Reiseroute
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Auf dem Pamir Highway von Chorugh nach Osch

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Diese Route führt auf dem Pamir Highway (M41) von Chorugh im Autonomen Oblast Gorno-Badkhastan (GBAO), Tadschikistan, nach Osch, der zweitgrößten Stadt Kirgisistans. Sie führt je nach Variante 800 bis 1000 Kilometer durch die einsame Bergwelt des Pamir, entlang der afghanischen, chinesischen und über die tadschikisch-kirgisischen Grenze. Diese Route lässt sich in beide Richtungen bereisen. Von Süd nach Nord (Tadschikistan nach Kirgisistan) ist der Höhenanstieg jedoch weniger abrupt. Auch diese Routenbeschreibung orientiert sich primär an der Chorugh-Osch-Richtung.

Der Reiz der Route sind die Landschaft und Einblicke in die Lebensrealität der Menschen vor Ort. Man verbringt viel Zeit unterwegs. Die Städte oder Dörfer auf dem Weg verfügen über keine für sich allein über keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten.

An- und Abreise[Bearbeiten]

Schon die Anreise von Duschanbe nach Chorugh entlang des Panj ist spektakulär

Von der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe gelangt man in insgesamt rund 16 Autostunden nach Chorugh; Also ein bis zwei Tage mit einem Zwischenstopp in Qal'ai Khumb. Die Strecke kostet je Tag in einem shared Taxis rund 30€ (d.h. auch, dass man für die gemütlichere Zweitages-Variante knapp doppelt so viel zahlt).

Alternativ kann man auch diese Strecke in rund einer Woche mit dem Fahrrad zurücklegen oder fliegen (nur bei gutem Wetter).

Osch auf kirgisischer Seite bietet einen internationalen Flughafen und tägliche Marschrutka-Verbindungen nach Bischkek und anderen Städten in Kirgisistan.

Geld[Bearbeiten]

US-Dollar in kleinen Scheinen sind als Zahlungsmittel bei Unterkünften in Tadschikistan und Kirgistan beliebt, denn sie sind verglichen mit den lokalen Währungen deutlich wertstabiler. Idealerweise bringt man von zuhause unbeschädigte neue 1$, 5$ und 10$-Scheine mit. Für sonstige Ausgaben empfiehlt es sich, in Duschanbe oder Osch genügend Bargeld abzuheben, um Fahrer und Wagen, Unterkünfte und Verpflegung (2017 ca. 15$/Nacht und Person mit Abendessen und Frühstück) zahlen zu können.

Formalitäten[Bearbeiten]

Für die Region GBAO ist zusätzlich zum regulären tadschikischen Visum ein sog. GBAO-Permit erforderlich. Beide müssen im Voraus beantragt werden und kosten zusammen 70€. In Kirgisistan erhalten EU-Bürger ein kostenloses Visa on Arrival. (Stand 2017)

Wahl des Verkehrsmittels[Bearbeiten]

Die Route ist bei Fahrradfahrern wie Touristen in Mietwagen gleichermaßen beliebt.

Fahrrad[Bearbeiten]

Der Pamir Highway ist bei Fahrradfahrern beliebt, weil das Verkehrsaufkommen gering und die Landschaft wortwörtlich atemberaubend ist. Aufgrund von Höhen von bis zu 4500 m über dem Meeresspiegel ist der körperliche Anspruch nicht zu unterschätzen. Die Distanzen zwischen Ortschaften mit Übernachtungsmöglichkeiten sind stellenweise so groß, dass man besser ein Zelt mit sich führt. Mit dem Fahrrad braucht man ca. zwei bis drei Wochen für die gesamte Strecke.

Auto (gechartert)[Bearbeiten]

Als schnelle und körperlich weniger anspruchsvolle Alternative bieten sich gecharterte Wagen (mit einheimischen Fahrer inklusive) an. Die Kosten liegen bei ca. 800$ (Start in Tadschikistan) und 1000$ (Start in Kirgisistan). Der Preis hängt fast nur von der zurückgelegten Strecke ab, jeder Umweg kostet extra, zusätzliche Zeit gibt es quasi umsonst. Bei der Anmietung eines Wagen mit Fahrers sollte abgeklärt werden, ob der Fahrer bzw. das Auto die Grenze passieren kann (je nach Nationalität und Richtung kann sich das schwierig gestalten), und ob Schmiergelder für korrupte Polizisten und Grenzbeamte bereits inklusive sind (beläuft sich auf einen mittleren zweistelligen Euro-Betrag für die ganze Strecke). Wegen der Höhe und folglich dünnen Luft kommen in der Region keine Dieselfahrzeuge zum Einsatz. Für die Variante über Ishkashim/Langar empfiehlt sich ein Geländewagen.

