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Wādī ʿAbd el-Mālik

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Wādī ʿAbd el-Mālik
وادي عبد المالك
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Das Wadi Abd el-Malik (arabisch: ‏وادي عبد المالك‎, Wādī ʿAbd el-Mālik, „Wadi des ʿAbd el-Mālik“, auch ‏وادي عبد الملك‎, Wādī ʿAbd el-Malik) ist ein Tal im Norden des Abu-Ras-Plateaus, des Nordwest-Teils des Gilf-Kebir-Plateaus, in der ägyptischen Westlichen Wüste. Es dient üblicherweise als Passage vom Gilf-Kebir-Plateau in die Ägyptische Sandsee.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das etwa 120 Kilometer lange Wādī ʿAbd el-Mālik gehört zu einer Gruppe von drei Tälern im Norden des Abu-Ras-Plateaus, bestehend aus dem Wādī Ṭalḥ im Westen, dem Wādī ʿAbd el-Mālik in der Mitte und dem el-Wādī el-Ḥamrāʾ im Osten. Es ist gleichzeitig das längste dieser Täler. Der deutsche Wüstenforscher László Almásy (1895–1951) glaubte, in diesen drei Tälern die legendäre Oase Zarzūra zu erkennen.

Der Name des Tals leitet sich Ibrāhīm ʿAbd el-Mālik ez-Zuwayya, einem Kamelhirten aus Kufra ab.

Im Süden verzweigt sich das Tal in einen West und Ostzweig, die beide etwa 25 Kilometer lang sind. Der Ostzweig führt zum Lama-Monod-Pass, der auf das Abu-Ras-Plateau führt.

Das Tal wurde 1932 von László Almásy bei einem Überflug entdeckt. 1933 erkundete Almásy zusammen mit Major Hubert Jones Penderel (1890–1943) dieses Tal.

Im mittleren Teil des Tal gibt es mehrere Felsgravuren. 1938 fand R.F. Peel, ein Mitglied der Bagnold-Expedition, einen Felsüberhand mit Malereien von Rindern.

Ibrāhīm ʿAbd el-Mālik ez-Zuwayya, den Almásy im Frühjahr 1936 in Heliopolis noch persönlich angetroffen hatte, berichtete zwar von Quellen. Aber weder Almásy noch Bagnold oder Pell konnten sie finden. Auch heutzutage sind keine Quellen bekannt.

Anreise[Bearbeiten]

Der Besuch des Tales ist im Regelfall Teil einer Wüstenexkursion in den Gilf-Kebir-Nationalpark. Für die Reise durch die Wüste benötigt man ein geländegängiges Allradfahrzeug.

Man erreicht das Tal am einfachsten über den 1998 gefunden sog. 1 Lama-Monod-Pass (23° 58′ 21″ N 25° 21′ 20″ O). Benannt ist dieser Pass nach ägyptischen Wüstenforscher Samīr Lāmā (1931–2004, siehe mehr unter Samīr-Lāmā-Felsen) und dem französischen Afrikaforscher Théodore Monod (1902–2000). Nach dem Tal fährt man etwa in nordwestlicher Richtung, bis man fast die Grenze zu Libyen erreicht, um den nördlichsten Ausläufer des Abu-Ras-Plateaus zu überrunden. Von hier aus geht die Weiterfahrt ins Ägyptische Sandmeer.

Es empfiehlt sich zum Auffinden der Felszeichnungen, einen ortskundigen Führer mitzunehmen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Mittelteil des Tals gibt es Felsgravuren, sog. Petroglyphen, von Tieren. In der sog. Peelschen Höhle gibt es auch Felsmalereien von Hornträgern (Bovidae oder Rinderartige).

Es gibt auch noch wenige Gebiete mit Vegetation, aber nicht in der Fülle wie im Wadi Hamra. Es gibt Akazien und die Kreuzblütensträucher Zilla spinosa.

Küche[Bearbeiten]

Man kann an den verschiedensten Stellen des Tals eine Rast machen. Speisen und Getränke müssen mitgeführt werden. Abfälle müssen mitgenommen werden und dürfen nicht liegen gelassen werden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Für die Übernachtung in einiger Entfernung müssen Zelte mitgeführt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bagnold, R.A.; Myers, O.H.; Peel, R.F. ; Winkler, H.A.: An Expedition to the Gilf Kebir and 'Uweinat, 1938. In: The Geographic Journal (GJ), ISSN 1475-4959, Bd. 93,4 (1939), S. 281–313.
  • Peel, R.F.: Rock-paintings from the Libyan Desert : An Appendix to Dr H. A. Winklers’s ‘Rock-drawings of Southern Upper Egypt II’. In: Antiquity : a quarterly review of world archaeology, ISSN 0003-598X, Bd. 13,52 (1939), S. 389–402.
  • Almásy, Ladislaus E.: Schwimmer in der Wüste : auf der Suche nach der Oase Zarzura. Innsbruck: Haymon, 1997 (3. Auflage), ISBN 978-3852182483, S. 114–152.
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