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Tiflis/Didube

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Didube (დიდუბე ist ein Stadtteil von Tiflis, er liegt zwischen der Eisenbahnstrecke und dem linken Ufer des Mtkwari nördlich des alten Stadtteiles Tschughureti. Die ehemalige kaukasusdeutsche Kolonie Alexanderdorf ist heute großteils von Industrieanlagen und großen Wohnblocks geprägt, aber auch von großen Märkten, die von Baumaterial bis Obst und Gemüse fast alles verkaufen.

Hintergrund[Bearbeiten]

In der zentralen Markthalle

Anfang des 19. Jahrhunderts kamen deutsche Siedler in den Kaukasus und siedelten auch in Tiflis, die sogenannte Tifliser Kolonie am linken Ufer des Mtkwari entspricht heute dem Stadtteil Tschughureti. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand nördlich davon, etwa im Bereich rund um die Metrostation Zeretlis Gamsiri, zwischen der heutigen Tamar-Mepe-Straße und dem Eliawa-Markt, eine weitere deutsche Siedlung: Alexanderdorf. So wie auch in Tschughureti kann man daher im stadtnäheren Teil von Didube noch ehemalige deutsche Siedlungshäuser entdecken.

Nördlich der alten Bebauung wurden im 20. Jahrhundert zahlreiche Industrieanlagen errichtet, das Gebiet zwischen Zereteli-Straße und dem Fluss ist heute durch teilweise leerstehende Fabriken geprägt, in deren Räumlichkeiten Kleingewerbe einzog. Auch ein ausgedehntes Marktgebiet, der Kawtaradse-Markt, befindet sich dort, wo hauptsächlich Baumaterialien an Groß- und Kleinabnehmer verkauft werden. Zwischen Zeretelistraße und der Eisenbahn befinden sich großvolumige Wohnbauten aus der Sowjetzeit.

Mit der Fertigstellung der Tifliser Eisenbahnumfahrung soll der Zentralbahnhof aufgelassen werden und das Bahngelände bis zur Station Didube mit Wohnbauten, Büros und Geschäftszentren entwickelt werden. Stand 3/2014 ist jedoch der Weiterbau der Umfahrung wegen Geldmangel gestoppt und somit ist für dieses Stadtentwicklungsprojekt noch kein Zeitplan vorhanden.

Abgrenzung Gen Westen wird der Bezirk vom Fluss Mtkwari abgegrenzt, gen Osten von der Eisenbahnstrecke, die eine beinahe undurchlässige Barriere zum Nachbarstadtteil Nadsaladewi darstellt. Im Norden endet Didube, wo Fluss und Bahn einander treffen. Im Süden ist die Abgrenzung zu Tschughureti weniger scharf definiert, Didube endet ungefähr an der Tamar-Mepe-Straße, die Hauptachse vom Heldenplatz zum Zentralbahnhof.

Anreise[Bearbeiten]

  • Vom Flughafen: Der städtische Autobus Nr. 37 verbindet den Flughafen mit dem Zentralbahnhof (0,50 GEL, ca. 1 Stunde)
  • Bahn: Mit der oben angegebenen Abgrenzung befindet sich der 1 Tifliser Zentralbahnhof am südöstlichen Eck von Didube. Weiters befindet sich im Norden vom Stadtteil die 2 Bahnstation Didube, wo ebenfalls viele Züge halten - Schnellzüge i.d.R. aber nur auf der Fahrt nach Tiflis und nicht aus Tiflis hinaus
  • Fernbus: 3 Busbahnhof Didube im Norden des Bezirksteiles, etwa 300 m nördlich der Metrostation Didube.
Vestibül der Metrostation Zeretlis Gamsiri
  • Metro: Metrostationen 4 Sadguris Moedani 1 und 5 Didube auf der ersten Linie, Stationen 6 Sadguris Moedani 2 und 7 Zeretlis Gamsiri auf der zweiten Linie. Von der Station 8 Gotsiridze (ehem. Elektrodepo) gibt es eine Fußgängerbrücke über das Bahngelände nach Didube.
  • Bus und Marschrutka: Entlang der Zeretelistraße fahren zahlreiche Bus- und Marschrutkalinien, diese starten i.d.R. beim Zentralbahnhof (unterer Vorplatz).
  • Straße: Brücken vom rechten Ufer des Mtkwari: Tamar-Mepe-Brücke im Zuge der Tamar-Mepe-Straße (Heldenplatz-Zentralbahnhof), Bagrationibrücke vom Saakadse-Platz in Saburtalo zum Eliawa-Markt und Dighomi-Brücke in der nördlichen Verlängerung der Zeretelistraße nach Dighomi und zur Hauptausfallstraße nach Mzcheta. Zwischen Didube und Nadsaladewi ist die Eisenbahn eine fast unüberwindbare Barriere, es gibt nur eine Straßenquerung im Zuge der Tornike-Eristawi-Straße und eine Fußgängerbrücke von der Stanislawski-Straße zur Metrostation Gotsiridse bei der Sestaponi-Straße. Die Uferstraße am linken Mtkwari-Ufer ist eine stark befahrene Hauptstraße und führt im Norden weiter nach Gldani und Tianeti.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 St.Mariam-Kirche am Ende der Didube-Straße

