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Hannover/Nordwesten

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Hannover/Nordwesten
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Hannover/Nordwesten steht hier für die Stadtbezirke Herrenhausen-Stöcken und Nord.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Friedhofsportal in Stöcken

Der Nordwesten Hannovers ist auf jeden Fall industriell geprägt. Hier haben sich zahllose Betriebe angesiedelt. Die bekanntesten sind Volkswagen Nutzfahrzeuge, die Continental, die Varta und noch einige Firmen mehr. Je weiter man aber in die Innenstadt Hannovers kommt, desto kultureller wird das Leben.

Der Nordwesten unterteilt sich in die Stadtbezirke

  • Herrenhausen-Stöcken mit den Stadtteilen
    • Burg
    • Herrenhausen
    • Ledeburg
    • Leinhausen
    • Marienwerder
    • Nordhafen
    • Stöcken
  • und Nord mit den Stadtteilen
    • Brink-Hafen
    • Hainholz
    • Nordstadt
    • Vinnhorst

Burg[Bearbeiten]

Burg ist ein recht neuer Stadtteil Hannovers, dessen Kern als das "Harzer Viertel" bekannt ist. Der Name stammt von den Bezeichnungen der Straßennamen, die alle nach Örtlichkeiten im Harz vergeben worden sind. Einzig die Hauptverkehrsstraßen machen eine Ausnahme. Die Vinnhorster Weg verbindet Vinnhorst mit Herrenhausen und Am Fuhrenkampe geht nach Westen in Richtung Ledeburg. Die Siedlung stammt aus den späten 1930er Jahren und wurde in den 1960er Jahren erweitert. Damals war viel Wohnraum von Nöten, auch wenn die schlimmsten Zeiten nach dem Krieg schon vorbei waren. Es entstanden mehrere Wohnblocks, hauptsächlich entlang des Vinnhorster Wegs.

Sehr prägend für Burg ist das beinahe als riesig zu bezeichnende Gebiet der Schrebergärten. Mehrere Kolonien haben sich im Osten des Vinnhorster Weges, in dessen Westen das Harzer Viertel liegt, angesiedelt. Im Nordosten wird es von der Straße Rehhagen begrenzt, die parallel zum Engelbostler Damm verläuft, im Süden vom Gutsweg. Wer einmal hannoversche Kleingartenkultur erleben möchte, der stellt hier irgendwo sein Fahrzeug ab und marschiert einfach mal hinein. Am besten man wählt die Zeit der Gartenfeste, dann ist auch viel los.

Im Westen von Burg liegt ein Industriegebiet. Die alten Namen sind verschwunden, man ist entweder konkurs gegangen oder hat seine Produktion ins Ausland verlegt. Doch viele kleine Firmen siedeln sich hier in den alten Bauten an um innovative Technik herzustellen. Ein gutes Beispiel ist der Boxen-Hersteller Quadral, der hier seinen Sitz hat und hochwertige Lautsprecherboxen produziert.

Auch das südlich gelegene Eisenbahnausbesserungswerk gehört zu den Industrieruinen. Zwar werden Teile des Werkes von der Bahn noch genutzt, viele Teile wurden aber auch zurück gebaut. Auch hier werden Gebäude häufig anders genutzt. Hier ist zum Beispiel die Beat-Box ein kleiner Komplex von Proberäumen für Bands, der sich aber schon seit Jahren hält. Hier proben mitunter auch bekannte Künstler um sich auf Tourneen vorzubereiten.

Herrenhausen[Bearbeiten]

Eine typische Strasse in Herrenhausen

Herrenhausen ist in aller Welt bekannt. Das liegt an den Herrenhäuser Gärten. Sie unterteilen sich in den Großen Garten, dem bekanntesten Barockgarten Deutschlands, den Berggarten, ein eigentlich für Schulungszwecke für Studenten angelegter Garten und dem Georgengarten, ein Englischer Garten, der nach der Art des Hyde Park angelegt wurde. Zum Georgengarten gehört auch noch der Welfengarten, der nördlich im Bereich der Leibniz Universität liegt.

Die Brauerei Herrenhausen

Die Herrenhäuser Brauerei ist noch heute prägend für Herrenhausen, schon alleine, weil es trotz aller widrigen Umstände immer noch eine selbstständige Brauerei ist, also nicht zu einer der großen Ketten gehört. Es ist auch möglich, die Brauerei zu besichtigen. Dabei ist es sehr interessant zu sehen, wenn man schon einmal eine moderne Brauerei besichtigt hat, wie eine Brauerei in den alten Bauten funktioniert. Das wichtigste Bier ist das "Herry", das Herrenhäuser Pilsener, das den Ruf hat, dass man es entweder mag oder hasst. Dazu gibt es ein Weizenbier, bei dem es auch nur zwei Meinungen gibt, ein Alster, ein Eisbier, das an mexikanische Biere erinnern soll, aber nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird und natürlich ein Lütje Lagen Bier.

Herrenhausen wird wie Stöcken und Leinhausen von Mietshäusern geprägt. Dabei sind die Blöcke in Herrenhausen als erstes nach dem Krieg entstanden. Man hat auch noch mehr für die Gestaltung der Blocks getan, während in Stöcken schon nur noch die Funktionalität im Vordergrund stand. Aber es gibt überall, vor allem in den Innenräumen zwischen den Blocks, Grünflächen. Ein typisches Beispiel sind die Häuser an der Westerfeldstraße. Das ist ganz einfach zu finden. Von der Herrenhäuser Brauerei geht man entweder die Malortiestraße und dann die erste links oder die Crystallstraße und dann die erste rechts nach Norden.

