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Santa Maria (Azoren)

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Santa Maria
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Santa Maria ist die südlichste Insel der Azoren.

Hintergrund[Bearbeiten]

Auf dem Pico Alto
Die Kirche Nossa Senhora da Assunção in Vila do Porto

Santa Maria ist mit 97,52 km² die drittkleinste der neun Inseln der Azoren. Ihre größte Breite beträgt 9,5 km, die größte Länge 17 km, die Küstenlänge beträgt 47 km. Die höchste Erhebung ist der Pico Alto mit einer Höhe von 590 m. Die von Touristen wenig besuchte Insel hat ca. 5.600 Einwohner.

Die Insel wurde am 15. August 1432 durch Frei Gonçalo Velho, einen Ritter des Christusordens, für Portugal in Besitz genommen und entsprechend dem Feiertag Mariä Himmelfahrt nach der Jungfrau Maria benannt. Die Siedler kamen aus Portugal. Vom Gipfel des Pico Alto aus wurde die Nachbarinsel São Miguel gesichtet und alsbald besiedelt.

Die Insel bildet im Westen ein eher trockenes und im Sommer fast wüstenhaftes Plateau aus und wird gelegentlich mit den Ebenen in Texas verglichen. Weiter im Osten nähert sie sich dem für die Azoren typischen Landschaftsbild an. Santa Maria gilt wegen ihrer Ackerbauflächen als "gelbe Insel". Die weißen Häuser der Insel haben vielfach hohe zylindrische Schornsteine.

Zu Santa Maria gehören auch die rund 36 km nordöstlich gelegenen, unbewohnten Formigas, eine Gruppe von acht (außer für Taucher) touristisch unbedeutenden Inselchen mit einem Leuchtturm. Sie bilden das östlichste Gebiet der Azoren.

Die Insel hat das trockenste und mildeste Klima aller Inseln der Azoren. Die Niederschlagsmenge beträgt nur die Hälfe der Insel Flores. Die Temperatur schwankt zwischen 14 °C und 28 °C; die Jahresmitteltemperatur liegt bei 17,5 °C.

Hauptstadt ist die Kleinstadt Vila do Porto mit gut 3 000 Einwohnern im Südwesten der Insel. Sie ist die erste Siedlung auf den Azoren. Daneben gibt es vier weitere Gemeinden: Almagreira im Süden, Santa Bárbara im Nordosten, Santo Espírito im Südosten und São Pedro im Norden.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Santa Maria wird mit regelmäßigen täglichen Verbindungen mit dem Flugzeug von São Miguel aus erreicht (Flugzeit rund eine halbe Stunde). Die Insel besitzt einen auf einen Militärstützpunkt im Zweiten Weltkrieg zurückgehenden, heute überdimensionierten Flughafen nordwestlich von Vila do Porto IATA CodeSMA. Nach São Miguel führen regelmäßige Flüge (auch einige Direktverbindungen, sonst via Lissabon) von Europa und aus Nordamerika.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Im Sommer besteht zweimal wöchentlich eine Schiffsverbindung mit São Miguel (Atlanticoline, Fahrzeit rund vier Stunden; Fahrplan unter Weblinks). Auch eine Mitfahrt auf dem regelmäßig verkehrenden Frachtschiff Baia dos Anjos ist möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Santa Maria (Azoren)

Am Flughafen gibt es die Büros mehrerer Autovermietungen (Autatlantis, eMail: santamaria@autatlantis.com; Ilha Verde; eMail: reserve@ilhaverde.com; und Rent-a-Car Mariense), einen weiteren (Ilha do Sol) im Vorort Salvatierra. Tagesmieten ab 45 EUR einschließlich CDW.

Das Unternehmen TSM (www.transportesdesantamaria.com) betreibt eine Reihe von Buslinien auf der Insel, dia auch für Touristen interessant sind.

Taxifahrten sind verhältnismäßig günstig (Inselrundfahrt 14 EUR) und kommen als Alternative zu Mietwagen in Betracht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Bucht von São Lourenço
  • Mehrere Gebäude in Vila do Porto aus dem 16. und 17. Jahrhundert, darunter das ehemalige Kloster Convento de Santo António (heute öffentliche Bücherei), das Franziskanerkloster, die Kirchen Nossa Senhora da Assunção und Igreja da Misericórdia, außerdem die Festung São Brás und das Museum Santa Maria mit einer Töpfereisammlung
  • Kirche von Santo Espirito. Die Kirche im Südosten gilt als die schönste der Insel.
  • Zwischen Santo Espirito und der Bucht von São Lourenço bietet der Miradouro do Espigão eine schöne Aussicht.
  • 1 Die Aussicht vom Pico Alto. Der höchste Punkt der Insel.
  • 1 Bucht von São Lourenço.
  • 1 Anjos. Mit einer Statue für Christoph Kolumbus, der bei der Rückkehr von seiner ersten Amerikareise hier die Messe besucht haben soll.
  • 2 Maia. Eine Walfangstation und Leuchtturm, Wasserfall.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wandern[Bearbeiten]

Der Leuchtturm Gonçalo Velho
Jachthafen von Vila do Porto

Der Rother-Wanderführer Azoren beschreibt folgende Touren:

  • Baia do Tagarete (2 Stunden)
  • Von Santa Bárbara nach Norte (3 Std. 30 Min.)
  • Von Anjos zur Baia do Raposo (5 Stunden)
  • Rund um den Pico Alto (2 Std. 30 Min.)
  • Von Santo Espírito nach Maia (4 Std. 30 Min.)

Der Parque Florestal das Fontinhas ist ein Ausflugsziel mit Picknickplätzen, Kinderspielplatz und einem Aussichtspunkt am Westhang des Pico Alto.

Strände[Bearbeiten]

  • Praia Formosa. Ein breiter Sandstrand unterhalb des Dorfs Almagreira an der Südküste.
  • São Lourenço. Verfügt über einen Sandstrand und ein Meeresschwimmbecken.
  • Maia. Auch Maia im Südosten hat ein Meeresschwimmbecken.
  • Anjos. In Anjos im Nordwesten gibt es ein Meeresschwimmbecken mit einem Kinderspielplatz.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Das Angebot entspricht dem auf den Azoren üblichen. Eine große Auswahl an Lokalen ist hier zu finden.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Musikfestival "Mare de Agosto". Ende August am Strand von Praia Formosa.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Pensionen, Ferienwohnungen und Agriturismos[Bearbeiten]

  • Apartamentos Turisticos Mar e Sol, Praia Formosa. Tel.: +351 296 884499, E-Mail: . 10 zweistöckige Appartements unmittelbar am Strand für 2 - 4 Personen (Juni bis September). Preis: 60 - 100 €.

Jugendherberge[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Auf Santa Maria wird, wie auf den anderen Inseln der Azoren, Portugiesisch gesprochen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Roman Martin: Azoren - Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 4. Aufl. 2015. Bergverlag Rother. ISBN 978-3-7633-4367-6

Weblinks[Bearbeiten]

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