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Wandern
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Wandern im Makhtesh Ramon (Süd)

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Wanderrouten im Bereich des Erosionskraters Makhtesh Ramon in der Negevwüste im südlichen Israel. Wanderrouten im westlichen Teil des Makhtesh Ramon finden sich hier und diejenigen im östlichen Teil um Ein Sahronim hier.

Hintergrund[Bearbeiten]

Makhtesh Ramon

Im Bereich des Erosionskraters Makhtesh Ramon mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet können etliche Wandertouren unternommen werden, die Ausgangspunkte sind von der Strasse 40 meist mit dem Privatfahrzeug über Nebenstrassen oder Schotterpisten gut erreichbar.

Vorbereitungen[Bearbeiten]

Über die Vorbereitungen von Touren in der israelischen Wüste informiert der Artikel Wandern in Israel.

Wasser / Verpflegung[Bearbeiten]

  • Auf alle Touren muss ein ausreichender Getränkevorrat mitgeführt werden. Mitgeführte käufliche stille oder kohlensäurehaltige Wässer in PET-Flaschen sind eine Möglichkeit, Tee eine weitere. Es gibt neben den bekannten Trinkflaschen auch sich beim Leertrinken zusammenfaltende Trinkbeutel mit Ventil, Isoliertrinkgefässe und - in Israel recht populär - Trinksysteme mit einem Wasservorrat in einem kleinen Rucksack mit einem Trinkschlauch mit Ventil.
Das Leitungswasser hat in Israel Trinkwasserqualität, hinterlässt oft einen leicht chlorigen Nachgeschmack. In den Besucherzentren der INPA (der Israelischen Nationalparkverwaltung) finden sich in den Sanitäranlagen praktisch immer Trinkwasserstellen, teils gekühlte Trinkwasserspender, an denen Flaschen gefüllt werden können.
  • am besten erfragt man den Wasserbedarf beim Nationalparkranger, der auch über die Schwierigkeit der beabsichtigten Route Auskunft geben kann, eine Faustregel besagt
    • am kalten Tagen oder wenn der Grossteil der Strecke im Schatten liegt, rechnet man mit mindestens 3 l Wasser pro Person und Tag
    • an kühlen Tagen im Herbst, Winter und Frühling, mit 4,5 l Wasser täglich
    • an warmen Tagen (ohne extreme Hitze), rechnet man mit 6 l täglich pro Person, bei Hardcore - Wanderungen im heissen Sommer in der Wüste, ist der Bedarf noch höher; am besten meidet man ohnehin die Mittagshitze und bricht morgens zeitig auf.
Für eine Halbtagestour kommt man mit etwa 2 - 3 l Trinkwasser zurecht. Bei grossem Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen muss immer auch an den damit einhergehenden Salzverlust gedacht werden, auf ausreichende Salzzufuhr (beispielsweise in Form von Bouillon oder Cracker mit Salzanteil) muss gedacht werden.
  • Verpflegung ist ebenfalls mitzuführen, im Sinne von "no trace hiking" dürfen keine Abfälle in der Wüste zurückgelassen werden, die beispielsweise Wildtiere anlocken. Vor Tourbeginn gewaschene Früchte, Trockenfrüchte, Nüsse und Salzgebäck eignen sich gut.
  • ein wenig Bargeld empfiehlt sich, um zumindest in der Wartezeit auf den Bus am Endpunkt ein Eis oder ein Süssgetränk kaufen zu können...

Bekleidung[Bearbeiten]

Wadi Afor
  • zur Wahl der Bekleidung, informiere man sich über die zu erwartenden Temperaturen anhand der Wetterprognosen.
  • Sonnenschutz ist ein Muss für alle Wanderungen in Israel. Vor allem Besucher mit hellem Hauttyp werden - ohne ausreichenden Sonnenschutz - unweigerlich einen heftigen Sonnenbrand erleiden, ein Produkt mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 ist empfehlenswert.
  • um einen Hitzestau ("Hitzschlag") zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen Hut zu tragen. Beliebt sind vor allem Modelle mit guter Abdeckung der Ohren und der Nackenregion, die in den Shops der Nationalparkverwaltung überall erhältlich sind.
  • das Schuhwerk soll den Bodenverhältnissen auf der geplanten Tour entsprechend gewählt werden. Für die meisten Wanderungen werden Wanderschuhe empfohlen, für Touren, auf welchen Gewässer durchschritten werden, oder ohne felsige Partien, empfehlen sich Trekking-Sandalen.