Ganz in der Nähe der Herrenhäuser Brauerei ist auch der Herrenhäuser Markt. Auf der anderen Seite der Herrenhäuser Straße ist ein Bunker und dahinter findet am Samstag der Wochenmarkt statt.

Es gibt auch einen Herrenhäuser Bahnhof. Der ist zwar nicht mehr in Betrieb, aber das Gebäude steht noch und wird als Wohnhaus genutzt. Wenn man die Haltenhoffstraße von der Stöckener Straße bis zur ersten Ampel hinunter fährt, dort links abbiegt auf den Vinnhorster Weg und dann nach der zweiten Eisenbahnbrücke wieder lins abbiegt, kommt auf die Straße "Am Herrenhäuser Bahnhof". Der Bahnhof ist immer noch als solcher zu erkennen.

Ledeburg[Bearbeiten]

Der Kirchturm der Bodelschwinghkirche

Ledeburg ist eine Siedlung, die nach dem Ersten Weltkrieg entstanden ist. Die Nähe zum Dorf Stöcken machte es möglich. An der Buschriede stehen die ältesten Häuser, die hier entstanden sind. Das muss um 1910 gewesen sein. Ackerbau und Viehzucht waren hier nach an der Tagesordnung.

Mit dem VW-Werk kam der Umschwung. Das Werk wurde zwar Stöcken zugeschlagen aber Ledeburg liegt in der direkten Nachbarschaft. Plötzlich benötigten viele Arbeiter und ihre Familien Wohnungen in diesem Bereich. Zwar entstanden die Mietshäuser in Stöcken und erst viel später in Ledeburg, aber es entstanden Siedlungen mit Einfamilienhäusern, die sich immer weiter ausbreiteten.

Der Mittelpunkt Ledeburgs ist das Gebiet südlich der Bodelschwinghkirche. Hier gibt es einige Läden, hier bekommt man alles für den Alltag.

Die alten Gebäude Ledeburgs stehen unter Denkmalschutz. Einige der Gebäude kann man zum Beispiel an der Buschriede bewundern. Hier handelt es sich um typische Doppelhäuser aus der Zeit von 1910 und etwas später. Manche Häuser sind bis zur Unkenntlichkeit umgebaut, andere haben noch die alte Bausubstanz. Heute dürfen die Bewohner nicht mehr alles so umbauen, wie sie wollen. Die Denkmalschutzbehörde bestimmt, wie ein Umbau aussehen muss. Das wird sich aber erst in den nächsten Jahren auswirken, wenn die Vorschriften greifen.

Leinhausen[Bearbeiten]

Leinhausen an der Stöckener Strasse

Leinhausen ist ein nur sehr kleiner Stadtteil von Hannover. Er liegt zwischen Stöcken und Herrenhausen. Wie Stöcken und Herrenhausen auch findet man hier fast ausschließlich Gebäude aus der Zeit nach dem Krieg. Es entstanden kurz nach dem Krieg reichlich Blocks für Familien, die von Bauvereinen finanziert wurden. Dazu kamen in den 1960er Jahren modernere Häuser, aber auch kleine Siedlungen mit Reihenhäusern, die man am Rand von Leinhausen ansiedelte.

Sehr interessant ist das alte Gebäude des Bahnhofs von Leinhausen. Die Bahnsteige des alten Bahnhofes werden zwar noch genutzt. Doch zu den Bahnsteigen kommt man über neu errichtete Treppen außerhalb des Bahnhofes. Das Bahnhofsgebäude wurde überflüssig. Es steht aber unter Denkmalschutz. Man nutzt das Gebäude für viele künstlerische Veranstaltungen. Theater, Musik und vieles mehr.

Die Siedlung entstand durch die Einrichtung des Eisenbahnausbesserungswerks im Norden. Viel Eisenbahner benötigten in der Nähe Wohnraum, um dort zu arbeiten. In den 1960 Jahren kamen weitere Siedlungen hinzu. Man ging aber ab von den Wohnblöcken, sondern baute zum Beispiel Reihenhäuser.

Die Elbestraße ist ein schönes Beispiel für die verschiedenen Zeiten Leinhausens. Westlich des Bahnhofes geht es nach Norden. Auf der rechten Seite stehen die alten Bauten aus der Nachkriegszeit. Links sind die Reihenhaussiedlungen aus den 1960er Jahren. Am Ende der Elbestraße kommen die Reste des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks, dass heute vielen anderen Firmen als Standort dient. Hier wurde unter anderem ein Werk zur Wartung und zum Abstellen des Stadtbahnfahrzeuge gebaut. Dazu kommt das Schwimmbad, das im Sommer zum Baden einlädt.

Marienwerder[Bearbeiten]

Marienwerder besteht aus zwei Teilen. Der wirtschaftliche Teil ist der Bereich der ehemaligen Varta, einer Fima, die sich mit der Herstellung von Batterien und Akkumulatoren beschäftigte und hier ihren Sitz hatte. Hier ist heute der Wissenschaftspark, der die Gebäude nutzt. Ein eher industrialisiertes Viertel, das sich an die Industrien von Stöcken, der Continental Stöcken und dem Volkswagenwerk Nutzfahrzeuge anschließt.

Der zweite Bereich ist die Siedlung, die in den 1960er Jahren entstand. Sie ist bei den bekannten Hinüberschen Garten entstanden. Es ist eine Siedlung für Familien, für diese Zeit sehr kinderfreundlich aufgebaut. Durch die Nähe der Siedlung zu den Ortsteilen von Garbsen - Auf der Horst und - Havelse zählt man Marienwerder oftmals zu Garbsen, es gehört aber politisch zu Hannover.

