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Buenos Aires/Puerto Madero

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Puerto Madero
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Puerto Madero ist ein ehemaliger Hafen von Buenos Aires, der in der ersten Hälfte der 1990er Jahre restauriert wurde und heute ein Zentrum der gehobenen Gastronomie darstellt. Von den Hafenanlagen ist nur noch der Fährhafen nach Uruguay in Betrieb.

Puerto Madero befindet sich nordöstlich des Altstadtviertels San Telmo und östlich des Zentrums der Stadt. Parallel zur historischen Speicherstadt befindet sich an der Avenida Eduardo Madero das Showviertel für Stararchitekten, die dort einen Wolkenkratzer nach dem anderen hochziehen.

Der Hafen besteht aus vier Becken, die Diques („Stauseen“) genannt werden und in einer Reihe angelegt wurden, parallel dazu steht die Speicherstadt. Zwischen 1887 und 1897 erbaut, war der Hafen schon um 1910 zu klein für die in der Größe rasant wachsenden Frachtschiffe. Dies führte zum Bau des Puerto Nuevo östlich davon, der bis heute genutzt wird. Zwischen 1920 und 1990 war Puerto Madero eine der heruntergekommensten Bereiche der Stadt Buenos Aires. 1991 wurde ein Ideenwettbewerb veranstaltet. um den Hafen wieder aufzuwerten, der in den Folgejahren zu seiner Restauration führte. Ab etwa 1995 zog die Gastronomie in die Speicherstadt ein, das heute zu den „hipsten“ und teuersten Gegenden der Stadt überhaupt zählt.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Puerto Madero

Einen direkten U-Bahn-Anschluss gibt es bisher nicht, die Station Leandro N. Alem der U-Bahn-Linie B liegt jedoch nur 300 m von der Speicherstadt entfernt. Ansonsten muss man entweder den Bus nehmen (die Linien 61 und 62 verbinden Puerto Madero mit den wichtigsten Bahnhöfen Retiro und Constitución) oder die Straßenbahn, die im Jahr 2007 eingeweiht wurde und parallel zur Speicherstadt verläuft (stillgelegt). Die Bahn begann an der Avenida Córdoba Ecke Avenida Moreau de Justo, an der sie entlang verlief, für die nächsten Jahre war der Anschluss an den Bahnhof Retiro geplant - eines der vielen Projekte, die sich durch die Finanzkrise 2009 in Argentinien verzögerten.

Weiterhin gibt es einen Zug, der Puerto Madero über einen alten Tunnel mit einigen Außenbezirken im Gran Buenos Aires verbindet (Castelar, Haedo und Ramos Mejía), aber für die meisten Reisenden nicht von Bedeutung sein dürfte, da sich diese außerhalb der touristischen Zentren befinden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Puente de la mujer
  • Speicherstadt, bestehend aus vier langen Lagerkomplexen aus der Zeit zwischen 1887 und 1897. Heute von der Gastronomie besetzt.
  • 1 Puenta de la Mujer, (Frauenbrücke) eine schwenkbare Fußgängerbrücke des spanischen Architekten Calatrava mit dem für ihn charakteristischen Design über eines der Hafenbecken.
  • Die Wolkenkratzer im Viertel gehören zu den höchsten der Stadt, sie reichen jedoch bisher nicht an die etwa in den USA oder Frankfurt am Main erreichten Höhen heran - der höchste Bau, die 2 Torre Renoir, misst 171 m und ist damit das zweithöchste Hochhaus von Buenos Aires nach der Torre Le Parc im Barrio Norte. Die meisten sind im Internationalen Stil gebaut und von verglasten Vorhangfassaden geprägt. Architektonisch herausragend sind die 3 Torre Bank Boston (137 m) mit einer unregelmäßigen Form und die näher am Wasser stehende 4 Torre Repsol-YPF (160 m), beide vom argentinischen Stararchitekten César Pelli entworfen, von dem auch die Petronas Towers in Malaysia stammen. Der dritthöchste Wolkenkratzer 5 Torre Chateau (156 m) wurde in einem historistischen Stil mit Anleihen aus dem Neobarock und Art Decó hochgezogen.

