Hiiumaa

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Hiiumaa
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Hiiumaa (dt.: Dagö) ist die zweitgrößte estnische Insel in der Ostsee. Zum gleichnamigen Landkreis mit noch ca. 9500 Einwohnern gehört auch die Insel Kassari.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die wichtigste Ortschaft ist 1 Kärdla Kärdla im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Kärdla in der Enzyklopädie Wikipedia Kärdla im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKärdla (Q155066) in der Datenbank Wikidata. Etwa ein Zehntel der weitgehend bewaldeten Insel ist Sumpf.

Das zweitgrößte Dorf ist 2 Käina Käina in der Enzyklopädie Wikipedia Käina im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKäina (Q769973) in der Datenbank Wikidata (dt.: Keinis) mit 690 Einwohnern. An dritter Stelle steht 3 Kõrgessaare Kõrgessaare in der Enzyklopädie Wikipedia Kõrgessaare im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKõrgessaare (Q1033276) in der Datenbank Wikidata. Alle anderen Ansiedlungen sind Weiler.

Während des kalten Krieges war Hiiumaa Grenz- und damit Sperrgebiet. An der Küste und in den Wäldern, die etwa zwei Drittel der Insel bedecken findet man daher zahlreiche verfallende Bunkeranlagen und Kasernen.

Etliche der umliegenden kleinen Inseln sind unbewohnte Naturschutzgebiete, die vor allem als Schafweiden genutzt werden. Die Flora der Inseln ist sehr artenreich. Ggf. ist eine, besonders für Ornithologen interessante, Erlaubnis zu beantragen. Die Naturparkverwaltung ist im Dorf 4 Salinõmme Salinõmme in der Enzyklopädie Wikipedia Salinõmme im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSalinõmme (Q1710239) in der Datenbank Wikidata.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

1 Flugplatz Kärdla (Kärdla lennujaam, IATA: KDL). Flugplatz Kärdla in der Enzyklopädie Wikipedia Flugplatz Kärdla im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlugplatz Kärdla (Q1431834) in der Datenbank Wikidata. Transaviabaltika befördert in Propellermaschinen jährlich knapp zehntausend Passagiere zu subventionierten Preisen aus Tallin (125 km; täglich). Aus Kärdla fährt 35 Minuten vor Abflug ein kostenloser Bus. Der Check-in schließt 20 Minuten vor Abflug. Preis: € 25.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Fähre nach 2 Heltermaa. Heltermaa in der Enzyklopädie Wikipedia Heltermaa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHeltermaa (Q23889374) in der Datenbank Wikidata. Fähre in 75 Min. vom Festland ab Rohükula. Busanschluß aus Tallin in Haapsalu, Fahrtdauer von dort 1h40. Es gibt auch Direktbusse aus der estnischen Hauptstadt bis Kärdla. Geöffnet: Je nach Saison 6-8 Fahrten täglich. Preis: Erw. oder Motorrad € 3,40, PKW € 8,80 (50% Zuschlag: Hin Freitag Nachmittag, retour Sonntag Nachmittag).
  • 3 Sõru. Fähren aus Trigii (Nord-Saaremaa) in 60 Min. Fahrkarten gibt es im Abfertigungsgebäude am Automaten erst eine Stunde vor Abfahrt. Geöffnet: Tgl. 1-2 Abfahrten im Winter, tgl. 2 im Sommer. Preis: Erw. 3 €, Auto bis 3,5 t: 12 €.

Wenn die Ostsee hinreichend zugefroren ist, wird über das Eis eine etwa 25 km lange Straße gepflügt. Sie wird dahingehend beschildert, daß eine Mindestabstand von 250 m bzw. zwei Minuten zwischen Fahrzeugen, deren Höchstgewicht auf 2,5 t begrenzt ist, einzuhalten ist. Es kommt trotzdem immer wieder vor, daß Autos versinken. Als optimale Geschwindigkeit gilt 70 km/h.

Sportboote[Bearbeiten]

Formalitäten für aus dem Ausland Kommende können in 4 Lethma (59° 3′ 57″ N 22° 42′ 8″ O) erledigt werden. In der Sommersaison öffnet Hafenpolizei und Zoll von 8.00-22.00 Uhr.

