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Schelde-Rhein-Route

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Die Schelde-Rhein-Route (auch als LF 13 bekannt) führt von Middelburg über Eindhoven nach Venlo und weiter nach Duisburg.

Hintergrund[Bearbeiten]

Zeeländisches Delta[Bearbeiten]

Zu Beginn unserer Zeitrechnung lag anstelle des heutigen Zeelands ein ausgedehntes, unzugängliches Moorgebiet, das von einer fast durchgängigen Küste aus niedrigen Dünen und Sandbänken von der See getrennt war. Durch das Gebiet verliefen einige schmale Flüsse, Vorläufer der heutigen Ooster- und Westerschelde. Die Besiedlung konzentrierte sich auf die Sandbänke. Unter anderem wurden hier verschiedene römische Gegenstände gefunden aus der Zeit bis 283 n. Chr. wie Münzen und Abbildungen der gallo-römischen Meeres- und Fruchtbarkeitsgöttin Nehellennia.

Während des letzten Viertels des 2. Jhs. und im 4. Jh. schlug die See bei Sturmfluten an verschiedenen Stellen Breschen in die Küstenlinie. Große Teile der Dünen und des dahinter liegenden Moors wurden überschwemmt und weggeschlagen. Wasserläufe schnitten sich immer weiter in das Moor und zerbröckelten das Gebiet in Inseln. Es waren viel mehr als heute und teilweise lagen sie an anderer Stelle. Wegen der regelmäßig wiederkehrenden Wassermassen sah sich der größte Teil der Bevölkerung gezwungen, in sicherere Wohnorte umzuziehen. Nachdem sich das Wasser beruhigt hatte, setzte sich der mitgebrachte Schlamm landeinwärts fest und verband auch einige Inseln wieder miteinander. Ab dem Jahr 800 nahm die Besiedlung aus Flandern und Nordbrabant kommend wieder zu. Sie ließen in der salzhaltigen Vegetation Schafherden grasen.

Zuerst sicherten die neuen Bewohner ihre Wohnorte, indem sie sie erhöhten. Nach einer schweren Flut im Jahre 1134, bei der große Teile Walcherens und Zuid-Bevelands weggespült wurden, wurden die bewohnten Inseln mit Ringdeichen befestigt. In weiteren Ringen wurden ab dem 13. Jh. neue Polder um die Inseln angelegt Die in diesem Zeitraum entstandene Landschaft zeichnet sich durch die vielen, in kurzem Abstand aufeinander folgenden Deiche aus. Im 16. Jh. folgte erneut eine Reihe verheerender Sturmfluten: Bei der Sint-Felix-Quade-Saterdach-Flut von 1530 verschwanden u. a. St.-Philipsland, Noord- und Zuid-Beveland östich der Linie Hansweert - Yerseke unter Wasser. Auch ein Teil von Reimerswaal, damals die drittgrößte Stadt Seelands, ging verloren. Weitere Überströmungen führten dazu, dass die Stadt 1632 endgültig geräumt und den Fluten preisgegeben wurde. Später wurden viele dieser Gebiete wieder zurückgewonnen, doch ein Teil wird noch immer als Verdronken Land bezeichnet.

Die Polder, die ab dem 17. Jh. sehen völlig anders aus. Sie sind groß und von regelmäßiger Anlage. Man ließ sich auch stets weniger durch die Natur einschränken: in denselben Polder wurden sowohl Schorren (die nur bei einer Springflut unter Wasser liefen) als auch unbepflanzte Slikken (die bei jeder Flut überschwemmt wurden) und Wasserläufe einbezogen. Erst um 1870 wurden Zuid-Beveland uznd Walcheren miteinander (durch den Sloe-Damm) und mit Noord-Brabant (durch den Kreekrak-Damm) verbunden. Diese Dämme ermöglichten auch die Anlage der einzigen Bahnlinie in Zeeland, der Linie Roosendaal - Vlissingen.

Die Watersnoodramp vom Februar 1953, bei der gro0e Teile Zeelands überschwemmt und rund 1500 Menschen starben, bewirkte eine grundsätzliche "moderne" Herangehensweise an das Problem der Überschwemmungen. Der Deltaplan war geboren. Ab den sechziger Jahren wurden alle Flussarme (außer denen der Wester- und der Oosterschelde) abgesperrt und die Küstenlinie damit um einige 100 km verkürzt. Zeeland konnte somit auch touristisch erschlossen werden.

