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Douro-Tal

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Flusstal des Douro
Flusstal des Douro

Das Douro-Tal liegt in der Região Norte im Norden Portugals. Beschrieben wird hier die touristische Region entlang des Flusstales ausgehend von der spanischen Landesgrenze bis zu den Toren von Porto (wenig später mündet der Douro in den Atlantik). In diesem Reiseführer wird die touristische Region entlang des Douro umgrenzt,

  • im Norden durch die Regionen Porto (westlich) und Trás-os-Montes (östlich),
  • im Osten durch die spanische Landesgrenze,
  • im Süden durch die Região Centro mit den Distrikten Guarda (östlich) und Aveiro (westlich) sowie
  • im Westen durch die Stadt Porto.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Douro-Tal lässt sich noch einmal in das westlich zu Porto hin gelegene untere Douro-Tal und das weiter östlich, zur spanischen Grenze hin gelegene obere Douro-Tal (Alto Douro) unterscheiden. Während das Tal im Westen noch stärker bewohnt und deutlich grüner ist, wird die Landschaft in Richtung Osten einsamer und immer karger. Unabhängig davon ist das Tal durchgehend intensiv mit Weinreben bepflanzt. Im Westen wachsen vor allem die Trauben für den Vinho Verde und im Osten die Reben für den Portwein. Etwa in der Mitte und damit in der Übergangszone der beiden Regionen liegt Péso da Regua, die einzig größere Stadt im Tal.

Touristisch kann man im Übrigen noch zwischen der nördlichen und der südlichen Talseite des in Ost-West-Richtung verlaufenden Flusses unterscheiden, die nur durch wenige Brücken verbunden sind. Attraktiver ist wegen der Südlage freilich die Nordseite.

Der 897 Kilometer lange Duero/Douro ist übrigens der drittlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Trotz der Bezeichnung "alto" (hoch) handelt es sich im Douro-Tal um den niederen Flussabschnitt. In Peso da Régua fließt der Fluss auf einer Höhe von 49 m ü. N.N.

Das ganze Douro-Tal ist UNESCO-Weltkulturerbe. Man braucht also nicht danach zu suchen.

Orte[Bearbeiten]

Keine der größeren Ortschaften/Städte im Douro-Tal ist für sich genommen besonders besuchenswert. Sie sind aber nützlich als Ausgangsbasis zur Erkundung des Umlands, dienen als Verkehrsknotenpunkte und bieten alles Notwendige für die Reise. Zu nennen wären (von West nach Ost):

  • Peso da Régua - Größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum des Tals.
  • Lamego - Bekannt für den dort hergestellten Sekt, den Raposeira.
  • Pinhão - Ausgangspunkt zur Erkundung des oberen Douro-Tals (Alto Douro).
  • Vila Nova de Foz Côa - Nahe der Stadt wurden im Tal des Rio Côa alte Felsmalereien gefunden.

Im Übrigen ist das steile und zerklüftete Douro-Tal mit einer Vielzahl von Klein- und Kleinstdörfern besiedelt, die sich schön in die Landschaft einfügen und meist ein Kirchlein und gelegentlich auch eine Bäckerei oder seltener einen kleinen Laden bieten.

Routen[Bearbeiten]

Besonders entdeckenswert sind die in Jahrhunderten zum Weinanbau erschaffenen Kulturlandschaften des Tals. Hier gilt der Weg als das Ziel, denn nicht die Städte oder Dörfer, sondern allein die Landschaft ist hier Gegenstand des touristischen Interesses. Bis weit hinauf in die entlegendsten und steilsten Winkel des Tals haben Generationen das Land terrassiert, um jeden Zentimeter der fruchtbaren und auch der kargen Landschaft mit Weinreben zu bepflanzen. Eine Wohltat für die Seele ist es, auf den stillen und einsamen Sträßchen durch die Weinberge zu fahren und hinter jeder der unzähligen Kurven aufs Neue einen atemberaubenden Ausblick ins Flusstal hinab zu entdecken. Auf dem Weg laden zahlreiche Weingüter (Quintas) zu einer Rast bei einem Glas Wein (oder gar einer Weinverkostung) und einem guten Essen ein.

Zweifelsohne ist es sehr lohnenswert, das Tal sowohl mit dem Schiff als auch mit dem Zug erkunden, jedoch bietet allein das Auto die Möglichkeit, auf abgelegenen Straßen in die Höhe zu gelangen und die besonderen Ausblicke aus den Weinbergen zu genießen und die hoch oben gelegenen Quintas zu besuchen. Wer sich im Urlaub mal ein Cabrio gönnen möchte, hier ist die Investition gut angelegt.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Schiff am spanischen Anleger nahe Barca d'Alva

Auf dem Douro werden Flusskreuzfahrten angeboten. Vom obersten Anleger bei Barca d'Alva an der Spanisch-Portugiesischen Grenze sind es 209 km bis zur Mündung in den Atlantik. Die einwöchigen Kreuzfahrten kosten je nach Reisezeit 1000 bis 1500 € inklusive Flug ab Deutschland. Info Artikel Spiegel-Online von 2010. Der Douro ist übrigens die einzige Möglichkeit für eine Flusskreuzfahrt auf der Iberischen Halbinsel. Alle weiteren größeren Flüsse sind nicht schiffbar. Hier ist der Unterlauf der Douro die einzige Ausnahme.

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Der Douro ist begrenzt schiffbar und lädt zu einer Flussfahrt ein. Fünf Schleusen müssen auf der 211 Kilometer langen Strecke passiert werden

Küche[Bearbeiten]

Das Weinanbaugebiet Alto Douro ist das älteste geschützte der Welt und auch UNESCO-Welterbe. Der Wein stellt die Basis für den Portwein dar. Der Vorgang, der Wein zu Portwein macht, heißt „Fortifizierung“, womit das Aufspriten des gärenden Mostes mit hochprozentigem Ethylalkohol gemeint ist. Der eigentliche Gärungsprozess wird gestoppt, so dass eine erhebliche Restsüße erhalten bleibt. Der Portwein hat historisch im Wesentlichen die Wünsche britischer Importeure bedient, die zu Zeiten des Empires über erhebliche finanzielle Mittel verfügten. Portugiesen mussten mit dem richtigen, unverfälschten Wein vorlieb nehmen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christopher Pfaff: Das Douro-Tal: Unterwegs zum Welterbe und den schönsten Weingütern Taschenbuch – 24. Februar 2016. Books on Demand, ISBN 3739215143.

Weblinks[Bearbeiten]

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