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Transamazônica

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Transamazônica

Länge 4342 Kilometer

Die Transamazônica (offizieller Name: BR-230) ist eine von Ost nach West verlaufende Fernstraße in Brasilien, die am Atlantik in Cabedelo (Paraíba) beginnt und derzeit in Lábrea (Amazonien) nach 4342 Kilometern endet.

Hintergrund

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Die BR-230 beginnt als gut ausgebaute und asphaltierte Straße und verwandelt sich in Amazonien im Regenwald zu einer auch in der Trockenzeit tief durchnässten, beinahe unüberwindbaren Naturpiste. Wer sie als Selbstfahrer bezwingen will, benötigt ein Allradfahrzeug, gute Safari-Kenntnisse und Kondition und fährt am besten im Konvoi.

Auf der BR-230 sind überwiegend Güterverkehr (Schwerlastverkehr), Personenverkehr durch Linienbusse und nur wenige Touristen unterwegs. Was die Transamazônica für den Reisenden attraktiv macht, sind die artenreiche Flora und Fauna mit unberührten Regenwäldern, wilden Flüssen, einer sehenswerten endemischen Tierwelt und die Begegnung mit Indigenen. Dies muss allerdings mit widrigen und schwer beherrschbaren Straßenverhältnissen auf einer abenteuerlichen, einsamen und nicht enden wollenden Strecke erkauft werden.

Den namensgebenden Amazonas bekommt man nicht zu sehen, am nächsten kommt die BR-230 dem Fluss in Rurópolis (219 km bis zum Amazonas). Anstatt dessen gibt es zahlreiche große Nebenflüsse, die mittels Brücken oder Fähren überquert werden müssen.

Geschichte

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In Amazonien lebten und leben einige indigene Einwohner wie die Asháninka, die Munduruku und die Xingu auch in der Nähe der Fernstraße.

Im November 1964 zeigte die Militärregierung unter Humberto Castelo Branco mit dem Landgesetz (portugiesisch: Estatuto da Terra) ihr Interesse, die fehlende wirtschaftliche Entwicklung des Nordostens zu verbessern und eine Agrarreform durchzuführen. Sie schonte jedoch die Großgrundbesitzer (portugiesisch: fazendeiros) und bevorzugte stattdessen die Kolonisierung Amazoniens durch Landlose (portugiesisch: gente sem terra).[1] Der Slogan lautete: „Ein Land ohne Menschen für Menschen ohne Land“ (portugiesisch: uma terra sem gente para gente sem terra).[2] Durch die Fernstraße sollten bisher unerschlossene Regionen erreichbar und besiedelt werden.

Im Juli 1970 veröffentlichte die Regierung ihr „Nationales Integrationsprogramm“ (portugiesisch: Programa de Integração Nacional, PIN) zur Erschließung des Amazonas-Beckens, in welchem damals knapp 4% der brasilianischen Bevölkerung mit einer Bevölkerungsdichte von gerade einem Einwohner pro Quadratkilometer wohnte.[3] Es handelte sich ausschließlich um indigene Völker wie die Parakanân, für welche die FUNAI im Juli 1971 ein an die Transamazônica grenzendes Indianerreservat errichtete.[4] Das Bauprojekt der Straße sollte sowohl als Leitlinie für die Binnenwanderung aus dem Nordosten dienen[5] als auch den Amazonas als einzigem Transportweg für Personen- und Gütertransporte entlasten. Der Straßenbau stand vor großen Herausforderungen, denn sowohl der tropische Regenwald mit seinen Sumpfgebieten als auch zahlreiche südliche Nebenflüsse des Amazonas waren als natürliche Hindernisse zu überwinden.

Den Entwurf für die „Rodovia Transamazônica“ legte im Juni 1970 der deutschstämmige Ingenieur Walter Alves Reis vor.[6] Er plante eine Streckenlänge von 4.997 km, von der jedoch nur 4.223km realisiert wurden. Nach einer nur dreimonatigen Planung wurde das Straßenbauprojekt im September 1970 von 500 Ingenieuren, 11000 Arbeitern und zwei Pionierbataillonen mit Unterstützung durch die Luftwaffe begonnen.[7] Am 9. Oktober 1970 legte Präsident Emílio Garrastazu Médici in Altamira den Grundstein für den Streckenabschnitt von Altamira nach Itaituba.[8] Das erste Teilstück von 1254km zwischen Marabá und Tapajós wurde am 27. September 1972 durch Präsident Médici unasphaltiert dem Verkehr übergeben.[9] Im März 1973 folgte die Übergabe des zweiten Teilstücks zwischen Itaituba und Humaitá. Die Fertigstellung verschlang Baukosten in Höhe von 156 Millionen US$.[10] Die komplette Teilstrecke von Marabà bis Altamira ist seit 1999 asphaltiert.