Nordhafen[Bearbeiten]

Blick auf den Nordhafen

Der Stadtteil Nordhafen ist kein Stadtteil im Sinne von: Hier wohnen Leute! Es ist ein rein gewerblich genutzter Bereich südlich des Mittellandkanals, der den Nordhafen und die dazu gehörenden Lager und Firmen umfasst. Er erstreckt sich von der Stadtbahnendhaltestelle Nordhafen Richtung Westen (Schulenburger Landstraße) bis zum Kohlekraftwerk Stöcken (Stelinger Straße) und vom Mittellandkanal bis zur Hansastraße, das ist die Straße, die nördlich am VW-Werk vorbei führt. Das VW-Werk gehört nicht mehr zum Nordhafen.

Der Weg südlich des Mittellandkanals ist gut ausgebaut. Hier kann man weite Radtouren nach Osten und Westen unternehmen. Dabei ist der Weg nicht immer so gut. Man muss auch aufpassen, denn im Nordhafen wird auch Altglas umgeschlagen. Das geht nicht immer ohne Scherben vonstatten. Auch sollte man ein stabileres Fahrrad verwenden. Es muss aber kein Mountain-Bike sein.

Auch ein Spaziergang am Kanal lohnt sich. Man kann sich vorstellen, wie hier gearbeitet wird. Man kann sich in das Leben der Binnenschiffer versetzen, die hier in großer Zahl unterwegs sind. Das beruhigt ungemein, denn diese Leute haben ein ganz anderes Leben als wir. Eile kennen sie nicht, Feierabend aber auch nicht.

Stöcken[Bearbeiten]

Stöcken liegt ganz im Westen des Stadtbezirks. Weiter westlich folgt nur nach Marienwerder. Aus dem alten Dorf Stöcken, von dem es an der alten Stöckener Straße noch Reste zu sehen gibt, ist in der Nachkriegszeit eine große Siedlung gewachsen. Das war die Folge der Ansiedlung der Autoindustrie mit dem VW-Werk im Norden (Volkswagen Nutzfahrzeuge) und den Zulieferindustrien Varta und Continental. Vom VW-Werk angefangen ziehen sich die Wohnblöcke immer weiter nach Süden. Dabei sind die ältesten Blöcke die, die in der Nähe des VW-Werks stehen. Es sind drei bis vier Stockwerke hohe Blocks, die von verschiedenen Bauvereinen gebaut wurden.

Ein typisch Stöckener Hinterhof

Einen großen Teil des Gebietes von Stöcken ist dem Stadtfriedhof Hannover-Stöcken zugeordnet. Er ist der zweitgrößte Friedhof Hannovers. An der Stöckener Straße, Ecke Fuhsestraße liegt das Haupteingangsportal, das für sich allein schon sehenswert ist. Den Friedhof umschließt eine Ziegelmauer, die zum Beispiel der Hogrefestraße und der Fuhsestraße ein außergewöhnliches Aussehen gibt. Der Friedhof, insbesondere die alten Teile, ist sehr schön angelegt. Es gibt einen kleinen See mit einer Insel, alles ist mehr oder weniger bewaldet. Man merkt kaum, dass man auf einem Friedhof ist. Die neuen Teile sind dann schon nüchterner ausgefallen.

Es ist nicht alles alte Bausubstanz in Stöcken. An der Stöckener Straße findet man eine Straße mit dem Namen alte Ziegelei. Hier war tatsächlich einmal eine Ziegelei. Nach der Schließung wurde das Gelände als Wohngebiet ausgeschrieben und es entstand ein moderner Wohnpark.

Das "Freizi" Freizeitheim Stöcken

Stöcken war in den 1960er Jahren ein Ort, in den Gastarbeiterfamilien zogen. Griechen, Italiener, Spanier und Türken fanden hier Wohnraum für ihre Familien. Und es entstanden Bindungen zu den Deutschen, die hier wohnten. Heute ist Stöcken durch die vergleichsweise bescheidene Größe der Wohnungen auch ein gutes Wohngebiet für Studenten. Das Leben ist ruhig und beschaulich.

Wie fast überall ist es auch in Stöcken recht grün. Im Norden liegt der Stöckener Wald, der größer ist, als man zunächst vermuten würde. Von Ledeburg aus zieht er sich durch ganz Stöcken, fast bis nach Alt-Stöcken. Hier kann man schön durch den Wald spazieren gehen, den Stöckener Bach, der durch den Wald fließt, genießen.

Stöcken hat einen Marktplatz. Der liegt an der Hogrefestraße, Ecke Eichsfelder Straße. Der Wochenmarkt findet am Freitag von 08:00 - 13:00 Uhr statt. Man nennt ihn den Stöckener-Markt. Wer Wert auf frisches Gemüse aus der Umgebung legt, der ist hier bestens aufgehoben. Die Stimmung ist sehr ruhig, die Bedienung sehr freundlich. Das gilt aber für alle Wochenmärkte in Hannover.

An der Endhaltestelle Stöcken VW-Werk gibt es im Westen ein Schwimmbad, das Stöckener Bad. Im Sommer ist das Freibad geöffnet mit einer großen Fläche, auf der man sich sonnen kann. Das moderne Schwimmbad ist auch zum Planschen geöffnet. Man kann den Nichtschwimmerbereich auch absenken. Schwimmsport und Training sind möglich.

Es gibt auch einen Teil Hannovers, der nördlich vom Mittellandkanal liegt, es ist die Schwarze Heide. Hier hat man ein Baugebiet ausgeschrieben, das zu Stöcken gehört. Heute ist es fast vollständig bebaut und liegt an der Stelinger Straße, die am Kohlekraftwerk Stöcken vorbei Richtung Norden führt. Rund um die Schwarze Heide ist Feldmark. Auf gut ausgebauten Wegen kann man sehr gut Fahrrad fahren.

