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Anguilla

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Anguilla liegt in der Karibik, es gehört zu den Leeward-Islands.

Regionen[Bearbeiten]

Anguilla[Bearbeiten]

Die Hauptinsel ist 26 km lang und maximal 6 km breit, die höchste Erhebung ist der Crocus Hill mit 66 m über NN. Der Name Anguilla kommt aus dem Französischen und bedeutet "Aal", ein Bezug auf die Inselform. Ursprünglich gab es dort vor 4.000 Jahren dichten Regenwald, heute ist sie niederschlagsarm und nur von dünnem Trockenwald bedeckt. Dieses Klima und die ungünstigen Bodenverhältnisse machen Landwirtschaft so gut wie unmöglich. Der überwiegende Teil der Insel besteht aus Kalkstein, mit nur geringen Resten von Vulkanismus. Die Westhälfte hat schöne Strände, der Ostteil ist von verkarsteten Hügeln geprägt, im ganzen Küstenbereich befinden sich Lagunen und Salzseen. Die wunderschönen Strände sind überwiegend ohne jeden schattenspendenden Baumbestand. Auf Anguilla findet man einige kleine aber teure Hotels, die teilweise auch durch aussergewöhnliche Architektur auffallen.

Dog Island, unbewohnt, 16,5 km nordwestlich Road Bay, 2,9 km lang, 1,3 km breit, 29,5 m ü. NN, z. T. felsige Küste mit starker Strömung, nur für erfahrene Taucher, Tauchrevier bis 80 Fuß tief. Auf der Nordseite befindet sich ein großer Sandstrand - Savannah Bay, die Südküste ist etwas flacher. Auf der Insel gibt es wilde Ziegen und Seevögel. East Cay, 175 m nordwestlich von Dog Island misst 250 m x 100 m, 8 m ü. NN. Mid Cay, 375 m nordöstlich von Dog Island misst 250 m x 100 m, 16 m ü. NN, felsig. West Cay ist sehr flach, liegt 1.250 m westlich Dog Island, misst 180 m x 115 m.

Prickly Pear Cays, unbewohnt, 10 km nordwestlich Road Bay. Die beiden Cays sind durch einen 125 m breiten Wasserstreifen voneinander getrennt. Die östliche Insel ist 1.050 m lang, 550 m breit, 11,5 m ü. NN, im Nordosten Sandstrand. Die westliche Insel ist 1.350 m lang, 375 m breit, 16 m ü. NN, felsig, wird gerne von Haien aufgesucht, das Tauchrevier ist 30 - 70 Fuß tief. Catamaran- und Segelboote fahren täglich um 10.00 Uhr ab Road Bay.

Sandy Island, 2,6 km nordwestlich Road Bay, Road Point. Diese Insel ist 200 m lang, 50 m breit, 1,5 m ü. NN, es besteht eine stündliche Motorbootverbindung ab 10 Uhr. Unter Kokosnusspalmen gibt es eine Bar-Be-Que Bar; das Tauchrevier ist 30 - 70 Fuß tief.

Scrub Island ist heute unbewohnt. Sie liegt im Nordosten, 550 m nordöstlich Windward Point, 3,1 km lang, 1,4 km breit, 24,5 m ü. NN mit mehreren größeren Salzseen und Lagunen. Im Westen der Insel Scrub Bay mit 600 m Strand, im Osten, tief eingeschnitten Deadman´s Point mit 200 m Strand, im Süden Souse Bay mit 100 m Strand. Ruinen eines ehemaligen Hotels, Reste einer Landebahn mit Flugzeugwrack. In Road Bay und Island Harbour kann man bei günstigen Windbedingungen und ruhiger See Boote mieten.

Seal Island, 9 km nordwestlich Sandy Ground, ist 550 m lang, 75 m breit, 3,5 m ü. NN.

Zu der nur 10 km entfernten Nachbarinsel Saint Martin gibt es eine regelmäßige Fährverbindung.

