Georgien

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Es besteht eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland
Es besteht eine Reisewarnung für Südossetien und Abchasien sowie deren unmittelbare Umgebung.
Datum der letzten Warnung: 11.10.2012.

Georgien (საქართველო, Sakartwelo) liegt in Transkaukasien an der Grenze zwischen Europa und Asien. Das Land grenzt im Westen an das Schwarze Meer, im Süden an die Türkei und an Armenien, im Osten an Aserbaidschan und im Norden an Russland. Die Geographie wird neben dem schwarzen Meer vor allem vom Kaukasus im Norden und dem kleinen Kaukasus im Süden beherrscht.

Lage
Karte von Eurasien mit eingezeichneter Lage von Georgien
Flagge
Flagge von Georgien
Kurzdaten
Hauptstadt: Tbilisi
Staatsform: Republik
Währung: Lari (GEL)
Fläche: 69.700 km²
Bevölkerung: 4,69 Mio
Sprachen: Georgisch
Religionen: Georgisch-Orthodox 65%, Muslimisch 11%, Russisch-Orthodox 10%
Stromnetz: 230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl: +995
Internet TLD: .ge
Zeitzone: MEZ+2


Inhaltsverzeichnis

Regionen [Bearbeiten]

Georgien lässt sich in die folgenden sechs Hauptregionen aufteilen. Diese Regionen stimmen nicht mit der Verwaltungsgliederung überein sondern orientieren sich an den historischen und damit auch kulturell gewachsenen Regionen des Landes.


Die Regionen Georgiens
  Nordwesten: Abchasien ·  Swanetien ·  Megrelien

Der Nordwesten des Landes
  Südwesten: Gurien ·  Adscharien

Der Südwesten des Landes
  Rioni: Ratscha ·  Imeretien

Das Gebiet entlang des Rioni-Flusses
  Samche-Dschawachetien: Samche-Dschawachetien

Samche-Dschawachetien
  Kartli: Kazbegi ·  Khevsureti ·  Kwemo Kartli ·  Mzcheta-Mtianeti ·  Shida-Kartli ·  Südossetien ·  Tiflis

Die Zentralen Provinzen des Landes
  Osten: Kachetien ·  Tusheti

Der Osten des Landes
Übersichtskarte



Städte [Bearbeiten]

Karte von Georgien

Weitere Ziele [Bearbeiten]

Hintergrund [Bearbeiten]

Georgien, das Land zwischen dem großen und kleinen Kaukasus und dem Schwarzen Meer ist eine der ältesten Siedlungsregionen der Menschheit. Gleichzeitig ist es eines der ältesten christlichen Länder der Welt. Die Schmiede der antiken Welt lag allerdings auch immer wieder im Aufmarschgebiet andere Mächte wie der Assyrer, der Perser, der Römer, der Türken und der Russen. All diese kulturellen Einflüsse haben das Land und die gesamte Region mitgeprägt und ihre Spuren hinterlassen.

Geschichte [Bearbeiten]

Georgien ist bereits seit der Altsteinzeit besiedelt. Es war die Zeit der frühen Menschen wie dem Homo erectus. Später kam der Neandertaler und schließlich der Homo sapiens dazu. Letzterer breitete sich vom östlichen Mittelmeerraum weiter aus.

Diese Periode liegt ca. 40.000 v. Chr. In der Folge wird ca. 4000 Jahre v. Chr. die Metallbearbeitung begonnen, die sich von Bronze über Kupfer hin zu Eisen entwickelt.

Aus den Stammesgebieten der Diaochi und Kolcha die sich etwa ab der Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends bildeten, entstanden im 6. Jahrhundert vor Christus die beiden antiken Königreiche von Kolchis und Iberien. Das Königreich Kolchis mit seiner Küstenregion am schwarzen Meer war Ziel der Argonauten der legendären Sagengestalten um den Helden Jason. Hier fanden sie das Goldene Vlies. In der Antike war das heutige Georgien das metallurgische Zentrum. Hier wurden nicht nur die Erze abgebaut, sondern auch hervorragende Schwerter gefertigt, die in die damalige Antike Welt exportiert wurden.