Hannover ist eine sehr grüne Stadt. Das ist auch in Stöcken der Fall. Der Stöckener Wald zieht sich von Ledeburg durch Stöcken bis nach Alt-Stöcken. Hier hat man Gelegenheit seine Lunge mit frischer Luft aufzutanken. Man hat teilweise nicht das Gefühl, in einer Stadt zu sein, weil man kein Haus mehr sehen kann. Durch den Wald fließt der Stöckener Bach, der leider viel zu sehr begradigt wurde. Dennoch hat er schöne Stellen, die zum Verweilen einladen.

Brink-Hafen[Bearbeiten]

Der Stadtteil Brink Hafen ist eigentlich einfach nur die Fortsetzung des Stadtteils Nordhafen. Es ist der kleinste Stadtteil von Hannover. Die Hafenanlagen ziehen sich im Süden des Mittellandkanals hin. Es hat sich durch die sehr gute Infrastruktur eine Menge Industrie angesiedelt. Der Stadtteil Nordhafen wird durch die Schulenburger Landstraße vom Stadtteil Brink Hafen getrennt.

Der Mittellandkanal lädt im Süden zu ausgedehnten Radtouren ein. Die Wege sind zu einem großen Teil gut ausgebaut und auch mit nicht geländegängigen Fahrrädern zu befahren. Es macht sehr viel Spaß, den Kanal mit dem Fahrrad zu erkunden, auch wenn es durch die Ansammlung von Industrie nicht so erscheint. Doch die Natur hat sich einen Teil des Kanals schon zurück geholt. Es ist sehr grün hier im Sommer.

Hainholz[Bearbeiten]

Hainholz an der Schulenburger Landstraße

Der Stadtteil Hainholz liegt an der Schulenburger Landstraße. Wenn man von Vinnhorst kommend in die Stadtmitte Hannovers fährt bemerkt man sofort, dass aus dem Gewerbegebiet plötzlich ein Wohngebiet wird. Die Gebäude wurden in der Nachkriegszeit erbaut, als schnell Wohnraum geschaffen werden musste. Man hat in den 1960er Jahren noch einmal nachgelegt und weiteren Wohnraum im Nordosten geschaffen. Die Gebäude sind von Zweckmäßigkeit geprägt, viel Wohnfläche auf engen Raum wurde geschaffen.

Im Westen grenzt Hainholz an die Nordstadt. Die Eisenbahn bildet die Grenze zwischen Hainholz und der Nordstadt. Im Zuge der Bahnreform wurde aus dem Bahnhof Hainholz eine moderne S-Bahnstation. Das alte Bahnhofgebäude wurde verkauft und ist als Bahnhof kaum noch zu erkennen.

Nordstadt[Bearbeiten]

Die Christuskirche in der Nordstadt

Die Nordstadt ist ein in der Gründerzeit entstandenes Stadtgebiet von Hannover. Die Gründerzeit meint die Zeit der industriellen Revolution. Die Wehranlagen hatten ausgedient, sie boten keinen Schutz mehr. Die Städte wuchsen durch das Angebot von Arbeitsstellen in der Industrie. Es musste schnell Wohnraum her, in der Nähe der Industrien. Die Nordstadt ist so ein Gebiet, das kann man schon daran erkennen, dass sie aus keinem Ort hervorgegangen ist, sondern Nordstadt heißt. Dazu liegt sie noch im Südwesten von Hannover, von der Stadtmitte. Vorhanden war nur das Welfenschloss, das heute das Zentrum der Universität ist.

Die Lutherkirche in der Nordstadt

Heute ist die Nordstadt ein beliebtes Viertel für Studenten. Die Nähe der Universität ist sicher ein Anreiz, aber auch für Leute, die das Flair des Stadtteils mögen. Es gibt reichlich Bistros und Kneipen, es ist eigentlich immer etwas los. Dabei ist es ruhig und gelassen.

Durch das Sprengel-Gelände und dem mit den Bauten zusammenhängenden Punker-Treffen, den so genannten Chaos-Tagen hat die Nordstadt unfreiwillig Ruhm erreicht. Leider war die Berichterstattung von diesen Auseinandersetzungen nicht immer von Sachlichkeit geprägt. Es geht ruhig zu in der Nordstadt.

Die Nordstadt wird vom Engelbostler Damm in zwei Teile gespalten. Im Norden liegt ein neueres Wohnviertel. Hier gibt es kaum Kneipen und Cafes. Es ist mehr sachlich. Das Leben findet südlich und am Engelbostler Damm statt. Der Verkehr wird um den Stadtteil herum geleitet, Durchgangsverkehr gibt es fast nicht.

Der Klagesmarkt ist der bekannteste Teil der Nordstadt. Hier findet der "Pötte-Markt" statt. Traditionell kann man hier alles mögliche für die Küche kaufen. Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man dieses Ereignis nicht verpassen.

Vinnhorst[Bearbeiten]

Vinnhorst ist eine kleine Ortschaft vor den Toren von Hannover. Auf die alte Ortschaft weist nur noch das Schild Alt-Vinnhorst hin. Zwischen mehreren Gewerbegebieten gelegen musste Wohnraum geschaffen werden. Dabei sind es viele Einfamilienhäuser, die entstanden sind. Erst später wurden auch Wohnblocks gebaut. Der Wohnpark an der Schulenburger Landstraße ist das neueste Projekt.