ÖPNV[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel existieren nur zwischen Khorog und Murghab. Die gesamte restliche Strecke und insbesondere der reizvolle Wachankorridor sind nicht erschlossen, sodass öffentliche Verkehrsmittel für diese Route eher nicht in Betracht kommen.

Varianten[Bearbeiten]

Die Route verläuft grob wie folgt: ChorughAlichurMurghabKarakolOsch

Allerdings gibt es einige reizvolle "Umwege":

Über den Wachan-Korridor[Bearbeiten]

Anstatt direkt auf dem M41 in ca. acht Autostunden von Chorugh nach Alichur zu fahren, bietet sich ein mehrtägiger Umweg über Ischkaschim, Yamachun und Langar im Wachankorridor an. (Mit dem Auto ca. +3 Tage, mit dem Fahrrad +1 Woche.)

Der Wachankorridor ist ein Tal im äußersten Südosten Tadschikistans, das den tadschikischen Pamir vom afghanischen Hindukusch trennt. Streng genommen ist das, was hier als Wachankorridor bezeichnet wird, eher der Oberlauf des Panj. Das Tal entlang des Flusses Wachan liegt komplett auf afghanischer Seite. Letzterer wird zur Unterscheidung oft als "Afghan Wakhan" bezeichnet.

Was vor allem aus Sicht von Radfahrern gegen diese Variante spricht ist die deutlich schlechtere Straßenqualität, verglichen mit dem asphaltierten Abschnitt über die M41.

Das Auswärtige Amt rät teilweise von Reisen in den Grenzbezirk Ischkaschim, durch den ein Großteil dieses Umweges verläuft, ab. Grund dafür ist die unmittelbare Nähe zu Afghanistan. Im Frühjahr 2017 griffen russische Kampfjets auf der afghanischen Panj-Seite vorrückende Taliban-Kämpfer an. Auch die Aga-Khan-Foundation, sonst eher bekannt für humanitäre Projekte, finanziert Söldner auf afghanischer Seite des Wachankorridors. Einheimische können die aktuelle Sicherheitslage oft besser einschätzen als das Auswärtige Amt.

Ausflug nach Bulunkul[Bearbeiten]

Der See Bulunkul ist über einen kleinen Umweg vom Pamir Highway aus zu erreichen

Dort wo die asphaltierte M41 und die Schotterpiste aus/in den Wachankorridor über Langar sich treffen (wenige Kilometer vor Alichur aus Richtung Chorugh) zweigt ein Weg nach Bulunkul ab, dem kältesten Ort Zentralasiens in unmittelbarer Nachbarschaft eines einsamen Bergsees und gleichnamigen Naturschutzgbiets. Mit dem Auto kann man hierfür einige Stunden einplanen, mit dem Fahrrad bietet sich eine Übernachtung in Bulunkul an.

Peak Lenin[Bearbeiten]

Auf kirgisischer Seite kann man wenige Kilometer nach/vor der Grenze bei Sarytasch die M41 verlassen und ca. 50 km oneway einen Umweg zum Basecamp des Peak Lenin unternehmen. Der Blick auf die Alay-Kette ist bei gutem Wetter fantastisch und die Straße insbesondere im Vergleich zu Tadschikistan super ausgebaut.

Verlauf[Bearbeiten]

Chorugh[Bearbeiten]

In den Guesthouses und Homestays in Osch oder Chorugh bestehen die besten Chancen, andere Reisende zu treffen, die bspw. auch einen Wagen chartern wollen. Außerdem verfügen die beiden Endstationen der Reiseroute über Geldautomaten und Internetverbindungen, was auf dem Rest des M41 nicht verfügbar ist. In Osch ist die Bargeldversorgung stabil, in Chorugh kann es zu Engpässen kommen, sodass man besser Geld aus Duschanbe mitbringt.

von Chorugh nach Alichur (ohne Umweg über den Wachankorridor)[Bearbeiten]

Von Chorugh nach Alichur (über den Wachankorridor)[Bearbeiten]

Garm Chasma und Ischkaschim[Bearbeiten]

Garm Chasma, im Hintergrund der schwefelüberzogene und von Wellblech eingerahmte Quelle
Badende Männer im "großen" Becken von Garm Chasma