Im Zuge der Kriege um die Nachfolge Alexanders des Grossen, den sogenannten Diadochenkriegen wurde Kolchis eine Provinz und Iberien ein Vasall des Königreiches Pontos, das durch Pompeius um 64 v. Chr. erobert wurde. Damit wurden sie römische Vasallen.

Im 4. Jahrhundert (337 durch König Mirian III.) konvertierte Georgien zum Christentum und wurde damit einer der ersten christlichen Staaten der Welt. Kolchis war seit dem ersten Jahrhundert zerfallen und Iberien wurde im 3. Jahrhundert ein Vasall Persiens. Wechselnde Allianzen prägten die folgenden Jahrhunderte, wobei Byzanz als Orientierungspunkt obsiegte.

Ab der Mitte des 7. Jahrhunderts drängten die Araber in den transkaukasischen Raum und erstmals nach Georgien. Anfänglich konnten sie das Land nicht erobern, in den Folgekriegen gelang es ihnen jedoch bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts, als 755 in Tiflis ein Emir eingesetzt wurde. Die Königreiche Lasika und Iberien waren zu kleinen Fürstentümern zerfallen, aber es begann unter den Arabern eine Einigung des Landes. Bewirkt wurde diese unter anderem durch die Ausbreitung der Kirchensprache als Gegenbewegung zu Islamisierungsversuchen der Araber.

Mit dem König Bagrat dem III. wurde Georgien ein geeintes Königreich. Die ursprünglich von den Arabern eingesetzten Bagratiden konnten so von Abchasien aus das Königreich einen. In der Folge gab es ein Intermezzo der Seldschuken und später der Mongolen wobei sich Georgien insgesamt jedoch jedesmal befreien und behaupten konnte.

Das fand jedoch durch zwei Ereignisse ein Ende. Die Pest wütete Mitte des 14. Jahrhunderts in Georgien und die Eroberungs- und Raubzüge des Timur Leng von 1385 bis 1403 zerstörten die einheitliche Herrschaftsstruktur. Danach zerfiel das Königreich 1442 vollends.

Mit dem Fall Konstantinopels 1453 wurde das christliche Georgien isoliert. In der Folge kam es zu Konflikten mit den wieder erstarkten Persern und den Osmanen. Teile wurden wechselnd besetzt und der Sklavenhandel blühte. So geriet in der Konsequenz der Ostteil unter persische und der Westteil unter türkische Herrschaft.

Ab dem späten 18. Jahrhundert wurde Russland mehr und mehr zur bestimmenden Macht und auch ein kurzer Feldzug durch Aga Khan, der 1795 Tiflis eroberte konnte das Vordringen des russischen Imperiums nicht aufhalten. Ostgeorgien wurde annektiert und 10 Jahre später 1810 begann die Annektion der westgeorgischen Landesteile, die 54 Jahre später abgeschlossen war. Die intensive Russifizierung in der Folge der Eroberung trug nicht zur Beruhigung bei. Georgien drängte auf Eigenständigkeit. Zwar kam es zu Verbesserungen durch die Modernisierung des Handels und der Infrastruktur sowie der Abschaffung der Leibeigenschaft 1866 durch den vom Zar eingesetzten Vizekönig Graf Michail Woronzow. Er gründete auch die erste Bibliothek und das erste Theater Georgiens.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus der Unzufriedenheit eine nationalen Befreiungsbewegung, die 1905 in einen Bauernaufstand mündete. Eine sozialdemokratische Bewegung entstand. Nach der Februarrevolution 1917 in Russland erklärte sich Georgien für unabhängig. Diese Unabhängigkeit hielt bis zum 11. Februar 1921. Dann marschierte die rote Armee ein und Georgien wurde sowjetisiert. Ein Aufstand 1924 wurde niedergeschlagen und im Zuge der stalinistische Säuberungen wurden 50.000 Georgier getötet.

Im Zuge der Glasnost und Perestroika Bewegung kam es am 31. März 1991 zu einem Referendum über die staatliche Unabhängigkeit, das mit 98,9% der Stimmen bestätigt wurde. Georgiens erklärte sich am 9. April 1991 für unabhängig.

