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Tilos

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Die Insel Tilos gehört zur Inselgruppe der Dodekanes

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Lage der Dodekanes-Insel Tilos

Orte[Bearbeiten]

Auf Tilos gibt es nur zwei wirkliche Orte, Livadia und Megálo Horió. Dazu kommt ein kleiner Weiler, Agios Andonis, und eine Streusiedlung namens Eristos.

In Livadia, mit seinem langen Kiesstrand, findet eigentlich das ganze Leben der Insel statt. Hier findet man Läden, Restaurants und die Fähren. Vor 20 Jahren war die Insel noch ein Geheimtipp und hatte gerade mal um die 100 Fremdenzimmer zu bieten. Mittlerweile hat sich die Zahl der Zimmer zwischen 2002 bis 2006 von 350 auf 700 gesteigert - Tendenz steigend. Dazu verpasste man Liavadia eine neue Hafenfront mit kleiner Flaniermeile. Aber keine Angst, Tilos ist immer noch ruhiger als fast alle Inseln Griechenlands.

Mikro Horio

Der zweite Ort, Megálo Horió, ist nach wie vor verschlafen. Wer nicht gerade in der Hauptreisezeit Juli und August auf der Insel eintrifft, findet hier noch Ruhe und Erholung in den wenigen Fremdenzimmern am Ort. Einziger Nachteil - es liegt nicht am Meer.

Agios Andonis hingegen ist ein winzig kleiner Hafenort mit einer verträumten Kneipe und einem Strand, der verschmutzt und daher zum Baden relativ ungeeignet ist. Hier gibt es den besten griechischen Salat und traditionelles Leben pur. Neu sind auch einige Zimmer zu vermieten. Lohnende Bademöglichkeiten findet man am etwa drei Kilometer in westlicher Richtung gelegenen Kieselstrand Pláka.

Eristos besteht lediglich aus einer Handvoll Gebäude und einem Hotel mit ca. 50 Betten und ist an der gleichnamigen Bucht im Inselwesten gelegen. Der rund 700 m lange Strand besteht teils aus Kiesel, teils aus feinem und grobem Sand. In den Monaten Juli und August kommen sehr viele Griechen vom Festland zum Zelten. Dann ist der breite Sandstrand mit den Büschen und Tamarisken am Fahrweg etwas voller.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Die Insel Tilos besitzt 19 Strände, zwölf Berge, sieben mittelalterliche Burgen, ein byzantinisches Kloster und etwa 200 orthodoxe Kirchen und Kapellen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Blick auf Livadia

Geographie[Bearbeiten]

Tilos befindet sich zwischen den beiden Inseln Nisyros und Chalki, hat eine Fläche von 64 km² und ist in der Nord-Süd-Ausdehnung gerade einmal 16 km lang. Im Zentrum der Insel befindet sich ein sehr fruchtbares Tal. Der restliche Boden ist felsig und karg. Aufkommender Bewuchs wird von den freilaufenden Ziegen immer wieder kurz gehalten. Wie die anderen Inseln des Dodekanes, war auch Tilos seit der Antike bewohnt. Heute leben dort rund 550 Einwohnerinnen und Einwohner, die überwiegend vom Tourismus leben. Ein geringer Anteil lebt auch noch vom Fischfang,vom Baugewerbe,von der Imkerei und vom Kunstgewerbe.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie so häufig bei kleinen Inseln, ist es nicht so einfach, eine genaue geschichtliche Datierung zu erstellen. Aufgrund der geografischen Lage wird aber immer eine enge Beziehung zu Rhodos bestanden haben. Tilos war Mitglied im Attischen Seebund (479 v. Chr.)[1] Tilos hatte auch zeitweise das Privileg, eigene Münzen zu prägen.[2]Nach der römischen Herrschaft kamen die Johanniter ab 1310 von Rhodos auf die Insel. Zur damaligen Zeit war der gesamte Mittelmeerraum eine unsichere Region. Zur Sicherung der Insel wurden nacheinander sieben Kastra gebaut. Strategisch wurden sie so angelegt, das sie untereinander Kontakt halten konnten, und natürlich auch über die Insel Chalki bis nach Rhodos Informationen austauschen konnten. Das Kastro oberhalb von dem Hauptort Megalo Chorio ist noch am besten erhalten. Ein Jahr vor dem Fall von Rhodos wurde 1522 Tilos von den Türken erobert. Diese politische Struktur bliebt dann bis 1912. Ab diesem Zeitpunkt besetzten die Italiener im Rahmen des Tripoliskrieges die Hauptinsel Rhodos und weite Teile des Dodekanes mit der Insel Tilos. Die Insel hatte dann bis 1945 den italienischen Namen Piscopi. Italienische Briefmarken bekamen einen entsprechenden Zusatzaufdruck. Nach einer kurzen Besetzung von der deutschen Wehrmacht wurde Tilos dann von den Alliierten befreit, und 1948 offiziell dem griechischen Staat zuerkannt.