Brabanter Sandgebiet[Bearbeiten]

Im Westen bei Woensdrecht fällt das Gelände steil ab in Richtung Zeeland, im Osten grenzt es an das ehemalige Hochmoor Peel. Verglichen mit den umgebenden Lehm- und Torfgebieten vermitteln die Brabanter Sandgründe einen chaotischen Eindruck durch den starken Wechsel von Wald, Weide, Äckern und Heide und oft eigenwilligen Grundstücksformen. Ursache sind die Höhenunterschiede zwischen den höher gelegenen abfallenden Decksandrücken und den Tälern mit ihren Bächen und Flüsschen. Abhängig von der Höhe und damit verbunden der Feuchtigkeit und Fruchtbarkeit des Bodens wechselt die Eignung für bestimmte Formen der Bodennutzung ab. Dies führte u. a. dazu, dass die alten fränkischen Dörfer sich nicht ungehindert ausbreiten konnten, sondern kleine Weiler in einiger Entfernung zum Mutterdorf errichtet wurden. U. a. um Oirschot ist diese Entwicklung gut sichtbar.

Neben dieser Siedlungsform entstanden in der fränkischen Zeit auch Domänen (Großgrundbesitzungen), die aus einem zentralen Teil, auf dem Sklaven für den Eigentümer arbeiteten, und einer Anzahl von Nebenbetrieben, die im Auftrag des Eigentümers von halbfreien Hörigen bewirtschaftet wurden. Die wüsten Gebiete, also auch die Heide, gehörten den "Herren", wie den Herren von Bergen op Zoom und Breda oder den Herzögen von Brabant. Mitte des 13. Jhs. begannen diese Herren, die wüsten Gebiete auszugeben. Vor allem die kapitalkräftigen Klöster wurden damals initiativ bei der Kultivierung fieser Gebiete. Viele Moorgebiete in West-Brabant wurden unter ihrer Führung entwässert, abgegraben und in landwirtschaftliche Gebiete umgewandelt. Die dazu gehörenden Höfe wurden auf den Sandrücken angelegt und es entstanden parallel zueinander verlaufende Reihen blockförmiger Parzellen. Im Osten Brabants erhielten diese Kultivierungen eine andere Form: langgestreckte Dörfer entwickelten sich entlang der Straßen, im rechten Winkel dazu wurden schmale, lang gezogene Parzellen angelegt. Die übrig gebliebenen Wüsten blieben Eigentum der Herren, wurden aber von diesen gegen Bezahlung an Bauern zur Nutzung überlassen.

An diese Besitzverhältnisse kam erst in der Franzosenzeit (1789-1813) ein Ende. Die Wüsteneien, die noch stets fast die Hälfte von Noord-Brabant ausmachten, kamen in die Hände neu geschaffenen Gemeinden, die im Laufe des 19. Jhs. jede für sich bei (Finanz-)Bedarf Teile der Heideflächen veräußerten. Rund 10.000 ha wurden auf diese Weise kultiviert, zwei Drittel wurden mit Wald bepflanzt, hauptsächlich mit Kiefern. Zum Ende des 19. Jhs. nahm das Tempo der Umwandlung von Heide in Wald rasch zu. Bis zum Zweiten Weltkrieg entstanden froße Waldgebiete, u. a. an dieser Route die Landgüter "De Mattenburgh", "De Moeren" und "De Pannenhoef" sowie die "Wälder von Chaam" (Chaamse bossen). Nur wenige Heide- und Sandgebiete blieben aus Gründen des Naturschutzes erhalten.