weitere Ausrüstung[Bearbeiten]

  • hochwertige Wanderkarten werden in den Nationalparkshops oder im Internet angeboten, diese sind allerdings nur in Hebräisch beschriftet, sind aber zusammen mit einem Übersichtsplan mit den farbigen Routenmarkierungen sehr hilfreich.
  • auf den Open-Streetmapkarten kann der Layer "Wanderwege" zugeschaltet werden, die Farb-Markierungen der verschiedenen Routen sind hier ersichtlich.
  • die englischsprachige Wanderkarte Makhtesh Ramon Circular Trail von shvil.net 1:35'000 ist u.a. im Nationalparkshop in Mizpe Ramon oder Avdat erhältlich und extrem hilfreich. Auch hier sind neben dem violett markierten Makhtesh Ramon Circular Trail auch sämtliche weiteren Wanderwege mit den entsprechenden Farbmarkierungen aufgeführt.
  • im den dünn besiedelten Wüstenregionen leistet ein GPS - Wander-Navigationsgerät gute Dienste. Die englischsprachigen Karten von shvil.net sind beispielsweise als Rasterkarten für die Navigationsgeräte von TwoNav (mit Kompass und Höhenmesser) und die auch für die für Smartphones mit GPS-Funktion taugliche Software CompeGPS Land verfügbar.

Landschaft[Bearbeiten]

Der Makhtesh Ramon ist der grösste der Makhtesh genannten Erosionskrater; er misst in der Längenausdehnung um 40 km und ist 8 - 10 km breit, der Höhenunterschied zwischen dem ebenen Grund des Kraters und den umgebenden Bergklippen beträgt etwa 500 m.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Wadi Neqarot
Wüsteneidechse im Nahal Neqarot

In den Winter- & Frühlingsmonaten blühen verschiedene Pflanzen in der Wüste und die (immergrünen) Gebüsche und Dornengestrüppe präsentieren sich in einem frischeren Grün, als in den Sommermonaten (ab Mai) und im Herbst.

Nubische Steinböcke (Ibex) sind immer wieder zu sehen, vor allem in den trockenen Monaten kommen sie mit der Abenddämmerung, wenn Ruhe im Naturschutzgebiet einkehrt, zu den Wasserstellen mit der Vegetation; im Frühjahr mit dem grösseren Nahrungsangebot kommen die Tiere weniger in die Nähe der Ansiedlungen.

Klima[Bearbeiten]

Im ariden Wüstenklima liegen die Maximaltemperaturen am Grund des Makhtesh in den Wintermonaten um 12 - 15 Grad, nachts 5-7 °C, im Sommer tags maximal um 30 - 34 °C und nachts um 18-20 Grad, oben im Ort Mitzpe Ramon ist es meist deutlich kühler. Niederschläge kommen praktisch nur in den Wintermonaten vor, auf der Website des Israel Meteorological Service werden Warnungen vor durch Regengüsse ausgelöster Gefahr von Sturzfluten in den canyon-artigen Schluchten publiziert; ggf. bei den Nationalparkrangern wegen Gefahren nachfragen.

Anreise[Bearbeiten]

Die Hauptstrasse 40 führt von Be'er Sheva in südlicher Richtung nach Eilat und durchquert den Makhtesh Ramon, die südlichen Bereiche sind von hier her zugänglich.

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Nur für den Besuch der Ausstellungen im Visitors Center ist eine Zugangsgebühr von 28/14 NIS (2019) zu entrichten, der Zugang in den Makhtesh Ramon ist frei (und - da Nationalparkgebiet - nur in den Tagesstunden gestattet).

Mobilität[Bearbeiten]

Die Strässchen mit doppelten durchgezogenen Linien auf der Karte sind mit dem PW zu befahren (u.a. zum Be'erot Campground), die mit der durchgezogen - gestrichelten Linie sind meist mit einem PW mit etwas Bodenfreiheit und entsprechender Vorsicht fahrbar, die doppelt gestrichelten Linien stehen für mit Vierradfahrzeugen mit grosser Bodenfreiheit passierbare Schotterpisten (mit dem Mountainbike aber gut fahrbar). Im ganzen Naturschutzgebiet dürfen nur entsprechend markierte Pisten befahren werden, es ist verboten, über die mit Steinbrocken markierten Pistenränder ins Gelände zu fahren.