Sombrero[Bearbeiten]

Lagekarte von Anguilla
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Sombrero
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Dog Island
Karte von Anguilla

Diese Insel liegt 65 Km von Anguilla entfernt in der Mitte der Anegada Passage, einer der Hauptzufahrten für Schiffe aus Europa in die Karibische See. Sombrero ist etwa 1,5 km lang, 400 m breit und von vulkanischem Ursprung. Ihre Form ähnelt einem Sombrero Hut. Man findet dort nur wenige salzwasserfeste Pflanzenarten, drei Arten von Eidechsen sowie Seevögel, die dort brüten. Um 1800 begann man Phosphat von der Insel nach Amerika zu verkaufen. Um 1840 nahm der Schiffsverkehr in dieser Passage stark zu. 1842 eröffnete die britische Royal Mail Paket Company einen regelmäßigen Dampfschiffverkehr zu seinen Handelspartnern. Die Bitte um Errichtung eines Leuchtfeuers fand bis zum Untergang eines eigenen Frachters am Horse Shoe Reef von ANEGADA kein Gehör. Als 1867 die „Rhone” auf ihrem Weg nach TORTOLA verloren ging begann man mit dem Bau eines Leuchtturmes. Der schmiedeeiserne Turm mit einer Wendeltreppe im Zentrum war 48 m hoch und wurde am 1. Januar 1868 in Betrieb genommen, 1931 wurde das Lichtsystem erneuert. Ende der 1990-er Jahre war der Turm so vom Rost zerfressen, dass man einen Neubau beschloss. Im September 2001 ging ein neues Leuchtfeuer in 51 m Höhe in Betrieb. Dieses wird mit Solarenergie betrieben und braucht keinen ständigen Leuchtturmwärter.

Städte[Bearbeiten]

  • The Valley - Hauptstadt mit ca. 1.440 Einwohnern (2006).

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Einwohner[Bearbeiten]

Die Bevölkerung besteht zum Großteil aus Nachkommen afrikanischer Sklaven und Mulatten, besonders in dem Fischerdorf Island Harbour findet man aber auch viele Weiße irischer Abstammung, deren Vorfahren die Insel 1698 überfielen.

Die anglikanische Kirche wurde Anfang des 18. Jahrhunderts etabliert, ihr gehören 40 % der Bevölkerung an, 33 % sind Methodisten, Baptisten und Adventisten kommen auf je 7 % Anhänger und der katholischen Kirche gehören gerade 3 % an.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegen Ende der letzten Eiszeit, der nordamerikanische Kontinent war noch mit einer zwei bis drei Kilometer dicken Eisschicht überzogen, lag der Wasserspiegel 30 - 40 Meter tiefer als heute. Zu jener Zeit bildeten die heutigen Inseln Anguilla, Saint Martin und Saint Barthélemy eine einzige Insel mit einer Größe von etwa 4.650 km². Die Wassertemperatur war zu jener Zeit 3 °C - 5 °C, die Lufttemperatur 5 °C - 10 °C niedriger als heute.

Um 2000 v. Chr. kamen friedliche Arawak-Indianer vom südamerikanischen Festland auf die kleinen Antilleninseln. Die salzigen Strandseen waren von Mangroven bedeckt, es gab Alligatoren. Die Indianer lebten vom Fischfang, bauten Mais, Cassava und Baumwolle an. Ihre Siedlungsreste fanden Archäologen bei Meads Bay und Island Harbour. Man rechnet sie der pre-Keramik Zeit zu, da sie noch keine Kenntnisse der Töpferei besaßen. Im 4. Jahrhundert nach Christi gab es eine Neubesiedlung der Insel durch Karib-Indianer aus Saladero, Venezuela. Sie betrieben Landwirtschaft und brachten ihr Saatgut in Keramikgefäßen mit sich. Mitte des 6. Jahrhunderts entstanden größere Siedlungen bei Rendezvous Bay, Meads Bay, Island Harbour und Sandy Ground. Im 10. Jahrhundert siedelten sich Indianer aus Puerto Rico, der Dominikanischen Republik und Haiti auf Anguilla an. Zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert wurde die Insel ein Zentrum religiöser Zeremonien, Petroglyphen (Steinmale) wurden errichtet. Die Funde prekolumbianischer Kulturen befinden sich im archäologischen Museum in The Valley. Die Indianer nannten die Insel Malliouhana.

