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Qaṣr ed-Dāchla

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Blick über Qaṣr ed-Dāchla
Qaṣr ed-Dāchla ·قصر الداخلة
Gouvernement Neues Tal
Einwohner
4.474 (2006)
Höhe
117 m
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Lage
Lagekarte des Neuen Tals in Ägypten
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Qaṣr ed-Dāchla

Qasr ed-Dachla (auch Qasr el-Dachla, Qasr el-Dakhla, Qasr Dachla, Qasr Dakhla, arabisch: ‏قصر الداخلة‎, Qaṣr ad-Dāchla, gesprochen: Gaṣr id-Dāchla, Aṣr id-Dāchla), kurz el-Qaṣr (arabisch: ‏القصر‎), ist ein Dorf im Nordwesten der ägyptischen Senke ed-Dāchla im Gouvernement Neues Tal. Im Norden des Dorfes befinden sich die bedeutendsten Überreste einer festungsartigen islamischen Altstadt in der Westlichen Wüste. Der Besuch dieser Siedlung zählt zu den Höhepunkten eines Besuchs dieser Senke.

Hintergrund[Bearbeiten]

El-Qaṣr befindet sich im Nordwesten der Senke ed-Dāchla an der Nordseite der Fernverkehrsstraße nach el-Farāfra. Die Siedlung ist ca. 31 Kilometer von Mūṭ entfernt. Im Norden der Ortschaft befindet sich der alte Dorfkern, der bis in die 1980er-Jahre bewohnt war und heute als Museumsdorf dient. Seit dieser Zeit wird diese Siedlung durch den ägyptischen Antikendienst erforscht und restauriert. Seit 2002 werden die Ägypter durch das Qasr Dakhleh Project (QDP) unter Leitung von Fred Leemhuis von der Universität Groningen unterstützt. Das QDP ist hauptsächlich im Schihabīya-Viertel tätig, in dem mehrere Wohnhäuser (Beit el-Qāḍī (1702), Beit el-Quraischī, Beit el-ʿUthman, Beit Abū Yaḥya) und die alte Moschee untersucht, restauriert und mit Elektroanschlüssen versorgt werden (die Vorberichte des QDP sind im Internet verfügbar, siehe unter Weblinks). Da diese Ansiedelung erhalten bleiben soll, kann man nur an wenigen Stellen in die Tiefe graben, um mehr über die Vorgeschichte zu erfahren.

Die islamische Siedlung wurde auf bzw. innerhalb eines römischen Kastells (Festung) angelegt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Festung bereits in ptolemäischer (griechischer) Zeit angelegt wurde. Teile der Mauern dieses Kastells wurden 2006 durch Wissenschaftler des QDP entdeckt. Diese Mauern im Bereich der alten Moschee Schihabīya-Viertel waren sechs Meter breit und standen noch fünf Meter hoch an. Zur Mauer gehörten halbkreisförmige Türme. Das Baumaterial für die spätere Siedlung wurde auch aus der Festungsmauer gewonnen. Auch wenn gelegentlich postuliert, wurden bisher keine Spuren einer früheren koptisch-christlichen Besiedelung gefunden. Es gibt bisher auch keine Anzeichen eines römischen Tempels. Die in el-Qaṣr auffindbaren Reliefblöcke eines Thot-Tempels, die meist in Türrahmen verbaut sind, stammen vielmehr aus Amḥeida, das sich 3,5 Kilometer südwestlich von el-Qaṣr befindet.

Im 11. Jahrhundert berichtete der arabisch-spanische Historiker el-Bakrī (1014–1094) über Quellen in drei Siedlungen in der Senke Dāchla: el-Qaṣr, el-Qalamūn und el-Qaṣaba.Über el-Qaṣr schrieb er:[1]

„Die innere Oase [also ed-Dāchla] besitzt eine Menge Bäche, festungsartige Siedlungen und eine große Bevölkerung. Einer dieser festungsartigen Siedlungen, genannt el-Qaṣr, „die Festung“, befindet sich in der Mitte [eines Teichs, der gespeist wird] durch eine sehr ergiebige Quelle. Das Wasser verlässt das Wasserbecken über Kanäle, die in mehrere Zweige unterteilt und benutzt werden, um das bestellte Land, die Dattelpalmen und die Obstbäume zu bewässern.“

