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Moynaq

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uzb.: Mo‘ynoq, russ.: Муйнак
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Moynaq (usbekisch Moʻynoq ) ist eine Stadt in Karakalpakistan im westlichen Usbekistan. Die Stadt war einst ein bedeutendes Fischereizentrum am Aral-See und liegt heute ca. 80 Kilometer vom Ufer entfernt in Mitten einer Wüste. Heute strahlt die Stadt mit ihren stillgelegten Konservenfarbiken und den Schiffswracks im Sand einen eher morbiden Charme aus.

Hintergrund[Bearbeiten]

Heute kaum vorstellbar, aber früher war Moynaq auf einer Insel im Amudarja-Delta gelegen und von Dschungel umgeben. Der wirtschaftliche Aufschwung begann in den 1930 Jahren mit Eröffnung einer ersten Fischkonservenfabrik. Zu Spitzenzeiten arbeiteten in der Fabrik bis zu 20.000 Mitarbeiter. Weitere Fischfabriken folgten. Moynaq wurde dann ein Zeuge des ökologischen Desasters, dass sich am Aralsee abspielte. Einst war der See einer größten Seen der Welt. Nachdem ab den 1960er Jahren vermehrt Wasser aus den beiden Hauptzuflüssen Amudarja und Syrdarja für den Anbau von Baumwolle in Usbekistan und Kasachstan abgezweigt wurde, fiel der Wasserstand zusehens und der Salzsee versalzte zusehens. Heute sind nur im Norden und Westen kleinere Restseen übriggeblieben. Anstelle des Aralsees befindet sich heute die Aralkum genannte Wüste. Die Wüste ist zusätzlich durch Giftstoffe verseucht, die von den in dem Baumwollanbau eingesetzten Pestizide stammen die in den Aralsee gespült wurden. Die Folge ist ein giftiges Klima und verseuchtes Wasser, die für viele Erkrankungen und hohe Kindersterblichkeitsraten verantwortlich sind. Die Gegend ist die ärmste Region Usbekistans.

Anreise[Bearbeiten]

Von Nukus per Taxi (vorm Bahnhof), als Tagestour rund US$ 50. Sammeltaxi nach Kungrad (ca. 1¼ St.), danach weiter mit Marschrutka (zusammen US$ 5-6). Es gibt zwei morgendlich direkt verkehrende Busse von der südlichen Bustation in Nukus. Die Fahrt von Nukus dauert ca 3 Stunden in eine Richtung.

Rückfahrten, Busse fahren vom Bazar ab, sollten bis 15:00 Uhr angetreten werden, nach ca. 17:00 besteht nur noch die Möglichkeit ein Taxi zu mieten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ein Wandbild zeigt Bewohner noch am Ufer des fischreichen Sees.
Rostende Schiffe in der Wüste
Kriegsmahnmal auf einer Klippe an der ehemaligen Küste
  • 1 Schiffsfriedhof. Unterhalb eines ehemaligen Aussichspunkts über die Küste an dem ein paar Dokumentationstafeln zur Katastrophe am Aralsee aufgebaut sind befindet sich der Schiffsfriedhof. Die letzten Fischereiboote (weniger als 10) die nicht von Altmetalljägern zerlegt wurden, wurden hier 2008 zusammengezogen und können besichtigt werden. Festes Schuhwerk ist vonnöten, da man sich leicht am rostigen Metall verletzen kann.
  • 2 Verfallene Konservenfabrik. Am Eingang zeigt ein Mosaik noch das sozialistische Idealbild Moynaqs. Das Gelände kann betreten werden, die Gabäude aber nur von außen betrachtet werden. Durch die Fenster sieht man teilweise noch alte Maschinen und leere Konservendosen.
  • Museum im Haus der Kultur. Geöffnet: sporadisch.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einige Reiseagenturen (z.B. in Nukus) bieten Ausflüge über Moynaq and das heutige Ufer des Aralsees in 80 Kilometer Entfernung an. Da es ab Moynaq nur noch über Staubpiste weitergeht muss mindestens eine Übernachtung im Zelt in der Wüste eingeplant werden.

Einkaufen[Bearbeiten]

Es gibt einen kleinen Markt der Freitags geöffnet hat. Vom Verzehr lokaler Speisen und Getränke ist aus gesundheitlichen Gründen abzuraten (siehe Gesund bleiben).

Küche[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Aufgrund der Gefahrensituation durch das vergiftete Klima (siehe Gesund bleiben) sollte man Moynaq nur für einen Tagsausflug besuchen und besser in Nukus bleiben.

  • Hotel Oybek, 30 Kazakhbayev Str. (einziges Haus am Platze, „rustikale“ Ausstattung, Gemeinschaftstoiletten. Beschafft OVIR-Anmeldung. Vom Bushalt gut 100 m, hinter der Polizeistation). Tel.: +998 (361) 322 1868. Preis: ca. US$ 10 (handeln!).
  • Private Unterkünfte


Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Kontakt mit und Einatmen des durch Pflanzenschutzmittel und andere giftige Ablagerungen verseuchten, durch den Wind oft aufgewirbelten Sand soweit wie möglich einschränken. Es sollten nur Lebensmittel und Getränke verzehrt werden die mitgebracht wurden. Das Wasser in Moynaq ist ebenfalls als gesundheitsschädlich einzustufen und sollte nicht zum Waschen verwendet werden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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