1564 wurde die Insel von einer französischen Expeditionsflotte unter der Führung von René Laudonnière entdeckt. Erste Quellen europäischer Besiedlung melden Holländer, die auf der Insel ein Fort bauten. Dies wurde 1633 von Spaniern zerstört. Die Spanier besetzten auch das nahe Sint Maarten. Erst 1650 kam ein größeres Kontingent Engländer und katholische Iren nach Anguilla. Die Insel war aber so trocken und hatte so schlechte Böden, dass es kaum Plantagen und nur ganz wenige Sklaven gab. 1656 wurden alle Siedler von Carib-Indianern ermordet, ihre Hütten wurden zerstört. 1666 griff eine französische Invasionsflotte die Insel mit 300 Mann Besatzung an.

1671 wurde Anguilla mit Antigua, Barbuda, Montserrat, Saint Kitts und Nevis britische Kolonie. 1688 mussten die Bewohner wieder vor französischen Angreifern nach Antiuga fliehen. Auch im folgenden Jahrhundert wechselten die Besitzverhältnisse. 1744 besetzten über 300 Anguillaner den französischen Teil der Insel Saint Martin. Am 21. Mai 1745 landeten zwei französische Fregatten mit 700 Mann Besatzung in der Crocus Bay, aber Gouvernor Hodge und 150 Soldaten konnten sie zurückschlagen. Im November 1796 waren die Franzosen dann erfolgreicher. Mit den beiden Kriegsschiffen “Le Desius” und “La Vaillante“ landeten sie in der Rendezvous Bay; South Hill und The Valley wurden zerstört. Erst als das britische Kriegsschiff “Lapwing“ von Saint Kitts kommend, in den Kampf eingriff, zogen sich die Franzosen wieder zurück.

1815 wurde die einheitliche Leeward Islands Verwaltung aufgelöst und die einzelnen Inseln in zwei neue Gruppen aufgeteilt. Anguilla, Nevis, Saint Kitts und die Virgin Islands bildeten 1825 eine Gruppe mit dem Verwaltungssitz auf Saint Kitts.

1834 lebten 300 Weiße, 300 “freie“ Farbige und 2.354 Sklaven auf der Insel.

1838 wurde auf der Insel die Sklaverei abgeschafft, nachdem den ehemaligen Sklaven schon vier Jahre vorher mehr Freiheiten zugestanden worden waren. Als Folge brach die schwache Zuckerindustrie des Landes ganz zusammen. Die weißen Pflanzer verkauften ihr Land an die befreiten Sklaven und kehrten nach England zurück. In den folgenden Jahren bedrohten Trockenheit und Hungersnöte die Insel, so dass die britische Verwaltung Pläne entwarf, die gesammte Bevölkerung nach Britisch Guyana zu evakuieren. Immer wieder wurden Eingaben an die britische Überseeverwaltung und an die Königin gemacht, in denen gegen die Verwaltung von Saint Kitts aus opponiert wurde. Daraus folgte schließlich die Einrichtung von “The Vestry“, eine Art Gemeindeverwaltung. Insbesondere die Besteuerung von Hunden, alten Gebäuden und unfruchtbarem Land wurde angeprangert. 1872 bildeten Anguilla, Nevis und Saint Kitts wieder eine Kolonie, mit dem Verwaltungssitz auf Saint Kitts. Dies geschah ohne Rücksicht auf die Interessen der Inselbevölkerung und war nur zum Vorteil der Kolonialverwaltung. Zehn Jahre später machte man den Vorschlag Anguilla und Barbuda zu einer Kolonie zusammenzulegen. Dies wurde aus finanziellen Gründen vom Kolonialbüro in London abgelehnt. Während es auf Saint Kitts und Nevis größere Zuckerplantagen gab, die für Wohlstand sorgten blieb Anguilla das Armenhaus der Kolonie. Die Bevölkerung musste auf anderen Inseln nach Arbeit suchen. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte das Land eine kurze Zeit wirtschaftlichen Wachstums durch die Baumwollindustrie. 1904 waren 125 ha mit Baumwolle bepflanzt. Im Erntezeitraum 1910-11 wurden 67.315 kg exportiert. Der erste Weltkrieg brachte einen schweren Einbruch bei den Exporten und ein Rüsselkäfer vernichtete dann die gesamten Samen. 1936 wurde bei der königlichen Westindien-Kommission erneut eine Eingabe gemacht und das Ende der Verwaltung von Saint Kitts aus gefordert. Aber erst 1956 wurde die Verwaltung der British Leeward Islands aufgelöst und von der Westindischen Föderation abgelöst. Schon 1962 brach die Föderation auseinander. Am 27. Februar 1967 gab es einen erneuten Zusammenschluss mit Saint Kitts & Nevis und Anguilla blieb wieder auf der Verliererseite. Es gab auf der Insel keine Elektrizität, kein Leitungswasser, kein Telefon, keine asphaltierten Straßen, weder Industrie noch Hafenanlagen. Die gesundheitlichen, sanitären und Bildungseinrichtungen waren unzureichend.

