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Pomorie

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Pomorie
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Pomorie (Поморие) ist ein Kurort im Oblast Burgas in Bulgarien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Pomorie wurde wahrscheinlich im 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr. als Kolonie von Sosopol, dem damaligen Appolonia, unter dem Namen Anchialos gegründet. Nachdem es für kurze Zeit von Messambria, dem heutigen Nessebar, erobert wurde und anschließend wieder unter die Herrschaft Sozopols fiel, kam Pomorie unter dem latinisierten Namen Anchialus Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. unter römische Herrschaft. Im ersten Jahrhundert n. Chr., als die Stadt zur römischen Provinz Thrakien gehörte, erhielt sie unter Kaiser Trajan die Stadtrechte. Um 270 n. Chr. fiel Pomorie kurzzeitig in gotische Hände und gegen Ende des 6. Jahrhunderts kam es zur Besatzung durch die Slawen und Awaren. Nach der Gründung des 1. Bulgarischen Reichs 681 n. Chr. spielte die Stadt eine wichtige Rolle im Konflikt zwischen den Bulgaren und Byzanz. Die Proto-Bulgaren nannten sie auch Tutchon (Тутхон). Als 766 n. Chr. die gesamte byzantinische Flotte von 2600 Schiffen auf dem Weg nach Pomorie sank, begann die Waagschale sich zugunsten der Bulgaren zu senken. Die Stadt fiel zum ersten Mal 812 unter Khan Krum kurz unter bulgarische Herrschaft. Nach einigem Hin und Her gelang es Zar Simeon dem Großen 917 in einer seiner größten Schlachten, Pomorie für mehr als 50 Jahre zurückzuerobern, bevor die Byzantiner abermals die Herrschaft übernahmen, diesmal für mehr als zwei Jahrhunderte. Zeitweilig in den Händen der Venezianer waren es ab 1453 die Osmanen, die ganz Bulgarien unter ihre Kontrolle brachten, eine Fremdherrschaft, die fast vier Jahrhunderte lang währte, und erst 1829 erfolgte der Sieg der Russen. Als die russischen Befreier nach einem Jahr abzogen, blieben kaum mehr als 5000 Einwohner übrig, von denen viele griechische Einwanderer waren. 1856 wurde das Kloster des Heiligen Georgs gegründet. Bis zur Wiedervereinigung Bulgariens am 6. September 1886 gehörte Pomorie zu Ostrumelien. Erst 1934 wurde Anchialo (Анхиало) in Pomorie umbenannt. Allzu viele alte Häuser und Gebäude sind im Zentrum der Stadt leider nicht mehr zu finden, da Pomorie mehrmals von Bränden heimgesucht worden ist.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der internationale Flughafen Burgas liegt etwa 15 km südlich. Im Sommer wird er von fast allen großen Chartergesellschaften aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg angeflogen. Es besteht eine regelmäßige Busverbindung nach Pomorie (Abfahrt vor dem Abflugterminal). Vor dem Ankunftsterminal warten außerdem Taxis. Der offizielle Fahrtpreis ist in der Ankunftshalle an einer der Säulen angeschlagen. Der nächstgelegene Seehafen und der nächste Bahnhof befinden sich in Burgas, etwa 20 Kilometer südlich von Pomorie.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto von Sofia (gilt also auch im Großen und Ganzen, wenn man aus Westeuropa anreist) kommend geht es am schnellsten südlich am Balkangebirge vorbei über die A1-E80 an Plovdiv (Пловдив) vorbei weiter über die 66-E773 durch Stara Sagora (Стара Загора), Nova Sagora (Нова Загора) an Sliven (Сливен) vorbei Richtung Losenets (Лосенец), Karnobat (Карнобат) und Aitos (Айтос) auf der 6-E773 bis vor Burgas (Бургас). Das letzte Stück von Vetren (Ветрен) bis Burgas ist ein erst kürzlich fertiggestellter Autobahnabschnitt der A4-E773. Am einfachsten ist es von hier, der Beschilderung Flughafen (Летище, Letishte oder Аерогара, Aerogara) zu folgen, die einen automatisch auf die 9-E87 bringt, die parallel zur Küste verläuft. Nach etwa 18 km muss man rechts nach Pomorie (Поморие) abbiegen.

