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Brest (Weißrussland)

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Brest Montage (2017).jpg
Brest
Provinz unbekannt
unbekannte Verwaltungseinheit: Q209325 (edit)
Einwohner
335.645 (2015)
Höhe
280 m
Tourist-Info Web www.brest.by
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Lage
Lagekarte von Weißrussland
Reddot.svg
Brest

Brest (Брэст (weißruss.) · Брест (russ.) · Brestas (lit.) · Brześć nad Bugiem (poln.)), früher Brest-Litowsk, ist eine Stadt im südwestlichen Weißrussland.

Hintergrund[Bearbeiten]

Brest galt zu Sowjetzeiten als das Tor der Sowjetunion. Aufgrund der Verschiebung der Passagierströme von der Schiene in die Luft hat die Stadt einen Teil dieser Bedeutung eingebüßt. Die Garnisonsstadt war von 1920 bis 1939 polnisch, bevor sie zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zur Sowjetunion kam. Wegen eines kleineren Zwischenfalls an der Ostfront im Juni 1941, der später von sowjetischen Propagandisten zur "heldenhaften Verteidigung der Brester Festung" stilisiert wurde, steht die Stadt ganz im Zeichen des Krieges. Auch außerhalb der "Heldenfestung" finden sich unzählige Denkmäler, Gedenktafeln etc., viele Straßen sind nach Kriegshelden oder Militäreinheiten benannt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Brester Flughafen wird nicht viel genutzt. Aber wenn man jemanden mit einer kleinen Privatmaschine kennt, kann man tatsächlich mit dem Flugzeug nach Brest kommen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Brest liegt an der Hauptstrecke Warschau-Moskau und verfügt über den Bahnhof Brest Central. Die Direktzüge, die früher Brest mit Berlin verbunden haben, sind - wie so viele andere Fernverbindungen in Europa - eingestellt worden. Ein bis zwei mal pro Woche kann man die Reise dennoch ohne lästige Umstiege in Warschau (und evtl. Terespol) unternehmen: der ziemlich teure Paris-Moskau-Express hält auch in Brest, er braucht für die Strecke in ca. dreizehn Stunden. Die Umspuranlage, in der Fahrgestelle von der mitteleuropäischen Normalspur auf Breitspur umgebaut werden, wird vor dem Aussteigen in Brest nicht durchlaufen, bei der Fahrt nach Berlin steigt man ein, wenn der Zug bereits umgespurt ist. Die Fahrt Berlin-Brest kostet inklusive Bettkarte ca. 130 Euro.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Mehrere Busunternehmen bieten Fahrten aus diversen deutschen Städten nach Brest an.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Brest liegt an der E30 bzw. der weißrussischen Magistrale M1 Moskau-Minsk-Polen. Brest ist einer der wichtigsten Grenzübergänge von Weißrussland nach Polen. Der Grenzübergang Brest / Terespol ist stark frequentiert und die Wartezeiten sind lang.

Mobilität[Bearbeiten]

In Brest fahren diverse Bus-, Trolleybus und Maršrutka-Linien. Die Fahrkarten kauft man an Kiosken auf der Straße, sie sind im Transportmittel zu entwerten. Lediglich in den Maršrutki zahlt man beim Fahrer. Taxis können auf der Straße angehalten oder telefonisch bestellt werden. Sie sind immer ein zuverlässiges und für westliche Maßstäbe äußerst preisgünstiges Transportmittel. Bei Schwarztaxen empfiehlt es sich, den Fahrpreis vor Fahrtantritt mit dem Fahrer auszuhandeln, üblicherweise sind jedoch Taxameter installiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Da Brest für den Bau der Brester Festung fast vollständig abgerissen wurde und zu Beginn des Ersten Weltkrieges von den sich zurückziehenden russischen Truppen angezündet wurde, sind nur wenige sehr alte Gebäude erhalten geblieben.

Brester Heldenfestung[Bearbeiten]

Mitte der 1960er Jahre erhielt die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Brester Festung den Titel "Heldenfestung" verliehen. Heute befindet sich auf dem etwa vier Quadratkilometer großen Gelände eine Gedenkstätte, die an die Verteidigung gegen die angreifenden Einheiten der Wehrmacht erinnert. Auf dem Gelände befinden sich mehrere Denkmäler, konservierte Ruinen, unter anderem die des "Weißen Palastes", in dem der "Frieden von Brest-Litowsk" unterzeichnet wurde. Darüber hinaus informiert eine Vielzahl von Gedenktafeln über angebliche Ereignisse während der Kämpfe um die Festung. Da ihre Autoren nutzten jedoch hauptsächlich auf Alternative Fakten zurückgriffen, sind sie nicht sonderlich informativ. Außerdem befinden sich mehrere Museen auf dem Gelände (s.u.).