Am 08.08.2008 marschierten georgische Truppen in Südossetien ein. Es folgten heftige Kämpfe vor allem in Tschinwali. Zahlreiche Menschen flohen nach Wladikwkas im russischen Nordossetien. Daraufhin intervenierte Russland militärisch und stieß nach Georgien vor. Abchasien nutzte die Gunst der Stunde und führte eine Offensive im georgisch kontrollierten Kodori Tal durch. Im weiteren Verlauf des Konfliktes blockierten russische Schiffe den georgischen Hafen Poti, den sie bis zum 13. September kontrollierten.

Aktuell [Bearbeiten]

Mittlerweile sind die russischen Truppen seit Oktober 2008 aus der sogenannten Pufferzone abgezogen und eine EU Beobachtermission hat ihre Arbeit aufgenommen. Aus den Gebieten Südossetiens und Abchasiens sind zahlreiche Georgier vertrieben worden. Die Grenzregionen gelten als sehr unsicher.

Eine Annäherung der Staaten findet langsam statt, zum Ende des Jahres 2009 werden wieder erste Direktflüge zwischen Georgien und Russland stattfinden. Die Grenze bei Kazbegi wurde im März 2010 wieder geöffnet.

Anreise [Bearbeiten]

Einreisebestimmungen [Bearbeiten]

Für Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten sowie der Vereinigten Staaten von Amerika, Japan, der Schweiz, Kanada, Israel, Norwegen, Lichtenstein, Andorra, Island, San Marino, der Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwaits, Süd-Koreas, Katars, Bahrains, des Oman und des Vatikan benötigen kein Visum zur Einreise nach Georgien, wenn der Aufenthalt maximal bis zu 360 Tage ab Grenzübertritt dauert. Hierfür ist ein gültiger Reisepass ausreichend. Der Reisepass muss mindestens drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein. Bei Aufenthalten über 360 Tage ist ein Visum erforderlich. Bürger anderer Länder können am Flughafen von Tiflis ein „urgent entry visa“ beantragen (100 GEL = ca 50 € in bar)

Für EU-Bürger ist bei Ein- und Ausreise auch der Personalausweis ausreichend.

EU-Bürger, die länger als ein Jahr in Georgien bleiben wollen, können relativ einfach eine ungebrenzte Aufenthaltsgenehmigung bei den Bürgerhäusern beantragen, Kosten 120 GEL. Ansonsten kann man auch aus- und gleich wieder einreisen, damit die Jahresfrist von neuem beginnt ("auf einen Kaffee nach Armenien")

Für Reisen nach Abchasien wird ein gesondertes Visum benötigt. Die Einreise kann von Russland aus über den Grenzübergang Leselidse (bei Sochi) und von Kerngeorgien aus über den Grenzübergang Inguri (bei Sugdidi) erfolgen. Der Transit durch Abchasien ist jedoch verboten und wird von georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt gewertet. Das kann bei der Ausreise aus Georgien oder bei einer neuerlichen Einreise zu massiven Problemen führen.

Mit dem Flugzeug [Bearbeiten]

Die Lufthansa fliegt täglich von München nach Tiflis, den Flugverkehr nach Wien hat Georgian Airways zweimal wöchentlich übernommen . Andere Direktflüge sind von Amsterdam und Prag möglich. Mit Air Baltic über Riga ist es meist etwas preiswerter. Die günstigsten Preise hat im Moment jedoch FlyPegasus, allerdings muss man teils erhebliche Wartezeiten in Istanbul in Kauf nehmen. Mit Turkish Airlines hat man die Möglichkeit von beinahe jedem deutschen Flughafen nach Tiflis zu kommen.

Mit der Bahn [Bearbeiten]

Es gibt täglich Bahnverbindungen nach Baku (Aserbaidschan) und Jerewan (Armenien).

