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Pyramide von Meidūm

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Pyramide von Meidūm ·هرم ميدوم
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Die Pyramide von Meidum oder Nekropole von Meidum, arabisch: ‏هرم ميدوم‎, Haram Maidūm, ist eine archäologische Stätte in Norden Mittelägyptens und im Norden des Governements Beni Suef. Der drei Kilometer nordwestlich des Dorfs Meidūm in der Wüste gelegene Friedhof samt Pyramide ist Teil der Memphitischen Nekropole und umfasst sowohl eine Königspyramide und mehrere Beamtengräber.

Hintergrund[Bearbeiten]

Lageplan der Pyramide von Meidūm

Pyramide von Meidūm ist ein moderner Name, der sich vom weiter südöstlich gelegenen Dorf 1 Meidūm Meidūm in der Enzyklopädie Wikipedia Meidūm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMeidūm (Q1066424) in der Datenbank Wikidata ableitet, das selbst noch im Fruchtland liegt.

Die Pyramide von Meidum wird häufig dem letzten König der 3. Dynastie, Huni, zugeschrieben. Sicher ist dies nicht, ebenso könnte dies, was viel wahrscheinlicher ist, die (erste) Grabstätte seines Sohnes Snofru sein, der selbst noch zwei Pyramidenanlagen in Dahschūr besaß. Für die letzte Annahme spricht, dass in Meidum Söhne des Snofru begraben sind.

Eine Baukatastrophe – wohl nach dem Neuen Reich – lässt uns heute den Aufbau der Pyramide erkennen: es handelt sich hier um eine zuerst siebenstufige, später achtstufige Steinpyramide, die Steinlagen wurden mantelförmig um die Pyramide angelegt. Um die Pyramide wurde ein Mastaba-Friedhof für Beamte der 4. Dynastie angelegt.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Es ist sinnvoll, sich für den Besuch von Meidum ein Taxi zu mieten.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von der Stadt el-Giza aus ist die Anreise mit dem öffentlichen Bus (Upper Egypt Travel) mit Fahrtziel el-Wāsṭā möglich. Diesen bittet man über die Wüstenstraße zu fahren, die direkt an der Pyramide vorbei führt. Die Alternativroute führt durch das Fruchtland, wo man am Abzweig zur Pyramide aussteigt (kein Hinweisschild) und noch einige Kilometer zu Fuß oder per Anhalter zurücklegen muss.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

In der Nähe des Dorfes befindet sich die Bahnstation er-Rikka.

Mobilität[Bearbeiten]

Der Eingang zur archäologischen Stätte befindet sich in der Nähe der Pyramide von Meidum, so dass man nicht weit laufen muss. Um zum Eingang der Pyramide zu gelangen, muss man über den Bauschutt laufen.

Der gesamte Friedhof ist versandet. Zu den Mastabas in etwa 600 Meter Entfernung muss man zu Fuß laufen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pyramide von Meidūm[Bearbeiten]

  • 1 Pyramide von Meidum. Pyramide von Meidum in der Enzyklopädie Wikipedia Pyramide von Meidum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPyramide von Meidum (Q13444093) in der Datenbank Wikidata. Die rekonstruierte Kantenlänge beträgt 145 m, die ursprüngliche Höhe 92 m. Die Pyramide gilt als erste geometrisch echte Pyramide. Über einen abwärts führenden Gang gelangt man zum Fuß des Gangsystems, von dem aus man über eine aufwärts führende Treppe die mit einem Kraggewölbe gedeckte Grabkammer erreicht. Auf der Ostseite der Pyramide befindet sich ein Heiligtum, hinter dem sich wohl der Totentempel der Anlage verbirgt. Teil der Opferanlage sind zwei unbeschriftete Stelen hinter diesem Gebäude. Reste des Aufweges sind sichtbar; die Lage des Taltempels ist unbekannt. Geöffnet: Täglich 9–17 Uhr. Preis: Eintrittspreis: LE 60, für ausländische Studenten LE 30 (Stand 11/2019). (29° 23′ 17″ N 31° 9′ 25″ O)

Mastabagräber der 4. Dynastie[Bearbeiten]

  • 2 Meidum 6. Meidum 6 im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMeidum 6 (Q66098920) in der Datenbank Wikidata. Mastaba von Rahotep und seiner Gemahlin Nofret, etwa 500 m nördlich der Pyramide von Meidum gelegen. Rahotep, Leiter der Bauarbeiten und Expeditionen, und Gemahlin Nefert waren wahrscheinlich Sohn und Schwiegertochter des Snofru. Die 1871 von Mariette entdeckten bemalten Kalksteinstatuen sind heute Glanzstücke der Alten-Reichs-Denkmäler im Ägyptischen Museum Kairo. (29° 23′ 46″ N 31° 9′ 31″ O)
  • 3 Meidum 16. Meidum 16 im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMeidum 16 (Q66098773) in der Datenbank Wikidata. Mastaba des Nefermaat und Gemahlin Atet, etwa 500 m nördlich der Pyramide von Meidum. Aus dem Grab des Nefermaat, wohl Sohn des Snofru, und der Atet stammen bedeutende Darstellungen. Dies sind zum einen der „Gänse von Meidum“ und die so genannten Pastenreliefs (beides heute im Ägyptischen Museum Kairo. Bei den Pastenreliefs handelt es sich um eingetiefte Reliefs, in dessen Vertiefungen Farbpasten eingelassen wurden. Diese Technologie wurde nur in diesem Grab verwendet. Dargestellt wurden Jagd- und landwirtschaftliche Szenen. (29° 23′ 42″ N 31° 9′ 30″ O)
  • 4 Meidum 17 (unmittelbar nordöstlich der Pyramide von Meidum). Meidum 17 in der Enzyklopädie Wikipedia Meidum 17 im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMeidum 17 (Q15526148) in der Datenbank Wikidata. Der Namen des Grabherrn ist unbekannt, es handelt sich wohl auch um einen Sohn des Snofru. Man kann diese Lehmziegel-Mastaba über einen Grabräuberschacht betreten, der Gang ist zuweilen sehr eng. In einer Nische der Grabkammer findet man einen großen Granitsarkophag. (29° 23′ 23″ N 31° 9′ 31″ O)

Von den nördlichen Lehmziegelmastabas ist heute im Wesentlichen nur noch die Nischengliederung der Ost-Fassade auszumachen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Meidum verfügt über keine Unterkunftsmöglichkeiten, diese werden üblicherweise in Kairo, seltener in Beni Suef gewählt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Sie können den Besuch von Meidum mit den Nekropolen von Saqqara, Abu Sir (Abusir) und/oder Dahschūr verbinden.

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