Einfache gestrichelte Routen sind zu Fuss zu erwandern; Verbotszeichen für Fahrräder bezeichnen, dass die Strecke mit dem Rad in der Regel auch in der Realität unpassierbar ist.

Routen[Bearbeiten]

Mount Gvanim
Makhtesh Ramon: Southern Ridge
Shen Ramon

Ammonite Wall, 1.3 km Hiking-Sign-T1.png[Bearbeiten]

  • 1 Ausgangspunkt ist die Abzweigung der roten Route zur Ammonite Wall, die mit einem braunen Hinweisschild der National Parks Assoziation gekennzeichnet ist. Am Strassenrand können einige Fahrzeuge parkiert werden.
  • Auf der סימון אדום.jpg rot-weiss markierten Route gelangt man in zehn Minuten zur Felswand, die beim näheren Hinsehen aus lauter Ammoniten besteht, diese haben meist knapp die Grösse eines Wagenrads. Selbstverständlich dürfen im Nationalparkgebiet keine Fossilien herausgeschlagen oder mitgenommen werden.

Mount Gavnim - Ammonite Wall - Shen Ramon - Wadi Afor, 14.5 km Hiking-Sign-T2.png[Bearbeiten]

  • Als Tagestour (ca. 6 h) kann eine Rundtour zum südlichen Kraterrand und über den Shen Ramon unternommen werden.
  • Die Rundtour kann an verschiedenen Orten begonnen werden. Eine empfehlenswerte Möglichkeit ist es, beim Beduinenzelt beim 2 Abgang der grünen Route ins Wadi Afor zu starten.
  • Zunächst verfolgt man die סימון ירוק.jpg grün-weisse Route vorbei am Beduinenzelt (Toiletten, Trinkwasserstelle) und biegt bei der nächsten Kreuzung bei einem Baum auf die ausgewaschene סימון כחול.jpg blau-weiss markierte Schotterpiste auf den Mount Gvanim ab; sie führt teils der Starkstromleitung entlang.
  • Auf dem 1 Mount Gvanim kreuzen verschiedene Pisten; Infotafeln geben Auskunft über die geologischen Gegebenheiten.
  • Man wendet sich auf dem Gipfel / der Kuppe zunächst auf der סימון שחור.jpg schwarz-weissen Piste nach links resp. nach Osten und nimmt dann den סימון אדום.jpg rot-weiss markierten Fussweg ins Wadi hinunter. Dort kreuzt der Weg die blau-weisse Piste (auf der man auch hätte weitergehen können, sie führt im Westen vom Mount Gvanim ins Tal) und führt nach wenigen Metern weiter.
  • An der Nordflanke führt der rot-weiss markierte Fussweg die Anhöhe hinauf und trifft auf die סימון ירוק.jpg grün-weisse Route. Diese verfolgt man bis zum Gipfelgrat und findet sich hier am südlichen Rand des Makhtesh (Kraters). Nach der Querung des Grats führt der Pfad in Schottergelände und trifft unten auf die rot-weisse Piste.
  • Die סימון אדום.jpg rot-weisse Route führt nach rechts, man gelangt zur Felswand, die von fast Autoreifen - grossen Ammoniten durchsetzt ist, zur Ammonite Wall.
  • Danach führt die rot-weisse Route am Fuss des Massivs im Süden des Makhtesh weiter, auf Höhe eines isolierten Baums im breiten Wadi nähert sich die blau-weisse Piste im Wadi Neqarot an. Der rot-weisse Weg führt nun wieder der Bergkette zu und beginnt zunächst sanft zu steigen.
  • Der Pfad führt dann über eine Felswand / Klippe mit sichtbaren Tritten nach oben, um einen trockenen Wasserfall zu umrunden. Im schwärzlich - rörlichen Schottergestein geht es kurz und steil bergauf, bis das kleine Gipfelplateau des 2 Shen Ramon erreicht ist.
  • Der Weg סימון אדום.jpg rot-weisse führt nun in nördlicher Richtung weiter und führt in einer Rinne mit Schotter und etwas losem Gestein zügig nach unten. Nach ca. 1.3 km trifft man auf die Kreuzung mit der סימון ירוק.jpg grün-weissen Piste. Über eine felsige Erhebung und später vorbei am markanten Baum, an dem der Weg zum Mount Gvanim begonnen hatte, gelangt man zum Ausgangspunkt zurückt.
  • Beim Beduinenzelt wird ein (Event)Lokal neu aufgebaut, demnächst sollte hier auch eine Café/Bar eröffnet werden.
Karte von Wandern im Makhtesh Ramon (Süd)

