 30 Kilometer Entfernung von Siwa.

Hintergrund[Bearbeiten]

ʿAin Qureischat ist die größte 1 Quelle (29° 12′ 40″ N 25° 42′ 21″ O) der Senke und versorgt mit seinem Wasser einen 8 Kilometer langen See, den Zeitūn-See. Sein Wasser ist aber von geringer Qualität. Das Wasser wird heutzutage aus einem modernen Pumpenhaus bezogen.

In seiner Nähe wurde der Anbau und die Verarbeitung von Oliven betrieben.

Westlich von dieser Quelle befinden sich die beiden antiken Stätten von Qaṣr el-Ghaschschām (arabisch: ‏قصر الغشام‎, Qaṣr al-Ghaschschām, bei Steindorff auch als Qasr el-Chaschschām angegeben).

Das sog. Siwa-Manuskript, eine historische Beschreibung des Senke Siwa, weiß zu diesem Ort Folgendes zu berichten: ʿAin Qureischat ist demnach der Wohnsitz eines Königs namens Ghaschschām, dessen Reich sich bis zur Brunnengemarkung (ḥaṭīyat) Arsanīn/Arhanīn, deren Lage aber heute unbekannt ist, reichte. Zudem erwähnt das Manuskript einen Berg, in dessen Mitte sich die Statue eines Mannes befunden habe, die weder vom Fuß noch von der Spitze des Berges erreichbar war. In diesem Berg gab es auch eine Quelle.

Georg Steindorff fand 1900 hier noch die Ruinen eines antiken Tempels aus griechischer Zeit, der sich auf einem niedrigem Kalksteinhügel erhebt, vor. Er wurde aus Bruchsteinen errichtet und mit Kalksteinquadern verkleidet. Die Stürze der Eingänge waren mit einer von Uräen flankierten Sonnenscheibe dekoriert. Als Ahmed Fakhry (1905–1973) fast vier Jahrzehnte später die Stätte aufsucht, sind von der Ruine kaum noch Überreste erhalten.

Anreise[Bearbeiten]

Für die Anreise kann man die Asphaltstraße von Siwa über den Zeitūn-See nach ʿAin Ṣāfī benutzen. Die archäologische Stätte selbst muss man zu Fuß ergründen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Tempelüberreste von ʿAin Qureischat
Siedlungsreste von ʿAin Qureischat

Vom antiken Qaṣr al-Ghaschschām ist heute nur noch ein Ruinenfeld mit geringen baulichen Resten an zwei verschiedenen Stellen (2 29° 12′ 28″ N 25° 42′ 39″ O und etwas weiter südlich bei 3 29° 12′ 24″ N 25° 42′ 42″ O) erhalten geblieben. Diese Stätten befinden sich 13 m unter dem Meeresspiegel.

Küche[Bearbeiten]

Restaurants gibt es in der nahe gelegenen Stadt Siwa. Eine kleine Raststätte gibt es auch in Abū Schurūf.

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkünfte gibt es in der nahe gelegenen Stadt Siwa.

Ausflüge[Bearbeiten]

Den Besuch der archäologischen Stätte lässt sich mit dem von Abū Schurūf, ez-Zeitūn, ʿAin Ṣāfī und Abū el-ʿAuwāf verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Steindorff, Georg: Durch die Libysche Wüste zur Amonsoase. Bielefeld [u.a.] : Velhagen & Klasing, 1904, (Land und Leute : Monographien zur Erdkunde ; 19), S. 125, Abb. 78 (S. 104).
  • Fakhry, Ahmed: Siwa Oasis. Cairo : The American Univ. in Cairo Pr., 1973, (The oases of Egypt ; 1), ISBN 978-977-424-123-9 (Nachdruck), S. 129 f. (in Englisch).
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