Britische Invasion[Bearbeiten]

Am 30. Mai 1967 kam es in Anguilla wegen der katastrophalen Lebensbedingungen zur Revolution. Das Gouverneursgebäude wurde in Brand gesteckt. Die Polizeieinheit aus Saint Kitts wurde entwaffnet und per Flugzeug zurückgeschickt. Premier Minister Bradshaw ließ von Saint Kitts aus den Notstand ausrufen. Unter Vermittlung der Regierungen von Barbados, Jamaika und Trinidad fanden im Dezember so genannte Friedensgespräche statt; als Ergebnis wurde der hohe britische Verwaltungsbeamte Tony Lee am 8. Januar 1968 für ein Jahr als Oberster Verwalter über die Insel eingesetzt. Das folgende Jahr brachte keine positiven Erfolge in die politische Krise. Am 9. Januar 1969 verließ Tony Lee Anguilla. Am 6. Februar 1969 sprachen sich auf einer Abstimmung 1.739 gegen 4 Stimmen für die Unabhängigkeit aus. Am 19. März landeten 400 britische Fallschirmjäger und Spezialeinheiten der „Red Devils“ als Invasionstruppen in Sandy Ground. Tony Lee wurde erneut Inselverwalter. Eine Untersuchungskommission wurde eingesetzt und empfahl erneut den Verbleib bei Saint Kitts, dies wurde von der Bevölkerung abgelehnt. 1971 wurde Anguilla eine selbständige Verwaltungseinheit, 1976 wurde eine Verfassung erarbeitet, seit dem 19.12.1980 ist das Land vertraglich mit Großbritannien verbunden. 1989 wurde Brian Canty, bisher Deputy Governor von Bermuda, zum neuen Inselgouvernor ernannt.

Währung[Bearbeiten]

Der Ostkaribische Dollar - East Caribbean Dollar (EC-$) wird nicht nur auf Anguilla benutzt, sondern in vielen ehemaligen britischen Kolonien, nur Barbados, Jamaika, die Kaiman Inseln und Trinidad & Tobago haben eine eigene Währung. Er ist an den USD gekoppelt zum unveränderlichen Festkurs: 1 USD = 2,70 EC-$.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Arbeitslosenrate: 8 % (1999)

Inflation: 2,3 % (2001)

Landwirtschaft: Von den 8.100 ha landwirtschaftlicher Flächen, die sich in Privatbesitz befinden werden nur 1.200 ha genutzt. Früchte und Gemüse werden angebaut und im Lande verbraucht. Die Landwirtschaft macht 4 % des BSP aus.

Schulbildung: 95 % der Bevölkerung können lesen und schreiben.

Straßenbau: es gibt 105 km Straße, davon sind 65 km asphaltiert.

Tourismus: Übernachtungsgäste, 44.000 (1997), Tagesbesucher, 69.037 (1993). 1995 wurden im Tourismus 51,0 Millionen US $ erwirtschaftet. Im April 2002 kamen 13.140 Besucher per Fähre und 4.494 per Flugzeug, also alles überschaubar und kein Massentourismus.