Aus dem Süden, also von der türkischen Grenze aus (Kirklareli ist die nächste größere Stadt auf der türkischen Seite) über die D555-E87 (türkische Seite) auf die 9-E87 über Malko Tarnovo (Малко Търново), Gramatikovo (Граматиково), Balgari (Българи), Isgrev (Изгрев) durch das Strandje-Gebirge bis zur Küste und dann nach Norden auf der Küstenstraßen an Kiten (Китен), Primorsko (Приморско) und Sosopol (Созопол) vorbei nach Burgas (Бургас).

Kommt man aus Rumänien (Bukarest), am besten über die 5-E70 nach Süden über Giurgiu nach Ruse (Русе) und von dort weiter auf der 2-E70 über Rasgrad (Разград) bis kurz vor Shumen (Шумен), wo die Autobahn A2 beginnt und bis nach Varna (Варна) führt. Von der rumänischen Schwarzmeerküste folgt man einfach der 9-E87 der Küste entlang bis nach Varna (Варна) und immer weiter nach Süden über Obsor (Обзор) am Sonnenstrand (Слънчев Бряг, Slantschev Brjag) vorbei bis nach Pomorie (Поморие).

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Thrakisches Hügelgrab
  • 1 Thrakische Hügelgrab (Антична куполна гробница (Поморие)). Thrakische Hügelgrab in der Enzyklopädie Wikipedia Thrakische Hügelgrab im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsThrakische Hügelgrab (Q25342391) in der Datenbank Wikidata. Es stammt aus dem 2. bis 4. Jahrhundert und besteht aus einer großen Rundkammer mit einem Durchmesser von 11,60 m und einer Höhe von 5,5 m. Diese erreicht man über einen 22 Meter langen Tunnel, der nahe des Eingangs von zwei Seitenkammern flankiert wird. Im Zentrum der Hauptkammer führt eine hohle Säule nach oben. Dieser Heroon ist die größte bisher gefundene Ziegelstein-Kultstätte in Bulgarien. Man kann übrigens auch auf den Grabhügel hinauf klettern; von dort oben hat man eine tolle Aussicht über die ganze Gegend. Das Grab liegt leicht südlich von Pomorie an der Hauptstraße 9-E87, die Burgas mit Varna verbindet. Kommt man von Norden, also von Varna, dem Sonnenstrand oder Pomorie selbst, befindet sich der Zugang zum Grabmal nach der zweiten Abzweigung nach Pomorie kurz nach dem Campingplatz "Europa" (links) auf der rechten Seite, es sind auch Hinweisschilder zu sehen. Da die Parkmöglichkeiten in einer recht unübersichtlichen Kurve liegen, beim Losfahren unbedingt auf den Verkehr Acht geben.
  • 2 Salzmuseum Pomorie (Музей на солта), Yavorov Boulevard 40A (Яворов Боулевард 40А). Tel.: (0)59-625 344, Fax: (0)59-625 344. Salzmuseum Pomorie in der Enzyklopädie Wikipedia Salzmuseum Pomorie im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSalzmuseum Pomorie (Q20497056) in der Datenbank Wikidata. Das 2002 eröffnete Museum ist das einzige seiner Art auf der Balkanhalbinsel. Auf einer Fläche von 2,5 Hektar kann man beobachten, wie in der noch arbeitenden Saline Salz durch Verdunstung von Meerwasser gewonnen wird. Das kleine Museumsgebäude bietet Informationsmaterial, Videovorführungen und historisches Fotomaterial.
  • 3 Kloster des Heiligen Georg (Свети великомъченик Георги Победоносец мъжки манастир, Sveti velikomatschenik Georgi Pobedonosets maschki manastir). Tel.: (0)59 632 017. Kloster des Heiligen Georg in der Enzyklopädie Wikipedia Kloster des Heiligen Georg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKloster des Heiligen Georg (Q4301508) in der Datenbank Wikidata.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Kuren: Der jodhaltige Heilschlamm Pomories findet im Sanatorium St. Georg Anwendung. Tel.: 059-622 055, Fax: 059-623 145.
  • Großes Volksfest am 6. Mai, dem Namenstag des Heiligen Georg. An diesem Tag besuchen viele das Kloster des Heiligen Georg, um Kerzen anzuzünden und etwas (gesegnetes) Wasser aus der Klosterquelle mitzunehmen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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