Gemäß einer am 27. August 2023 in Lábrea aufgestellten Plakette zum 50-jährigen Bestehen der BR-230 wurde die Transamazônica am 27. August 1972 eröffnet und durchquert mit einer Länge von 4260km insgesamt 63 Gemeinden in sieben Bundesstaaten.

Klima, Flora und Fauna

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Die Transamazônica durchquert die Inneren Tropen, wo ein tropisches Klima mit ganzjährig konstant heißen Temperaturen tagsüber (27°C bis 33°C) und nachts um die 23°C („Tropennächte“) herrscht. Die relative Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und liegt tagsüber mindestens bei 85%, nachts über 90%. Die Regenzeit fällt in den Zeitraum Oktober bis April, die Trockenzeit – in der nicht wirklich Trockenheit herrscht – liegt entsprechend zwischen Juli und September. Die meisten monatlichen Regentage gibt es im April und Oktober (jeweils 20). Auch in der Trockenzeit kann es zu plötzlichem Starkregen (portugiesisch: chuva forte) und Sommerregen (portugiesisch: chuva de verão) kommen, der Straßen innerhalb weniger Minuten überfluten und unpassierbar machen kann.

In Amazonien gibt es mindestens 430 Säugetierarten, darunter Ameisenbären (tamanduas), Faultiere (preguiças), Flussdelphine (botos), Jaguare, Manatis, Ozelot, Tapire oder Wasserschweine (capybaras) und über 50 Affenarten (Brüll-, Kapuziner-, Tamarin-, Totenkopf- oder Wollaffen). Es wurden über 450 Reptilienarten gezählt (Kaimane), darunter 427 Schlangenarten (Anakondas). Unter den 1294 Vogelarten gibt es 6 Arten von Aras sowie Arassaris, Kormorane, Sichler oder Tukane. Zu den mehr als 3000 Fischarten gehören elektrische Aale, Arapaima (pirarucu), Piranhas oder Welse (piraiba). Im Regenwald gibt es über 2,5 Millionen Insektenarten, die unter den tierischen Lebewesen einen Anteil von 90% erreichen. Es überrascht nicht, dass sie den Reisenden am meisten belästigen und auch gefährlich werden können.

Über 80000 Pflanzenarten gedeihen im tropischen Klima. Den Regenwald dominieren die 6727 Baumarten wie Kakao- und Kautschukbaum, Kapok, Mahagoni oder Würgerfeigen. Der höchste Baum ist die Angelim vermelho (faveira) mit 88 Metern. Berühmt ist die Amazonas-Riesenseerose.

Der Amazonas-Regenwald liefert nicht mindestens 20% des Welt-Sauerstoffs, wie oft kolportiert wird, sondern verbraucht durch Verrottung, Brandrodung und Atmung fast den gesamten produzierten Sauerstoff selbst, so dass sein Nettobeitrag zur globalen Sauerstoffbilanz bei maximal 9% liegt.

Reisevorbereitung

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Beste Reisezeit ist die Trockenzeit zwischen Juli und September, wo sich die Straße als staubige Piste mit gelegentlichen Schlammpassagen präsentiert. Wer die Transamazônica ganz oder teilweise befahren will, benötigt ein Allradfahrzeug und umfassende fahrerische Kenntnis vom Off-Road-driving. Die Naturpiste erfordert höchste physische (und psychische) Belastbarkeit von Mensch und Material. Etwa 52% der gesamten Strecke sind Naturpiste, lediglich die ersten 2087km von Cabedelo nach Marabá sind asphaltiert und können mit normalem Pkw befahren werden.

