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Viedma

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Viedma
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Viedma ist die Hauptstadt der Provinz Río Negro nahe der argentinischen patagonischen Atlantikküste. Sie liegt am gleichnamigen Fluss Río Negro gegenüber Carmen de Patagones.

Die reizvolle Lage, die kolonialen Bauten des benachbarten Pategones und das nahe Meer machen Viedma zu einem immer beliebten Reiseziel, auch wenn die Massen weiter auf sich warten lassen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Viedma und Carmen de Patagones waren ursprünglich ein Ort namens Nuestra Señora del Carmen, der 1779 als Militärstützpunkt gegründet wurde. 1878, als die Grenze zwischen den Provinzen Buenos Aires und Río Negro festgelegt wurde, wurde Viedma abgespalten und bekam zwei Jahre später seinen aktuellen Namen, der auf den Stadtgründer Francisco de Biedma zurückgeht.

Das in Europa weitgehend unbekannte Viedma wäre in den 1980er Jahren beinahe zu unerwartetem Ruhm gekommen: 1986 wurde von der damaligen Regierung ein Gesetz erlassen, das bestimmte, die argentinische Hauptstadt von Buenos Aires nach Viedma zu verlegen. Die Wirtschaftskrise 1989 und der folgende Machtwechsel machte diesem Plan einen Strich durch die Rechnung. Viele Einheimische sind mit dieser Entwicklung mehr als zufrieden, denn schon durch die Absicht der Verlegung trafen in den späten 80ern zahlreiche ungebetene Gäste, besonders Bodenspekulanten, in Viedma ein. Auch der Badeort Balneario El Cóndor, die wohl größte Attraktion der Stadt, muss weiterhin auf den "Ballermann" verzichten. Zur Freude der Papageien, die dort in der größten Kolonie der Erde hausen.

Heute ist Viedma eine ruhige, durch die Lage am Fluss für Patagonien ungewöhnlich grüne Stadt mit einem netten Badestrand am Río Negro und spektakulären Ausflugsmöglichkeiten ans Meer.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen hat nur wenige Verbindungen mit Aerolíneas nach Buenos Aires und mit LADE in einzelne Städte Patagoniens.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

An das Bahnnetz ist Viedma verhältnismäßig gut angeschlossen. Es gibt einen Zug nach San Carlos de Bariloche (2x wöchentlich, einmal davon als Luxus-Express Expreso Arrayanes mit Konzert-Lounge und Disco) und einen von der Nachbarstadt Carmen de Patagones aus nach Bahía Blanca und Buenos Aires.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busse fahren vor allem auf der Ruta Nacional 3 nach Nord und Süd, also im Norden Richtung Buenos Aires und im Süden in Richtung der Küstenstädte Patagoniens (Ziel ist meist Comodoro Rivadavia oder Río Gallegos). In westlich dieser Achse gelegene Städte muss man in San Antonio Oeste, Las Grutas, General Conesa oder Bahía Blanca umsteigen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Auch auf der Straße ist die Ruta 3 die empfehlenswerteste Option.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Eine kleine Personenfähre verbindet Viedma mit Carmen de Patagones.

Mobilität[Bearbeiten]

Stadtbusse fahren in die verschiedenen Viertel Viedmas, nach Carmen de Patagones sowie ans Meer zum Balneario El Cóndor.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Nachbarstadt Carmen de Patagones, wo sich zahlreiche Kolonialbauten erhalten haben.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Baden am Río Negro
  • Ökotourismus in die Estancias der Umgebung, dabei wird Interessierten das Bewässerungssystem erklärt.
  • Tour an die Atlantikküste (s.u.)

Einkaufen[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Supermärkte und Läden. Die Siesta wird strikt eingehalten (13-17 Uhr).

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • Fast-Food der Extraklasse (qualitativ deutlich über McDonalds) bietet der Burger-Laden Mondo Fiore gegenüber der Fähranlegestelle.

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Diskotheken, bis hin zum Techno-Club Superbass. Im Sommer verlagert sich ein Großteil des Nachtlebens nach El Cóndor.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Campingplatz am Río Negro, nahe der Brücke der Ruta 3. Infrastruktur sehr mäßig, dafür sehr günstige Preise und viel Schatten.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Nur in wenigen Außenbezirken (insbesondere in den Arbeiter-Blockvierteln nahe des Busbahnhofes, echte Elendsviertel gibt es keine) sollte man nachts auf der Hut sein, ansonsten ist Viedma eine sehr sichere Stadt.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die gesundheitliche Versorgung ist gut. Besondere Gefahren drohen nicht.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Im Zentrum gibt es einige Internetcafés.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Bahía Rosas, Bahía Creek und Punta Mejillón. Einsame Strände fast ohne Infrastruktur, nur mit dem Auto/Motorrad/Fahrrad zu erreichen. Empfehlenswert ist eine Fahrt auf der Ruta Provincial 2, der "Küstenstraße" (Camino de la Costa) bis zur Hafenstadt San Antonio Este.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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