Bauwerke[Bearbeiten]

Metrostation Sadguris Moedani im Verwaltungsgebäude der Post
  • 2 Dinamo-Arena, auch Nationalstadion und Boris-Paidschadse-Stadion: Am Beginn des Zereteli-Prospektes steht das in den 1930er-Jahren eröffnete und seither mehrfach umgebaute Stadion für 50,000 Zuschauer, die größte und modernste Sportarena in Georgien. Hier finden die Heimspiele des Fußballclubs Dinamo Tiflis statt, sowie wichtige Länderspiele im Fußball und auch Rugby.
  • 3 Expo Georgia: Messegelände mit Ausstellungspavillions aus den 1930ern mit prächtigen Mosaiken im realsozialistischem Stil
  • 9 Metrostation Didube: 1966 eröffnet, Architekten G. Modsmanischwili und N. Lomidse, sie gilt als eine Besonderheit der Metro Tiflis, da sie – neben Goziridse – als einzige als Hochbahnstation angelegt wurde.
  • 4 Ehem. Schokoladefabrik "Mziuri", 1960er-Jahre, heute leerstehend, wird manchmal für Kunstprojekte zwischengenutzt.
  • 1 Zentrale Markthalle, 1920er-1930er-Jahre, immer noch als Markt in Betrieb (s. Einkaufen)

Museen[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • 6 Bahnhofsplatz (Sadguris Moedani):
  • 10 Tifliser Zentralbahnhof: Errichtet in den 1980er-Jahren ist er heute jedoch großteils ein Einkaufszentrum.
  • 7 Verwaltungsgebäude der georgischen Post (konstruktivistischer Stil, 1980er)
  • 8 Ehem. Hotel Kolcheti - 1930er-Jahre, heute Wohnhaus für Flüchtlinge
  • 9 Ehem. Bordschomi-Bahnhof - 1960er-Jahre, bis 2010 genutzt als Endpunkt für Regionalzüge (nicht nur nach Bordschomi), heute Zwischennutzung als Markt
  • Tamar-Mepe-Straße

Parks[Bearbeiten]

  • 10 Muschtaidi-Garten - Park mit Vergnügungsattraktionen und Kindereisenbahn
  • 11 Park an der Aghaladse-Straße, bei der Bagrationibrücke

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Die Märkte (s. Kapitel Einkaufen) sind aufgrund der Vielfalt an Waren und des scheinbaren Chaoses, das dort herrscht, bereits eine Attraktion für sich. Selbst wenn ihnen der Charme eines orientalischen Basars fehlt, sollte man auf einen Besuch nicht verzichten. Vorsicht auf Taschendiebe!
  • Im Muschtaidi-Garten befindet sich die älteste Kindereisenbahn der Welt, eröffnet 1935 und derzeit leider nicht in Betrieb. Kindereisenbahnen werden von Kindern und Jugendlichen betrieben und in den ehemals sozialistischen Staaten gebaut, um den Nachwuchs für eine zukünftige Berufslaufbahn als Eisenbahner zu begeistern. [1]