Die Reisedauer für die gesamte Strecke ist schwer zu planen. Während der Reisende für den asphaltierten Teil Etappen von 200km pro Tag kalkulieren kann (das sind 11 Tage ohne Übernachtung, Erholungspause und Besichtigungen), können auf der Naturpiste täglich maximal 100km oder oft auch weniger bei Fahrgeschwindigkeiten von maximal 20km/h zurückgelegt werden (das sind weitere 22 Tage ohne Übernachtung, Erholungspause und Besichtigungen). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Fahrbahnzustand sich innerhalb weniger Minuten verschlechtern und die Reisedauer erhöhen kann. Bei der Rückreise ist zu bedenken, dass am Endpunkt Labrea wieder mindestens bis Manaus beim 1 Abzweig zur BR-319 zurückgefahren werden muss.

Anreise

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Weder der Ort des Beginns ( Cabedelo ) noch der des Endes der Transamazônica ( Lábrea ) haben verkehrstechnische Bedeutung und verfügen nicht über Flughäfen. Die Anreise muss deshalb über den 1 Joao Pessoa Airport (ICAO: SNJO) im Osten oder Manaus im Westen erfolgen, wo Autos gemietet werden können.

Linienbusse des 1939 gegründeten Betreibers Viação Ouro e Prata befahren Teilstrecken der Transamazônica – insbesondere in Pará – mit komfortablen Bussen für Fernstrecken. Die Busse bieten WLAN und verschiedene Komfortstufen an. Ouro e Prata fährt unter anderem nach Marabá und Altamira und ist somit eine Option für Reisende entlang der BR-230. Dabei sind teilweise erhebliche Verspätungen und Nachtfahrten zu berücksichtigen.

Regionen

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Die Transamazônica durchquert sieben Bundesstaaten und verläuft durch den halbwüstenartigen Sertão in der Região Nordeste, sie endet im tropischen Regenwald des Amazonasbeckens nahe am Äquator. Dabei berührt sie die Bundesstaaten Paraíba, Ceará, Piauí, Maranhão, Tocantins, Pará und Amazonas. Zunächst folgt sie einer westlichen Richtung, führt durch Paraibas Hauptstadt João Pessoa und Campina Grande; nach Balsas im Bundesstaat Maranhão verdünnt sich das Straßennetz, und die BR-230 folgt nordwestlicher Richtung über Marabá bis Altamira im Bundesstaat Pará, von wo aus sie südlich parallel zum Amazonas verläuft. Es folgt Itaituba, wobei die BR-230 parallel zum Rio Tapajós führt und über 111km am Nationalpark Amazônia (portugiesisch: Parque Nacional da Amazônia) entlang führt. Sie durchquert den nördlichen Teil des Indianerreservats Terra Indígena Tenharim Marmelos und erreicht, bereits in Amazonien, Humaitá.

Streckenverlauf

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Übersicht

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Die Entfernungen zwischen einzelnen wesentlichen Ortschaften finden sich in folgender Tabelle, woraus sich beispielsweise zwischen Cabedelo und João Pessoa die kürzeste Entfernung von nur 18km ergibt:[11]

Bundesstaat Ort Entfernung
(in km)
Flagge Paraíba ParaíbaCabedelo0
João Pessoa18
Campina Grande129
Flagge Ceará CearáVárzea Alegre439
Flagge Piauí PiauíFloriano501
Flagge Maranhão MaranhãoBalsas444
Flagge Tocantins TocantinsAraguatins419
Flagge Pará ParáMarabá137
Altamira503
Itaituba487
AmozonienHumaitá1048
Lábrea217
Transamazônicagesamt4342

Die Entfernungsangaben zwischen den Orten und der Gesamtstrecke variieren in den verschiedenen Quellen teilweise erheblich. Deshalb beträgt die addierte Gesamtstrecke der Tabelle 4.342km, während die Literaturangaben zwischen 4.075km und 4.900km[12] schwanken.

Einzelheiten

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Karte
Karte von Transamazônica
Santa Luzia ist eine der schönsten Städte in Paraiba
Die Brücke Juscelino Kubstichek de Oliveira in Maraba

An der Strecke der 2 Transamazônica befinden sich folgende verkehrsstrategischen Ortschaften:

Paraíba
  • 1 Cabedelo . Die auf einer Halbinsel gelegene Stadt (58000 Einwohner) ist der Ausgangsort der Transamazônica. Im Ort heißt die BR-230 anfangs Rua Duque de Caxias.
  • 3 Monument BR-230 . ein Monument erinnert an den Beginn der BR-230 in Cebedelo.
  • 2 João Pessoa . ist Hauptstadt des Bundesstaates Paraíba (826000 Einwohner) und nur 18km vom Ausgangsort Cabedelo entfernt, mit dem sie auf der gleichen Halbinsel verbunden ist. Es folgt die erste größere Brücke.
  • 4 Ponte do Futuro . die im Dezember 2026 fertig gestellte Brücke über den Rio Paraíba ist 2km lang. Richtung Westen führt die BR-230 später an vielen Farmen (portugiesisch: fazenda) und Raststätten (portugiesisch: posto) vorbei.
  • 3 Campina Grande . ist mit 420000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Bundesstaat Paraíba. Versorgungszentrum der Region, wo Vorräte aufgefrischt werden können. Alle touristischen Fazilitäten vorhanden.
  • 1 Açude Soledade . ein Stausee im trockenen Nordosten.
  • 4 Soledade . hat 14000 Einwohner.
  • 2 Açude Público Santa Lúzia . maximal 217km² großer Stausee.
  • 5 Santa Luzia . 15000 Einwohner und eine der schönsten Städte in Paraíba.
  • 6 Patos . 108000 Einwohner.
  • 7 Pombal . hat 32000 Einwohner.
Piauí
  • 8 Fronteiras . 10000 Einwohner, die Grenzstadt liegt im Bundesstaat Piauí.
  • 9 Oeiras . hat 38000 Einwohner.
  • 10 Floriano . wurde im Juli 1897 gegründet und hat heute 62000 Einwohner.
  • 3 Chapada das Mesas National Park (Parque Nacional da Chapada das Mesas) . 2005 gegründeter, 1599km² großer Nationalpark.
Maranhão
  • 11 Balsas . liegt mit seinen knapp 100000 Einwohnern im Süden des Bundesstaates Maranhão.
  • 12 Estreito . 34000 Einwohner, es folgt die.
  • 5 Juscelino Kubitschek de Oliveira bridge (Ponte Juscelino Kubitschek de Oliveira) . 1961 gebaute, 533m lange Brücke der BR-230 über den Rio Tocantins. Sie stürzte am 22. Dezember 2024 teilweise ein, so dass eine temporäre Fähre die Überquerung ermöglicht.
Tocantins
  • 13 Araguatins . befindet sich mit seinen knapp 36000 Einwohnern im Bundesstaat Tocantins.
  • 6 Ponte Trans-Araguaia . am 25. Oktober 2010 eröffnete und 1700 Meter lange Brücke der BR-230 über den Rio Araguaia.
Pará
  • 14 Marabá . hat 285000 Einwohner, liegt am Rio Tocantins und gehört zum Bundesstaat Pará. Westlich von Marabá führt die BR-230 entlang des Rio Tocantins zur.
  • 2 Balsa Rio Xingu . Fähre über den 1640km langen Rio Xingu am.
  • 7 Belo Monte Dam (Usina Hidrelétrica de Belo Monte) . ein im Mai 2016 in Betrieb gegangener Staudamm am Rio Xingu mit einer Länge von 3545 Metern.
  • 15 Altamira . liegt mit knapp 100000 Einwohnern am Rio Xingu. Altamira ist ein wichtiges Versorgungszentrum, wo Vorräte aufgefrischt werden können. Alle touristischen Fazilitäten vorhanden. Westlich von Altamira endet nach 286km bei Pacaja der asphaltierte Teil der Transamazônica.
  • 16 Pacajá . 48000 Einwohner. Hier endet der asphaltierte Teil der BR-230, die sich nun in dünn besiedelter Gegend als Naturpiste fortsetzt. Sie beinhaltet eisenoxidhaltigen rötlichen Lateritboden.
  • 4 Parque Nacional da Amazônia . am 19. Februar 1974 eröffneter, nur 10.849km² großer Nationalpark am Rio Tapajos. Südlich von São Luiz do Tapajós verläuft die BR-230 über 111km durch den südlichen Teil des Parks.
  • 17 Uruará . im Ort mit 44000 Einwohnern zweigt Richtung Norden die Rodovia Transuruará (PA-370) nach Santarém ab.
  • 18 Rurópolis . hat 36000 Einwohner. Von hier zweigt Richtung Norden die BR-163 () ab, die in Oriximiná endet.
  • 3 Balsa Rio Tapajós . Fähre über den 1930km langen Rio Tapajós nach.
  • 19 Itaituba . liegt mit seinen knapp 100000 Einwohnern am Rio Tapajós. Versorgungszentrum der Region, wo Vorräte aufgefrischt werden können. Alle touristischen Fazilitäten vorhanden.
  • 20 Jacareacanga . Ansiedlung von 24000 Einwohnern. Am Ortseingang steht eine Replik der Christusstatue von Rio de Janeiro. Im Februar 1956 gab es in der Gegend ein Revolte in der Luftwaffenbasis, die durch das Militär am 29. Februar 1956 gewaltsam beendet wurde. Westlich nach dem Ort liegt die Grenze zu Amazonien.
Amazônia
  • 21 Apuí . 21000 Einwohner, liegt bereits im Bundesstaat Amazonas. Von hier aus zweigt Richtung Norden die AM-174 nach Novo Aripuaná ab. Weiter westlich werden drei große Flüsse überquert:
  • 4 Balsa Rio Aripuanã . Fähre über den 870km langen Rio Aripuanã.
  • 8 Ponte Rio Branco . Brücke über den 584km langen Rio Branco.
  • 5 Balsa Rio Madeira . Fähre über den 1450km langen Rio Madeira nach.
  • 22 Humaitá . 58000 Einwohner und ein wichtiges Versorgungszentrum, wo Vorräte aufgefrischt werden können. Alle touristischen Fazilitäten vorhanden. Westlich von Humaitá gelangt man zum.
  • 9 Abzweig zur BR-319 . vom Abzweig führt Richtung Norden die BR-319 nach Manaus.
  • 6 Aeroporto de Lábrea (Lábrea, ​IATA: LBR) . Flugplatz für Kleinflugzeuge, die mit Manaus verbinden.
  • 23 Lábrea . ist vorläufiger Endpunkt der am Rio Purus liegenden Stadt mit 48000 Einwohnern. Weiterführende Straßen gibt es nicht.
  • 1 Ende der Transamazônica . offizielles Ende der BR-230 mit einer Plakette und einer Übersichtstafel in der Nähe des Rio Purus. Von hier muss entweder nach Manaus oder die ganze BR-230 zurückgefahren werden.