Auch der ägyptische Historiker Ibn Duqmāq (1349–1407) nannte in seiner Liste von 24 Ortschaften der Senke el-Qaṣr und führte aus, dass es hier heiße Quellen und ein Bad gab.[2]

Nicht nur die Bausubstanz, auch die schriftlichen Hinterlassenschaften wie Türsturzbalken und Urkunden dieser Ortschaft gehören zu den ältesten in der Senke gefundenen. Der älteste Türbalken, er befindet sich am Beit Ibrāhīm, trägt eine kufische Inschrift mit der Jahresangabe 924 AH (1518) und ist das älteste nachantike Dokument in der ganzen Senke.[3] Diese Balken und die nachfolgenden Urkunden belegen eine Blüte dieser Siedlung im 16. Jahrhundert, die zu dieser Zeit schon einen stadthaften Charakter besaß.

Das Qasr Dakhleh Project förderte auch zahlreiche handgeschriebene Texte und beschriftete Steinscherben (Ostraka) aus der Zeit vom 16. bis zum Anfang 20. Jahrhunderts hervor. Die meisten Schriften stammen aus 17./18. Jahrhundert. Viele Schriftstücke sind Rechtsurkunden, die den Verkauf oder die Verpachtung von Land oder Bäumen und Wasserechten, die Pachtzahlungen aus der Ernte, Familienangelegenheiten (Regelung von Schulden und Verbindlichkeiten, Heiraten, Erbfälle, Vormundschaften) und Finanzangelegenheiten (Steuern, Rechnungen) regeln. Die älteste Rechtsurkunde ist eine Stiftungsurkunde, waqfīya, aus dem Jahr 1579 (987 AH) mit einer Länge von über einem Meter. Der jüngste Text stammte aus dem Jahr 1937. Zu den Funden gehörten auch Korbwaren und Keramik. Die Keramik stammte sowohl aus römischer, aber auch aus mamelukischer und frühosmanischer Zeit. Zu den Gegenständen zählten Wasserkrüge, Bottiche, Flaschen und Kannen.

Der deutsche Ethnologe Frank Bliss stellte fest, dass zu den ersten Einwohnern die Quraīschīya-Sippe gehörte, die hier über den erwähnten Türsturzbalken aus dem Jahr 1518 belegt ist, aus Mekka stammen soll und im Osten des Dorfs wohnte. Die Khalaf-Allāh-Sippe aus dem Hedschas siedelte im Westen, die Dīnārīya aus dem westlichen Niltal bei el-Gīza siedelten im Norden und die Schurafa im Süden. Weitere Sippen wie die der er-Radwān siedelten sich erst nach 1800 an.

Naṣr-ed-Dīn-Moschee
Zugang zur Naṣr-ed-Dīn-Moschee
Ratshalle von el-Qaṣr
Fassade der Ratshalle

Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bereisten mehrere Europäer die Senke. Auch wenn ihr Augenmerk hauptsächlich den antiken Stätten galt, so hinterließen sie doch auch einige Angaben zum Dorf. Der Brite Archibald Edmonstone (1795–1871)[4], der die Senke 1819 besuchte, fand in el-Qaṣr Gärten und schwefelhaltige Quellen vor. Vom Italiener Bernardino Drovetti (1776–1852)[5], der im selben Jahr in el-Qaṣr weilte, und vom Franzosen Frédéric Cailliaud (1787–1869)[6], der die Oase im darauf folgenden Jahr besuchte, stammt die Angabe der Einwohneranzahl von 2.000. El-Qaṣr umfasste somit den Hauptanteil der 5.000 Seelen in der Oase. Für das Jahr 1825 gab der Brite John Gardner Wilkinson (1797–1875) an, dass es hier im Dorf 1250–1500 männliche Einwohner gab und dass die Quraīschīya-Sippe bereits seit 400 Jahren hier ansässig war.[7] Sein Landsmann George Alexander Hoskins (1802–1863), der hier 1832 weilte, merkte an, dass das einzig Besondere an der Stadt seine schwefel- und eisenhaltigen Quellen waren.[8]

Deutlich mehr wusste der deutschen Afrikaforscher Gerhard Rohlfs (1831–1896) zu berichten. Er ließ es sich bei seinem Besuch 1873 nicht nehmen, einfach durch die Stadt zu laufen. Er wollte u.a. die Handwerker kennenlernen. Mehrere Gewerke waren in der Stadt ansässig. Die Tradition blieb in der Familie, und das Handwerk wurde über die männliche Linie vererbt:

„Um diese Handwerke und ihre Einrichtungen kennen zu lernen, machten wir eines Tages einen Rundgang durch die Stadt, begleitet vom Oberbürgermeister, vom Medicinalrath und verschiedenen anderen Persönlichkeiten, welche sich umsonst den Kopf darüber zerbrachen, aus welchen Gründen wir dem Schuhmacher oder dem Drechsler einen Besuch machen wollten. Da waren aber ausser diesen noch Tischler, mehrere Müller (es befinden sich drei grosse von Ochsen getriebene Mühlen im Orte), zwei Schmiede, ein Waffen- und ein Zeugschmied, endlich ein Destillateur, welcher sich damit beschäftigte, aus schlechten Datteln in schlechten Retorten schlechten Schnaps zu fabriciren. Und doch machte derselbe gute Geschäfte, unter Anderen war der Bürgermeister ein guter Kunde von ihm. Schneider giebt es nicht, weil die Kleidungsstücke meist fertig aus dem Nilthal kommen, oder aber die ärmeren Leute sich solche selbst verfertigen. Eine recht sinnreiche Maschine dient zum Reinigen der Baumwolle, welche Arbeit von Frauen auf offener Strasse verrichtet wird. Durch zwei Walzen … wurde die Baumwolle hindurchgezogen und so von den Kapseln befreit.“[9]

Über die Stadt wurde berichtet, dass es in ihr einschließlich dreier benachbarter Siedlungen (Barbayah, Aftimeh, Sekrīeh) 6.000 Einwohner gab. In Stadt und in ihrer Nähe gab es mehrere warme eisen- und schwefelhaltige Quellen, deren ca. 100 Meter tiefe Brunnen 33–38 °C warmes Wasser hervorbrachten, das in ein Bassin geleitet wurde. Zum Trinken wurde das Wasser in Tonkrügen aufbewahrt. Kalt war das Wasser genießbar. Eine der wichtigsten Persönlichkeiten war Hassan Effendi, einst Bauer im Niltal und später Diener beim französischen Bergbauingenieur Lefèvre, der hier in Dāchla 60 neue Brunnen angelegt hatte. Rohlfs stellte fest, dass die Stadt gut gebaut war. Die Straßen aber waren schmal, krumm, überbaut und dann dunkel und voller Unrat. Einige Häuser besaßen vier Stockwerke. Zur Ortschaft gehörten vier Moscheen und eine Zāwiya der Sanūsī-Bruderschaft.

Die Fotografien von Philipp Remelé (1844–1883), Teilnehmer der Rohlfsschen Expedition, zeigen Generalansichten, die Umfassungsmauer des Dorfs, Details von verschiedenen Häusern, die Naṣr-ed-Dīn-Moschee und ihr Minarett.

Der britische Kartograf Hugh John Llewellyn Beadnell (1874–1944) gab für 1897 3.758 Einwohner an.[10] 2006 wohnten hier 4.474 Einwohner.[11]

Anreise[Bearbeiten]

Das Dorf und die archäologische Stätte erreicht man über die Fernverkehrsstraße von ed-Dāchla nach el-Farāfra. Von Mūṭ aus kann man das Dorf auch mit einem Minibus vom dortigen Moscheeplatz erreichen. Der Bus kostet LE 2 (Stand 3/2008).

Im Dorf gibt es keine Sammelstelle für Minibusse. Der Betreiber des El-Qasr Resthouse, Homda, hilft aber bei Bestellung eines Taxis.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Straßen im Dorf sind zum Teil asphaltiert. Die Altstadt lässt sich aber nur zu Fuß ergründen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altsstadt von el-Qaṣr[Bearbeiten]

Rundgang durch el-Qaṣr
Im Inneren der Madrasa
Mühlen in el-Qaṣr
Mühle des Abu Ismail
Töpferei in el-Qaṣr
Keramik außerhalb der Töpferei

Die Altstadt von Qaṣr ed-Dāchla ist täglich von 8 bis 17 Uhr zugänglich, der Eintrittspreis beträgt LE 30 (Stand 1/2014). Zum Komplex von Qaṣr ed-Dāchla gehört auch ein kleines ethnografisches Museum.

Der Besuch des alten Dorfkerns beginnt im Bereich der Naṣr-ed-Dīn-Moschee. Hier erkennt man auch deutlich die der Befestigung dienenden Umfassungsmauer.