Wirtschaftswachstum: 3,1 % (1999), die Europäische Union hat insgesamt 20 Millionen US Dollar finanzielle Unterstützung geleistet.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Anguilla

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der einzige internationale Flughafen ist der 1 Clayton J. Lloyd International Airport (früher Wallblake Airport), er liegt am Rande der Hauptstadt. 1941, während des II. Weltkrieges entstand hier eine Graspiste als Notlandeplatz für amerikanische Flugzeuge. Zwischen 1967 und 1974 wurde eine 1.097 m lange asphaltierte Landebahn gebaut. 1990 entstand der 16 m hohe Kontrollturm.

Die jahrelange Flugverbindung von Antigua wurde 2017 eingestellt, es gibt allerdings noch regelmäßige Hubschrauberflüge von Antigua nach Anguilla. Weitere Verbindungen bestehen nach San Juan (Puerto Rico), St. Thomas (Amerikanische Jungferninseln) und Sint Maarten.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Von St. Martin (F) aus kann man Anguilla nicht nur mit bloßen Auge sehen, es ist für karibische Verhältnisse auch sehr dicht dran, sodass man fast hinschwimmen kann. Folglich auch eine der wenigen (wenn nicht fast die einizge!!) Insel, die man mit einer regelmäßigen Fährverbindung im Halbstundentakt (Fahrtzeit 20 Minuten) erreichen kann!

Von Marigot/Saint Martin (F) an der 'Front de Mer' liegt Fährterminal, passenderweise in der Verlängerung der "rue d'Anguille"

Zunächst muß man seine persönlichen Daten samt Reisepassnummer ins Schiffsmanifest eintragen, dann die Ausreisesteuer (departure tax / taxe de départ) von 2 € oder 2 US$ bezahlen, danach geht man an Bord der Fähre. Preis für die 20 minütige Überfahrt: 10 US$, zu zahlen an Bord. (Man kann auch mit € oder EC$ bezahlen)

Mobilität[Bearbeiten]

Es herrscht Linksverkehr! Aber die Autos haben keine Rechtslenkung (so wie in Großbritannien), sondern alle Linkslenkung.

Die Höchstgeschwindigkeiten: innerorts 20 Meilen, außerorts 30 Meilen, auf einsamen Strecken sind auch max. 40 Meilen erlaubt, schneller sollte man aber auch nicht fahren.

Orts- und Straßenschilder sowie Fahrbahnmarkierungen: Fehlanzeige!!

Auch keine Billboards oder Reklametafeln.

Busse gibt's nicht. Nur Taxis oder Mietwagen.

Sprache[Bearbeiten]

Englisch. Nothing else.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sandy Ground

Meist ist Ankunft in Blowing Point Harbour, dem Fährhafen von Anguilla. Hier gibt es eine richtige Passkontrolle und Immigration, vielen wird auch in die Tasche/Koffer geguckt. Nach der Abfertigung verlässt man das kleine Fährgebaude annex Customs Office und man ist in Anguilla.

Ein kleiner Schalter des Anguilla Tourist Board am Ausgang, hier kann man gleich eine Landkarte gratis in Empfang nehmen. Als nächstes stürmen eine Handvoll Taxifahrer auf einen zu, die einen irgendwohin bringen wollen.

Die Preise sind staatlich festgelegt, und alle Taxifahrer laufen mit einem Batch des Government of Anguilla herum. Erst wollte ich die 2 Meilen bis Sandy Ground laufen, aber davon ist wegen der sengenden Hitze und des Fehlens jeglicher Straßenschilder und des Fehlens von schattenspendenden Bäumen abzuraten.

Wie schon der Reiseführer von Petit Futé warnte: auf Anguilla gibt es nicht viel zu sehen, man geht nur wegen der Ruhe und der unglaublich weißen Strände und malerischen Buchten.

Auf zum Strand, etwa 1 Meile nördl. von The Valley gelangt man zum Wasser:

Crocus Bay ist das Ziel, etwa eine Meile nördlich von The Valley. In der Tat weisse verlassene Traumstrände.

