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Unesco-Welterbestätten in Europa
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Dessau-Wörlitzer Gartenreich

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Chinesische Brückchen im Park Oranienbaum

Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich liegt in Sachsen-Anhalt südlich der Elbe. Es grenzt an das Mitteldeutsche Chemiedreieck im Süden, an das Untere Saaletal im Westen, an den Vorfläming im Norden jenseits der Elbe und die Dübener Heide im Osten und ist Bestandteil der Elbniederung. Das Gebiet entspricht historisch in etwa dem Fürstentum Anhalt-Dessau.

Orte[Bearbeiten]

Größte Stadt ist der Stadtteil Dessau der administrativ gebildeten Doppelstadt Dessau-Roßlau. Dessau hat mit den Anlagen des Luisiums, des Georgiums und Kühnau sowie dem Schlosspark Mosigkau seinen Anteil am Weltkulturerbe Gartenreich; darüber hinaus hat Dessau als weiteres Weltkulturerbe das Bauhaus zu bieten.

Auch die Kleinstädte

haben mit den jeweiligen Schlössern und Parks Teile des Gartenreichs.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Vockerode
  • Kapen
  • Sieglitzer Berg

Hintergrund[Bearbeiten]

Einst unabhängiges Territorium im Heiligen Römischen Reich, hat das Fürstentum Anhalt-Dessau im 18. Jahrhundert eine bis heute nachwirkende Überprägung erhalten. Der Fürst der Aufklärung Leopold III. Friedrich Franz (1740-1817) hat das Land durch Anlage von Chausseen, Sichtverbindungen, Parks und Bauwerken an markanten Orten umgestalten lassen. Insbesondere der Wörlitzer Park ist heute eine Attraktion ersten Ranges, aber er steht nur als (besonders gut erhaltener) Teil für das Gesamtprojekt.

Das von der UNESCO unter gleichfalls dem Namen Dessau-Wörlitzer Gartenreich zum Weltkulturerbe erklärte Gebiet ist ein etwa 150 km2 grosser Streifen entlang des linken (südlichen) Ufers der Elbe vom Westen Dessaus bis nach Wörlitz. Hier ist das Gebiet etwas weiter gefasst.

Weite Teile des Gebiets entlang der Elbe sowie der unteren Mulde, die bei Dessau in die Elbe fließt, sind als Biosphärenreservat Mittlere Elbe geschützt.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

mit dem Auto[Bearbeiten]

Die A 9 quert die Region in Nord-Süd-Richtung. Abfahrten gibt es in Dessau-Süd zur B 184, in Dessau-Ost zur B 185 und in Vockerode.

mit der Bahn[Bearbeiten]

Nächstgelegene Fernverkehrshalte sind Lutherstadt Wittenberg oder Bitterfeld mit ICE- und IC-Zügen von Berlin, Leipzig, Halle und darüberhinaus München, Erfurt, Frankfurt/M. und Hamburg.

Dessau ist regionaler Nahverkehrsknoten mit Regionalzügen von und nach Berlin, Magdeburg, Köthen/Aschersleben, Leipzig und Halle.

Mobilität[Bearbeiten]

Administrativ berühren drei Landkreise die Region: Der Landkreis Wittenberg, gebildet aus den früheren Landkreisen Wittenberg, Jessen und Gräfenhainichen, der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (vormals Landkreise Bitterfeld, Köthen und Teilen von Anhalt-Zerbst, dessen Wurzeln in den Landkreisen Zerbst und Rosslau liegen) und die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau. Dies führt zu einem Durcheinander bestehender Nahverkehrskonzessionen verschiedener Betreiber und hat bislang übergreifende Nahverkehrskonzepte verhindert. Es gibt keinen Verkehrsverbund. Zwar sind es teilweise dieselben Betreiber, die den regionalen Busverkehr abdecken, aber das bedeutet nicht, dass automatisch Fahrscheine untereinander anerkannt werden. Mal ist das möglich, aber auch mal nicht. Und ob eine tarifliche Abmachung sich immer bis zu jedem Fahrer herumgesprochen hat, ist nicht vorherzusehen.