Nach ca. zwei Autostunden von Chorugh in Richtung Ischkaschim gelangt man zu den heißen, schwefelhaltigen Quellen von Garm Chasma, wenn man nach dem Checkpoint bei Andarob knappe zehn Kilometer entlang eines Seitenflusses des Panj landeinwärts fährt. In Garm Chasma baden Männer und Frauen abwechselnd in unterschiedlich großen, von Wellblech-Sichtschutzwänden getrennten Becken unter einem großen schwefelüberzogenen Felsen. Insbesondere Einheimische mit Hautkrankheiten suchen die Quellen auf. Von ausländischen Touristen wird ein symbolischer Eintritt verlangt. In unmittelbarer Nähe der Quelle entsteht etwas, das sich als Kurort-Infrastruktur bezeichnen lässt: Ein Hotel und wenige Läden.

Ortsausgang Ischkaschim

Zurück auf der Straße, verläuft diese immer entlang des Grenzflusses Panj flussaufwärts. Bis auf gelegentliche Patroillien, die Drogenschmuggel oder Kontaktaufnahme von afghanische Seite aus unterbinden sollen, trifft man nur wenige Autos oder andere Reisende. Vor Ischkaschim passiert man linkerhand noch einige Mineralquellen. Kurz vor Ischkaschim (Ишкошим) weitet sich das Tal des Flusses merklich – eine deutliche Veränderung nachdem man aus Richtung Chorugh tagelang nur vergleichsweise enge Täler gesehen hat. Die Stadt Ischkaschim ist abgesehen von ihrer Tankstelle und dem Grenzübergang nach Afghanistan bedeutungs- und attraktionslos. Es gibt einige Schlafmöglichkeiten und (je nach aktueller Sicherheitslage) einen wöchentlichen Cross Border Market, ähnlich dem am Flughafen von Chorugh. Bis nach Ischkaschim fahren unter der Woche noch gelegentlich öffentliche Verkehrsmittel.

Vichkut / Bibi Fotima / Yamchun[Bearbeiten]

Die Burgruine von Quah-Quaha liegt zwischen Ischkaschim und Vichkur

Nach Ischkaschim wird die Straße noch leerer und das Tal immer weiter. Man passiert die Burgruine von Qah-Quaha (Қальаи Қаҳқаҳа) auf deren Spitze ein Militärposten liegt. Der nächste größere Ort ist Vichkut, das sich unterhalb der heißen Quellen von Bibi Fotima an den Berghang schmiegt. Die heißen Quellen von Bibi Fotima sind anders als die von Carm Chasma von einem Gebäudekomplex umgeben, das wie ein Miniatur-Hallenbad anmutet. Auch hier baden Männer und Frauen getrennt. Entlang der Serpentinen von der Straße bis zu den heißen Quellen liegen einige Homestays und direkt an den Quellen auch ein Hotel. Ebenfalls in Laufweite von den Quellen liegt die Burg-Ruine von Yamchun. Der Ausblick von dort auf den mäandrierenden Fluss und einige Gletscher im Hindukusch ist sehenswerter als die Ruine selbst.

Vrang, Zang und Langar[Bearbeiten]

Der Stupa von Vrang

Weiter den Panj flussaufwärts liegt die Ortschaft Vrang. Hauptattraktion des Ortes ist ein buddhistischer Stupa leicht oberhalb des Ortes, die zwar verglichen mit Stupas aus buddhistisch geprägten Regionen der Welt klein aber im Kontext der heute ausschließlich muslimischen Bevölkerung und vor dem Bergpanorama durchaus spektakulär ist. Der Weg zum Stupa beginnt am nördlichen Ortsausgang und dauert von der Hauptstraße knappe 20 Minuten.

Esel oberhalb der Ortschaft Langar. Im Hintergrund der Hindukusch und das Mündungsdelta des Wachan in den Panj

Bei Zang bzw. dem benachbarten Langar mündet der Wachan von afghanischer Seite aus in den Panj. Zang ist eine Ansammlung von Häusern um eine Tankstelle. In Langar befinden sich einige Homestays, die alle an der Hauptstraße ausgeschrieben sind. Oberhalb des Ortes sind Petroglyphen zu finden (Steinmalereien). Um zumindest den Anfang des Weges dorthin zu finden, fragt man am Besten einheimische Kinder, die für ein geringes Taschengeld gerne helfen. Von den Petroglyphen und dem deutlich höher gelegenen Berggipfel aus bietet sich ein fantastisches Panorama auf den Hindukusch.