Neben Crocus Bay, die Little Bay mit Felswänden bis 180 Fuß hoch und 'um die Ecke' Flat Cap Point.

Kaufen[Bearbeiten]

Warenangebot eindeutig alles US-Waren und Verpackungen.

Mit USD bezahlen, das ist praktischerweise überall auf Anguilla möglich, so braucht man für die wenigen Stunden Aufenthalt kein Geld umzutauschen, doch zur Überraschung bekommt man das Wechselgeld in Landeswährung: East-Caribbean Dollar (EC-$), auch "bi-wi's" genannt (von British West Indies abgeleitet)

Die Münzen sind genau wie Briefmarken gute Mitbringsel.

Im 'Anguilla Drugstore & T-Shirts" (klingt holprig, aber der Laden heisst so...) kann man Postkarten (EC-$ 1,35 oder USD 0,50 pro Stück) kaufen. Hier gab es dann auch Wechselgeld in USD zurück.

Küche[Bearbeiten]

In den Restaurants werden überwiegend Fischgerichte, Hummer und Huhn angeboten. Hummer erhält man in der Saison ab 25 US $. Als Vorsuppe bekommt man meist eine gut gewürzte Gemüsesuppe. Als Nachspeise werden oft tropische Früchte angeboten. Es gibt aber auch Steaks, Pizza, Hamburger, Sandwiches, Baguette und Eiscreme. Am meisten verbreitet ist Carib Beer, daneben kann man auch Heineken Bier bekommen.

Restaurant Preise, Stand Winter 2008/09:

Calamari 14 US $, Curry Goat (Ziege) 18 US $, Fisch, gebratenen 18 US $, Kartoffelbrei 4 US $, Hamburger 10 US $, Hamburger mit Käse 11 US $, Huhn 1/2 BBQ 20 US $, Lobster per Pound (454 Gramm) 35 US $, Pizza mit Gemüse 12 US $, Pizza mit Hummer 18 US $, Pizza mit Käse 10 US $, Pizza Pepperoni 16 US $, Pommes Frites 4-6 US $, Reis & Bohnen 4 US $, Rippchen 14 US $, Salat 4 US $, Salat, gemischt 10 US $, Salat mit Garnelen18 US $, Salat mit Huhn 14 US $, Salat Caesar 16 US $, Sandwich mit Fisch 14 US $, Sandwich mit Huhn 12 US $, Sandwich mit Hummer 20 US $, Steak, gegrilt 25 US $

Nachtleben[Bearbeiten]

Laute Diskotheken und Kneipen sucht man auf Anguilla vergebens. Lediglich die Resorts bzw. Hotels bieten Abendunterhaltung, aber auch dies ist nicht auf "junges Publikum" gerichtet.

Nach Anguilla kommt man wegen der Ruhe und Abgeschiedenheit. "Remmy-Demmy" gibt es nicht.

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Datum Englischer Name Deutscher Name
1. Januar New Year's Day Neujahr
März/April Good Friday und Easter Monday Karfreitag und Ostermontag
1. Mai Labour Day Tag der Arbeit
Mai Whit Monday Pfingstmontag
Mai Anguilla Day Anguilla - Nationaltag
Juni Celebration of the Birthday of Her Majesty the Queen Geburtstag von Ihrer Majestät Elizabeth II
August August Monday und August Thursday August-Montag und Donnerstag
August Constitution Day Tag der Verfassung
19. Dezember Separation Day Tag der Teilung
25. Dezember und 26. Dezember Christmas Day und Boxing Day 1. und 2. Weihnachtstag

Sicherheit[Bearbeiten]

Jeder kennt jeden, Kriminalität gibt's nicht. Trotzdem gilt, was überall auf der Welt gilt: Lassen Sie es nicht drauf ankommen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Keine ungeschälten Früchte essen und zw. 11.00 Uhr und 16.00 Uhr aus der Sonne bleiben.

Klima[Bearbeiten]

Tropisch heiss. Ewiger Sommer.