Denkmäler[Bearbeiten]

Anekdote Proletarier im Paradies der Schickeria
Auch wenn das gastronomische und sonstige Angebot von Puerto Madero sich offensichtlich an Besserverdienenden orientiert, so hatten auch die Armen ihren Anteil am Boom. So weihte 2006 der linke Politiker Raúl Castells in der Gegend eine Kantine für sozial Benachteiligte ein. Proteste der Oberklasse führten jedoch schon 2007 zu ihrer Schließung. Weiter Bestand hat dagegen das Elendsviertel Villa Rodrigo Bueno, das direkt östlich an die Reserva Ecológica anschließt. Es sollte mehrmals umgesiedelt oder urbanisiert werden - steht aber immer noch, direkt neben Bürotürmen der Luxusklasse (Stand 2014).
  • 6 Denkmal an Juan Manuel Fangio. bestehend aus metallenen Rennautos aus den Zeiten der 1950er Jahre, die an den weltberühmten Formel-1-Piloten erinnern.

Museen[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Eine Kuriosität in Puerto Madero stellt die Tatsache dar, dass alle Straßen, die infolge der Renovierung neu angelegt wurden, nach bekannten argentinischen und lateinamerikanischen Frauen benannt wurden, so wird der bisherige deutliche Männerüberschuss bei den Straßennamen von Buenos Aires zumindest etwas gemildert. Mit der Avenida Eduardo Madero, die dem Stadtteil seinen Namen gab, ist aber ausgerechnet eine Straße mit einem Männernamen die herausragende Hauptstraße des Viertels, an ihr stehen fast alle bedeutenden Wolkenkratzer.

Parks[Bearbeiten]

  • 8 Reserva Ecológica. Etwa 350 Hektar großes, aufgeschüttetes Terrain im Río de la Plata. Hier sollte eigentlich ein Immobilien-Großprojekt entstehen, das jedoch zugunsten eines Reservats aufgegeben wurde. Heute fungiert es als grüne Lunge des Zentrums von Buenos Aires. Der Natur wurde weitgehend freien Lauf gelassen, was die Vegetation anbetrifft - und so findet man hier heute ein Stückchen echte Pampa mitten in der Großstadt. In der Nacht ist der Zutritt verboten, der Eingang befindet sich an der Addresse Tristán Achával Rodríguez 1550 (Eintritt ist frei, Öffnungszeiten 8-19 Uhr).
Die Reserva ecologica ist montags geschlosssen.
  • Mehrere kleine Parks liegen vor dem Reservat vorgelagert, von West nach Ost der 9 Parque Mujeres Argentinas, ein moderner, erst 2007 eingeweihter Park mit Amphitheater (Dique 3), der 10 Parque Micaela Bastidas mit schön angelegten Blumenbeeten und der Parque Eva Perón.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 11 Fragata Sarmiento. eine alte Fregatte, die besichtigt werden kann. Das 1897 in England gebaute Schiff wurde zu Schulungszwecken von der argentinischen Marine bis 1961 genutzt und danach in ein Museum verwandelt. Dique 3.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Von der Reserva Ecológica aus hat man den besten Blick auf die Skyline des Küstenboulevards. Ein Spaziergang dort lohnt sehr.

Einkaufen[Bearbeiten]

Ein Einkaufszentrum ist Puerto Madero nicht. Es gibt nur vereinzelte Geschäfte. Das Zentrum ist jedoch nicht weit entfernt.

Küche[Bearbeiten]

Puerto Madero ballt seit den späten 1990er Jahren die gehobene Gastronomie von Buenos Aires. Die Restaurants bieten meist internationale Küche und haben für argentinische Verhältnisse relativ hohe Preise, wohl wegen der großen Konkurrenz halten sich diese jedoch in Grenzen. Fast alle Restaurants befinden sich in der renovierten Speicherstadt und bieten eine schöne Aussicht auf die Hafenbecken. Auch einige Bars und Fast-Food-Lokale findet man.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 1 Las Cañas, Montevideo 350. Open-Air-Restaurant im Innenhof des Kulturzentrums La Plaza(Av.Corrientes).

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 1 Casino Buenos Aires. Es ist in einem alten Raddampfer untergebracht.
  • 2 Opera Bay, Cecilia Grierson 225, Dique 4. eine der bekanntesten Diskotheken der Stadt. Sie ist an das Opernhaus von Sydney angelehnt und preislich in der Oberklasse. Mit Restaurant und Tangoshow, nicht allzu junges Publikum (viele 35+).

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

In Puerto Madero befinden sich drei Fünfsterne-Hotels:

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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