Mondladschaft mit versalzenden Tümpeln an der Kreuzung Chorugh-Alichur-Langar-Bulunkul

Nördlich von Langar geht die Straße stetig bergauf und entfernt sich zusehends vom Grenzfluss, der ohne die Wassermassen des Wachan nur mehr ein Flüsslein mit wenigen Metern Breite ist oder in Wattiefe. Die Gegend ist beiderseits der Grenze menschenleer, gelegentlich trifft man auf weidendes Vieh, das sich auf dem unwirklich grünen Gras entlang des Flussufers tummelt. Schließlich trifft man bei Khargush kurz vor dem gleichnamigen Pass auf einen Militärposten und Checkpoint, der einen bewachten "Zeltplatz" für Fahrradtouristen anbietet. Nach dem Khargush-Pass verläuft die Schotterpiste vorbei an durch Verdunstung entstandene Salzwüsten und flachen Tümpel bis sie schließlich kurz vor Alichur auf den asphaltierten M41 mündet. Von hier kann man kurz links und dann wieder rechts nach Bulunkul oder direkt rechts nach Alichur abbiegen.

Bulunkul[Bearbeiten]

Bulunkul

Bulunkul ist ein trostloses Bergdorf, an dem im Winter Temperaturen von bis zu -60°C gemessen werden. Direkt am Ortseingang findet sich die Wetterstationen, die diesen Wert gemessen hat, kurz hinter dem Ort beginnt das gleichnamige Naturschutzgebiet in dessen Mitte ein großer See liegt. Es wird ein Eintrittsgeld verlangt wird und man muss den eigenen Pass als Sicherheit hinterlegen. Man kann vom See aus in einer mehrtägigen Wanderung bis zum Sarez-See gelangen.

Alichur[Bearbeiten]

"White Fish Lake" bei Alichur

Alichur ist ein Ort indem, umliegende Dörfer mit eingerechnet, knapp 2000 Menschen leben. Er liegt strategisch bedeutend zwischen Murghab, Chorugh und dem Kargush-Pass. "ры́ба и пи́во" (Bier und Fisch) ist die Spezialität des Ortes, die in den lokalen Gaststätten, oft mit angeschlossener Speise-Yurte, angeboten wird. Es gibt eine Tankstelle und ein paar Homestays. Am Ortsausgang in Richtung Murghab findet sich ein eingezäunter Tümpel in dem zahlreiche, heilige, Fische leben.

Murghab[Bearbeiten]

Ortseingang Murghab

Murghab liegt ca. 2-3 Autostunden von Alichur entfernt. Der Weg dorthin schlängelt sich durch die Mondlandschaft des Pamir und ist besonders im Morgen- oder Abendlicht wegen der intensiven Farben der Berge spektakulär. Der Ort verfügt über ein Hotel ("Pamir Hotel") und mehrere Homestays. In der Hochsaison kann es zu später Stunde schwierig werden, noch ein Zimmer zu finden. Murghab ist Verwaltungszentrum und ist deswegen u.a. mit einer Polizeistation, eine Moschee, mehreren Tankstellen, einem Flugplatz und der obligatorischen, schneeweisen Leninstatue ausgestattet. Fahrer erledigen hier oftmals erste Grenzformalitäten. Wer von Chorugh mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Murghab gekommen ist, hat hier noch die Gelegenheit einen Fahrer in Richtung Kirgistan zu finden. In Murghab zweigt auch die Straße nach Kashgar ab.

Karakul[Bearbeiten]

Der Bergsee Karakul mit dem gleichnamigen Ort im Hintergrund, rechts ist auch der Grenzzaun zu China zu erkennen

Vorbei an mehreren Militärruinen, die auf Zar Nikolaus zurückgehen, und über den mit 4655m höchsten Punkt der Strecke, dem Ak Baital Pass, nähert man sich in Richtung Karakul immer mehr der chinesischen Grenze. In der Steppe abseits der Straße weiden Yaks, gelegentlich finden sich Hirtencamps, die frischen Käse und Tee oder eine Übernachtungsmöglichkeit bieten. Die letzten Kilometer vor dem Ort Karakul am gleichnamigen See (nicht zu verwechseln mit Karakol in Kirgistan) verlaufen entlang eines Grenzzauns, der den Beginn der Pufferzone zu China markiert. Hier trafen zu Zeiten der Sowjetunion Weltreiche aufeinander. Man sollte nicht zu nah an den Zaun herantreten, denn es besteht Minengefahr. Karakul ist ein armes Dorf, das, wenn im Hochsommer der alljährliche "Karakul Swim Run" statt findet, für wenige Tage aufblüht. Die Einwohner fühlen sich eher Kirgistan als Tajikistan verbunden, liegt doch auch die kirgisische Großstadt Osch näher als Chorugh oder Duschanbe. Der Wasser des Bergsees ist leicht salzig und kristallklar. Zum Baden bietet sich ein Kiesstrand in Laufweite südlich des Ortes an. Einziges Ärgernis: Bei Windstille tummeln sich Heerscharen von Stechmücken in den Wiesen um den See. Zum Glück kommen in dieser Höhe keine von Mücken übertragbaren Krankheiten vor.