Es gibt etwa 12 Bedarfs-Fähren (portugiesisch: balsas) über breitere Flüsse, wo sich Warteschlangen bilden können.

Allein zwischen Altamira und Humaitá befinden sich 148 Brücken. In Rurópolis gibt es einen Abzweig nach Norden über die BR-163 parallel zum Rio Tapajós bis zum Amazonas nach Santarém. Nach Humaitá gibt es einen Anschluss an die BR-319[13], bevor sie vorerst in Lábrea endet. Es ist geplant, die BR-230 in Richtung Peru zum Grenzort Benjamin Constant weiterzuführen.

Einbindung in nationales Straßennetz

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Die Transamazônica hat als transversal verlaufende Bundesstraße (portugiesisch: Rodovia Transversais) Straßenkreuzungen mit Fernstraßen in Nord-Süd-Richtung wie die BR-010 (Belém-Brasilia), die BR-163 („Soja-Highway“; Cuiabá-Santarém) oder die BR-319 (Cuiabá-Porto Velho-Manaus-Boa Vista).

Bilder

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Küche

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Die preiswerte brasilianische Küche mit Fleisch, Fisch, Reis und Maniok ist wegen der geringen touristischen Frequentierung der Fernstraße vorherrschend.

Unterkunft

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Im Osten besteht um die asphaltierte Transamazônica noch eine relativ hohe Besiedlungsdichte, die Richtung Westen tendenziell abnimmt. Das betrifft auch die touristischen Fazilitäten. Hotels/Restaurants/Tankstellen/Geschäfte sind im Osten gut vertreten, im Westen mit abnehmender Tendenz. Auch die in der Nähe der BR-230 liegenden zahlreichen Farmen (portugiesisch: fazendas) bieten Unterkunft und auch Mitarbeit. Im Abstand von maximal 200km gibt es unter anderem folgende Unterkünfte zwischen Mittelklasse und einfachen Hotels:

  • Cebedelo: hier listet die Webseite Booking.com 222 Unterkünfte auf wie das 1 Bela Hospedagem (1 Rua Golfo de Coronation)
  • João Passoa: 2216 Unterkünfte wie das 2 Hotel Nord Class (1116 Av. Cabo Branco)
  • Campina Grande: 240 Unterkünfte wie das 3 Garden Hotel (400 Engenheiro Jose Bezerra)
  • Santa Luzia : 4 Pousada Alvorada (47 Rua Bartolomeu Madeiros)
  • 24 Antonina do Norte : 5 Pousada Pague Menos (220 Av. Nelito Mendes)
  • 25 Picos : 7 Unterkünfte wie das 6 Holiday Picos Hotel (2271 Av. Senador Helvidio Nunes)
  • Floriano: 3 Unterkünfte wie das 7 Hotel Rio Parnaíba (156 Av. Dr. José Ribamar Pachéco)
  • 26 Pastos Bons : 3 Unterkünfte wie das 8 Hotel Favorito (318 BR-230)
  • Balsas: 3 Unterkünfte wie das 9 Balsas Premier Hotel (2500 BR-230)
  • 27 Carolina : 33 Unterkünfte wie die 10 Pousada e Turismo Martins (km 01, BR-230)
  • Marabá: 42 Unterkünfte wie das 11 Inacio’s Plaza Hotel (quadra 08/lote 7, BR-230).

Danach sind Unterkünfte und Versorgungsmöglichkeiten knapp.

  • 28 Cajazeiras : 3 Unterkünfte wie das 12 Hotel Avenida (Av. Transamazônica)
  • 29 Novo Repartimento : 5 Unterkünfte wie das 13 Hotel Monte das Oliveiras (km 177, BR-230)
  • Pacajá : 2 Unterkünfte wie das 14 Hotel Planalto (Rua do mercado velho)
  • 30 Anapu : 2 Unterkünfte wie das 15 Hotel Paraná (284 Av. Getulio Vargas)
  • 31 Belo Monte I : 1 Unterkunft 16 Hotel e Bar Paradise (BR-230)
  • Altamira: 10 Unterkünfte wie das 17 BBB Rooms Centro Convenções Altamira PA (1238 Ac. Trés)
  • 32 Medicilândia : 2 Unterkünfte wie das 18 Hotel Brasil (Rod. Vicinal km Noventa Norte)
  • Uruarà: 1 Unterkunft 19 Topazzo Hotel (253 Av. Pará)
  • 33 Placas : 1 Unterkunft 20 Hotel Natália Rayz (Tv da Saudade)
  • Rurópolis: 3 Unterkünfte wie das 21 Hotel Uai (203, BR-230)
  • Miritituba/Itaituba: 3 Unterkünfte wie das 22 Hotel Lais (Rua Bartolomeu)
  • 34 Vila Braga : 1 Unterkunft 23 Pousada e Restaurante Redários Carvenas da Vila Braga (BR-230)
  • Bezirk Itaituba: 24 Alojamento Km 195 (BR-230)
  • Jacareacanga: 4 Unterkünfte wie das 25 Hotel Viana (245-339 Rua Bernardo da Silva)
  • 35 Sucunduri : 1 Unterkunft 26 Hotel Manobra 2.0 (94 Rua Beira-Rio)
  • Apui: 3 Unterkünfte wie das 27 Hotel Guarani (Rua Espirito Santo)
  • Bezirk Apui: 28 Amazon Roosevelt Lodge (Km 06, BR-230)
  • Bezirk Manicoré: 29 Amazonia Cevada & Hotel Amazônia (Km 180, BR-230)
  • Humaitá: 6 Unterkünfte wie das 30 Humaitá Quality Hotel (1162 Rua Circular Municipal)
  • Lábrea: 5 Unterkünfte wie das 31 Hotel Manoel do Gésio (1936 Av 14. de Maio).

Es handelt sich besonders in den entlegenen Gebieten um sehr einfache Unterkünfte, deren Qualität über die Zeit schwanken kann.

Gesundheit

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Insbesondere der Amazonas-Regenwald ist ein Malaria-, Dengue- und Gelbfiebergebiet. Eine Gelbfieberimpfung ist dort sehr empfehlenswert, gegen die besonders gefährliche Malaria Tropica ist eine Prophylaxe bereits vor Reiseantritt ratsam. Es ist ein ganztägiger Schutz gegen Insekten erforderlich, weil die Gelbfiebermücke (Dengue) tag- und die Anophelesmücke (Malaria) nachtaktiv ist. Ein Moskitonetz sollte in keinem Fall fehlen. Vorsorge gegen Hepatitis A und B sind ebenfalls angeraten. Um den Schutz zu optimieren, sollte einige Monate vor Reiseantritt ein tropenmedizinisch versierter Arzt eingeschaltet werden.