Mit dem Bus [Bearbeiten]

Auf der Straße [Bearbeiten]

Bei Einreise mit dem eigenen Auto nach Georgien gelten besondere georgische Zollbestimmungen, die eine maximale Verweildauer von 20 Tagen (bei Transitreisenden 10 Tage) für das Fahrzeug vorsehen. Sollten die Fristen nicht eingehalten werden können, muss entweder eine Ummeldung erfolgen oder ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden, da ansonsten erhebliche Geldbußen drohen. Allerdings kann sich das kurzfristig ändern. Im Anfang Juni 2008 wurden 65 Tage erlaubt. Am Besten fragt man vor Ort beim Zoll (Customs, rote Uniformhemden) nach.

Die Anreise mit dem eigenen Auto oder Motorrad ist über Russland, die Türkei, Armenien oder Aserbaidschan möglich.
Die Grenzen zwischen Abchasien bzw. Südossetien und Russland sind geöffnet, allerdimgs ist bei Einreise über diese Übergänge eine Weitrereise nach (Zentral-)Georgien nicht möglich. Die Grenze Dariali / Werchnyi Lars (an der Georgischen Heeresstraße Wladikawkas-Tiflis) wurde kürzlich wieder geöffnet, seit 2012 dürfen auch nicht-GUS-Staatsbürger diesen Übergang wieder benutzen.

Georgien ist das wichtigste Transitland der Südkaukasusregion. Da die Grenzen zwischen der Türkei und Armenien sowie Armenien und Aserbaidschan geschlossen sind, und auch die Landgrenze Aserbaidschan-Russland wegen dem Dagestan-Konflikt nur erschwert passierbar ist, muss sämtlicher Fernverkehr dieser Region Georgien passieren.

Die Fahrt mit dem eigenen Auto von Europa aus verläuft ohne Probleme und kann auf zwei Routen durchgeführt werden: Durch die Türkei (Istanbul-Samsun-Trabzon-Batumi) oder Russland (Rostow am Don-Wladikawkas-Tiflis). Ab Deutschland sollte man pro Richtung mindestens eine Woche Zeit haben, um die Fahrt genießen zu können, auch wenn georgische Autohändler gerne behaupten, ihre in Deutschland erstandenen Gebrauchtwagen über Griechenland und die Türkei in weniger als 72 Stunden überstellen zu können.

Das Auto wird bei der Einreise nach Georgien in den Reisepass eingetragen. Wer ohne Auto zurückreisen möchte, muss das Fahrzeug an der Zollstelle in Rustawi importieren und ggf. weiterverkaufen. Nur mit dieser Zollbestätigung ist anschließend die Ausreise ohne Fahrzeug erlaubt.

Mit dem Schiff [Bearbeiten]

Es gibt eine Fährverbindung von Poti nach Ilyichewsk (bei Odessa in der Ukraine) mit UKRFERRY. Von Hopa ın der Türkei scheint es ebenfalls eine Fähre zu geben.

Mobilität [Bearbeiten]

Fernstraßennetz Georgiens
Karte von Georgien mit eingezeichneten Fernstraßen

Das Straßennetz Georgiens ist recht gut ausgebaut, wobei die Qualität von Asphalt bis Schotter reicht. Letzteres betrifft vor allem die Strecke von Batumi nach Akhaltsikhe die nach etwa 60 - 80 km in Schotter mit teilweise tiefen Auswaschungen übergeht. Im weiteren Verlauf der E 691 nach Gyumri in Armenien wird der streckenweise hervorragende Asphalt einige Kilometer vor der Grenze durch Schotter abgelöst. Die E 60 und E 70 sind die Hauptverkehrsadern von der Küste in das Landesinnere. Dies bedeutet, dass über sie auch der Transitverkehr nach Aserbaidschan und Armenien läuft. Da sie überwiegend nur zweispurig ausgebaut sind, kommt es immer wieder zu teilweise lebensgefährlichen Überholmanövern. Hier gilt besondere Vorsicht oder das Ausweichen auf Nebenrouten. Mittlerweile sind die ersten Autobahnkilometer fertiggestellt. Von Tiflis bis ca. 10 Kilometer hinter Gori rollt der Verkehr jetzt vierspurig. Weiterhin wurde 2011 die Strasse zwischen Sugdidi und Mestia fertiggestellt. Dies verkürzt die Reisezeit im Sommer von 4-5 auf 2 Stunden.