Mit dem Bau der S-Bahn Station Vinnhorst ist der Stadtteil auch an das S-Bahnnetz Hannovers angeschlossen. Die Stadtbahnlinie 6 verläuft vom Nordhafen durch Vinnhorst.

Am Rathaus in Vinnhorst findet am Donnerstag der Wochenmarkt zwischen 14:00 und 18:00 Uhr statt. Hier kann man Produkte aus der Region kaufen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Hainhölzer Bahnhof am Abend

Die Nähe zum Flughafen Hannover macht sich wirtschaftlich sicher positiv bemerkbar. Man kann mit dem Bus 470 von Stöcken direkt zum Flughafen fahren. Der Flughafen liegt nördlich des VW-Werks in Stöcken. Man kann die startenden und landenden Flugzeuge nicht hören. Sie starten und landen immer in Ost-West Richtung. Mit der A 352 direkt an das Autobahnnetz um Hannover angeschlossen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der ehemalige Bahnhof in Leinhausen

Die Bahnlinie, die den Nordwesten passiert, startet am Hauptbahnhof in Hannover. Der erste Station ist der Bahnhof Nordstadt. Vor der Expo hieß er Hainhölzer Bahnhof. Man hat hier einen Haltepunkt geschaffen, der dem modernen Nahverkehrswesen gut angepasst ist. Das alte Bahnhofsgebäude wird nicht mehr genutzt. Die Zugänge zu den Bahnsteigen liegen an der Schulenburger Landstraße auf der Brücke über die Eisenbahn.

Kurz vor dem Leinhäuser Bahnhof teilt sich die Strecke. Die Strecke zum Leinhäuser Bahnhof geht weiter nach Westen und verlässt dann der Nordwesten Hannovers. Die Strecke nach Norden führt durch den ehemaligen Herrenhäuser Bahnhof hindurch, der nach der Reform zu Expo aufgegeben wurde. Der nächste Bahnhof ist der Bahnhof Ledeburg. Er ist nur ein Haltepunkt. Hier hält auch nur die S-Bahn. Weiter geht es zum Bahnhof Vinnhorst, auch ein durch die Expo entstandener Haltepunkt. Die Linie führt weiter nach Langenhagen. Man hat Anschluss an die S4 von Benemühlen zum Hauptbahnhof Hannover und zur S5 vom Flughafen Hannover über den Hauptbahnhof bis nach Paderborn. Das ehemalige Bahnhofsgebäude, das unter Denkmalschutz steht, gehört nicht mehr zu Bahn, es dient verschiedenen anderen Zwecken. Ein Theater ist hier zum Beispiel ansässig. Die Bahnsteige lassen sich über neu geschaffene Treppen erreichen, die der S-Bahn Hannover angepasst sind.

Die Bahnhöfe sind fast ausschließlich für die S-Bahn geschaffen worden. Dadurch hat man hier auch nur Anschluss an die großen Bahnhöfe. Hannover Hauptbahnhof und Langenhegen Mitte sind die wichtigen Ziele.

Mit dem Bus und der Straßenbahn[Bearbeiten]

Die Stadtbahn in Stöcken

Der Nordwesten Hannovers ist gut an das Stadtbahnnetz Hannovers angeschlossen. Aus Garbsen kommt die Linie 4 und trifft an der Hogrefestraße mit der Linie 5 zusammen, die am VW-Werk in Stöcken ihre Endstation hat. Die beiden Linien fahren über die Stöckener Straße und die Herrenhäuser Straße Richtung Innenstadt. Hier hat man am Kröpke Verbindung zu fast allen anderen Stadtbahnlinien.

Die zweite Linie im Nordwesten, die Linie 6, startet am Nordhafen und führt entlang der Schulenburger Landstraße in Richtung Innenstadt. Auch hier hat man die Station Kröpcke als Verteilerstation. Die oberirdischen Stationen können vom Kröpcke aus bequem zu Fuß erreicht werden. Nur die Linien 10 und 17 verlaufen noch nicht unterirdisch.

Die Endstation in Stöcken hat auch einen kleinen Busbahnhof. Hier kommt man mit der Linie 470 zum Hannover Airport, ein anderer Bus fährt zur Endstation der Linie 11 der Straßenbahn am Nordstadtkrankenhaus.

Die Straßenbahnen fahren in einem recht flüssigem Takt. Am Wochenende (Freitag und Samstag) wird auch der so genannte Nachtsternverkehr angeboten. Man kommt so fast die ganze Nacht durch in die Stadt und wieder nach Hause.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Der Nordwesten wird im Norden von der A2 begrenzt. Alles was nördlich der A2 ist, gehört zu Langenhagen. So ist die A2 auch die wichtigste Autobahn für Hannover Nord. Dazu kommt nach die A 352, die aus dem Nordosten auf die A2 mündet. Es gibt nur eine wichtige Abfahrt der A2 im Nordwesten. Das ist die Abfahrt Herrenhausen. Hier trifft die A2 auf die B6, die von Neustadt her nach Süden führt. Die B6 tangiert den Südwesten Hannovers nur als so genannter Westschnellweg.

Es gibt zwei wichtige Einfallstraßen nach Hannover im Nordwesten. Das ist zu einem die Schulenburger Landstraße, die von der Autobahnabfahrt Engelbostel (A352) kommend von Vinnhorst Richtung Innenstadt verläuft. Sie ist recht großzügig angelegt. Links und rechts befinden sich reichlich Gewerbegebiete, abgesehen von einem neuen Wohngebiet. Erst nach Hainholz hin wird es enger. Hier findet man gründerzeitliche Bebauung. Die Straßenbahn hat kein eigenes Gleisbett mehr.