Sicherheit

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Während der westliche Teil der BR-230 asphaltiert ist, beginnt im Amazonas-Regenwald die Naturpiste. Sie macht 48% (2255km) der Gesamtstrecke aus. Auf der Strecke sind überwiegend Lkw und Linienbusse im gewerblichen Verkehr unterwegs, der Tourismus mit Allradfahrzeugen, Enduro-Motorrädern und sogar Mopeds hält sich in engeren Grenzen. Ratsam ist die Fahrt im Konvoi mit mehreren Fahrzeugen. Der Grundwasserspiegel des Amazonas und seiner größeren Nebenflüsse ist so hoch, dass auch in der Trockenzeit Schlammpassagen zu überwinden sind. Holzbrücken sollten vor der Überfahrt auf ihre Stabilität geprüft werden, damit zerbrochene oder fehlende Holzlatten nicht zum Fahrthindernis werden. Das durch den Schwerlastverkehr verstärkte Wellblechprofil (englisch: corrigations) der Piste, tiefe Schlaglöcher und Dellen schütteln die Insassen kräftig durch. Fahrtechnisch schwierigste Abschnitte sind Hügel, weil bei der Auffahrt die Traktion verloren geht. Hier stauen sich die liegen gebliebenen Lkw, die den Verkehr aufhalten, der dann ebenfalls die Traktion verliert. An schwierigen Passagen warten oft Traktoren, die liegen gebliebene Fahrzeuge aus dem Schlamm befreien. Insbesondere die Naturstrecke kann zu Reifenpannen oder anderen technischen Schäden am Fahrzeug führen, wobei zu bedenken ist, dass Tankstellen und Reparaturwerkstätten in großen Abständen voneinander liegen. Benzin ist ungefähr im Abstand von 200km, manchmal auch 400km erhältlich. Als die schwierigste und einsamste Strecke wird der Abschnitt zwischen Apui und Itaitúba (648km) angesehen. Zeichen der Brandrodung (abgeholzte Waldflächen, Feuerqualm) sind überall sichtbar.

Besonders in den Städten muss der touristische Eigenschutz erhöht werden, da es hier zu Taschendiebstahl und Trickdiebstahl kommt.

Literatur

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  • John Hemming, Tree of Rivers: The Story of the Amazon, Thames and Hudson Limited, 2008; ISBN 978-0500771235
  • Francisco de Assis Costa, Amazonien: Bauern, Märkte und Kapitalakkumulation, Breitenbach-Verlag, 1989, ISBN 978-3881564557.

Einzelnachweise

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  1. Hans-Joachim König, Geschichte Brasiliens, Reclam-Verlag, 2014, S. 246
  2. Birgit Weiler, Mensch und Natur in der Kosmosvision der Aguaruna und Huambisa und in den christlichen Schöpfungsaussagen, Verlag Hopf/Berlin, 2011, S. 53
  3. Martin Schwind/Erich Obst, Allgemeine Staatengeographie VIII, Walter de Gruyter, 1972, S. 181
  4. Catherine Caufield, Der Regenwald: Ein schwindendes Paradies, Fischer, 1987, S. 42
  5. Inge Buisson/Manfred Mols (Hrsg.), Entwicklungsstrategien in Lateinamerika in Vergangenheit und Gegenwart, Ferdinand Schöningh Verlag, 1983, S. 179; ISBN 978-3506740151
  6. Peter Baumann/Erwin Patzelt, Das Amazonas-Dschungelbuch, Safari/Ullstein, 1980, S. 44; ISBN 978-3793410324
  7. Pick-Verlag (Hrsg.), Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie, 1975, S. 253
  8. Rettet den Regenwald e. V. (Hrsg.), Regenwald-Report, Ausgabe 2–3, 2004, S. 15 ff.
  9. Superintendência do Desenvolvimento da Amazônia (Hrsg.), A Amazônia é o novo Brasil, 1972, S. 62
  10. Stanley D. Brunn (Hrsg.), Engineering Earth, Volume 1, Springer, 2011, S. 577 f.
  11. In der Tabelle sind lediglich die strategisch wichtigsten Orte an der BR-230 angegeben.
  12. Arthur Tetzlaff-Verlag (Hrsg.), Internationales Verkehrswesen, Bände 31–32, 1979, S. 240
  13. von Porto Velho im Süden kommend nach Manaus
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