Das erste Ziel ist die Naṣr-ed-Dīn-Moschee. Aber nur noch das Naṣr-ed-Dīn-Minarett (arabisch: ‏مئذنة نصر الدين‎, Miʾḏana Naṣr ad-Dīn) stammt aus ayyubidischer Zeit (11./12. Jahrhundert). Das 21 Meter hohe Minarett wurde aus Lehmziegeln errichtet und besteht aus drei Etagen. Die herausragenden Holzbalken zeigen an, dass das Minarett einst zwei umlaufende hölzerne Galerien besaß. Der hölzerne Abschluss am oberen Ende ist verloren gegangen. Ein Aufstieg auf das Minarett ist prinzipiell möglich. Die zugehörige Moschee wurde zerstört und im 19. Jahrhundert durch den jetzigen Neubau ersetzt. Sie besteht aus dem eigentlichen Gebetsraum mit Gebetsnische und Kanzel sowie dem Mausoleum für Naṣr ed-Dīn, das eine Kuppel besitzt. An den Wänden des Mausoleums befindet sich ein braunes Inschriftenband mit Koranversen, aber auch eine weitere Gebetsnische.

Nun beginnt der eigentliche Dorfrundgang durch die engen Gassen, die stellenweise überbaut sind. Die Häuser, die bis zu vier Geschosse besitzen können, wurden aus luftgetrockneten Lehmziegeln errichtet und verputzt. Sie besitzen eine Dachterrasse, deren Geländer aus Ziegeln oder Palmblättern besteht. Die Fenster sind klein, häufig frei gelassen, aber auch mit Holzstämmen, Fensterkreuzen oder Ziegeldekoration versehen. Der Eingang wurde mit einer Holztür verschlossen. Der obere Abschluss wird in vielen Fällen durch einen Türsturzbalken gebildet. Alle diese Balken bestehen aus Akazienholz. Sie sind in Arabisch beschriften, besitzen an ihren Enden Ornamente und wurden mit Eisennägeln befestigt. Die Schriftformen sind entweder kufisch, das osmanischer Nas.chī oder das dekorative Thuluth. Die Inschriften nennen die Namen der Hausbesitzer, die Erbauer und Schreiner und das Datum der Errichtung. Der älteste Balken stammt aus dem Jahr 1518. Oberhalb der Tür befindet sich nicht selten auch ein mit Ziegeln dekorierter Halbkreis. Manchmal werden hierfür auch unterschiedlich farbige Ziegeln eingesetzt. Die Decken der Räume wurden aus halbierten Palmenstämmen angelegt, die mit Palmenzweigen verbunden wurden. Die Oberseite erhielt einen Lehmestrich.

Eines der ersten Häuser ist der Ratssaal. Er fällt schon wegen seines Eingangs auf. Der rechte Pfosten besteht aus Kalksteinblöcken, die pharaonische Hieroglyphen tragen. Sie stammen vom römischen Thot-Tempel aus Amḥeida. Natürlich besitzt auch diese Tür einen dekorativen Sturzbalken. Die einflügelige Tür ist massiv und genagelt. Die Wächter können diese Tür natürlich öffnen. Dahinter befindet sich eine große Halle mit gemauerten Bänken an den Seiten. Die Wände besitzen Dekorationen in Form von Fenstern.

Das nächste imposante Gebäude ist die Qaṣr-Madrasa. Das zweigeschossige Gebäude wurde aus Lehmziegeln errichtet. Ursprünglich bildete das Gebäude wohl eine Schule in der Tradition der ayyubidischer Islamschulen und besaß im Iwan das einzige Schulzimmer. Es gibt aber auch die Vorstellung, dass das Gebäude Teil eines osmanischen Palasts gewesen sein könnte, der der Unterhaltungen und dem Vergnügen diente. In späterer Zeit wurde das Gebäude als Gerichtssaal genutzt. An mehreren Stellen gibt es Torbogen mit mehrfarbigen Ziegeln.

Im Weiteren trifft man auf mehrere Handwerksbetriebe. Hierzu gehören eine Getreide-, eine Ölmühle, eine Schiede und eine Töpferei. In der Schmiede und der Töpferei arbeiten auch heute noch Museumsangestellte.