Wirbelstürme

Im Jahre 1822 wurde ein schwerer Wirbelsturm auf der Insel dokumentiert. 1898 und 1922 gab es bei weiteren Stürmen nur leichte Beschädigungen. 1950 wurden vom Wirbelsturm Janet 411 Häuser zerstört oder beschädigt, 1955 waren es 626 Häuser und einige Schiffe, die vom Sturm Alice in Mitleidenschaft gezogen wurden. 1960 gab es auf der ganzen Insel Verwüstungen durch den Sturm Donna. 1979 vernichtete Frederick Ernten und Haustiere. 1984 wurden mehrere Schiffe durch den Sturm Klaus versenkt.

Im September 1995 zog der tropische Wirbelsturm Luis eine Schneise der Verwüstung durch die Karibik. Am Sonntag, dem 3. September wurde die Bevölkerung von Anguilla auf den kommenden Sturm vorgewarnt. Am Montag begann man auf der ganzen Insel mit Sicherungsmaßnahmen. In der Nacht zum Dienstag wurde gegen 1.30 Uhr aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet, kurz bevor der Wirbelsturm über die Insel zog. Er erreichte Windgeschwindigkeiten von über 320 km in der Stunde und dauerte 33 Stunden. Es gab schwere Schäden an Gebäuden und in der Natur, umgestürzte Autos, Strommasten und Busse, zerstörte Flugzeuge und gestrandete Schiffe, glücklicherweise waren keine Toten zu beklagen. Nur zehn Tage später sorgten kräftige Regenfälle als Ausläufer des Wirbelsturmes Marilyn für eine schnelle Wiederbelebung der Natur. Ende September waren 68 %, Ende Oktober 95 % aller Stromleitungen, bis zum Weihnachtsfest alle Telefonleitungen wiederhergestellt. Die beschädigten Restaurants wurden schöner wiederaufgebaut, Hotels wurden renoviert. Neuanpflanzungen ließen innerhalb von sechs Monaten das Inferno vergessen. Heute zeugt kaum noch eine Hausruine von den zahlreichen Zerstörungen.

1998 zog der Wirbelsturm Georges an der Insel vorbei. Als Folge dieses Hurrikans führten flutartige Regenfälle zu größeren Schäden in der Landwirtschaft.

Respekt[Bearbeiten]

Es gibt keine Hektik und keine Eile. Alle sind nett zueinander und grüssen sich. Immer freundlich zurücklächeln.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Viele öffentliche Telefone werden mit Telefonkarten bedient. Telefonkarten (Phonecard) erhält man bei Cable & Wireless, am Flugplatz, am Fährhafen und in vielen Supermärkten. Telefonieren ist auch mit Kreditkarten möglich, Info-Tel. 1 800 744-2000. Cable & Wireless, Wallblake Road, The Valley, Tel. 497-2223, Fax 497-2501, Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8.00 Uhr - 17.00 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 9.00 Uhr - 13.00 Uhr.

General Post Office, The Valley, Tel. 497-2528, Fax 497-5455. Es gibt dort einen Sonderschalter für Briefmarkensammler. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8.00 Uhr - 15.30 Uhr.

Literatur[Bearbeiten]

Deutschsprachige Literatur zu den Inseln der Karibik ist, sofern überhaupt erhältlich etwa 10 Jahre alt und damit veraltet. Nur von den Hauptinseln des Tourismus, also Dominikanische Republik, Kuba und Jamaika sind neuere Veröffentlichungen auf dem Markt.

Einziges Angebot für Anguilla mit mehr als ein oder zwei Seiten:

Polyglott, APA GUIDE, Karibik - kleine Antillen, 1. Auflage 1999 / 2000, ISBN 3-8268-2330-3

Selbst bei der englischen und / oder örtlichen Literatur sind aktuelle Bücher eher selten.

ANGUILLA, Tranquil Isle of The Caribbean, Macmillan Education, 1. Ausgabe 1997, Autoren Brenda Carty und Coleville Petty, ISBN 0-333-65966-X

CARIBBEAN Islands, Lonely Planet, 2005, ABN 36 005 607 983

Weblinks[Bearbeiten]

Anguilla Internetlinks:

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