Sprache [Bearbeiten]

Die offizielle Amtssprache ist Georgisch. Englisch, Russisch und zum Teil auch Deutsch werden vor allen in den Städten, Russisch auch auf dem Land verstanden.

Vor allem junge Menschen sprechen Englisch, da es in der Schule ab der ersten Klasse gelehrt wird.

Lokale Dialekte des Georgischen, die von der Standardsprache stark abweichen, gibt es in Swanetien und Mingrelien. Im Süden des Landes gibt es zahlenmäßig bedeutende Populationen von Armeniern (Raione Ninozminda und Achalkalaki) und Aseris (Raione Gardabani und Marneuli). Zahlenmäßig sehr kleine ethnische Gruppen gibt es in den Bergen von Kachetien (Batsen, Pschawen, Tuschen), deren Sprachen vom Aussterben bedroht sind. Weitere ethnische Gruppen sind Dagestani und Tschetschenen (in Kachetien), Pontische Griechen (Raion Zalka, größtenteis nach 1990 ausgewandert), Kaukasusdeutsche (Raion Bolnisi, nur mehr einzelne Personen) und Mes'chetische Türken (rund um Achalziche).

Amtssprachen in Abchasien sind Abchasisch und Russisch, in Südossetien Ossetisch und Russisch.

Kaufen [Bearbeiten]

Neben der einheimischen Währung (Lari) werden viele Preise in US-Dollar angegeben. Dieser wird auch gern akzeptiert. Der Euro ist weniger bekannt, kann aber an jeder Wechselstube getauscht werden.

In Tiflis ist das Abheben von Bargeld mit der EC-Karte problemlos möglich. Auch an anderen Bankautomaten soll es nach Berichten Reisender gut möglich sein.

Einkaufen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Einen offiziellen Ladenschluss bzw. scheint es nicht zu geben, auch Sonn- und Feiertags nicht.

Das Auswärtige Amt weist auf folgendes hin:

Zitat:Die Ausfuhr von Teppichen und handelsüblichen Antiquitäten erfordert eine Genehmigung des Kulturministeriums, die mit Hilfe der Verkäufer meist in kurzer Zeit erhältlich ist. Besonders wertvolle Antiquitäten und andere bedeutende Kulturgüter unterliegen einem Ausfuhrverbot. Vor Geschäftsabschluss sollte sich jeder Käufer unbedingt über mögliche Ausfuhrbeschränkungen informieren.

Küche [Bearbeiten]

  • georgische Weiß- und Rotweine
  • Chacha: Weinbrand, der auch vielfach privat hergestellt wird mit 50% Alc.

Nachtleben [Bearbeiten]

Unterkunft [Bearbeiten]

In den größeren Städten existieren Pensionen und Hotels. Die Preise liegen zwischen 10 und 20 Euro inklusive Essen in Pensionen abseits Tbilisis. In Der Hauptstadt sind Hotels aller Preisklassen zu finden. Die Pensionen verlangen etwa 20 Euro pro Nacht.

In der Altstadt von Tiflis gibt es eine ganze Reihe von Hostels. Die Preise starten bei unter 10€/Nacht.

In den Bergregionen gibt es nur wenige Hotels, dafür eine ganze Reihe Privatunterkünfte, die in der Ausstattung oft spartanisch sind (kein Badezimmer, Plumpsklo im Garten), oft aber die einzige Übernachtungsmöglichkeit weit und breit bieten.

Zeltplätze sind rar, am Land ist das wilde Campieren mit Lagerfeuer jedoch problemlos möglich, solange man sich nicht auf Privatgrund befindet.