Im Schihabīya-Viertel gibt es eine weitere alte Moschee, die sich in der Südostecke des antiken Kastells befindet. Sie besitzt eine Umfassungsmauer und einen Hof im Süden und Osten. Die letztmals 1717 (1129 AH) renovierte Moschee ist nach Mekka ausgerichtet und besitzt zwei Reihen mit drei Säulen sowie eine einfache Gebetsnische. Das Minarett, das nicht mehr in voller Höhe erhalten ist, besitzt einen etwa quadratischen Unterteil, auf dem sich der runde Oberteil befindet.

Ethnografisches Museum[Bearbeiten]

Ethnografisches Museum
Eingang zum ethografischen Museum

Zum Freilichtmuseum gehört auch ein ethnografisches Museum, das im Haus des esch-Scharif Ahmed aus osmanischer Zeit (1679/1680, 1090 AH) untergebracht wurde. Es wird von Frau Aliya Hussein geleitet. Der Eintritt kostet LE 5. In verschiedenen Räumen werden verschiedene Aspekte des Oasenlebens anhand von Ausstellungsstücken, Modellen und zahlreichen Fotos dargestellt. Wer Zeit hat, sollte aber dennoch das umfangreichere ethnografische Museum in Mūṭ besichtigen.

Friedhöfe[Bearbeiten]

Friedhof nördlich von el-Qaṣr

Im Nordosten der Altstadt befindet sich ein Friedhof mit mehreren Scheichgräbern (25° 42′ 7″ N 28° 53′ 7″ O). Die islamischen Kuppelgräber wurden aus Lehmziegeln errichtet und mit Lehm verputzt. Im Inneren befindet sich sichtbar nur der Kenotaph, also ein Scheingrab, oberhalb der eigentlichen Erdbestattung.

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Bereich der Qaṣr-Madrasa werden Handwerksarbeiten als Souvenirs verkauft.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 El-Qasr Tourist Resthouse. Tel.: +20 (0)92 786 7013. Die Raststätte ist direkt an der Nordseite der Straße gelegen und besitzt einen Garten hinter dem Haus. Vorbestellung ist angeraten. Der Betreiber, Homda, hilft auch bei Bestellung eines Taxis. Fahrradverleih kostet pro Tag LE 5. Bietet Kameltouren bei Tag bzw. bei Tag und Nacht für LE 80 bzw. LE 120 und Touren mit dem Minibus zu LE 150 pro Tag an (Stand 9/2012). (25° 41′ 42″ N 28° 52′ 57″ O)

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

  • 1 Hotel Desert Lodge (فندق ديزرت لودج, Funduq Dīzirt Lūdǧ). Tel.: +20 (0)92 772 7062, (0)2 2690 5240 (Kairo), E-Mail: . Das auf einem Hügel nördlich des Dorfes Qaṣr ed-Dāchla gelegene, mit ägyptisch-Schweizer Management geführte 2-Sterne-Hotel wird nach ökologischen Standards betrieben und gehört zu den reizvollsten Hotels in der Senke ed-Dachla und im Neuen Tal. Die Gebäude wurden aus Kalksteinblöcken und gebrannten Ziegeln errichtet und mit Lehm verputzt. Die Preise pro Zimmer und Halbpension betragen in der Vorsaison (Juni – August)/Normalsaison (Rest des Jahres ohne Hauptsaison)/Hauptsaison (Ostern, Jahreswechsel) im Einzelzimmer 70 / 85 / 100 $, im Doppelzimmer 60 / 75 / 90 $ pro Person, im Dreibettzimmer 50 / 70 / 85 $ pro Person (Stand 8/2011). Der Aufschlag für ein Mittagessen beträgt 12 $. Das Hotel kann auch über das Schweizer Reisebüro Sina Orient Tours gebucht werden. Das Hotel war im März 2016 aufgrund von Brandschutzauflagen geschlossen. (25° 42′ 9″ N 28° 52′ 52″ O)
  • Im o.g. El-Qasr Tourist Resthouse gibt es auch eine einige Dreibettzimmer mit Gemeinschaftsbad. Das Zimmer kostet pro Person LE 15 bzw. LE 20 ohne bzw. mit Frühstück. Für Mittag- und Abendessen zahlt man LE 15 (Suppe, Hühnchen oder Fleisch, Stand 9/2012).

Weitere Unterkunftsmöglichkeiten gibt es in Mut bzw. an der Fernverkehrsstraße dorthin.

Das Bier El Gabal Camp ist unter Biʾr el-Gebel gelistet. Es befindet sich nördlich des Dorfes el-Gīza.

