Reiseroute
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Kjölur

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Die Kjölur (35) beginnt im Haukadalur kurz hinter dem Wasserfall Gullfoss und verläuft zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull. Sie endet in der Nähe von Blönduós im Norden der Insel.

Hintergrund[Bearbeiten]

Hochlandweg Kjölur (Kjalvegur), ca. 160 km lang
Kjölur-Piste mit Sandhose

Die Kjalvegur ist vermutlich schon seit der ersten Besiedelung bekannt und zählt zu den historischen Verbindungswegen. Sie wurde genutzt zur Landnahmezeit als Reiseweg nach Þingvellir zum Alþing, einer parlamentsartige Versammlung die einmal jährlich tagte. Sie verläuft heute westlich von der Piste und wird immer noch von Wanderern und Wanderreitern benutzt.

Das F, für Fjellvegur, hat man dieser Strecke zwar aberkannt, weil die Flüsse mittlerweile überbrückt sind, und die Strecke wird im Sommer auch von Bussen und Wohnmobilen befahren, ein Allradfahrzeug ist aber noch immer zu empfehlen. Außerdem existiert noch eine Wintersperre. Es bestehen jedoch Pläne, die gesamte Strecke zu asphaltieren.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Vor Fahrtantritt sollte man sich unbedingt über die Wetter und Straßenbedingungen informieren.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Hochland-Bus (Akureyri-Reykjavík) fährt täglich im Sommer. Man kann, nach Absprache mit dem Fahrer, am gewünschten Ort aussteigen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Reykjavík über die R 1 nach Süden und auf der R 35 Richtung Nordosten nach Skáhold und Geysir. Die Kjölur beginnt oberhalb des Wasserfalls Gullfoss.

Fahren[Bearbeiten]

Einige Kilometer vom Gullfoss entfernt zweigt die F338 ab, eine Querverbindung zur Kalidalur. Diese Piste verläuft südlich des Langjökull.

Gullfoss - Hvítárvatn - Kerlingarfjöll[Bearbeiten]

Vom Gullfoss ausgehend führt die Route erst durch eine Grundmoränenlandschaft über den Pass Bláfellsháls (610 m) und vorbei am Tafelvulkan Bláfell. Vom Pass aus hat man einen schönen Blick über den Gletschersee Hvítárvatn im Westen, der ca. 30 km2 groß und 84 m tief ist. Früher reichten die Gletscherzungen von Langjökull in den See und kalbten. Am Rand des Sees, einer moorigen Graslandschaft, kann man Singschwäne und Kurzschnabelgänse beobachten. Kurz nach Überquerung der Brücke über den Fluss Hvítá kommt man an der Abzweig F336. Dieser geht bis nach Hvítárnes, einer Wanderhütte am See.

Im Westen liegt der Gletscher Langjökull (1355 m), im Osten ist das buntschillernde Liparitgebirge Kerlingarfjöll zu sehen, dessen höchste Erhebungen Snækollur (1482 m) und Loðmundur (1429 m) sind.

Abstecher zum Kerlingarfjöll (F347)[Bearbeiten]

Kerlingarfjöll

Das Kerlingarfjöll (Altweibergebirge) erreicht man über eine 10 km lange Piste, die von der 35 nach Osten abzweigt. Bis vor wenigen Jahren mussten einige Flüsse gefurtet werden, einer direkt oberhalb eines Wasserfalls. Mittlerweile sind aller Flüsse überbrückt und auch der Kerlingarfjöll-Abstecher ist mit normalen PKW befahrbar. In Kerlingarfjöll gibt es ein Sommerskigebiet und eine Schutzhütte. Die Piste führt weiter ins Gebirge hinauf nach Hveradalur.

Das Kerlingarfjöll ist eins der schönsten Geothermalgebiete Islands. Viele Solfataren und Fumarolen findet man entlang des kleinen Baches, der sich tief in den gelblichen, stark verwitterten Rhyolith, hineingefressen hat. Das Gebiet geht weiter bis tief unter den Hofsjökull.

Kerlingarfjöll - Hveravellir[Bearbeiten]

Zurück auf der Kjölur führt der Weg auf den höchsten Punkt der Strecke, die Fjórdungsalda (673 m). An dieser Nord/Süd-Wasserscheide (Kjölur bedeutet übrigens "Wasserscheide") steht ein Gedenkstein, der an den Gründer des Isländischen Wandervereins erinnert. Nun wechselt das Landschaftsbild zunehmend und Sand gewinnt die Oberhand. Über den Þjófadalavegur (F735) geht es nach Hveravellir. Die Piste geht weiter Richtung Langjökull.

Hveravellir[Bearbeiten]

"Mini-Vulkan" in Hveravellir

Das geothermische Gebiet Hveravellir, am Nordrand des Lavafeldes Kjalhraun, hat eine Fläche von 450 km². Interessant sind die vielfarbigen Sinterablagerungen am Blahver, der größten Quelle des Gebiets. Die schönsten Quelle ist Fagrivher. Klares,türkisfarbenes Wasser lädt zu einem entspannenden Bad ein.

Wanderwege im Hveravellir führen zum Vulkan Strýtur mit seinen auffallenden Kratern oder durch die grünen Täler des Þjófadalir am Rand des Langjökull.

Hveravellir - Blönduós[Bearbeiten]

Nördlich von Hveravellir geht die Landschaft langsam in eine Heide- und Tundralandschaft über. Man kommt am "längsten Zaun Islands" vorbei. Dieser soll die Ausbreitung von Schafkrankheiten verhindern. Hat man das Dúfnefsfell überquert, kommt die Hütte Árnarbæli, von dort hat man eine schöne Sicht auf Langjökull, Hofsjökull und bis zum Kerlingarfjöll. Man verlässt das Hochtal Kjölur, es wird langsam grüner und auf den Buckelwiesen sind zahlreich Schafe zu sehen. Man kommt am kleinen Cafe Áfangi vorbei, hier werden auch gelegentlich Reitausflüge angeboten. Am südlichen Ende des Seengebietes von Blöndulón liegt das Áfangafell mit einem kleinen Parkplatz und schöner Aussicht. Aufgrund des Stausees wurde hier die Piste neu trassiert und die Bäche und Flüsse überbrückt. Die seit Ende der 80er Jahre aufgestaute Blöndulón ist mit inzwischen über 56 km2 der viertgrößte See des Landes. Das Blandá-Kraftwerk erzeugt bei einer Wasserfallhöhe von 288 m 150 MW Leistung. In etwa beim Kraftwerk endet auch die Kjölur-Piste.

Wandern[Bearbeiten]

Der Kjalvegur von Hvítárnes nach Hveravellir[Bearbeiten]

Der Weg verläuft von Hütte zu Hütte, die meiste Zeit entlang des alten Kjalvegur entlang, der noch mit alten Steinmarken gekennzeichnet ist. Ausgangspunkt ist die Hvítárnes Hütte. Der Hochland-Bus (Akureyri-Reykjavík) hält auf Anfrage an einer Weggabelung in der Nähe. Zelten ist an allen Hütten möglich.

  • Hvítárnes

Ab dem Abzweig der Piste 35 bis zur Hütte sind es ungefähr 8km (ca. 2 Std. Gehzeit). Mit einem geländegängigen Fahrzeug kann man bis zum Parkplatz der Hütte fahren.

  • Hvítárnes - Þverbrekknamúli ca. 5 Std. Gehzeit
  • Þverbrekknamúli - Þjófadalir ca. 5 Std. Gehzeit
  • Þjófadalir - Hveravellir ca. 5 Std. Gehzeit

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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