Der Verkehr zwischen den Orten wird im Wesentlichen durch Busse abgedeckt, die sternförmig vom Busbahnhof in Dessau am Bahnhofsvorplatz ausgehen. Für Besucher ist wichtig zu wissen, dass einige Busverbindungen in den Tagesrandlagen sowie am Wochenende als sog. "Rufbusse", also nur auf Voranmeldung fahren. In der Hoffnung, dass die Zentralen besetzt sind, lauten die Rufnummern für Dessau 0800 - 8992500, für den Kreis Anhalt-Bitterfeld 08000 - 366920, für Landkreis Wittenberg 08000 - 366910 (Wem nachweisbar sonntags ab 17.00 Uhr eine tariflich korrekte Fahrt mit einer Familienkleingruppe von Aken über Osternienburg, Dessau nach Oranienbaum gelingt, so wird dies als bestandene Aufnahmeprüfung für den Studiengang Verkehrswissenschaften gewertet).

Von Ende März bis Anfang Oktober verkehrt die Dessau-Wörlitzer-Eisenbahn vom Dessauer Hauptbahnhof über Waldersee, Mildensee, Kapen, Oranienbaum bis Wörlitz. Züge verkehren täglich im Zwei-Stunden-Takt (Fahrplan).

Mit dem Fahrrad hat man dieses Problem nicht. Es fährt auch immer, im Gegensatz zu den Bussen. Die Mitnahme eines Fahrrad ist in Regionalzügen in Sachsen-Anhalt kostenlos.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gotisches Haus im Wörlitzer Park mit Renaissance-Einfluss

Wesentliche Sehenswürdigkeiten sind die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Anlagen des Dessau-Wörlitzer Gartenreich in Wörlitz (Wörlitzer Anlagen), Oranienbaum, und Dessau (Georgium, Luisium, Kühnau und Mosigkau) sowie den dazwischen liegenden Anlagen wie dem Sieglitzer Berg.

Ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe sind das Bauhaus und die Bauhaus-Meisterhäuser in Dessau.

Für das Biosphärenreservat gibt es ein Besucherzentrum in Kapen, zwischen Dessau und Oranienbaum gelegen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die weiten Auenlandschaften mit den weißen Stränden der Elbe, oft ebenso gestaltete Landschaft wie die Parks des Gartenreichs -kaum eine Baumgruppe steht zufällig an ihrem Standort- lassen sich am Besten mit dem Fahrrad erkunden. Der 70 km lange Fürst-Franz-Weg erschließt dem Radler die Auenlandschaft.

Auch eine Paddeltour auf der Elbe bietet überraschende Blicke und ein entspanntes Naturerlebnis.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Dessau hat mit dem Anhaltischen Theater eine Bühne von überregionaler Bedeutung. In vier Sparten -Oper, Konzert, Sprechbühne und Ballett wird Theater gegeben.

Auch sonst konzentriert sich das Nachtleben mit Kino, Kneipen, Tanz auf Dessau. In den umliegenden Orten ist nicht viel diesbezüglich zu erwarten.

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Es beginnt deutlicher kontinentaler Einfluss, d.h. man hat häufiger als weiter westlich stabile Hochdruckwetterlagen, die im Winter größere Kälte, im Sommer größere Hitze bringen können. Der Regenschatten des Harz macht sich noch bemerkbar, die Niederschläge liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Kleinklimatisch können sowohl Elbe als auch Mulde spürbare Wettergrenzen sein. Nicht ungewöhnlich, dass sich ein Regengebiet oder auch Gewitter auf einer Seite festsetzt, aber nicht über den Fluss kommt - auf der anderen Seite ist strahlender Sonnenschein. Wer also dunkle Wolken am Horizont sieht, sollte nicht gleich in Panik verfallen, sondern erstmal überlegen, wo die Flüsse sind: Es besteht eine faire Chance, dass man davonkommt, wenn einer dazwischen liegt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kaevan Gazdar: Herrscher im Paradies. Fürst Franz und das Gartenreich Dessau-Wörlitz. Aufbau-Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-351-02633-2.
  • Roland Krawulsky: Dessau-Wörlitz. Führer durch das Gartenreich, Dessau 2010, ISBN=978-3-934388-04-8
  • August Rode: Beschreibung des Fürstlichen Anhalt-Dessauischen Landhauses und Englischen Gartens zu Wörlitz. Hrsg. von Christian Eger, illustriert von Claudia Berg, Halle 2008, ISBN 978-3-89812-576-5.
  • Thomas Weiss: Das Gartenreich Dessau-Wörlitz – Kulturlandschaft an Elbe und Mulde, Hamburg 2004 (4.Aufl.), ISBN 3-928119-89-3
  • Erhard Hirsch: Dessau und das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, Verlag Stekovics, 2. Auflage, ISBN 3899231937, nur € 3,50

Weblinks[Bearbeiten]

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