Bei Kärdla, Sõru-Päma und Orjaku (Slave Marina) können Sportsegler mit Booten bis 24 m Länge (Tiefgang ortsabhängig 2,30-3,20 m) im Sommer anlegen. Die Saison der Hafenbüros beginnt am 15. Mai und endet zum 15. September. In Kärdla gibt eine Bootshalle zum überwintern.

Mobilität[Bearbeiten]

Hiiumaa.

Um die Insel führt eine Ringstraße. Den öffentlichen Nahverkehr besorgen Busse. Seit 1. Juli 2018 fährt man beim beauftragten GoBus Hiiumaa (Sadama 13, Kärdla) auf Ortsbuslinien gratis, wenn man eine personalisierte Karte (€ 2) hat. Fahrplaninformation findet man auf dem landesweiten Portal.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Militärmuseum im vormaligen Hauptquartier der Flotte. Im Außenbereich 2 Schützenpanzer und eine 180 mm-Kanone. Dazu Nachbildung von Grenzsicherungsanlagen und Bunker. Im Inneren eine bis 2005 im Gebrauch befindliche Radarstation. (Geöffnet Mai-Sept. 10.00-18.00 Uhr, Mo. Ruhetag, € 4.)
Einige reetgedeckte Katen hat man museal wiederhergestellt.
  • Gutshof Suuremõisa. Seit der Enteignung 1924 als Schule genutztes spätbarockes Herrnhaus, das besichtigt werden kann. Hier residierte ein Zweig des deutsch-baltischen Adelsgeschlechts Ungern-Sternberg. Geöffnet: Mo.-Fr. 10.00-16.00.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Leuchtturm Kõpu kann bestiegen werden. Ursprünglich nur bis zum Sockel gemauert, wurde hier nächtlich ein Feuer angezündet. Der Aufbau mit Laterne erfolgte später.

Landschaftlich besonders reizvoll ist die Halbinsel Kõpu (dt. „Keppo“) im Westen. Sie steht teilweise unter Naturschutz. Fahrradexkursionen und Wanderungen bieten sich jedoch auf der gesamten Insel an.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Viel angeboten wird örtlich gefangener Räucherfisch. Auch züchtet man Weinbergschnecken.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkünfte sind vor allem Ferienhäuser oder vermietete Zimmer in Familienpensionen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Vor Betreten der zahlreichen Bunkerruinen ist zu beachten, daß hier Einsturzgefahr besteht.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Es ist üblich bei unbetreuten lokalen „Sehenswürdigkeiten“ eine Spende zu hinterlassen. Meist steht hierfür ein entsprechendes Schraubglas sichtbar herum.

Ausflüge[Bearbeiten]

Kassari[Bearbeiten]

Das Verwalterhaus des 1920 abgebrannten Rittergutes von Kassari ist ein unter Denkmalschutz stehendes typisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Seit 1967 beherbergt es das Heimatmuseum.

Die 19 km² große „Insel“ erhebt sich an ihrer höchsten Stelle 15 Meter aus dem Meer. Sie ist an beiden Enden mit der Hauptinsel durch Straßen mit der Ringstraße verbunden. Es wohnen noch etwa 300 Menschen daurhaft hier. Es gibt vier Dörfer: 5 Esiküla Esiküla in der Enzyklopädie Wikipedia Esiküla im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEsiküla (Q3058050) in der Datenbank Wikidata, 6 Kassari Kassari in der Enzyklopädie WikipediaKassari (Q3459026) in der Datenbank Wikidata, 7 Taguküla Taguküla in der Enzyklopädie WikipediaTaguküla (Q3453793) in der Datenbank Wikidata und 8 Orjaku Orjaku in der Enzyklopädie WikipediaOrjaku (Q3454627) in der Datenbank Wikidata. In letzterem ist ein kleiner Hafen.

Südlich des Dorfkerns von Kassari steht seit 1991 ein Denkmal für den mythologischen, gutmütigen Riesen Leiger, den Urvater der Insel Hiiumaa.

Auf der Insel gibt es auch ein der finnischen Schriftstellerin Aino Kallas (1878–1956) gewidmetes Museum. Sie hat hier vor dem ersten Weltkrieg ihre Sommerurlaube verbrachte.

Mitte Juli eines jeden Jahres findet auf der zwei Kilometer langen Landzunge Sääretirp das Musikfestival Hiiu Folk statt.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch allgemeine Reiseführer zum Baltikum.

Weblinks[Bearbeiten]

Landkreis (estn.)

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