Sprache[Bearbeiten]

Selbstverständlich ist die offizielle Landessprache griechisch. Da die Insel überwiegend vom Tourismus lebt, kommt man mit englisch sehr gut weiter. Seit vielen Jahren gibt es einen großen Anteil an britischen Touristen, darauf haben sich die Hotels und Restaurants eingestellt. Einige Tilioten (Einheimische) haben auch mehrere Jahre in den USA gelebt. Natürlich ist es immer gut, einige Wörter auf griechisch parat zu haben. Sowas fördert die zwischenmenschlichen Beziehungen ganz ungemein. Auch den russischen Tagestouristen wird entgegen gekommen, es gibt russische Speisekarten und die Bedienung spricht teilweise russisch.

Anreise[Bearbeiten]

Ein- bis zweimal die Woche wird Tilos von den großen Fähren auf dem Weg von Piräus nach Rhodos angefahren. Daneben gibt es aber auch noch verschiedene andere Verbindungen (Rhodos, Kos) mit kleineren Schiffen. Zu diesen Schiffen gehören die schnellen Katamarane der Dodekanes Seaways Linie aus Rhodos, und das ebenfalls schnelle Schiff, die SeaStar. Die SeaStar gehört der Tilosgemeinde und fährt im Sommer fast täglich die Route Rhodos - Tilos. Ein Blick auf den aktuellen Fahrplan (Stefanakis Travel) kann da nicht schaden. Bei Sondersituationen wie Streik oder Sturm die jeweile Hafenpolizei anrufen, oder das Travel-Büro. Die Insel Tilos ist keine große Insel, und man hat daher auch im Sommer nicht immer die Gewähr planmäßig An- oder Abzureisen. Immer einige Tage zusätzlich bei der Gesamtplanung berücksichtigen. Die großen Fähren nehmen natürlich Autos oder Wohnmobile mit, der schnelle Katamaran kann Autos oder kleinere Wohnmobile mitnehmen. Die Kapazität ist aber sehr gegrenzt und recht teuer. Die SeaStar (Tilosboot) kann nur Passagiere mitnehmen. Alle Fährenpreise sind in den letzten Jahren auf einem hohen Preisniveau. Insel hüpfen kann da schnell teuer werden.

Yachthafen[Bearbeiten]

Eine Anreise mit dem eigenen Boot ist auch möglich. Die Anlegestelle für die Fähren in Livadia hält einige Plätze für Motor- und Segelboote frei. Es gibt mehrere Versorgungsboxen für Trinkwasser und Strom. Hafenmeisterin spricht deutsch. Bei Überfüllung des Hafens kann in der großen Bucht geankert werden. Ankergrund ist bei Wind nicht sehr sicher. In den Sommermonaten wird der Yachthafen gerne als Zwischenstation bei Ägäisregatten genommen. Einen Nothafen gibt es noch auf der nördlichen Seite der Insel in Agios Antonios. Die Anfahrt ist aber gerade bei Nordwinden nicht so ganz einfach.

Mobilität[Bearbeiten]

Der Inselbus verkehrt in der Hauptsaison regelmäßig (ca. alle zwei Stunden) zwischen Livadia, Megálo Horió und Eristos. Mehrmals in der Woche fährt der Bus in der Hauptsaison bis zum relativ weit entfernten Kloster Panteleimonas. Die Fahrpläne werden mit den Zeiten der Tagesschiffsausflüge von Rhodos abgestimmt. Leider gibt es im Moment (Stand: Januar 2013) keine Taxis mehr auf Tilos. Am Hafenort Livadia gibt es aber mehrere Auto- und Rollervermietungen. Die Polizeipräsenz ist zwar sehr niedrig auf Tilos, aber die Promillegrenze von 0,5 auch. Die Unfallhäufigkeit im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist sehr hoch. Daher ist defensive Fahrweise angeraten. Zwischen den Orten Livadia und Megalo Chorio ist zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Ziegen auf der Fahrstraße zu rechnen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Micro Chorió. Die ausgestorbene Stadt. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Kloster des hl. Panteleimon, im Nordwesten der Insel.
  • Kirche des Erzengels Michael, in Megálo Horió.
  • Fossilien von Zwergelefanten. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Museumsraum, im Gemeindeamt von Megálo Horió.
  • Neues Museum, neben dem Theater.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Tilos ist schon der Strandsituation wegen für Massentourismus weniger geeignet, es wird daher eher die Konzeptidee des umweltverträglichen Tourismus verfolgt. Dem Vogelschutz verpflichtet, wurde auf Tilos schon 1992 die Jagd verboten, weshalb die Insel als ungestörter Rastplatz von Zugvögeln angenommen wird. Tilos erhielt dafür 2009 den EuroNatur-Preis für engagierten Zugvogelschutz.

Wer also naturinteressiert ist, Ruhe sucht und gerne wandert, findet hier eine schöne Gelegenheiten dazu.

Wandern[Bearbeiten]

Dass hier Wandertourismus gefördert wird, zeigt sich an verschiedenen markierten Wanderrouten ebenso, wie an einer eigenen Wanderkarte, was für eine griechische Insel dieser Größe eher ungewöhnlich ist.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Kleinere Schiffsexkursionen rund um Tilos, zu kleinen Badebuchten oder auch nach Nisyros sind mit dem sehr schönen umgebauten Fischerkaiki von Stelios zu machen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Annette Spangenberg, Stefan Heitmann: Tilos – Schatzinsel in der Ägäis. EuroNatur Reiseführer, Radolfzell 2013, ISBN 978-3-00-042508-0.

Fußnoten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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