Die zweite wichtige Straße ist die Stöckener Straße, die nach der Auffahrt zum Westschnellweg in Herrenhausen zur Herrenhäuser Straße wird. Der Westschnellweg verläuft zwar parallel zur Stöckener Straße, innerhalb der Stadtteils ist die Stöckener Straße aber sehr wichtig.

Die Mecklenheidestraße verbindet die B6 mit der Schulenburger Landstraße. Sie verbindet also praktisch die Stöckener Straße mit der Schulenburger Landstraße. Das stimmt aber nicht ganz, denn die Mecklenheider Straße führt an den wichtigsten Parkplätzen des VW-Werkes vorbei. Sie ist der Zubringer der Arbeiter des Werkes Volkswagen-Nutzfahrzeuge. Der Schichtwechsel ist gestaffelt, aber man merkt schon, wenn sich in den Schichten etwas tut.

Die Schulenburger Landstraße ist eine wichtige Einfallstraße nach Hannover. Sie wird nach der Brücke über die Eisenbahn am Hainhölzer Bahnhof zum Engelbostler Damm. Hier wird sie verkehrsberuhigt, dass heißt, der Durchgangsverkehr wird auf den Weidendamm im Norden umgeleitet, der in die Innenstadt führt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ein Eindruck bom Mittellandkanal

Zwar ist der Nordwesten an die nationalen Schifffahrtslinien mit den Mittellandkanal angeschlossen, doch wird hier ausschließlich Binnenschifffahrt betrieben. Lediglich einige Boote privater Eigner kommen hier durch. Es ist aber immer wieder sehr entspannend, dem Schiffsverkehr auf dem Mittellandkanal zuzuschauen. Es ist eine andere Welt. Von Vinnhorst aus bieten sich Spaziergänge am Mittellandkanal an. Der Kanal hat schon was.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit dem Fahrrad ist man auch im Nordwesten von Hannover gut aufgehoben. Es gibt reichlich Fahrradwege. Man kann alles erkunden ohne zu sehr mit Autos zusammenzutreffen. Eine Landkarte für Radfahrer ist sinnvoll. Erst mit einer solchen Landkarte kann man die versteckten Wege kennenlernen, die sich zum Beispiel südlich der Leine nach Letter hin befinden. Diese sind zu einem guten Teil ausgebaut und auch mit einfachen Fahrrädern befahrbar. Hier kann man Natur erleben.

In den Leinewiesen kann man auch wunderbar spazieren gehen. Die Wege sind ausgebaut worden und sind so etwas wie ein Naherholungsgebiet im Norden des Bezirks. Es gibt eine Menge zu entdecken und eine Menge zum Entspannen.

Im ganzen Nordwesten ist das Parkplatzangebot recht bescheiden. Egal, wo man ist, man hat überall Schwierigkeiten einen Parkplatz zu bekommen. Der Bezirk ist einfach nie auf eine solche Menge Fahrzeuge ausgelegt gewesen. Hat man einen Parkplatz gefunden, dann sollte man ihn nutzen, auch wenn das eigentliche Ziel noch etwas entfernt ist. Das spart auf jeden Fall Nerven.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Die große Fontaine

Die bekanntesten Parks Hannovers sind die Herrenhäuser Gärten. Gärten deswegen, weil es sich um drei Anlagen handelt. Der bekannteste ist der Große Garten, eine Anlage aus dem Barock mit dem passenden Schloss (erbaut 2013, Rekonstruktion des im 2. Weltkrieg zerstörten Schlosses) dazu. Als botanischer Garten wurde der Berggarten angelegt. Hier gibt es zahlreiche Pflanzenarten zu bestaunen, die auch ein entsprechendes Schild tragen. Der dritte Park ist der englische Garten, der Georgengarten, der die Verwandtschaft des hannoverschen Königshauses mit dem englischen Königshaus zeigt. Der Welfengarten liegt nördlich der Nienburger Straße, die den Georgengarten nach Norden hin begrenzt. Das ist das Ruherevier der Studenten. Er liegt eingebettet in die Leibniz Universität von Hannover.

Der Berggarten beheimatete ab 1999 das so genannte Regenwaldhaus, das als EXPO-Projekt das Leben im Regenwald nachstellte. Die Kosten waren aber im Laufe der Zeit viel höher als die Einnahmen. Man verkaufte das Haus an die Sealife-Kette, die in dem Haus ein Aquarium nach dem bekannten Prinzip einrichtete.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Die Wasserkunst in Hannover

Im Norden des Großen Gartens liegt die Wasserkunst. Hier wird die Leine aufgestaut und ein künstlicher Wasserfall entsteht. Die Anlage wurde einmal gebaut, um die Fontänen im Großen Garten anzutreiben. Heute wird hier Strom erzeugt. Eine Schleuse ist noch vorhanden, aber nicht mehr in Betrieb.