Über den Kyzylart-Pass nach Kirgistan[Bearbeiten]

Etwa fünfzehn Kilometer außerhalb des Ortes liegt unscheinbar links der Straße ein alter Sonnenkalender aus über dem Boden angeordneten Steinreihen. Die M41 entfernt sich immer weiter vom See bis kruz vor dem Kyzylart-Pass aus Tadschikistan ausreist. Die dort stationierten Grenzbeamten und Drogenfahnder sind gut auf Europäer zu sprechen, denn die die EU hat ihre 2017 neu errichteten Unterkünfte nach westlichem Standard finanziert. Es gibt einen Grenzbeamten, der je nach Verfügbarkeit US-Dollar und tajikische Somoni gegen kirgisische Som tauscht. Der Kurs ist zumindest für Somoni nicht viel schlechter als in Wechselstuben in Osch und man hat das Geld direkt verfügbar statt auf einen ATM angewiesen zu sein.

Der Kyzylart-Pass selbst ist im Niemandsland zwischen Tajikistan und Kirgistan. Etwa in der Mitte des zwanzig Kilometer langen Straßenabschnitts liegt die Straßenmeisterei, wo Fahrradfahrer auch übernachten können. Sobald man den Nordhang des Passes erreicht, wird die Landschaft merklich grüner. Die Einreise nach Kirgistan ist für Europäer unkompliziert (Visa on arrival). Tadschikische Autos werden jedoch von den kirgisischen Grenzbeamten genauestens untersucht oder diese lassen sich großzügig schmieren. Nach der Schotter- und Geröllpiste im Niemandsland mutet die sauber geteerte kirgisische Landstraße direkt nach der Einreise an wie eine deutsche Autobahn. Kilometerlang flach und geradeaus führt die Straße durch im Sommer saftige Wiesen in Richtung des Ortes Sary-Tash. Das Panorama auf die Alai-Kette im Rücken ist beeindruckend.

Peak Lenin[Bearbeiten]

Landschaft am Basecamp des Peak Lenin

Fährt man in Sary-Tash nicht geradeaus in Richtung Osch sondern biegt von Tadschikistan kommend links in Richtung Westen ab, so erreicht man nach ca. zwei Autostunden das Basecamp des Peak Lenin auf ca. 3500 Metern Höhe. Die Lage ist spektakulär: In Richtung Süden der Pamir und bei wolkenfreiem Himmel (am ehesten morgens) der Blick auf den 7000er Peak Lenin. In unmittelbarer Nähe des Base Camps grüne Wiesen mit malerischen tiefblauen Tümpeln, kleinen Yurtencamps, Pfedern und wilden Flussläufen. Die Gegen eignet sich gut für Wanderungen und selbstverständlich den Aufstieg zum Gipfel, der aber erfahrenen Bergsteigern vorbehalten bleibt. Angeblich benötigt man ein Special Permit für diese Grenzregion (August 2017: Keine einzige Kontrolle).

Osch[Bearbeiten]

Osch

Von Sary-Tash sind es nur noch ca. drei Autostunden bis nach Osch. Die Straße ist gut ausgebaut. Das Klima wird zunehmend wärmer, was mit der niedrigen Lage des Ferghanatals zusammenhängt. Osch ist eine Großstadt mit ca. 250.000 Einwohnern. Es gibt Internet, Geldautomaten, öffentlichen Nahverkehr, Flug- und Busverbindungen nach China, Usbekistan und ganz Kirgistan.

Weiterreise[Bearbeiten]

Von Osch kommt man täglich in ca. zwei Stunden Busfahrt nach Arslanbob mit Umstieg in Dschalalabad und Bazar Korgon. Von Osch fährt auch täglich eine Marschrutka über Bazar-Korgon nach Sary-Chelek

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.