Vor dem zentralen Denkmal "Mužestvo" ("Mut" oder "Kühnheit"), einem 34 Meter hohen Klotz aus Stahlbeton, brennt eine ewige Flamme, an der Vormittags eine von Schülern gestellte Ehrenwache steht. Das Denkmal war 2014 von CNN zum "häßlichsten Denkmal der Welt" gekürt worden. Obwohl niemand bekannt ist, der den Betonkopf je als "schön" bezeichnet hätte, sah sich der Sender aufgrund eines Shitstorms gezwungen, das Dictum von seiner Website zu löschen und sich zu entschuldigen.[1]

Die Festung liegt am westlichen Stadtrand und ist mit den "Maršrutki" 8 und 10 sowie dem Trolleybus zu erreichen, die Fahrer der Maršrutki fahren ohne Aufpreis bis auf das Festungsgelände, wenn man rechtzeitig darum bittet.

Synagoge[Bearbeiten]

Die Brester Hauptsynagoge befand sich auf der heutigen ul. Sovetskaja. In der Sowjetunion wurde sie zum Kino "Belarus'" umgebaut und auch nach dem Zerfall der UdSSR nicht an die jüdische Gemeinde zurückgegeben. Aufmerksame Beobachter erkennen die alten Bauteile des Gebäudes mit dem charakteristischen achteckigen Grundriss: Die massiven Grundmauern sind im Innern des Gebäudes (Keller - Toiletten) zu sehen, von außen ist der obere Teil der Mauern gut zu sehen. Es gibt keine Hinweistafeln, die an die Geschichte des Gebäudes erinnern würden.

Museen[Bearbeiten]

In Brest gibt es eine Reihe von Museen. Erstaunlicherweise ignorieren sie alle die reiche jüdische Geschichte der Stadt, die mit der Liquidierung des Ghettos im Oktober 1942 ein brutales Ende fand. Wer etwas über das Schicksal der Juden Brests erfahren möchte findet also nichts in den staatlichen Museen und muss daher mit einer kleinen Ausstellung vorlieb nehmen (s.u.).