Hier zweigt der Linden-Stichkanal von der Leine ab, der dann zum Mittellandkanal führt und diesen auch mit Wasser versorgt. Man betreibt hier sehr stark Rudersport und das von jung bis alt. Eine Fisch-Treppe wurde installiert, um die nach Süden wandernden Fische nicht vor ein unüberwindbares Hindernis zu stellen. Die Maßnahme scheint langsam erfolgreich zu sein.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Man kann sich einen ganzen Tag gönnen, um die Herrenhäuser Gärten zu erleben. Es hat auch einen ganz besonderen Reiz, wenn man die Gärten schon früher einmal erlebt hat, die Jahreszeiten zu unterschieden. Alle drei Gärten haben in allen Jahreszeiten ein ganz anderes Flair und eine ganz andere Ausstrahlung. Im Frühling ist der Berggarten das Highlight, bietet er doch ein Blumenmeer mit Blüten verschiedenster Farben. Im Sommer darf man den Großen Garten nicht verpassen. Neben dem Feuerwerk sollte man auf jeden Fall die Illumination einmal gesehen haben. Der Garten wird durch zahlreiche Scheinwerfer sehr schön beleuchtet. Im Herbst erstrahlt der Georgengarten in tollen Farben. Der englische Garten zeigt sich dann von seiner besten Seite. Das alles soll nicht heißen, das die anderen Gärten in der Jahreszeit nicht sehenswert sind, im Gegenteil. Der Besuch der Gärten ist das ganze Jahr hindurch einen Tag wert. Und die Zeit sollte man sich nehmen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Shoppen kann man im ganzen Nordwesten von Hannover nicht. Man bekommt die Dinge des täglichen Lebens, die üblichen Dienstleistungen und dann ist aber auch schon Schluss. Zum Einkaufen muss man in die Innenstadt von Hannover fahren. Hier findet man alles, was das Herz begehrt. So ein bisschen Shopping-Feeling kommt am Engelbostler Damm auf. Hier reiht sich von der Eisenbahnbrück in Hainholz bis zu Klagesmarkt Geschäft an Geschäft. Doch man hat den Engelbostler Damm verkehrsberuhigt. Der Durchgangsverkehr ist nicht mehr vorhanden. Das haben die Geschäfte schmerzlich zu spüren bekommen. Aber es hat noch ein schönes Flair.

Küche[Bearbeiten]

Das Klein Kröpke in der Nordstadt

Im Nordwesten von Hannover haben sich zahlreiche Restaurants angesiedelt. Es wird internationale Küche geboten mit den typischen griechischen, italienischen, chinesischen usw. Restaurants. Es gibt dazu eine ganze Menge Imbiss-Stuben und auch Bringdienste. In der Nordstadt kann man das Hotel/Restaurant Georgenhof finden. Hier kann man mit gehobener Küche speisen. Auch bekannt ist das Hotel/Restaurant Entenfang, das im Sommer einen schönen Biergarten bietet und das ganze Jahr hindurchauch größere Gästegruppen betreuen kann.

Nachtleben[Bearbeiten]

Traditionell hat der Nordwesten eine ganze Reihe von Kneipen, die die hier wohnenden Leute bedienen. Es sind die guten, teilweise sehr alten Eckkneipen, in die man am Abend geht. Ein wirkliches Nachtleben gibt es allerdings nicht. Auch hier muss man in die Innenstadt von Hannover ausweichen, hier ist immer etwas los, Hannover macht nie zu.

Das Bad, wie es im Volksmund genannt wird, ausgeschrieben Musik und Theater am Bad, ist das wichtigste Veranstaltungszentrum im Nordwesten von Hannover. Seinen Namen hat es von der Location, dem ehemaligen Schwimmbad, das aber schon mindestens dreißig Jahre nicht mehr existiert.

Das Bad in Hannover

Man kommt auf zwei Wegen zum Bad. Von der Haltestelle Herrenhäuser Gärten. Hier fahren Shuttle-Busse zum Bad, wenn etwas los ist und von der Haltestelle Münterstraße. In beiden Fällen sind es die Linien 4 und 5 die zu den Haltestellen führen. Von der Münterstraße aus muss man ein Stück laufen. An Studentenwohnheim vorbei unter dem Westschnellweg hindurch und dann auf dem Fußweg sind es noch ein paar Meter. Mit dem Auto muss man schon an der Schauburgstraße, auch eine Straßenbahnhaltestelle, eben nicht in die Schauburgstraße einbiegen, sondern Richtung Großer Garten fahren. Hier fährt man an der Graft entlang, um dann bei der ersten Möglichkeit unter dem Westschnellweg hindurchzufahren. Dann fährt man links und kommt nach der Wasserkunst ans Bad.

Das Bad bietet alle möglichen Veranstaltungen. Open Air Konzerte, Indoor-Konzerte, Theater, Disko mit verschiedenen Musikrichtungen, auch ein Biergarten ist vorhanden. Insgesamt kann man sagen, dass das Bad eher eine Location für den Independent-Moment ist. Auch wenn hier durchaus angesagte Künstler auftreten.

In der Nordstadt ist die Kneipendichte viel höher. Das liegt daran, dass hier wegen der Universität viele Studenten wohnen. Die Wohnungen sind hier recht preiswert, viele Wohngemeinschafen haben sich hier angesiedelt. Um die Universität herum gibt es zahllose Kneipen, die alle auch einen gewissen Ruf haben. Das Klein Kröpke und noch viele andere Kneipen mehr sind aus den 80er Jahren bekannt. Auch eine bekannte Kneipe ist die Mottenburg (man muss weiter bis zur Christuskirche gehen). Die Mottenburg soll die älteste Kneipe in der Gegend weit und breit sein.

Wenn man wirklich Nachtleben spüren will, dann ist man auf den Engelbostler Damm gut aufgehoben. Zischen der Lutherkirche und dem Klagesmarkt befinden sich zahlreiche Läden, die die Nacht zum Tag machen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • Hotel am Herrenhäuser Garten, Herrenhäuser Kirchweg 17, 30167 Hannover. Tel.: (0)511 700720, Fax: (0)511 700727101, E-Mail: .

Lernen[Bearbeiten]

Das Welfenschloss

Die Leibniz Universität in der Nordstadt ist die bekannteste Universität in Hannover. Das Hauptgebäude ist das alte Welfenschloss, vor dem das Niedersachsenross steht. Die Gebäude rundherum gehören fast alle zur Universität, aber auch das so genannte Conti-Hochhaus am Königsworther Platz und Einrichtungen in der nordwestlich gelegenen Nachbarstadt Garbsen.