Lernen [Bearbeiten]

Arbeiten [Bearbeiten]

Feiertage [Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
01. Januar Neujahr
07. Januar Weihnachten orthodoxes Weihnachtsfest
19. Januar Epiphanie Taufe Jesu
03. März Muttertag
08. März Frauentag Internationaler Tag der Frau
09. April Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Georgiens Unabhängigkeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion
09. Mai Siegestag Erinnerung an den Sieg über das dritte Reich
12. Mai St. Andreas-Tag
26. Mai Unabhängigkeitstag 1. georgische Unabhängigkeitserklärung vom 26.05.1918
28. August Mariamoba orthodoxer Mariä Himmelfahrtstag
14. Oktober Mzchetoba kirchliches georgisch-orthodoxes Fest
23. November Giorgoba St. Georgs-Tag

Sicherheit [Bearbeiten]

Abchasien und Südossetien stehen nicht mehr unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Sie beanspruchen ihre staatliche Eigenständigkeit.

Das Auswärtige Amt warnt zur Zeit vor Reisen nach Südossetien.

Bezüglich Kriminalität ist Kern-Georgien sehr sicher, die Kriminalitätsrate ist vergleichbar mit den sichersten europäischen Staaten. Kleinkriminalität ist kaum vorhanden. Selbst in den Großstädten ist es vollkommen ausreichend, die üblichen Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten: Im Gedränge auf Taschendiebe achten, Wertsachen nicht übermäßig zur Schau stellen und nicht mehr Bargeld als notwendig mitführen.

Gesundheit [Bearbeiten]

Klima und Reisezeit [Bearbeiten]

Beste Reiszeit sind die Monate Mai/Juni und September/Oktober. Im Juli/August ist es im Tiefland zum Teil sengend heiß.

Verhaltensregeln [Bearbeiten]

Bei Besuchen von Kirchen und Klöstern ist respektvolle Kleidung notwendig. Männer sollten lange Hosen und zumindest ein kurzärmeliges T-Shirt tragen; Frauen einen Rock, der mindestens die Knie bedeckt, weiters sollten Schultern und Haare bedeckt sein. Bei manchen, aber nicht allen, Kirchen können entsprechende Kleidungsstücke ausgeliehen werden. Die Durchsetzung der Kleidungsvorschriften ist jedoch unterschiedlich. In manchen Kirchen werden sie kaum beachtet, in anderen hingegen wird unpassend gekleideten Leuten sogar der Eintritt verwehrt.

Post und Telekommunikation [Bearbeiten]

Mobiltelefonie: Sowohl GSM 900 als auch GSM 1800 Netzanbindung existiert. Die Abdeckung ist im Tiefland und den Küstenregionen sehr gut. In den Gebirgsregionen bestehen noch einige Funklöcher. SIM Karten könne problemlos erworben werden, zb. bei Geocell für 1 Lari. Sowohl telefonieren als auch mobiles Internet ist günstiger als in Deutschland. Es gibt in Georgien praktisch nur Prepaid-SIM-Karten. Guthaben kann bequem bei den landesweit ubiquitär vorhandenen Automaten aufgeladen werden, von denen jedoch nur manche auch Sprachpakete installiert haben. Bei georgischen SIM-Karten muss i.d.R. Roaming extra freigeschalten werden. Alle Mobilfunkanbieter unterhalten in den Großstädten Kundenzentren, wo das Personal auch englisch spricht.

Festnetztelefonie: Sogenannte Calling Cards zum Freirubbeln sind weit verbreitet und von nahezu jedem Telefon aus nutzbar.

Literatur [Bearbeiten]

Landkarten [Bearbeiten]

Reiseführer [Bearbeiten]

  • Rainer Kaufmann: Reiselesebuch Georgien - ein Reiseführer, der auch Hintergrundgeschichten bringt. 340 Seiten, 12 zweiseitige Farbtafeln, 24 einseitige Farbtafeln, 12 s/w Tafeln, 16 s/w-Bilder, mehrere Übersichtskarten, ISBN: 3-929184-14-1, Preis: € 23,80

Nachrichten [Bearbeiten]

  • Die deutschsprachige Monatszeitung Kaukasische Post deckt aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, gepaart mit Reisetipps und Fotos, ab. Sie erscheint als Papierform und auch online. Sie kann auch als PDF-Abo bezogen werden.

Weblinks [Bearbeiten]