Ausflüge[Bearbeiten]

Es bietet sich an, den Besuch von el-Qaṣr mit Deir el-Ḥagar und Qārat el-Muzawwaqa zu verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rohlfs, Gerhard: Drei Monate in der Libyschen Wüste. Cassel : Fischer, 1875, S. 120–123, Tafel 6 gegenüber S. 110, Tafel 8 gegenüber S. 118, Tafel 10 gegenüber S. 122. Nachdruck Köln : Heinrich-Barth-Institut, 1996, ISBN 978-3-927688-10-0.
  • Bliss, Frank: Wirtschaftlicher und sozialer Wandel im „Neuen Tal“ Ägyptens : über die Auswirkungen ägyptischer Regionalentwicklungspolitik in den Oasen der westlichen Wüste. Bonn : Politischer Arbeitskreis Schulen, 1989, (Beiträge zur Kulturkunde ; 12), ISBN 978-3921876145, S. 13, 103–105.
  • Henein, Nessim Henry: Poterie et potiers d’Al-Qasr : Oasis de Dakhla. Le Caire : Institut Français d’Archéologie Orientale, 1997, (Bibliothèque d’étude ; 116), ISBN 978-2724702026. Töpferei in el-Qasr.
  • Museum Schloss Schönebeck (Hg.): Fotografien aus der Libyschen Wüste : eine Expedition des Afrikaforschers Gerhard Rohlfs in den Jahren 1873/74 fotografiert von Philipp Remelé. Bremen : Ed. Temmen, 2002, ISBN 978-3861087915, S. 47–51, 53–55.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Dakhleh Oasis Project. Am Ende der Seite befinden sich Links zu den Grabungsberichten vom Qasr Dakhleh Project.
  • Jobbins, Jenny: Surface evidence (archivierte Version vom 28. März 2006 im Internet Archive archive.org), Bericht über das Qasr Dakhleh Project in der Al-Ahram Weekly vom 23. März 2006.

Einzelnachweise

  1. El-Bekri, Abou-Obeid ; Slane, William MacGuckin de: Description de l’Afrique septentrionale. Paris : Impr. Impérial, 1859, S. 39.
  2. Ibn-Duqmāq, Ibrāhīm Ibn-Muḥammad: Kitāb al-Intiṣār li-wāsiṭat ʿiqd al-amṣār ; al-Guzʿ 5. Būlāq : al-Maṭbaʿa al-Kubrā al-Amīrīya, 1310 AH [1893], S. 11 unten–12, insbesondere S. 12, Zeile 1.
  3. Décobert, Christian ; Gril, Denis: Linteaux à épigraphes de l’Oasis de Dakhla. Le Caire : Inst. Français d’Archéologie Orientale, 1981, (Annales islamologiques : Supplément ; 1).
  4. Edmonstone, Archibald: A journey to two of oases of upper Egypt, London : Murray, 1822, S. 46 f., Tafel gegenüber S. 47.
  5. Drovetti, [Bernardino]: Journal d’un voyage à la vallée de Dakel, in: Cailliaud, Frédéric ; Jomard, M. (Hg.): Voyage à l’Oasis de Thèbes et dans les déserts situés à l’Orient et à l’Occident de la Thébaïde fait pendant les années 1815, 1816, 1817 et 1818, Paris : Imprimerie royale, 1821, S. 99–105, insbesondere S. 103.
  6. Cailliaud, Frédéric: Voyage a Méroé, au fleuve blanc, au-delà de Fâzoql dans le midi du Royaume de Sennâr, a Syouah et dans cinq autres oasis …, Paris : Imprimerie Royale, 1826, Textband 1, S. 218–222.
  7. Wilkinson, John Gardner: Modern Egypt and Thebes : being a description of Egypt ; including the information required for travellers in that country, Bd. 2. London : Murray, 1843, S. 363–365.
  8. Hoskins, George Alexander: Visit to the great Oasis of the Libyan desert, London : Longman, 1837, S. 241–243.
  9. Rohlfs, Gerhard, a.a.O., S. 122 f.
  10. Beadnell, Hugh John Llewellyn: Dakhla Oasis : Its topography and geology, Kairo, 1901, (Egyptian Geological Survey Report; 1899,4).
  11. Einwohnerzahlen nach dem ägyptischen Zensus von 2006, eingesehen am 3. Juni 2014.
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