Arbeiten[Bearbeiten]

Durch die Universität ist der Druck auf einfache Arbeitsstellen recht hoch. Viele Studenten sind gezwungen sich den einen oder anderen Euro dazu zu verdienen. Es ist für Leute, die hier mal kurz eine Arbeit suchen also recht schwierig. In den Industrien gibt es soetwas nur sehr wenig. Eine Möglichkeit ist das Kellnern in den zahlreichen Bars und Bistros in der Nordstadt. Aber man hat hier eine große Konkurrenz und damit verbunden auch einen geringen Lohn.

Sicherheit[Bearbeiten]

Man spürt im Nordwesten Hannovers eine gewisse Polizeipräsenz. Man sieht auf den Straßen auch ab und zu einen Streifenwagen, der nur so Streife fährt. Das ist in Hannover nicht wirklich üblich. Die Streifentätigkeit lässt gegen Abend aber dann nach, wenn sich die Einsätze erhöhen. So richtig gut sind die Dienststellen aber auch nicht ausgeschildert. Man hat so ein bisschen den Eindruck, man wolle sich verstecken.

In vielen Teilen des Nordwestens gibt es viele Familien mit Migrationshintergrund. Dazu kommen die durch das Wohnangebot sozial schwachen Leute und Familien. Die üblichen Streitigkeiten zwischen den Kulturen spielen mit Sicherheit eine Rolle. Man sollte besonders abends aufpassen und Streitigkeiten aus dem Weg gehen.

Zuständig ist die Polizeiinspektion West, die am Engelbostler Damm liegt, etwa gegenüber Stelle, an der die Haltenhoffstraße auf den Engelbostler Damm mündet. Aber die Stadtteile haben eigene Polizeikommissariate, von denen aus die anderen Einsätze angefahren werden. Es gibt einige soziale Brennpunkte, wie in jeder Großstadt. Davon abgesehen ist das Leben hier sehr ruhig.

Gesundheit[Bearbeiten]

Beinahe weltweit bekannt ist das Nordstadtkrankenhaus. Es ist neben der medizinischen Hochschule sicherlich die bekannteste Klinik Hannovers. Sie kann auf eine lange Tradition zurückgreifen und gerade deswegen sind auch eine Vielzahl der Gebäude ziemlich alt. Bei der Modernisierung kämpft der Denkmalschutz gegen die Moderne. Viele Gebäude sind schon saniert, und es schreitet immer weiter voran. Ein wichtiger Schwerpunkt des Nordstadtkrankenhauses ist die Notfallaufnahme. Sie ist immer hochkarätig besetzt. Hier fahren auch die Krankenwagen zu allen Zeiten des Tages an. Man muss durch das Haupttor an der Haltenhofstraße. Von Süden kommt man an der Endstation der Straßenbahn vorbei, dann gleich rechts an der Ampel und durch den Torbogen in das Krankenhaus hinein. Von Norden kommend muss man den Mauern auf der linken Seite folgen. An deren Ende ist eine Ampel links und gleich noch einmal wieder links durch den angesprochenen Torbogen. Nach dem Torbogen hält man sich links und kommt zur Notfallaufnahme.

Gegenüber dem Nordstadtkrankenhaus liegt die Landesfrauenklinik. Man muss etwas weiter fahren und dann erscheint sie auf der rechten Seite. Auch hier hat man das Problem, dass die Gebäude recht alt sind und unter Denkmalschutz stehen. Es wird für die Patientinnen und die Besucher dadurch nicht einfacher. Sehr schwierig ist es, hier in der Gegend Parkplätze zu finden.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Das Klarkommen ist in Hannover sehr einfach. Man spricht hochdeutsch.

In allen Bereichen des Nordwestens von Hannover hat man Verbindung zu allen bekannten Mobiltelefonanbietern. Auch das Fernsehen über DVB-T ist nirgendwo ein Problem. Die kleinsten Antennen genügen um eine Verbindung zu erzeugen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Die Herrenhäuser Gärten muss man gesehen haben. Am besten in mehreren Schritten. Der Berggarten ist im Frühling eine Reise wert. Man wird von einem Blumenmeer begrüßt. Ein Rundgang in dem frisch ergrünten Garten mit hervorragender Luft, einem plätschernden Bach und ausführlichen Informationen bleibt im Gedächtnis. Nicht vergessen sollte man die Gewächshäuser. Nicht allein das tropische Haus ist durch die hohe Luftfeuchtigkeit ein Erlebnis. Das Regenwaldhaus gibt es leider nicht mehr. In dem Gebäude hat das Kette Sea-World ein Aquarium eingerichtet.

Man muss den Großen Garten gesehen haben. Der Ausflug am Tag ist schon großartig, doch nachts gibt es die Illumination. Alles ist beleuchtet. Ein sehr imposantes Erlebnis! Alle Fontänen sprudeln und die Lichter wechseln in unterschiedliche Farben. Auch hier gilt wieder: Man muss sich Zeit lassen, es gibt viel zu sehen.

Der Georgengarten hat sich immer mehr zu einem Freizeit-Garten der Hannoveraner entwickelt. Hier kann man sehr schön sehen, wie eine Stadt wie Hannover funktioniert. Im Norden vom Georgengarten befindet sich der ebenfalls im englischen Stil angelegte Welfengarten. Hier lassen sich es Studenten gut gehen, wenn sie einmal Pause haben.

Weblinks[Bearbeiten]

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