  • Museum der Verteidigung der Brester Festung. Das Museum ist zentraler Bestandteil der monumentalen Gedenkstätte Brester Heldenfestung. Es ist den Kämpfen um die Festung in den ersten Tagen nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 gewidmet, informiert aber auch über den Bau der Festung, die "polnische Periode" und die spätere Errichtung der Gedenkstätte. Das Museum ist ganz auf den Heldenkult ausgerichtet. Während der wenige Tagen andauernden Kämpfe (im Museum ist von einem Monat die Rede) gerieten tausende Rotarmisten in deutsche Gefangenschaft. Ihre absolute Mehrheit überlebte die deutschen Lager nicht - ihr Schicksal wird im Museum fast vollständig verschwiegen. Die Korridore des Erdgeschosses werden für Sonderausstellungen genutzt, in einem Raum im Erdgeschoss befindet sich eine Waffenausstellung. Geöffnet: Täglich 9.00 – 18.00 Uhr, Führungen finden täglich außer Montag statt. Preis: Eintritt: etwa 1 €.
  • Heimatkundemuseum der Brester Oblast, ul. Karla Marksa (Karl-Marx-Straße). Das Heimatkundemuseum verfügt seit 2011 wieder über eine Dauerausstellung über die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Weitere Säle werden in den nächsten Jahren neu gestaltet. Das Heimatkundemuseum ist der Oblast'-Verwaltung unterstellt. Zu ihm gehören zwei Außenstellen, die sich beide auf dem weitläufigen Gelände der Brester Festung befinden: Das archäologische Museum „Bjaresce“ (weißruss. Бярэсце) und das Kunstmuseum.
  • Ausstellung zur Geschichte der Juden und der Shoah, im Keller des Gebäudes ul. Gogolja 32 (Zugang durch den Hof). Tel.: +37 5296513859. Die Ausstellung ist nicht sehr professionell gemacht, aber angesichts der Ignoranz der staatlichen Museen die einzige Möglichkeit, sich vor Ort über das Leben der Brester Juden bis zur Vernichtung zu informieren.
  • Archäologisches Museum Bjaresce. Das 1982 eröffnete Archäologische Museum bietet Einblicke in die Anfänge der Stadt. Das Museumsgebäude wurde über einer mehr als 100 m² großen Ausgrabungsstätte errichtet und beherbergt so in seinem Zentrum die freigelegten hölzernen Fundamente von etwa 30 Gebäuden aus dem 13. Jahrhundert. Auf den Galerien um das Zentrum des Museums herum ist die Dauerausstellung untergebracht, in der sich weitere Grabungsfunde, erklärende Schemata und dergleichen mehr befinden.
  • Kunstmuseum. Das jüngste Museum in der Stadt. Es wurde am 17. Mai 2002 eröffnet. Seine Dauerausstellung zeigt in siebzehn Sälen die Kunstobjekte von professionellen und nichtprofessionellen Künstlern aus der Region. Darunter finden sich Gemälde aller Art, Skulpturen, Batikarbeiten, aber auch Produkte des Weberei und der Handwerkskunst. Von besonderem Interesse für Besucher aus der Stadt und von auswärts ist ein großes Modell der Stadt Brest, wie sie im 17. bis 19. Jahrhundert ausgesehen haben könnte. Die Künstlerin Anastasija Fetisowa und die an der Erstellung des Modells beteiligten Studierenden des Politechnischen Colleges haben sich bei der Arbeit an historischen Vorlagen orientiert, die aber spärlich sind, weshalb mit Phantasie ergänzt wurde. Zwei weitere Säle stehen für Sonderausstellungen zur Verfügung, die laut Auskunft aus dem Museum etwa alle ein bis zwei Monate wechseln.
  • Stadtgeschichtliches Museum, uliza Lewanewskogo 3. Die Dauerausstellung des kleinen, der Stadtverwaltung unterstellten Museums der Geschichte der Stadt Brest zeigt auf knapp 200 m² Ausstellungsfläche die Geschicke der Stadt von den frühesten Zeiten bis zum Ende des ersten Weltkrieges. Es wurde 1998 eröffnet. Geöffnet: Außer Mo + Di täglich 10.00 – 18.00 Uhr.
  • Museum der geretteten Kunstschätze. Die Exponate des Museums der geretteten Kunstschätze (weißruss. Музей «Выратаваныя мастацкія каштоўнасці») an der Ecke Mascherowprospekt/Leninstraße haben nur eines gemeinsam: Sie sind Kunstgegenstände, die der weißrussische Zoll beschlagnahmte, als man versuchte, sie gesetzeswidrig außer Landes zu schaffen. Daher findet sich hier ein buntes Gemenge der verschiedensten Objekte – Ikonen des 16. Jahrhunderts, Möbel des 19. Jahrhunderts, Gemälde russischer und westeuropäischer Künstler, Silberschmiedearbeiten.
  • Museum der Eisenbahntechnik. Naturgemäß über besonders große Exponate verfügt das am 5. Mai 2002 eröffnete Museum der Eisenbahntechnik am westlichen Ende des Mašerovprospekts. Hier sind unter freiem Himmel Lokomotiven und Waggons aus verschiedenen Epochen der Eisenbahngeschichte ausgestellt. Das Museum ist täglich außer Montags geöffnet.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Brest war bis zur Shoah eine stark jüdisch geprägte Stadt. Mit dem Audiotheaterstück Brest Stories Guide kann man den Stadtraum erkunden und sich mit der Geschichte des Antisemitismus und der Shoah in Brest vertraut machen. Eine kostenlos verfügbare App für Smartphones und Tabletts enthält eine Karte mit eingetragenen Routen und Audiodateien. Beim Brest Stories Guide handelt es sich nicht um einen Audioguide, sondern um einen völlig neuen und innovativen Zugang zur Geschichte, ein Theaterstück im öffentlichen Raum, bei dem die Stadt selbst Kulisse ist.
  • "Prastora Kryly Chalopa" (auch KCh - sprich ke-che; Пространство КХ, ul. Chalturina 2/1 (Kellereingang). Tel.: +37 5298231916, +37 5295251652. Sowohl ein unabhängiges Theater, als auch ein Galerie- und Veranstaltungsraum. Hier werden auch Theaterworkshops, Vorträge, Seminare, Yoga- und Sprachkurse sowie andere Veranstaltungen durchgeführt, vor der Tür gibt es eine Bookcrossing Zone. "KCh" ist ein Ort, der in Belarus’ seines Gleichen sucht und eine wirkliche Bereicherung der Brester Kulturlandschaft. Die meisten Aktiven im "KCh" sprechen auch Englisch. Der Ort ist nicht ganz einfach zu finden, da sich der Eingang in einer kleinen Straße befindet, die etwas östlich der in Stadtplänen als ulica Chalturina eingezeichneten Straße liegt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Verkehrssprache in Brest ist Russisch. Viele Menschen sprechen aber auch Polnisch und jüngere Leute auch Englisch, seltener Deutsch.

Ausflüge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Artikelentwurf Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
  1. CNN löscht Liste hässlicher Denkmäler, Der Tagesspiegel vom 10. Februar 2014.