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Der Muschtaidi-Garten hat neben der Kindereisenbahn auch einige Attraktionen für Kinder, wie Ringelspiele und Autoscooter, zu bieten.
  • Besuch von Fußball- und Rugbyspielen in der Dinamo-Arena.
  • Trainspotting: Das Bahngelände besticht mit zahlreichen Lokomotivschuppen und abgestellten Wagen, es lässt sich aber besser von der Nadsaladewi-Seite aus erkunden. Fotographen werden allerdings nicht gerne gesehen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Am Markt in Didube
  • Haupteinkaufsstraße: Zereteli-Straße
  • 2 Didube Plaza, Zereteli-Straße 116. Tel.: +995 32 2357173, E-Mail: . eine einfache Shoppingmall
  • 3 Schirnhofer: Lebensmittelgeschäft mit Produkten des österreichischen Fleischereibetriebes, Zereteli-Straße 81
  • Zereteli-Straße 118 am Gelände der Expo Georgia: 4 Kinderspielzeug aus Kunststoff, vom falschen Lego über Plastikbälle bis hin zu riesigen Spielgeräten für Spielplätze ist alles verfügbar.
  • 5 Didube-Markt: Zwischen Metrostation Didube und dem Busbahnhof ein großer Markt für Obst und Gemüse und andere Lebensmittel
  • 6 Eliawa-Markt - hier kriegt man alles, was man als Heimweker braucht: Baumaterialien, Werkzeug
  • Agaladse-Straße und nördlicher Teil vom Kawtaradse-Markt: hier werden alte Autos ausgeschlachtet und Ersatzteile 7 ("Awtoraswal") verkauft, es finden sich auch Autowerkstätten. Ganz im Norden der Straße, hinter der Expo Georgia, werden 8 Eisenwaren personalisiert zusammengeschweißt: von der Dachrinne über das Stiegengeländer bis hin zum Schaschlikgrill kann man alles anfertigen lassen.
  • Bei der Bagrationibrücke rund um die Kutaissi-Straße und die Bagrationistraße kriegt man auch neue 9 Autoersatzteile, meist Nachbauten.
  • Das Marktviertel erstreckt sich rund um den Bahnhof und setzt sich im Norden zwischen Eisenbahnstrecke und Zeretelistraße bis zur Bagrationistraße fort:
  • 10 Zentralmarkt: Fleisch und Käse
  • 11 Markt Desertirebis Basroba: Obst und Gemüse
  • 12 Mall Kidobani: Elektronik und Haushaltswaren. Hier wird man am ehesten fündig, wenn man beispielsweise sein Ladegerät fürs Handy oder die Digitalkamera verloren hat. Handyshops führen auch Reparaturen durch, z.B. Akkuwechsel eines iPhones für ca. 30 Lari.
  • 13 Mall "Tergi-2": Kleidung, Haushaltswaren und Kinderspielzeug
  • 14 Mall "Kalakis Guli": Lebensmittel und Haushaltswaren
  • Fortsetzung des Marktgebietes entlang der Tewdore-Mghwedli-Straße nach Norden
  • Mall 15 "Pasaji-2000" und 16 "Detskij Mir": Haushaltswaren und Elektronik
  • 11 Mall "Tbilisi Tsentrali" im Gebäude des Zentralbahnhofes: Modernes Einkaufszentrum
  • 17 Goldmarkt vor dem Zentralbahnhof: Schmuck und Juwelen - einst Umschlagplatz gestohlener Gegenstände aus Europa, wird dieser Markt nun von der Polizei sehr genau kontrolliert
  • Fußgängerunterführungen am Bahnhofsplatz: sehr günstige Kleidung und Schuhe aller Art, meist Chinaimporte in zweiter Wahl oder Second Hand.

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • In den Marktgebieten gibt es zahlreiche fliegende Händler, die Chatschapuri und co. zu sehr günstigen Preisen verkaufen, ebenso gibt es auch sehr viele stationäre Chatschapurigeschäfte. Preis für einen Snack < 1 Lari.
  • Getränke: besondere Erfrischungen bekommt man in den Marktgebieten ebenso, und zwar kalten Kwas (ბურახი, Burachi) und hausgemachte Limonade - Sirup aus Früchten aufgespritzt mit Sodawasser. Besonders empfehlenswert ist die giftgrüne Limonade aus Tarchuna (Estragon). Preis für einen kleinen Becher ca. 0,30 Lari.

Mittel[Bearbeiten]

  • Mirzaani, Zereteli-Straße.
  • 1 McDonald's, Ecke Zereteli-Straße / Bagrationistraße.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Mravaljamieri, Linkes Ufer ggü. Bank of Georgia Headquarters. Tel.: +995570200300, E-Mail: . Weitläufiges Restaurant in zwei Teilen: Georgische Küche mit Gastgarten, Pavillions und großem Speiseraum; europäisch-gediegen mit Livemusik am Abend

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

  • 1 Polizeistation: Ecke Zereteli-Straße / Bagrationistraße
  • Auf den Märkten finden Taschendiebe ideale Arbeitsbedingungen vor
  • Auf den Märkten werden manchmal "Touristenpreise" verlangt, der Aufschlag ist aber selten wirklich relevant

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • DHL: Zeretelistraße 83

Literatur[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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