Einkaufen[Bearbeiten]

  • in Mitzpe Ramon gibt es einen kleinen 1 Supermarkt
  • im Shop des Mitzpe Ramon Visitors Center sind Getränke, Snacks und Eis sowie auch Sonnenschutzhüte, Trinkflaschen und topographische Karten erhältlich.
Gebiet des Makhtesh gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Makhtesh Ramon Bedouin Tent, near Road 40. Tel.: +972 50 227 6486. In Dovis Beduinenzelt können jetzt schon Gruppen und auch Einzelgäste essen, es gibt Übernachtungsmöglichkeiten und es bestehen Pläne, eine Café/Bar zu eröffnen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Übernachtung im Beduinenzelt
  • auf dem 1 Be'erot Campground in der Nähe von Ein Saharonim im Ostteil des Kraters kann im eigenen Zelt (16 NIS) oder in Beduinenzelten (75/10 NIS) übernachtet werden, es stehen Sanitäranlagen, warme Duschen, Abwaschbecken, Elektrizitätsanschlüsse und Grillstellen zur Verfügung, in der Snackbar werden Getränke, Eis, Snacks und auch Feuerholz und Grillkohle verkauft.
  • im Makhtesh Ramon Bedouin Tent (s.oben) besteht ebenfalls die Möglichkeit der Übernachtung im Beduinenzelt.
  • 2 Har HaNegev Field School. Tel.: +972 8658 8615, +972 3638 8688 (Reservationen). verfügt über Fremdenzimmer, Reservationen über die zentrale Reservierungsnummer.
  • in Mitzpe Ramon gibt es Hotelunterkünfte in verschiedenen Preisklassen

Sicherheit[Bearbeiten]

Bzgl. Kriminalität ist die Sicherheitslage völlig unbedenklich, Diebstähle und auch Fahrzeugaufbrüche kommen in den Wandergebieten im Nationalparkgebiet wohl kaum vor (höchstens auf den Parkplätzen mit hohem Besucheraufkommen, wenn man Wertgegenstände offen sichtbar im Wagen präsentiert …); nachts darf man sich nur in den ausgewiesenen Zeltplatzarealen aufhalten.

Gefahr droht durch natürliche Bedrohungen in der Wüste: allen voran droht Gefahr durch die glühende Sonnenhitze an Sommertagen mit nur minimalem Schattenangebot (Hitzschlag, Trinkwassermangel), Sturmfluten als Folge von in der Wüste sehr seltenen aber gelegentlich doch massiven Regenfällen, welche die Rinnsale in den Wadis zu reissenden Bächen anschwellen lassen können - Wetterprognosen und Regenradar bei entsprechender Prognose konsultieren (Wintermonate).

Die auf der Karte farbig markierten Routen sind im Gelände gut markiert. Konsequent sind die Wegmarken immer höchstens in Sichtweite voneinander entfernt. Sollte man einmal die Route verlieren, muss man zur letzten Wegmarke zurückgehen und nochmals nach der nächsten Marke Ausschau halten. Wegweiser markieren die wichtigsten Wanderziele, auf keinen Fall sollte man aber ohne Plan, auf dem die Routen mit ihren Farben bezeichnet sind, losziehen.

Auf den bezeichneten Wanderwegen, die teils an schwierigen Stellen mit Eisentritten, Leitern oder Geländern gesichert sind, ist die Absturzgefahr gering, dennoch kann man vielerorts unvermittelt an einer Klippe über einem Abgrund stehen - Kleinkinder dürfen auf jeden Fall nicht unbeaufsichtigt herumtollen.

Im Zweifelsfall soll eine beabsichtigte Tour immer mit den Parkrangern im Mitzpe Ramon Visitors Center abgesprochen werden, die in kritischen Situationen immer eher zu Vorsicht raten.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • tolle Möglichkeiten für Wanderungen im Wüstengebiet ergeben sich auch in den Gebieten des grossen und kleinen Makhtesh, um Sde Boker und an den Abhängen zum Toten Meer.

Literatur / Kartenmaterial[Bearbeiten]

  • Makhtesh Ramon Area Map & Guide for Cyclists and Hikers, 1:40'000, Shvil.net, ca. 30 NIS
  • Prospekt / Übersichtsplan der Nationalparkverwaltung, ca. 10 NIS
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