Das Leben der brabanter Bauern war nicht einfach. Die gemischten Betriebe hatten zu wenig Land, um rentabel zu sein, und je mehr die Bevölkerung wuchs, um so ärmer wurde sie. Das berühmte Bild von Vincent van Gogh "Die Kartoffelesser" zeigt das ganz und gar nicht pittoreske Leben dieser Menschen. Im 18. und 19. Jh. wurde ein Teil dieser nicht genutzten Arbeitskraft in eine Hausindustrie gesetzt, die ab der 2. Hälfte des 19. Jhs. fabriksmäßig ausgebaut wurde, um die Losten niedrig und die Konkurrenz aus dem Ausland fern zu halten. Die Zahl der zur Verfügung stehenden billigen Arbeitskräfte blieb bis weit ins 20. Jh. hoch dank sinkender Sterbe- und unverändert hoher Geburtsraten. Dies und die verbesserten Verkehrsverbindungen mit den Handelszentren (u.a. Zuid-Willemsvaart 1826; Eindhovens Kanaal 1846; Anschluss ans Eisenbahnnetz 1866) ließen auch Industriestandorte für neue Produkte in Noord-Brabant entstehen. Das weitaus wichtigste Unternehmen ist Philips, das 1891 mehr oder weniger zufällig mit der Produktion von Glühlampen in der Textilstadt Eindhoven begann. Um 1970 waren rund 42.000 Menschen in der Region bei Philips beschäftigt. Ein anderes wichtiges Unternehmen war bis weit in die siebziger Jahre die ursprünglicher Anhängerfabrik der Gebrüder van Doorne, besser bekannt unter der Abkürzung DAF. Auch andere Städte wuchsen zu wichtigen Industriestandorten, darunter Tilburg (Wolle und Metall), Bergen op Zoom (Metall) und die Langstraat zwischen Raamsdonksveer und Vlijmen, in der die niederländische Schuhindustrue beheimatet ist. Seit den sechziger Jahren ist zwar viel Industrie in die jeweils neuen Billiglohnländer abgewandert, doch Noord-Brabant ist noch stets der Industriestandort Nr. 1 der Niederlande.

Peel, Maas- und Rheinebene[Bearbeiten]

Vorbereitung[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Middelburg - 's-Gravenpolder[Bearbeiten]

Middelburg - 5 km - Oudedorp - 1 km - Nieuw- en St.-Joosland - 8 km - Nieuwdorp - 4 km - 's-Heerenhoek - 3 km - 't Vlaanderte - 4 km - Nisse - 3 km - 's-Gravenpolder

Gesamtlänge: 28 km

's-Gravenpolder - Woensdrecht[Bearbeiten]

's-Gravenpolder - 4 km - Eversdijk - 3 km - Hansweert - 4 km - Kruiningen - 5 km - Waarde - 5 km - Gawege - 9 km - Bath - 6 km - Volckerdorp -2 km - Woensdrecht

Gesamtlänge: 40 km

Woensdrecht - Rijsbergen[Bearbeiten]

Woensdrecht - 2 km - Landgut "Lindonk" - 1 km - Landgut "Mattemburgh" - 3 km - Landgut "Wouwse Plantage" - 3 km - Vleet - 6 km - Nispen - 3 km - Steenpaal (B) - 2 km - Horendonk (B) - 4 km - Oude Buisse Heide - 2 km - Landgut "Walsteijn" - 5 km - Landgut "De Moeren" - 5 km - "Landgut Pannenhoef" - 2 km - Landgut "Waterman" - 2 km - Rijsbergen

Gesamtlänge: 40 km

Rijsbergen - Alphen[Bearbeiten]

Rijsbergen - 2 km - Kaarschot - 1 km - Galderse Meren - 2 km - Boven Mark - 2 km - Landgut "Mastbos" - 4 km - Breda - 2 km - Ginneken - 1 km - Schloss "Bouvigne" - 2 km - Ulvenhout - 1 km - Ulvenhoutse bos - 3 km - Sint Annabos - 3 km - Prinsenbos - 1 km - Chaamse bossen - 3 km - Alphen

Gesamtlänge: 27 km

Alphen - Best[Bearbeiten]

Gesamtlänge: 36 km

Best - Heitrak[Bearbeiten]

Gesamtlänge: 44 km

Heitrak - Venlo (Grenze)[Bearbeiten]

Gesamtlänge: 35 km

Venlo (Grenze) - Duisburg[Bearbeiten]

Gesamtlänge: 55 km

Übernachtung[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Niederländische zugehörige Webseite:LF 13
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